Pneu mit folgenden Panikattacken

Das Forum für Deine persönlichen Erfahrungsberichte.
Joakim
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 28
Registriert: Montag 20. Dezember 2010, 11:18

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Mittwoch 5. Januar 2011, 14:24

vielen vielen dank Eve, du hast keine Ahnung wie sehr mich solche Beiträge/Antworten erleichtern und vill. ist das für manch anderen der das selbe durchmacht auch hilfreich hier mitzulesen.

Wie du sagst, war auch meine erste Drainage überhaupt nicht schlimm, weil ich ins KH kam nicht wusste was ich hatte und gleich verschlaucht wurde ohne zu wissen was die mit mir machen.
Jetzt hingegen weiss ich was auf mich zukommt, muss dazu noch zuhause warten bis irgendwann das telefon klingelt, da arbeitet der Kopf schon ganz anders.
Aber auch das werde ich überstehen, und was einen nicht umbringt macht einen nur stärker (altbackenspruch)

Ich komm mir auch schon so vor wie ne schwangere Frau, hab meine Tasche gepackt und warte nur mehr drauf bis es losgeht, wie du sagtest kann ich dann mein Baby im KH rumtragen/rumfahren :mrgreen:

Was mich noch interessieren würde, hier im Forum schreiben doch sehr viele dass sie mehr als eine OP hatten, also rückfälle, sind die genannten 5% dann doch nicht soooo gering dass man wieder einen Pneu haben kann?

Benutzeravatar
eve
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 1021
Registriert: Dienstag 1. Juli 2003, 00:00

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon eve » Mittwoch 5. Januar 2011, 14:43

Je nach Operationsmethode schwankt die Quote von ca. 4 - etwas über 10% und alles, was grösser 0 ist, bedeutet, dass wieder ein Rückfall passieren kann.

Die meisten, die hier über mehrere Operationen berichten, hatten weitere Pneus auf der anderen Seite. Bei der Pleurodese wird 1 Seite operiert und das heisst, dass die andere Seite evtl. auch Pneus entwickeln kann. Allerdings nützt es nichts, sich darüber vorher Gedanken zu machen und ich hab bis heute auch noch keine Statistiken gefunden, die sagen würden, dass jemand mit Pneus auf der einen Seite gefährdeter wäre für Pneus auf der anderen Seite als jemand, der noch nie einen Pneu hatte.

Als ich auf der linken Seite einen Pneu entwickelte, haben die Aerzte sich meine Vorgeschichte angesehen und wir haben da entschieden, gar nicht mehr auf einen 2. Pneu zu warten, sondern gleich die Pleurodese zu machen...2 Tage später wurde operiert.

5% ist allerdings so klein, dass ich mal davon ausgehen würde, dass nichts mehr passieren wird. Min. lebe ich so...der Mensch kann sich an beinahe alles gewöhnen, auch an die Unsicherheit eines evtl. wiederkehrenden Pneus :)
lg
eve

Joakim
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 28
Registriert: Montag 20. Dezember 2010, 11:18

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Mittwoch 5. Januar 2011, 15:44

wie sehr würde ich mir wünschen wenn so die ärtze mit einen reden würden, aber für die isses ja wie einer ne waschmaschine repariert, also alltag.

Naja ich berichte dann wieder wenns was neues gibt oder wenn ichs hinter mir hab. fals es jemanden interessiert

Benutzeravatar
eve
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 1021
Registriert: Dienstag 1. Juli 2003, 00:00

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon eve » Mittwoch 5. Januar 2011, 19:38

Joakim hat geschrieben:Naja ich berichte dann wieder wenns was neues gibt oder wenn ichs hinter mir hab. fals es jemanden interessiert

Oh doch....es ist immer interessant, zu hören, wie es jemandem geht, was passiert und wie es weitergeht. Ausserdem kommen immer wieder neue Leute und für die ist sowieso jede Nachricht interessant...so viele Infos gibt es über Pneus nicht und wie du selber sehen kannst, lässt die "Auskunftsfreudigkeit" der Aerzte manchmal doch sehr zu wünschen übrig.

