Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

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Bjoern082
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Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon Bjoern082 » Samstag 26. März 2011, 22:09

Hallo Welt,
Ich hatte vergangendes Jahr 3 Pneumothoraxe mit 2 Operationen rechtsseitig. Danach war ich zur AHB in Bad Lippspringe. Dort wurde mir gesagt das ich als Lagerist wieder arbeiten gehen darf. Mein Hausarzt war jedoch der Meinung eine Umschulung in Angriff zu nehmen. Diese habe ich auch beantragt und genehmigt bekommen.
Ich war bis gestern Freitag den 25.03.11 im Berufsförderungswerk in Hamm. Bei den kleinsten Körperlichen anstrengungen bekam ich Brustschmerzen teilweise links und rechts.
Der Medizinische Dienst der dort im Hause ist sagt. Für mich kommt nur noch eine Kaufmännische Ausbildung in frage.
Da dort ein Eignungstest gemacht worden ist, würde ich die Ausbildung nicht schaffen und haben mich weitergeleitet an den Rehafachberater. Ich persöhnlich meine die haben Angst das wieder ein Pneu Passiert und ich die Ausbildung die ja nur 2 Jahre dauert nicht fortführen kann.

Ich spiele jetzt mit den gedanken Rente beanzutragen. Seid ihr damit dadurch gekommen?
Was muss man tun um sowas zu bekommen? Was für Berichte braucht man von den Ärzten?

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Bert
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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon Bert » Sonntag 27. März 2011, 18:10

haha :lol: sorry,

aber das halte ich für höchst unwahrscheinlich das du wegen nem Pneu ne Rente bekommst
geschweige eine Behinderung, man hat ja schon Probleme ne Kur zu bekommen

da man sobald der Pneu erfolgreich behandelt wurde ja eigentlich als geheilt gilt
daher ist es meiner Meinung nach auch kein Problem deinen normalen Job weiter zu machen
(nach einer gewissen Schonzeit natürlich)

LG Bert :mrgreen:

PS: versuchen kannste es ja und hier dann berichten ;)
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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon icke » Montag 28. März 2011, 18:07

Also, da hat wohl einer keinen Bock auf arbeiten!!!!!!
Mehr ist dazu wirklich nicht zu sagen!!!!

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Bert
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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon Bert » Dienstag 29. März 2011, 00:59

icke hat geschrieben:Also, da hat wohl einer keinen Bock auf arbeiten!!!!!!
Mehr ist dazu wirklich nicht zu sagen!!!!


also icke gerade du als OP Schwester solltest aber auch wissen das der Heilungsprozess und die Seelische Verarbeitung genau so unterschiedlich ist wie der Mensch an sich

ich z.B. habe gut ein halbes Jahr gebraucht um das ganze halbwegs zu verarbeiten und dabei hatte ich gerade mal einen Pneu mit Drainage
da kann ich mir gut vorstellen das jemand mit drei Pneus und zwei OPs innerhalb kürzester Zeit, schon so seine Probleme hat

zum anderen wenn ich das richtig gelesen habe bist du ja auch gerade erst aus dem KH raus ... weist du schon wie es dir in ca. 2-3 Monaten geht? Also ich wünsch dir alles gute Bild, aber ich habe hier schon genug gelesen das es nicht immer so super verläuft und das es genug Leute gibt die auch noch Jahre danach Probleme haben

also von daher nicht immer gleich das negativste vermuten ;)

LG Bert :mrgreen:
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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon icke » Mittwoch 30. März 2011, 12:12

Nur zur Info, mir geht es zur Zeit scheiße(Physisch und Psychisch) werde aber trotzdem in 2Wochen arbeiten gehen, weil ich zu Hause noch mehr Depressionen bekomme und mich auf meine Schmerzen konzentriere, ich werde erstmal leider nicht in den OP zurück können und habe mich an einen Schreibtischplatz versetzen lassen(was echt langweilig ist) jeder verarbeitet es anders, da gebe ich dir recht, aber ich kenne aus meinen Job genug Patienten die alles versuchen, um nicht mehr berufstätig sein zu müssen und bei harmloseren Diagnosen alles versuchen um den Sozialstaat nutzen zu können....Auch deshalb klingt meine Aussage etwas hart, aber das sind nun mal meine Erfahrungen und in meinem Bekanntenkreis kenne ich mittlerweile 4Leute die den selben Leidensweg wie wir alle gegangen sind und die gehen alle trotz Langzeitbeschwerden arbeiten.....

