Husten & Atembeschwerden nach OP

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Fina
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Fina » Mittwoch 20. Januar 2016, 18:15

Ich kann auch nicht richtig ausatmen, der Doc hat aber bisher keine Lufu machen lassen, weil er sagt, das Schmerzmittel verändert die Atemmechanik und das man dies nur ohne Schmerzmedikamente sicher beurteilen kann.

Es könnten auch einfach verkrampfte Muskeln sein, gerade auch im Zwischenrippenbereich.

Ich habe momentan wieder öfter Atemnot, ausgelöst durch Schmerzen, manchmal auch keine Schmerzen, aber ursächlich dafür ist wohl die Muskulatur- sagt der eine Arzt und der andere Arzt sagt, dass wäre das Rippenfell was an der Pleura reiben würde und das würde dann Schmerzen verursachen- die sich in unzureichender Dehnung - zeigen.

Jedenfalls ist das auch nicht psychischer Natur, bei dir war das ja auch feststellbar mit der Ausatmung. Meine Sauerstoffwerte sinken dann bis 90 % ab, weil ich kaum Volumen einatmen kann und die Ausatmung dann auch so verlängert ist oder auch unzureichend.

Jedenfalls_ nach der KG, welche die Rippen hauptsächlich mobilisiert- kann ich viel, viel besser atmen.

bin gespannt, ob dir das Spray helfen wird.

es kann auch einfach sein, dass es ähnlich wie bei mir ist, dass du "innen" schief bist, also die eine Lunge mehr Dehnungsfähig als die andere. Und auch ein Muskelproblem, Einatmen ist ein aktiver Vorgang. Ausatmen nicht, wenn hier Verkrampfung im Spiel ist, lässt die Muskulatur die Luft nicht so gut mehr raus, es muss also nicht zwingend was mit der Lunge nicht stimmen.
Die Muskulatur verkrampft, weil die Lunge nicht so dehnungsfähig ist, die Muskeln müssen viel mehr arbeiten, sie zu dehnen, folgedessen verkrampft alles, auch das Zwerchfell.

Das nennt sich restriktive Ventilationsstörung.

Hast du irgendwelche Schmerzen?
Beim einatmen? Auf der Haut? Druckgefühl im Thorax?

Gideon
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Mittwoch 20. Januar 2016, 18:34

Die Hauptbeschwerden die mich wirklich an den Rand der Verzweiflung treiben/getrieben haben bisher waren der (Benommenheits)Schwindel sowie das Husten, welches weitere Beschwerden auslöst(e).
Alles andere, wie etwa Kribbeln, Drücken, Ziehen im Thorax und den Schulterblättern, kann ich auf Verspannungen, Muskelabbau infolge der Erkrankung sowie die Operation selbst zurückführen.

Übrigens war ich vor den Pneus trotz 10 Jahre Rauchen mit gesunder Lunge gesegnet - nie Probleme gehabt vorher, was auch an 14km Fahrradfahren jeden Tag lag :D

Fina
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Fina » Freitag 22. Januar 2016, 01:42

vielleicht hyperventilierst du, dadurch kann schwindel entstehen.
Es muss nicht psychischer natur sein, sondern kann am geringen Atemvolumen liegen, dass du deshalb einfach zu schnell und zu flach atmest. Das kann das auslösen.
Verspürst du da manchmal auch kribbeln im Gesicht, Mund?, Hände?

Versuch mal einige Male in eine Tüte rückzuatmen, ob es sich dann besser, sollte man relativ schnell was merken nach einigen Atemzügen.
Versuch auch mal die Ausatmung zu verlängern, durch eine Lippenbremse langsam auszuatmen. Dadurch wird der Gasaustausch verbessert und infolge dessen auch besser anschließend eingeatmet.

Husten kann auch ausgelöst sein, durch eine Minderbelüftung. Hast du so ein Trainingsgerät mit diesen Kügelchen? Du kannst alternativ auch einfach mit einem Strohhalm im Wasser blubbern. Mehr Ausatmung- heisst bessere und tiefere Einatmung und Belüftung aller Areale. Sekungen zählen bei der Einatmung, da auch versuchen immer etwas tiefer zu kommen. Nach ein paar Mal eine Pause einlegen.

