Winterbergklinik Saarbrücken -Thorax-/Gefäßchirugie

Eure Erfahrungen mit den behandelnden Institutionen.
Lucky
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Winterbergklinik Saarbrücken -Thorax-/Gefäßchirugie

Beitragvon Lucky » Donnerstag 4. Januar 2007, 17:23

Ich hatte einen sog. Spontanpneu. Nach dem schmerzfreien Anlegen der Drainage kam ich zunächst auf Intensiv, wo ich mich zunächst auch gut aufgehoben gefühlt habe. Allerdings bekam ich dann permanent starke Schmerzen obwohl ich rund um die Uhr mit Schmerzmitteln (Infusionen) voll gepumpt wurde. Eine Nacht hatte ich so brutale Schmerzen, dass mich der diensthabende Doc so "weggespritzt", dass mich der Pfleger am nächsten Morgen gefragt hat, ob ich rosa Elefanten gesehen habe. Auf mein Nachfragen, ob diese Schmerzen normal seien und warum ich morgens nebem einem Notfallbesteck und geöffneten Notfallkoffer wach werde, habe ich nur die Antwort bekommen, es sei alles okay...

Nach 3 Tagen gings dann auf die Normalstation. Dort hatte ich den Eindruck, dass die linke Hand nicht wußte, was die rechte gerade macht. Soll heißen, dass ich von den versch. Ärzten immer wieder versch. Antworten bezügl. Diagnose, Therapie etc. bekam. Das Pflegepersonal war zwar nett, aber z.T. überfordert. So konnten die Pfleger die Absaugpumpe (oder wie das Ding heißt) nicht bedienen; O-Ton: "Wo muss ich denn da drehen..." (ich hatte Schmerzen und bat, den Unterdruck etwas zu reduzieren). Ein anderes Mal hatte ich ein falsches Medikament erhalten (hab's aber nicht eingenomen). Dies ist auch nur deshalb aufgefallen ist, weil ich nachgefragt habe, warum die bisher weißen Tabletten plötzlich blau sind. Auch das tägl. Reinigen eine eiterige Entzündung (am Übergang der Drainage in den Körper) hat jeder Pfleger auf seine eigene "individuelle" Methode durchgeführt (soll heißen, mehr o. weniger schmerzhaft).

Nachdem sich die Lunge entfaltet hat, ist sie aber nach Abstellen der Pumpe wieder zusammen gefallen. Das hat sich dann noch zweimal so wiederholt. Danach wurde dann operiert (minimalinvasiv). Absolut unfreundlich und arrogant war der Assistensarzt, der mit mir die obligatorische OP-Besprechung durchgeführt hat. Im Grunde war dies gar keine Besprechung, sondern der Arzt wollte nur die von mir benötigte Unterschrift. Nach der OP habe ich mir dann noch eine Lungenentzündung eingefangen (mit dem "typischen Krankenhauskeim" Staphylococcus aureus). So wie in diesem Krankenhaus geputzt bzw. mit dem Thema Hygiene umgegangen wird, wundert dies mich allerdings nicht übermäßig. Nachdem man die Lungenentzündung in den Griff bekommen hat, hatte es der Chefarzt sehr eilig, mich zu entlassen (was bei mir als Privatpatient schon ungewönlich ist...). Es ist schon ein blödes Gefühl, wenn der Chefarzt darauf drängt einen zu entlassen, während der Stationsarzt dafür plädiert, dass man besser noch ein paar Tage zur Beobachung bleiben soll.

Als ich dann entlassen wurde, bin ich (da ich noch immer heftige Schmerzen hatte) am nächsten Tag sofort zu einem niedergelassenen Pneumologen. Der hat mich dann gründlich untersucht und festgestellt, dass ich noch jede Menge Flüssigkeit in der Lunge habe, dass der Entzündungswert im Blut noch starkt erhöht ist und dass ich einen extremen  Zwerchfell-Hochstand habe ("Da hat man Ihnen wohl bei der OP den Zwerchfellnerv gekillt"). Der Pneumologe (war früher Oberarzt in einer Klinik) hat nur gemeint, dass er mich in diesem Zustand niemals aus dem Krankenhaus entlassen hätte. Auch konnte er sich den Umstand nicht erklären, warum man in der Klinik bereits nach 28 Stunden das erstemal die Absaugpumpe abgestellt. Er meinte, dass man dies - auch wenn sich die Lunge schon vorher vollständig entfalltet hat - frühestens nach 3-4 Tagen macht. Wenn ich diesen Sachverhalt zu Ende denke (d.h. bei längere Absaugzeit wäre die Lunge evtl. nicht mehr kollabiert und mir wäre dadurch eine OP erspart gebliebe) könnte ich kotzen vor Wut! (Sorry)