Nie vergessen: Du bist der Aerzte Kunde und ein Kunde hat ein gewisses Anrecht auf Informationen. Wenn schon alles, was mit Medizin zu tun hat, so wahnsinnig teuer ist, sollte wenigstens der "Kundenservice" stimmen (sorry, hatte gerade eine lange Diskussion über die Kosten der heutigen Medizin :mrgreen: ).
lg
eve

Malikah
Newbie
Newbie
Beiträge: 9
Registriert: Donnerstag 15. Mai 2008, 22:52

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Malikah » Donnerstag 6. Januar 2011, 12:50

Ich hab das Gefühl, dass die Ärzte da selbst nicht viel wissen. Sie können Lunge wieder gerade biegen, aber wenns um Fragen wie: Was könnte die Ursache sein gibts von denen nur ein grosses Fragezeichen sobald man nicht in das allgemeine Schema passt. Das meiste was ich über die Sache weiss hab ich entweder übers internet (teilweise aus dem Forum) oder durch eigene Erfahrungen heraus bekommen. Von den Ärzten kam nicht wirklich viel.

Benutzeravatar
eve
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 1021
Registriert: Dienstag 1. Juli 2003, 00:00

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon eve » Donnerstag 6. Januar 2011, 13:17

Einverstanden, aber sie könnten wenigstens die Informationen bekanntgeben, die sie selber haben :)
Oft hapert es sogar damit.
lg
eve

Joakim
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 28
Registriert: Montag 20. Dezember 2010, 11:18

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Donnerstag 13. Januar 2011, 10:43

gerade anruf erhalten, Montag muss ich ins Krankenhaus und Mittwoch ist OP Tag, frage an euch, warum muss ich 2 tage vorher ins Krankenhaus??? Machen die noch Tests mit mir???

Und was ich schon gefragt habe mittlerweile hab ich überhaupt keine Beschwerden mehr, können die auch operieren wenn nichts vorliegt? ich frag mich immer was wollen die verkleben wenns nix zu verkleben gibt. So und nun bin ich bis mittwoch dauernervös :D

Benutzeravatar
eve
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 1021
Registriert: Dienstag 1. Juli 2003, 00:00

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon eve » Donnerstag 13. Januar 2011, 12:00

Joakim hat geschrieben:gerade anruf erhalten, Montag muss ich ins Krankenhaus und Mittwoch ist OP Tag, frage an euch, warum muss ich 2 tage vorher ins Krankenhaus??? Machen die noch Tests mit mir???

Ziemlich sicher ja...ich hab damals den ganzen Nachmittag nur Tests gehabt und rannte von Termin zu Termin :D
Joakim hat geschrieben:Und was ich schon gefragt habe mittlerweile hab ich überhaupt keine Beschwerden mehr, können die auch operieren wenn nichts vorliegt? ich frag mich immer was wollen die verkleben wenns nix zu verkleben gibt. So und nun bin ich bis mittwoch dauernervös :D

Die Frage ist, was du willst. Eine Pleurodese selber ist unabhängig von evtl. vorliegenden Pneus. Es geht hier u.a. darum, die Rückfallquote von jetzt so ca. 80% nach dem 2. Pneu runter auf unter 10% zu bringen und das geht nur mit einer Pleurodese/Pleurabrasio. Das Problem hier sind also nicht deine momentan nicht vorhandenen Beschwerden, sondern dein nächster Pneu, der beinahe sicher wieder kommen wird. Blöd gesagt, andere Leute lassen sich gegen Grippe impfen, wir haben eine Pleurodese :mrgreen: Aber die Entscheidung dafür oder dagegen liegt, wie bei der Impfung, immer noch ganz bei dir.
lg
eve

Joakim
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 28
Registriert: Montag 20. Dezember 2010, 11:18

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Donnerstag 13. Januar 2011, 12:43

Hab mich noch nie gegen eine Grippe impfen lassen :mrgreen:

spass bei seite, wenn man das jetzt so richtig sachlich und als ausenstehender betrachtet ist die ganze sache ja eigentlich nicht der rede wert, eine kleine OP die sogar richtig sinnvoll ist.
Ahhhh versteh echt net warum mich das ganze nervös macht. Wobei man sagen muss ich hatte erst 1 Pneu das zweite hat sich ja von alleine wieder zurückgebildet.

Ach bin ich froh wenn ich euch in 1 oder 2 wochen hier schreiben kann dass alles pipifax war und alle aufregung um sonst war. Wenn man alles hinter sich hat ist man bestimmt auch auf die eine oder andere art stolz auf sich selbst.