Gideon
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Samstag 23. Januar 2016, 00:03

Nein, der Schwindel kommt atemunabhängig. Es liegt definitiv an der HWS/BWS.
Allerdings neige ich wenn zu viele Beschwerden aufeinander treffen zu Hyperventilation, - als Panikreaktion auf das Gefühl schlecht Luft zu bekommen. Ich atme aber nicht viel schneller sondern tiefer als ich müsste.
Da helfen dann natürlich die Tricks wie Tütenatmung - um eine flachere Atmung zu erzeugen.
Die HWS/BWS erkenne ich daran, dass mittlerweile Kopfschmerzen und Augendruckschmerz hinzugekommen ist.
Übrigens seit dem Knacken beim Orthopäden (hat zwar n paar Tage gedauert) gehts mir von den Missempfindungen in der oberen Brust durchaus besser.

Ich nehme jetzt dieses Spray seit 2 Tagen und der Husten ist angenehmer geworden. - im Sinne von: 5-10% weniger und weniger Krachpengbumm-mäßig. Kann natürlich auch einfach Tagesform sein - warten wir also etwas ab.

Nein - Atemtraining war von Seiten der Klinik her nicht nötig, da ich nach Verlassen des KH und bei Nachkontrolle keinerlei Probleme hatte. Mein Lungenvolumen war nach der OP vollkommen i.O..
Mehrfache Atemtests haben auch nur ergeben, dass meine Ausatmung in der Spitze schwächelt, was jedoch im Alltag keine Probleme ergibt, (je nach Tagesform zwischen 4,5 und 5 Liter Volumen).

Ich behalte das Ganze im Blick!

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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Mittwoch 27. Januar 2016, 12:34

Sooo
von Ventolair kann ich nur Abraten

heute bin ich mit durch Pilzinfektion hervorgerufene starke Mandel & Rachenentzündung beim HNO gewesen.
Stellt sich heraus, dass Ventolair für solche Nebenwirkungen bekannt ist, da die Ärzte aus Kostengründen keine richtigen Inhalatoren mehr verordnen wollen.

Subba. Nun das auch noch =/

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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Fina » Donnerstag 4. Februar 2016, 12:35

Ventolair kenne ich jetzt nicht.

Grundsätzlich:

Pilzinfektion ist besonders begünstigt, wenn man Cortison inhalieren muss. Das ist dann egal, was für ein Vernebler benutzt wird. Wichtig ist, dass der Vernebler auch Teilchen macht, die klein genug sind, tief in die Lunge zu gelangen.Da gibt es auch wieder verschiedene Einsätze im Vernebler.

Eine richtige Reinigung, setze ich voraus.

Je nach Vernebler, wird - bei Kochsalz Inhalation 1x pro Tag gereinigt- nach der Inhalation wird ausgeschüttelt und staubfrei in ein sauberes Tuch eingeschlagen, Reinigung- in frisch abgekochtes Wasser eingelegt ca 10 Minuten, mit frisch gewaschenen Händen nehmen, in einem eingeschlagenen Tuch trocknen lassen (oder Vaporisator).
Und wenn mit Medikamenten inhaliert wird- Reinigung nach jeder Inhalation!

Wichtig ist: insbesondere bei Cortison (z.b. Pulmicort)
- Nach Inhalation- Mund ausspülen, wegen Pilzgefahr
- Dampf sollte nicht in die Augen gelangen
- Danach Gesicht auch abwaschen
Das ist auch im Beipackzettel, des jeweiligen Inhalationsmedikament auch nachzulesen.

Gute Besserung!