Nie wieder Winterbergklinik Saarbrücken!
Zuletzt geändert von Lucky am Donnerstag 4. Januar 2007, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Winterbergklinik Saarbrücken -Thorax-/Gefäßchirugie

Beitragvon Nighwitch » Donnerstag 4. Januar 2007, 21:17

boooah is ja hammmer :(

hoffe dir gehts mittlerweile was besser?

hast du die staphilokokken aurea in den griff bekommen- weiss von 2 bekannten das die sehr schwer zu behandeln sind - bei einer gingen die gar nit mehr weg :(
don`t worry-be happy/ nicht aufregen-nur wundern :)

kommt doch mal auf meine website:
http://www.pattys-hand-glasgravur.de:D

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Re: Winterbergklinik Saarbrücken -Thorax-/Gefäßchirugie

Beitragvon Lucky » Freitag 5. Januar 2007, 14:02

Danke der Nachfrage! Yep, bin wieder fit wie 'n Turnschuh :D

Es hat allerdings weit über ein Jahr gedauert, bis der Zwerchfellnerv sich wieder regeneriert und nicht mehr "gezwickt". Auch das durch den Zwerchfellhochstand eingeschränkte Lungenvolumen (damaliger Atemtest ergab 65%) ist heute wieder normal. Als Sportler hat mich diese Einschränkung eigentlich am meisten genervt.

Die Infektion mit den Staphylococcen war (nachdem man 1-mal das Antiobiotikum gewechselt hat) nach einer Woche erledigt. Ich hatte allerdings das Glück, dass ich mir von diesen Keimen eine 08/15-Variante eingefangen habe und keinen sogenannten multiresistenten Stamm (da wird's ernst).
Zuletzt geändert von Lucky am Freitag 5. Januar 2007, 14:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Winterbergklinik Saarbrücken -Thorax-/Gefäßchirugie

Beitragvon Nighwitch » Freitag 5. Januar 2007, 21:30

hattest aber glück mit den staphill. die bekannte von mir hat die resistenten  die gehn nit mehr weg :(

aber freut mich das es dir nach der totoure wieder gut ghet :)
don`t worry-be happy/ nicht aufregen-nur wundern :)

kommt doch mal auf meine website:
http://www.pattys-hand-glasgravur.de:D

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Re: Winterbergklinik Saarbrücken -Thorax-/Gefäßchirugie

Beitragvon rote_zora » Mittwoch 2. Mai 2007, 11:03

falls du nochmal einen haben solltest,was ich natürlich nicht hoffe,wende dich an die uniklinik in homburg.die wissen was sie machen.bin selber erst vor zwei wochen entlassen worden,



liebe grüße aus illingen

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Re: Winterbergklinik Saarbrücken -Thorax-/Gefäßchirugie

Beitragvon playalikan » Freitag 7. März 2008, 13:28

rote_zora hat geschrieben:falls du nochmal einen haben solltest,was ich natürlich nicht hoffe,wende dich an die uniklinik in homburg.die wissen was sie machen.bin selber erst vor zwei wochen entlassen worden,



liebe grüße aus illingen


hm nun ja hat man mir auch schon gesagt, aber ich mit alter 17 war auf der SHG Klinik in Völklingen.
Die sind spezialisiert für den Herz-Thoraxchirugie bereich.

kann dir beides empfehlen.

liebe grüße aus Völklingen..
erkan
Bitte an die Forschung: Findet bitte etwas gegen PNEUMOTHORAX!
Oder findet zumindestmal den Grund wieso man es bekommt!

MfG ErKaN aus Völklingen


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