Nur die 2 Tage vorher schon im KH sein kotzt mich schon was an. aber auch da muss ich durch

Benutzeravatar
eve
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 1021
Registriert: Dienstag 1. Juli 2003, 00:00

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon eve » Donnerstag 13. Januar 2011, 13:02

Joakim hat geschrieben:Wobei man sagen muss ich hatte erst 1 Pneu das zweite hat sich ja von alleine wieder zurückgebildet.

lol....ein Pneu ist ein Pneu, ob jetzt 1 cm oder eine kollabierte Lunge :mrgreen: Also hattest du 2 Pneus und die Statistiken sagen dazu, dass ein dritter so gut wie beinahe sicher ist.

Die Nervosität kann ich sehr gut verstehen...für mich war es damals nicht gerade die 1., aber irgendwie die unheimlichste der Operationen, die ich bis dahin gehabt hatte und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich das wirklich will. Aber wie schon gesagt, ich habe Panik vor jeder Operation und mache mich die Tage davor halb kaputt...so eine Woche vorher ins Koma versetzen lassen bis alles vorbei ist, wäre für mich genau das Richtige :mrgreen:
lg
eve

Joakim
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 28
Registriert: Montag 20. Dezember 2010, 11:18

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Donnerstag 13. Januar 2011, 13:44

:D ne andere frage am OP tag muss man ja nüchtern bleiben, warum eigentlich??? meiner lunge wirds wohl egal sein ob in meinen Magen ein brötchen im kaffee schwimmt. Und wie siehts mit beruhigungstabletten am OP tag aus? darf man bestimmt auch nicht. Ahhhh hoffentlich werd ich gleich morgens unters messer gebracht und nicht er mittags oder noch später

Benutzeravatar
eve
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 1021
Registriert: Dienstag 1. Juli 2003, 00:00

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon eve » Donnerstag 13. Januar 2011, 13:59

Hier eine ganz gute Erklärung:
Operationszentrum Hürth hat geschrieben:Was kann passieren?

Durch die Narkose wird die regelrechte Magen und Darmbewegung gestört. Wenn der Magen nicht vor der Narkose leer ist, kommt es sehr häufig zu starkem Erbrechen.
Für eine regelrechte Verdauung produziert der Magen Salzsäure. Rauchen erhöht die Salzsäureproduktion um ein vielfaches.
Durch die Narkose erschlafft der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre. Gleichzeitig ist Husten nicht möglich. Wenn Mageninhalt sich nach oben entleert, besteht die Gefahr, dass dieser über die Luftröhre in die Lunge gelangt und dort eine Lungenentzündung verursacht. Diese Entzündung ist um so gefährlicher, je mehr Säure sich im Magen befindet. Diesen Vorgang nennt man Aspiration.

Die Aspiration ist heutzutage bei sonst gesunden Patienten das größte Risiko durch eine Narkose einen ernsthaften Schaden davonzutragen.

Die Nüchternheit vor der Operation trägt dazu bei , dieses Risiko zu minimieren ( 1:10 000).

lg
eve

Joakim
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 28
Registriert: Montag 20. Dezember 2010, 11:18

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Donnerstag 13. Januar 2011, 14:52

oha danke eve fürs raussuchen, und wieder was gelernt was man von einen artzt bestimmt nicht erfahren hätte

Joakim
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 28
Registriert: Montag 20. Dezember 2010, 11:18

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Montag 24. Januar 2011, 21:00

Hallo da bin ich wieder....

.... war jetzt ne Woche im KH, Mittwoch war die OP (19.1.) und bin heute entlassen worden.

So ich erzähle mal wie die Woche verlief und jeder kann und sollte kommentare dazu äußern ob das bei ihm ähnlich war oder vill. ganz anders gemacht wurde.

Montag musste ich ins KH, ganz recht 2 Tage vor der OP was eigentlich ungewöhnlich war aber naja was solls. Also bekam ich für die 2 Tage ein Zimmer in der Thorax- Gefäßabteilung, das ich mit 2 anderen teilte.
Was mich da sehr erschreckt hatte ich war umgeben von alten Menschen, ich (26) kam mir vor wie in einen Altersheim, sogar die Schwestern staunten dass so ein junger mal in die Station kommt.
Naja viele hatte probleme mit ihren Venen, Thrompose oder sonstiges. Also rund um gefäße.
Am ersten Tag musste ich nur Blut abnehmen und den ganzen Papierkram erledigen.