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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon eve » Mittwoch 30. März 2011, 12:55

Es gibt da den kleinen Unterschied bei der Ausgangslage; die Einen gehen davon aus, dass das Gegenüber die Wahrheit erzählt und die Anderen gehen davon aus, dass das Gegenüber ein Lügner ist...mir persönlich ist Ersteres lieber, nur schon, weil wir hier im Forum weder das eine noch das andere beurteilen können.

In so einem Fall einfach mal davon auszugehen, der OP sei ein Lügner und probiere, sich vor der Arbeit zu drücken, finde ich daneben.

Sollte irgendwann mal eine der Personen, die jetzt von Lügner und Drückeberger ausgehen, selber in so eine Lage kommen, wird sie sicher froh sein, selber jemanden zu finden, der ihnen Glauben schenkt. Es ist allzu einfach, von sich auf Andere zu schliessen und jemanden vorzuverurteilen, ohne die ganze Geschichte zu kennen.
lg
eve

P.S. ob und wie man sich selber fühlt, sollte hier, bei diesem Thread, überhaupt keine Rolle spielen

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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon icke » Mittwoch 30. März 2011, 18:47

Ick sag nur noch eins, ich will niemanden seine Gefühle verletzten und hätte ich das Wort Lügner verwenden wollen, hätte ich es getan...Die ist nur meine kleine Meinung. Und meine Intension war es auch nicht, hier son riesen Aufstand zu veranstalten! Mein Eindruck bzw. Erfahruzng (und die kann mir keiner nehmen)ist trotzdem das sich die meisten Menschen, so machen wie in meiner letzten Message beschrieben...

Also Kraft und Stärke und Licht und Liebe für Alle

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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon Bert » Montag 4. April 2011, 23:17

Hi nochmal,

was mir zu diesem Thema allerdings noch einfällt ist:
wenn man jemanden, vorzugsweise einen Arzt, findet der einem eine Berufsunfähigkeit bescheinigt hätte man vielleicht eine Chance ne Rente zu erhalten

mir ging es auch schon mal so wegen den kaputten Bandscheiben da ich gelernter Fliesenleger bin/war
allerdings hat mein Rentenversicherer ruck zuck mir ne Umschulung besorgt und bezahlt und
damit war ich nicht mehr Berufsunfähig, was gleichbedeutend ist das man keine Chance auf ne Rente hat

LG Bert :mrgreen:
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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon cadenza » Mittwoch 7. Dezember 2011, 20:52

in diesem fall kann ich nur zu einer privaten berufsunfähigkeitsversicherung raten. nach meinem 2. Pneu hatte ich auch angst ich könnte irgendwann nicht mehr arbeiten und habe sie dann ganz spontan bei der Allianz abgeschlossen. trotz der 2 Pneus gab es keine Probleme. ist für sie wohl nicht sehr relevant gewesen. so hast du optimalen Schutz, denn sie verweisen dich nicht zu einer Umschulung. kannst du deinen erlernten beruf nicht mehr ausüben bist du berufsunfähig.

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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon Bjoern082 » Samstag 24. Dezember 2011, 09:41

Leider zu spät. mit der BU Versicheurng mich haben die nicht aufgenommen. Ich hatte nach den 3 Pneus rechts im letzten Jahr am 09.12.11 mein ersten Pneu Links. Da ich zurzeit in einen Bildungswerk war und ich meine Krankmeldung zur Rentenversicherung geschickt habe, wurde ein Antrag gestellt auf Erwerbsmindungerungsrente die ich ab den 01.01.2012 beziehe.

Die Ärzte im KH sagen: Dass ich dazu neige und ich mich jederzeit darauf einstellen kann das sowas wieder Passiert nur wann dies kann keiner sagen.

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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon Torsten » Freitag 13. Januar 2012, 11:23

Hallo Björn,
es tut mir sehr leid, dass du nun beidseitig Probleme mit dem Pneu hast. Ich wünsche dir alles Gute! Wie geht es dir jetzt?