Gideon
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Donnerstag 11. Februar 2016, 02:02

Scheint so...
Hab Ampho Blahblah - Lutschtabletten bekommen.
Hab sie auch brav genommen. Die letzten 3 Tagen wurde mir dabei aber so übel, dass ich den ganzen Tag damit verbracht habe, aufs Atmen und Nichtübergeben zu achten, dass ich Abends fix und alle im Sitzen eingeschlafen bin.
Leider haben sich alte Magenprobleme durch die Übelkeit wieder eingestellt und nun habe ich zusätzlich noch Atemnot durch Druck des Magens =/

Und ständig hickt und pickt und zwickt es überall in der Brust und im Rücken. Da muss man sich wirklich abnormal beherrschen nicht sofort panisch in den "Ist das wieder ein Pneu"-Modus zu verfallen. Insbesondere wenn man sowieso mit Atemproblemen gebeutelt ist.

Zum Thema meiner Kurzatmigkeit beim Sprechen sagte der Lungenfacharzt übrigens rein gar nichts - was echt schrecklich ist. (Zeitweise war mein Lungenvolumen auf 3,9l runter, wenn ich mal son richtig miesen Tag hatte.) Meine Stimme selbst klingt sehr heiser und gezwungen und sogar die Verkäuferin im Supermarkt fragte mich letztens als ich ein "Danke sehr" hervorgezwängt habe, ob ich einen Asthmaanfall hätte...

Atemtraining hilft mir irgendwie auch nicht dabei etwas besser -sprech-atmen- zu können.
Ich habe das Gefühl, dass mein Zwerchfell irgendwie n Schlach weg hat. (Die schwache Ausatmung würde dafür sprechen). Mal die den alten Gastroenterologen anquatschen ob der die Unterlagen mal in Kopie durchfunken kann.


Ney ney ney. Nie hat man feddich.

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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Fina » Donnerstag 11. Februar 2016, 12:11

Ich sag es ja, das ist alles ähnlich bei mir.
Atemprobleme, verlängerte Ausatmung , Gefühl nicht richtig auszuatmen, geringes Lungenvolumen (niedrige Sauerstoffsättigung bis 85% oder dauerhaft 92%).
Sprech- Atempausen. Leises sprechen.
Essen macht Atemanstrengung.
Zwerchfell- da hab ich Krämpfe drin, Einziehungen.

Ich denke, die Lunge ist in ihrer Beweglichkeit (compliance) eingeschränkt. Dadurch- muss das Zwerchfell und auch die Muskulatur sich mehr anstrengen. Das löst das dann alles aus. Alles ist verkrampft dadurch- der Ausatemvorgang ist passiv- durch die verkrampfte Muskulatur kann aber schlechter ausgeatmet werden und bei mir zieht sich dann das Zwerchfell zusammen, um die Luft noch irgendwie raus zu pressen.
Und die Luftbewegungen im Thorax, die ich habe, kommt, dass re anders ausatmet als links.

Wir vermuten jetzt, ob Pleuraschwarten das Problem sein könnte oder Verwachsungen oder Narben an der Pleura, was eine Reizung/ reibung/ oder verminderte Dehnbarkeit auslöst.

Inhalation- bringt nur was, wenn "in der Lunge" das Problem ist. Die hier beschriebenen Symptome, sind eher eine restriktive Lungenerkrankung. Die Lunge an sich ist in Ordnung, nicht aber der "Atemapparat". Les mal nach, ob die Symptome zu dir passen.

Atemtherapie mach ich auch. Nein das bringt nichts, weil die Lunge selbst nicht das Problem ist- es dient lediglich zur Pneumonie- und Atelektase-(Segmente die nicht belüftet sind durch Verlegung der Bronchien z.b. Sekret durch unzureichende Belüftung) - Prophylaxe.


Der Thoraxchirurg sagt, dieses Engegefühl ist eine Form von Schmerz. Deshalb spreche ich so gut auf Schmerzmittel an, aber nur auf richtig starke Schmerzmittel. Ich kann dann viel mehr Volumen atmen und bei ausreichend Schmerzmittel oder Infusion auch ganz einfach ganz normal !! Einfach so normal atmen. :shock:
Habe jetzt noch einmal ein Termin in einer Schmerzambulanz, ob man die Nerven rückenmarksnah betäuben kann. Es kann helfen- muss aber nicht. Ob es auch so hilft, dass ich schmerzfreier und vor allem mehr Volumen atmen kann- weiß ich nicht, kann ich aber dann berichten.