Dienstag, Tag 2
Der Tag vor der OP, ich war keineswegs aufgeregt was mich wunderte und ich mir einredete das kommt bestimmt kurz vor der OP. Die Ärtzte waren aber über meine Panikattacken informiert.
So an diesen Tag hat ich schon mehr stress, erneute Blutabnahme, rönktnen, EKG das volle Programm, d.h. runter in den 1 stock, rauf in den 6. runter in den 2. usw. und das in einen KH wo ich das erstemal war. Kann man sich schonmal schnell verlaufen.
So zum mittagessen kam der Artzt vorbei um mich über die OP aufzuklären und zu informieren. Ich musste X-Fragen beantworten. Haben Sie Haustiere? Rauchen Sie? Was arbeiten Sie usw. Der Artzt wollte damit die Ursache rausfinden wo der Pneu herkam. Vererbt haben wir ausgeschlossen, aufs Körpergewicht wurde ich nicht angesprochen, aber was interessant war er frage mich ob ich jemals bei meiner Arbeit mit dämpfen oder Chemie in berührung kam. Und tatsächlich, ich habe über 1 Jahr mit chemikalien gearbeitet ohne Mundschutz, vill. war das der Mitauslöser. Wobei der Artzt zum Schlusss meinte er gehe davon aus dass es durch einen Schlag verursacht worden sei, wie auch immer er das sehen mag bleibt mir ein Rätsel.
Dann erklärte er mir noch den OP Vorgang: Mit den 3 Werkzeugen (Fachbegriff nicht im Kopf) wird mir die Lungenspitze abgeschnitten und die Lunga abgeschappt und angeklebt. Gut mit dem Artzt war alles geklärt und jetzt folgen alles Sachen die mir neu waren und ich nicht mit gerechnet hatte :D
Ich lag im Bett als die Schwester reinkam und sagte ich solle sie begleiten sie bereite mich auf die OP vor, hmm dachte ich was kommt denn jetzt. Also rein in ein Wellnessartigen Zimmer auf die Liege, So Herr bitte ausziehen, ganz ausziehen. :shock: ok was will die jetzt von mir. Oh doch nicht schlimm sie rasierte mir nur die ganze linke Hälfte, war auch sehr angenehm :D doch dann hieß es plötzlich, so Herr damit sind wir fertig jetzt bitte umdrehn, ohne wiederworte hab ich das gemacht und Zaccckkkk hatte ich schon etwas in meinen A******. Du lieber Gott mein erster Einlauf.... buhhhh nicht mal 1 sek. hats gedauert da musste ich schon auf die schüssel doch die Schwester erklärte mir noch ganz langsam dass ich mich jetzt duschen sollte und mich mit jod einreiben sollte.
Gut alles erledigt und darm war komplett ausgespühlt, irgendwie ein erleichterndes gefühl.