Meiner Vater wollte damals (1995) auch, dass nach mehrfachem Pneu links und OP, eine Prüfung auf eine Behinderung statt findet. Dem war nicht so. Nach meiner Umschulung, natürlich in einen Bereich, der die Lungenbläschen so wenig wie möglich belastet, also staub u. schmutzfrei, keine körperlich starke Belastungen, war auch alles Bestens. Ich kann mich "eve" u. "icke" nur anschließen und rate dir, dich dennoch zu Beschäftigen und dies nicht als "Freibrief" fürs Nichtstun zu verstehen.

Veilleicht kannst du uns kurz erklären, was diese Erwerbsminderungsrente nun für dich bedeutet. Bekommst du eine regelmässige Unterstützung (ich möchte keinen Betrag wissen), muss du nach einer gewissen Zeit wieder zur Kontrolle oder gilt sie nun lebenslang? Wer hat dich wie unterstüzt.

Gruß
Torsten

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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon Bjoern082 » Sonntag 8. April 2012, 08:54

Torsten hat geschrieben:
Veilleicht kannst du uns kurz erklären, was diese Erwerbsminderungsrente nun für dich bedeutet. Bekommst du eine regelmässige Unterstützung (ich möchte keinen Betrag wissen), muss du nach einer gewissen Zeit wieder zur Kontrolle oder gilt sie nun lebenslang? Wer hat dich wie unterstüzt.

Gruß
Torsten


Hi Torsten,
Der vorteil ist daran das man noch auf 400 nebenbei arbeiten gehen kann mit der einschränkung. Desweiteren ist der Vorteil das man auf 400 Euro Basis immer ein Job bekommt falls es zu einen Rückfall kommt. Da meine Frau voll Arbeiten geht, bekommen wir keine Unterstützung ansonsten ja. Die Erwerbsminderung ist auf 5 Jahre ersteinmal. Sollte es in der Zeit kein erneuten Pneu ergeben wird dieses aufgehoben. Sollte allerdings was passieren wird diese automatisch verlängert. Ich muss jedes Jahr zum MDK um mich vorzustellen.

Ein Kleiner Tipp. Jeder muss selber wissen wieweit er geht. Wenn einer meint alles wieder machen zu können etc. aber später wieder da liegt geht mir meine Gesundheit und mein Leben vor. Deshalb habe ich mich für diesen weg entschieden. Es ist ein Kampf mit den Behörden daher habe ich ein Sozialverband aufgesucht die mir dabei geholfen haben das ganze zu untertützen.

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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon jense » Sonntag 29. Juli 2012, 03:55

Hallo Bjoern082,

also ich halte es auch für fast unmöglich eine Vollrente durchzubekommen.
Wenn, denn solltest Du eher auf die psychischen Aspekte setzen als auf die der Physis.
Meine Partnerin hat schwere MS und wir kämpfen auch um eine Rente für sie...ist in diesem unseren Staate nicht so einfach...groll...!

VG

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Re: Nach Pneumothorax jemals wieder arbeiten?

Beitragvon Absinth » Dienstag 28. August 2012, 19:10

Ich kann mir auch ned vorstellen, dass man nach nem Pneu arbeitsunfähig ist.

Ich bin Reservist, wurde auch nach dem Pneu wegen einer Wehrübung wieder gemustert und der Pneu hat Gott sei Dank nichts an der Tauglichkeit geändert (mit Pleurektomie).

Ich wüsste auch ehrlich gesagt ned, wieso man damit in Rente gehen sollte. Ein Pneu ist verglichen mit z.B. MS eine Lapalie die verheilt. Selbst ne offene OP ist kein Grund für die Rente.

Dein Problem ist eher psychischer Natur.

Ich finde den Ansatz mit der Rente völlig falsch. Eher das Gegenteil ist doch richtig. Man muss wieder arbeiten, wieder anfangen das Leben zu genießen, sich wieder etwas zutrauen und sich nicht immer ins Hemd machen wenns mal wieder weh tut. Jeder hat so seine kleinen und großen Wehwehchen, die sich mit zunehmendem Alter häufen. Deswegen die Flinte ins Korn zu schmeißen ist der falsche Weg.

Klingt vllt. etwas hart, aber das ist meine Meinung.

Das Leben wird weitergehen ;) Außerdem tuts einem psychisch bestimmt ned gut, wenn man in dem Alter Rente bekommt und quasi scho auf dem Abstellgleis steht.


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