Gideon
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Montag 9. Mai 2016, 23:43

Update


Hab mir einen neuen Hausarzt gesucht, da der ehemalige Hausarzt mir nur noch alles auf die Psyche schieben wollte. - Das ging mir einfach zu weit und ich fühlte mich bevormundet und behandelt wie ein kleines Kind.
Als ob ich mir meine Beschwerden einbilden würde - richtig allein gelassen fühlt man sich da von jemandem, dem man eigentlich besonders vertrauen können sollte.
Wie auch immer - neuen Arzt gefunden. Sympathischer Arzt, der direkt die Hände über dem Kopf zusammenschlug, wieso man keine ausgiebigen Allergologischen Untersuchungen durchgeführt hätte, und wieso kein großes Blutbild in dem Zusammenhang erstellt worden ist und und und und und.

Kurzum sind die Schmerzen und Verkrampfungen der Muskeln und im Knochen/Rippenapparat einmal Teil des schnellen Muskelabbaus und zum Anderen der Drainage geschuldet - das dauert eben, wie der Arzt sagt - aber
und da ist der Knackpunkt: Vitamin D Mangel im nicht mehr messbaren Bereich.
Dafür gibts nun also Tabletten und Sonnenstrahlung wurde verordnet.

Ferner - hat der Arzt festgestellt dass ich eine Allergie entwickelt habe. Die Blutwerte waren eindeutig.
Dazu passen dann auch die ständig trockenen Augen.
Was für eine Allergie das ist, muss nun ein Allergologe feststellen.

Mein Hausarzt hat mir nun ein Allergospasmin gegeben und ich sage euch: es fühlt sich an wie ein Kanonenschlag in die Bronchien. Ich kann teils wieder für kurze Zeit gut und frei einatmen.
Besonders wenn es ganz arg zur Sache geht, ist das echt eine Rettung vor der Panikattacke.


BTW - Pollen sind absolut schlimm =/
Bei mir fliegen überall die Pollen diverser Blütenbäumchen rein und ich drehe am Rad. Ich keuche und belle wie ein Kruppkind.
Also, vielleicht hat jemand ähnliche Probleme und nun einen Ansatz mehr mal nachzuforschen.

Beste Grüße

Fina
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Fina » Samstag 9. Juli 2016, 14:25

Ich hab jetzt eine erfolglose Psycho- Reha hinter mir. Stabile Psyche- die sollte einfach unterstützt werden, Bewältigungsstrategien bei chronischem Schmerzsyndrom.
Aber Pschologen haben alles , trotz zahlreicher körperlicher Befunde, welche die Schmerzen erklären- nicht ernst genommen, auf die Psyche geschoben. 5 Wochen.
Beschwerde bei der Rentenversicherung über die Reha habe ich eingereicht.
Stärkste Schmerzen wurden dort nicht behandelt. Eine depressive Phase wurde ausgelöst.

Aber= Lungenfunktionsprüfung 64 %. Diffusionsstörungen. Sauerstoffabfall unter Belastung.

Dann durch Hausarzt Cortison und Schmerzmitteldosierung angepasst und fast nahezu Schmerzfrei. Steht fest= Atemprobleme sind nicht schmerzbedingt.

Aus diesen Gründen, werde ich stationär ab 25.07. in einer Lungenfachklinik nochmal untersucht, durch Vermutung= Verwachsungen Rippenfell/ Reibung Narbe- Pleura- Rippenfell. Schlechte Dehnbarkeit der Lunge- dadurch Atemanstrengung und Gefühl die Atemmuskeln erschöpfen. Ich habe da halt keine Diagnose= demnach keine Behandlung möglich. Geprüft wird auch, ob eine Sauerstoffgabe meine Atemanstrengung mindern kann, um die Lebensqualität zu erhöhen.

Gute Tage= kleine Haushaltstätigkeiten bis max. 40 Min., dann Atmung angestrengt, zunehmend
Schlechte Tage= Atemanstrengung schon in Ruhe, wenig Volumen, atmen anstrengend und kraftaufwendig

Wie läufts bei dir Gideon ?


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