3. Tag, OP-DAY
6 Uhr morgends kam die Schwester und ich musste mich erneut ausziehn und den KH-Mantel anziehn. Stunde später wurde ich in den OP Wartesaal geschoben wo schon 5 Leute in ihren Liegen auf ihre OP warteten. War schon ein komisches Gefühl, kam man sich irgendwie wie in ner schlachterei vor, auf ner Tafel die Namen die als nächstes drankamen, totenstille und die Leute wurden im Minutentakt reingeschoben.
Um 8 Uhr war ich dann dran, und wurde in den Saal geschoben, umringt von Ärtzten. Eine sehr sympatische Assistentin redete immer wieder beruhigend auf mich ein und sagte dass sie mich jetzt in den Schlaf versetzte. Zu beachten ist meine erste OP und hatte nie eine Vollnarkose. Den Zeitpunkt als ich die Spritze bekam hab ich nicht mitbekommen, aber Freunde haben mir immer erzählt dass man innerhalb von Sekunden weg ist. Nix da das zeug wirkte langsam, Augen wurden schwerer und alles drehte sich, und das so heftig dass ich meinte ich falle von der liege und die Schwester nur, na das ist wie bei 2 schnäpsen wa? 2 Schnäpse???? Ehr 2 Kisten voller Schnapps. Naja 15 bis 20 sek. hats sicher gedauert dann war ich im Schlummerland.
Das erste was ich wieder mitbekommen habe ist als sie mich von der OP-Liege ins Bett verlegten, das ging alles automatisch und schmerzte höllisch. Dann lag ich im Aufwachraum, Schwester kam und sagte ich hab in der Hand ein drücker, und ich müsste mir vorstellen von einer skala von 1 bis 10 wenn die schmerzen bei 4 angelangen sollte ich draufdrücken. Pfffff ich war ja noch halb in der Narkose, und bei jeden kleinen Schmerz drückte ich drauf los. Dann schlief ich wieder ein.
Aufgewacht bin ich dann in der Intensivstation, man beachte es war da bereits 14 Uhr und 8 Uhr war die OP, der Artzt meinte die OP hätte länger gedauert. Was ich vergessen habe zu fragen ist wie lange überhaupt??? Bzw. wie lange war ich im Aufwachraum. Naja egal mein bester freund der Knopfstift war ja noch bei mir. Dann kam der Artzt auf mich zu und erst dann erfuhr ich dass das Morphium sei und wenn ich das zu oft benutzte sich überlkeit breit macht und ich starke Kopfschmerzen bekomme. Na toll steh ich also vor der wahl, im bunten Farbenmeer schwimmen oder vill. riskieren dass mir übel wird.
Dann folgten die schlimmsten sachen, der Artzt kam zu mir um sich die Drainage anzusehn, und was macht der, er reisst mir den Arm hoch und runter, ich schrie vor Schmerzen, er meinte nur dass muss er machen, warum frag ich mich heute noch.
Auf der Intensivstation waren noch weitere 4 Patienten mit 2 Helfern die alle betreuten. Dann sagte einer zu mir ich solle bitte pipi machen, aber ich konnte nicht. Das ist glaub ich kopfsache, ich kann nicht im liegen und wenn andere dabei sind. Dann hab ich mich aufgesetzt um es zu versuchen und plötzlich spielten meine maschinen hinter mir alarm. Aha ich darf also nicht aufstehn :D Gut jetzt bekam ich ne Spritze damit kann ich dann sicher in das Plastikteil machen meinte er. Buhhhh HÖÖÖLLLLLLEEEE das zeug drückte so dermaßen und ich konnte einfach nicht, jetzt blieb nur mehr ein ausweg, ein katheter. Ich bestand sogar drauf ohne zu wissen wie der eingeführt wird. Gut ein Helfter versuchte mir also das Teil anzulegen, AHHHHHHH mamma mia so einen Schmerz kann man glaub ich nicht toppen, das problem war ich verkrampfte mich immer und dann ging das teil net rein und schmerze noch mehr. Mich mussten 2 Schwestern halten und nach dem dritten versuch hats geklappt. Entweder hat der was falsch gemacht oder das ist echt das unangenehmste auf der Welt. Memo an mich: katheter unbedingt bei der nakrose machen lassen. Danach war ich erstmal geschafft und ich schlief gleich ein.

4. Tag
Diesen Tag war ich auch noch auf der Intensivstation, und sogar mit schmerzmittel spürte ich noch jede falsche bewegung, und aufsitzten tat höllisch weh. Ich bekam auch so Luftbällchenspiel mit dem ich meine Lunge jede Stunde für 10minuten trainieren sollte. Sind drei bällchen drinn, weißes (leicht), graues (mittel) schwarzes (schwer). Da sollte ich reinpusten und nur das erste bällchen bewegte sich leicht, dann das ding umdrehn und einatmen, da rührte sich nichts und war mit großen schmerzen verbunden darum hielt ich mich auch nicht an die 1 stunden regel und versuchte viel zu schlafen. War auch der erste Tag wo ich vom Bett runter musste um mich in den Stuhl zu setzen, einmal wegen kreislauf und um die Lunge langsam aufzubauen, aber HILFE war das Anstrengend.
Achja was ich vergessen hab zu erwähnen nach der OP hatte ich so ein arges Hungergefühl nur bekam ich 2 Tage lang nichts zu essen noch was zum trinken warum auch immer. Bekam ich alles gespritzt, und 2 so rießen säcke wo der Helfer meinte das nehmen normal Bodybuilder und 1 sack würde um die 500 € kosten. Da sei dann alles enthalten was der Körper braucht und einen dazu noch aufbaut.
Und was auch brutal war, 2x am tag bekam ich den rücken eingeschmiert und einer klopfte mir mit voller wucht auf den Rücken und ich musste dabei husten, war echt erstaunt hab immer gedacht genau sowas würde das gegenteil bewirken, war mir also auch neu,
Im großen und ganzen fühlte ich mich auf der Intensivstation sehr wohl, alle waren sehr freundlich und die Säcke brachten mich immer zum lachen und ihr wisst wie schmerzhaft lachen nach ner OP ist :D und naja es ist immer vollbetrieb und man hat immer was zum kucken, somit sind die 2 tage sehr schnell vorübergegangen.

