Ursachentheorie II

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steppi
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Ursachentheorie II

Beitragvon steppi » Sonntag 3. August 2003, 13:49

Weiteres zu meinen Ursachentheorien:

Ich bin davon überzeugt, dass die (offiziellen) Ursachentheorien der Thoraxchirurgen sehr oberflächlich sind.

Wenn man einen Arzt fragt, warum man denn einen Pneu bekommt, dann hört man stets die gleichen Antworten:

"Angeborene Gewegeschwäche der Lunge (Endozysten)",
"Rauchen" oder "man weiss es nicht (eben idiopathisch)".

Aufgrund meiner zahlreichen Pneus und zweier OP`s (endoskopisch und offen), sowie meiner genauen Beobachtungen (sowie medizinische und gesundheitswissenschaftliche Kenntnisse) sehe ich die ganze Sache wesentlich ganzheitlicher.
Es kann nicht sein, dass man ein Loch in der Lunge einfach flickt und so glaubt, das Problem sei beseitigt.
Zuviele Rezidive nach solchen Operationen sprechen dagegen.
Die offiziellen Rezidivzahlen sind wohl hinfällig, da es sicher eine sehr hohe Dunkelziffer gibt, weil viele Patienten verunsichert sind und den ärtzlichen Kontakt weiterhin scheuen, zumal die OP´s ja wie viele von euch es zu spüren bekommen haben, ja nicht gerade angenehm sind.
Da überleg ich mir natürlich zweimal, ob ich das nochmal oder noch ein drittes Mal über mich ergehen lass.

Ich möchte die Fähigkeiten unserer Ärzte hier niemals untergraben, es ist gut, dass wir Thoraxchirurgen haben, die vielen vielen Menschen erfolgreich geholfen haben und das ist großartig und daher verdienen sie unseren Dank, so manchen aber leider auch nicht, und für jene sind meine Anregungen.

Ich bin zu der Ansicht gelangt, dass die genetische Komponente sicher nur eine Nebenrolle spielt. Auch das Rauchen kann keine Hauptursache sein:

Warum:

Ich selbst war lange Jahre Leistungssportler, habe meine Lunge bis aufs Äusserste strapaziert, hatte aber nie einen Pneu.

Erst Jahre später, als ich nach wie vor regelmäßig Sport getrieben hab, fing die ganze Sache an.
Ausserdem wurde bei meiner großen OP die Lungenoberfläche großflächig behandelt (Rezidivrate unter 1%!!!), dennoch hatte ich wieder 2 Pneus, dh. es müssen sich in dieser Zeit wieder Endozysten (eine Gewebeschwäche) gebildet haben!!!
Das spräche viel mehr für eine erworbene Gewebsschwäche!

Zum Rauchen: Ich habe niemals geraucht und da ich wenig weggehe, auch selten passiv geraucht.
Ausserdem gibt es millionen von Rauchern, die niemals einen Pneu erleiden!

Es muss also noch eine andere, oder mehrere andere Eklärungen für das Phänomen Spontanpneu geben.

Weiteres dazu in meinem nächstes Beitrag


Ciao

Steppi

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Beitragvon Fire » Montag 4. August 2003, 13:55

:twisted: natürlich ist es für einen Thoraxchirurgen vollkommen ausreichend das "Loch" zu flicken, dafür ist er immerhin da, alles andere gehört nicht mehr in sein Fachgebiet. Für die Nachsorge sind die Pulmologen zuständig.

Das man keine "befriedigenden" Antworten auf die Frage der Ursachen bekommt hängt mit der epidemiologischen Häufigkeit der Krankheit und deren Schwere zusammen. Da ein Pneu selten Auftritt und nicht tödlich ist wird auch nicht großartig geforscht. Man weiß wie man einen Pneu behandelt und gut ist.

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Beitragvon steppi » Montag 4. August 2003, 16:11

hallo

ist schon alles klar, das mit der Epidemiologie, sollte meiner Meinung nach aber keine Ausrede sein und auch keine Entschuldigung, dass vieles im Denken der Schulmediziner sehr kurzfristig angelegt ist.

Natürlich reicht es, das Loch zu flicken, aber nur wenn es auch wirklich funktioniert!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Wie ich weiß, und leider auch so mancher andere Betroffene, klappt es manchmal auch nicht!

Die ganzen Qualen waren dann mehr oder weniger umsonst!

Dann einfach zu behaupten, es wäre Pech, es gäbe kein Geld für weitere Forschung usw. ist für die Betroffenen völlig inakzeptabel :!:
Und für eben diese Pechvögel schreibe ich meine Gedanken zu den Ursachentheorien.

Vielleicht helfe ich dem einen oder anderen damit weiter.

Steppi!

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Ursachentheorie II

Beitragvon Fire » Dienstag 5. August 2003, 10:11

Die Epidemiologie ist da wohl keine Ausrede sondern die nüchterne Feststellung das sich der Forschungsaufwand nicht lohnt.
Klar ist dies für den Betroffenen nicht schön, aber es gibt wohl Krankheiten bei denen Forschung angebrachter ist als bei einem Pneumothorax.
Das Ärzte da kurzsichtig sind kann ich nicht nachvollziehen. Unterhalte dich mal mit nem Thoraxchirurgen, der ist sich sehr wohl bewußt das er einen Teil seiner Patienten wiedersieht.

Viel wichtiger als mehr Forschung ist in meinen Augen die Fortbildung der Halbgötter in weiß, damit sie überhaupt mal auf dem aktuellen Wissensstand zum Thema Pneu sind. Das scheint mir bei den meisten nämlich nicht der Fall zu sein.

Zu deinen Ursachentheorien: Ich halte es generell nicht für sinnvoll epidemiologisch nicht validierte Aussagen so ohne weiteres im Raum stehen zu lassen. Das führt nur dazu, dass wir hier innerhalb kürzester Zeit x Ursachentheorien haben, die andere endgültig verwirren und in ihrem Leben einschränken.
Denn auch wenn nicht viel geforscht wird, werden doch ab und an mal epidemiologische Erhebungen gemacht um Hinweise auf Ursachen zu erhalten. Da die Fallzahlen sehr konstant sind gibt es auch hier keinen Anlass dazu anzunehmen, daß es eine Korrelation zwischen Pneus und z.B. Umweltgiften gibt.


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