Pneumothorax nach Autounfall

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Bibra
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Pneumothorax nach Autounfall

Beitragvon Bibra » Freitag 22. Juli 2016, 00:05

Hallo,
ich weiß es ist nicht das richtige Forum, aber ich finde keins für Pneumothorax nach Unfällen.
Sorry dafür.
Mein Sohn (21)hatte am 24.06. einen Unfall, wobei er sich u.a. einen Pneumothorax zugezogen hat.
Es wurden Bülau-Drainagen gelegt. Tägliche Röntgenbilder wurden ab dann gemacht.
Nach 10 Tagen wurden die Schläuche gezogen.
Nach 14 Tagen wurde er erneut operiert, weil sich eine Eiterblase gebildet hat, wieder die Drainage.
Diese wurde nach 5 Tagen gezogen und zwei Tage danach wurde er entlassen.
Jetzt ist er 6 Tage zu Hause und nimmt Tramadol, Novalgin und Arcoxia.
Die Arcoxia hat er heute vergessen und seit dem schwillt die die ganze Seite an.
Kennt ihr das? Nimmt jemand die gleiche Medi-Kombi?
Vielen Dank für die Antworten.
Lieben Gruß
Mirjam

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eve
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Re: Pneumothorax nach Autounfall

Beitragvon eve » Freitag 22. Juli 2016, 07:30

Hallo Mirjam

Online Diagnosen sind immer Vermutungen und ungefähr so korrekt wie ein Lotteriespiel, nur gefährlicher. Im besten Fall können sie korrekt sein, im schlimmsten Fall gefährlich, wenn falsch vermutet wird.

Arcoxia gehört zur Gruppe der selektiven COX-2-Hemmer und wird speziell bei Arthrosen und ähnlichem, aber auch als generelle Schmerzmedikation, bzw. als Entzündungshemmer, eingesetzt.
Tramal und Novalgin werden normalerweise als Schmerzmedikamente verschrieben.

Bei so Reaktionen MUSS, wenn irgend möglich, sofort ein Arzt benachrichtigt oder, je nachdem wie schlimm es ist, bzw. wenn kein Arzt gefunden werden kann, in den Notfall eines Krankenhauses gegangen werden. Online Foren sind hier der falsche Platz.

lg
eve

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Re: Pneumothorax nach Autounfall

Beitragvon Bibra » Montag 25. Juli 2016, 22:34

Danke,
die Schwellung hat sich wieder gegeben.
heute war er zur Kontrolluntersuchung im KH.
Es ist immernoch Flüssigkeit zwischen Rippenfell und Lunge, aber nicht genug um eine Drainage zu legen.
Die Flüssigkeit soll alleine weggehen.
Kann mir mal jemand für Blöde erklären wie die Flüssigkeit da alleine weggeht?
Verunstet die?
LG, ich verstehe dvon wirklich nichts

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Re: Pneumothorax nach Autounfall

Beitragvon Larafee » Dienstag 26. Juli 2016, 05:26

Hallo,

geringe Mengen an Flüssigkeit werden vom Körper resorbiert. D.h. das umliegende Gewebe nimmt die Flüssigkeit auf, funktioniert aber wirklich nur bei kleinen Pleuraergüssen, ähnlich wie bei einem kleinen Pneu.
Lg larafee

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eve
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Re: Pneumothorax nach Autounfall

Beitragvon eve » Dienstag 26. Juli 2016, 09:25

Der Körper arbeitet immer an sich, probiert Infektionen abzubauen, Wunden zu heilen, überflüssige Flüssigkeit abzubauen und was da immer so an Arbeit anfällt. Ueberall, wo ewas nicht in Ordnung ist, probiert der Körper mit verschiedenen Massnahmen, es wieder in Ordnung zu bringen. Z.B. Fieber ist ein Zeichen, dass der Körper hart am arbeiten ist.

Es gibt wenige Organe im Körper, die sich nicht selber heilen können. Die Lunge selber gehört dazu, darum kann ein Loch in der Lunge nicht geheilt werden. Dort verlässt sich der Körper darauf, dass die klebrige Haut um die Lunge bei einem Pneu (wo die Lunge einsackt und Falten bildet) beim Zusammenfallen so fällt, dass sie um die Wunde eine Falte bildet, deren Seiten aufeinander fallen und die Wunde dabei verkleben.

Wundsekret (und andere Flüssigkeiten) wird, wie bei einer Schnitt- oder anderen Wunde mit der Zeit abgebaut und vom Körper (wie Larafee schreibt) wieder aufgenommen (resorbiert/absorbiert). Jede/r, der/die schon mal einen grösseren Pickel/Abszess hatte, weiss, dass dies ein relativ langsamer Prozess ist...und wenn man so ein Ding probiert zu öffnen/auszudrücken, kann man sehen, dass dort immer auch Flüssigkeit dabei ist.

Wenn jetzt z.B. der Wundherd immer noch offen ist, also andauernd neue Flüssigkeit produziert wird, oder sich alles entzündet, müssen die Aerzte einschreiten und entweder die überflüssige Flüssigkeit absaugen oder auch entwässernde Medikamente geben. Manchmal, wie z.B. bei Flüssigkeitsansammlungen in den Beinen, helfen auch Massagen, die wieder etwas besser zu verteilen. Dann kann der Körper sie auch besser abbauen. Im Brustkorb, der durch Rippen und so geschützt ist, helfen Massagen allerdings nicht.

Manche Flüssigkeitsansammlungen, z.B. solche, die als Folge einer Infektion entstehen (z.B. Wundsekret, Eiter), können schnell gefährlich werden, da sich dort schnell mehr Flüssigkeit bilden als der Körper abbauen kann. Die Lunge kann nicht arbeiten, wenn sie in Flüssigkeit badet und ersticken geht sehr schnell; das ist u.a. ein Grund, warum bei so Sachen sofort zum Arzt oder in den Notfall gegangen werden sollte.

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Re: Pneumothorax nach Autounfall

Beitragvon Bibra » Dienstag 26. Juli 2016, 21:03

Vielen Dank für Eure Antworten :)

Da bin ich ja gespannt wie es weiter geht.
Morgen hat er wieder einen Termin beim Durchgangsarzt, in drei Wochen dann wieder im KH.

Lieben Gruß


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