5. Tag
Fertig mit Intensivstation und ich wurde kurz ausgestöpselt und in ein normales Zimmer gebracht und dort wieder an den Kasten angestöpselt. 4x am tag bekam ich ne Maske für 10min. zum dampf einatmen, soll den schleim lösen. Ich bekam jetzt auch mein erstes Essen, ein ganzen Teller Suppe wow. Dann aber kam wieder was was ich nicht vergessen werde, der Artzt stellte mich wieder unter Druck, fragte mich ob ich schon stuhlgang hatte, verneinte ich natürlich, wie auch hab ja nur ne Suppe im Magen. Naja sagte er entweder er gibt mir etwas damit ich gehen kann oder ich bekomme morgen wieder einen Einlauf, also entschied ich mich fürs Säftchen, was ein großer Fehler war. Nach ein paar Stunden musste ich nur mehr Ka*****, ich hang aber noch an der maschine die leider nicht batteriegeladen ist, somit bekam ich so einen Scheissstuhl. Sowas hab ich noch nie erlebt dass ein Magen oder die Därme so arbeiten oder so durcheinander sind, und so laute geräusche von sich geben kann richtig richtig übel. Der Schmerz der Lunge war jetzt nur mehr zweitranging. Ich konnte die ganze nacht nicht schlafen und auf deutsch gesagt verarschte mich mein Arschl***** indem es mir befahl ich muss aufs klo was aber nicht ging.

6. Tag
Saugkästchen wurde abgeschalten und ich durfte mich jetzt frei bewegen in begleitung mit dem Kästchen. ICH WAR FREI und durfte aufs WC, sowas lernt man erst in solchen situationen zu schätzen. Einfach herrlich.
Dann rönktnen, paar untersuchungen, und ich durfte wieder alles essen.

7. Tag
Die Schlauch wird gezogen, das kannte ich ja schon, trotz allem wars wieder ein naja sagen wir mal komisches gefühl. Schmerzen hatte ich jetzt nur mehr an der Wunde, waren aber erträglich

Heute wurde ich entlassen, also war ich inkl. OP Tag 5 Tage im KH. Das Bällchenspiel durfte ich mitnehmen und sollte ich auch weiterhin benutzen um die Lunge zu trainieren. Ansonsten wurde mir wieder NULL informationen gegeben hätt ich nicht hartnäckig fragen gestellt. Mittwoch muss ich wieder ne Visite machen und vill. auch die Klammern ziehen. Dann 1 Woche komplett schonen und dann langsam in den alltag zurückkehren. In 3 Wochen dürfte ich die Lunge wieder zu 100% belasten meinten die. Das Risiko dass ich wieder einen Pneu bekomme liegt bei 3%. Auch die Frage ob ich rechts auch einen bekommen könnte, lachte der Artzt und meinte nur das kann jeder Mensch, können sie mich auch fragen ob sie sich irgendwann den arm brechen werden.

So nun lieg ich in meinen Bett, hab noch leichte schmerzen bei der Wunde, hattet ihr das auch??? und wie lange hielt der schmerz an???

Naja das war ein kurzer/langer Bericht/Erfahrung von meiner OP inkl. KH Aufenhalt. Ich habe den Text jetzt nicht nochmal durchgelesen und entschuldige mich jetzt schon für Rechtschreibfehler.

Wäre über Kommentare sehr dankbar, vill. haben sie bei mir ja was falsch oder auch nur anders gemacht als bei euch.

Ich lass Mittwoch nach der Visite wieder was hören.

Laser
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 603
Registriert: Sonntag 25. Januar 2009, 18:30

Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Laser » Montag 24. Januar 2011, 22:00

Hi Joakim,

erstmal wünsche ich dir gute Besserung.

Ich wundere mich nur das sie dir vor der OP ein Einlauf verpasst haben, habe ich bis jetzt noch nie gehört.
Weiß auch nicht wieso sie so darauf bestehen das sie dann mit katheter und fast wieder ein Einlauf danach.

Ist ja klar das wenn du 2 tage nichts gegessen hast und dich 2 oder 3 tage nicht bewegt hast, das du nicht kannst. Der Darm arbeitet ja kaum in der zeit. Habe glaub ich bis jetzt auch von niemanden gehört das die Ärzte da so darauf bestehen.

Erhol dich gut.

Viele Grüße


Zurück zu „Erfahrungsberichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste