Husten & Atembeschwerden nach OP

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Gideon
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Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Samstag 2. Januar 2016, 17:34

Moin,

26 Jahre, Männlich - Spontanpneu Links Spitze unbehandelt, Rechts OP hier.

Im Oktober wurde ich in der Thoraxchirurgie meines lokalen Krankenhauses (Helios Klinikum) wegen eines Spontanpneus rechts behandelt. Anfangs mit Drainage in der Notaufnahme (Das Legen war angenehmer als das Gefühl danach nicht atmen zu können,- welches sich erst gelegt hat, nachdem ich unter Schmerzen und Hilfe aufgerichtet wurde). Nach 2 Tagen war dann eine OP angesetzt. Pleurektomie & Pleurodese & Entfernung der Blässchen die für den Schund verantwortlich waren.
Dann wieder 3 Tage Drainage, die dann auf einen Sonntag ereignislos entfernt wurde.

Lief alles wunderbar. Ich konnte wieder atmen, die Schmerzen waren erträglich - super.
Das hielt sich einen guten Monat.

Dann hatte ich einen Niesanfall, 3-4 kräftige Nieser und plötzlich war die Welt alles andere als Rosig.
Ich bekam schlecht Luft, hatte das Gefühl von krampfartiger Enge in der Brust. Es kribbelte, zog und spannte zwischen den Schultern sowohl in der Brust (unter dem Schlüsselbein) als auch im Rücken. Dazu immer wieder pochende, schmerzhafte Impulse in hinter/neben den Schulterblättern, die sich anfühlen als würde man meine Nerven malträtieren. Ebenfalls hatte ich einen Hustenreiz der aus den Lungen kam. Ein blechernder, bellender Husten wie man ihn von Pneus kennt.

Bin immer wieder zum Hausarzt, der mir damals auch die Überweisung zum Röntgen für den Pneu ausgestellt hatte (wohl gemerkt auch nur weil ich schon 2 Tage mit dem Pneu rumgelaufen war und meine Sättigung bei 80% kurvte). Der hörte mich ab und meinte "Da ist nix".Also wieder nach Hause.
Zwischendurch kam dann Schwindel hinzu, - Benommenheitsschwindel. Kein Schwankschwindel.
Und Kurzatmigkeit beim Sprechen, - kaum mehr als 2-3 Sätze sind möglich ohne dass ich mich fühle als wäre ich eine Treppe raufgerannt.
Wurde nicht besser, eher schlimmer. Wieder hin und wieder hin und wieder hin. Den ganzen Monat November durch. Dann kam er mal auf die Idee mich zum Lungenfacharzt zu schicken.
Gesagt getan - als "Notfallpatient" Anfang Dezember dazwischen gepackt worden.
Der LungenDoc hörte mich ab, im Stehen. Lies mich einen LuFuTest machen und machte dann noch Aufnahmen bei Inspiration. Aufnahmen sahen seiner Meinung nach gut aus, der LuFuTest ergab 81% Lungenvolumen was seiner Meinung nach "vollkommen normal" seie. Wohlgemerkt, vor dem Pneu hatte ich 100% Volumen, belegt durch einen Test von Anfang 2015). Zu dem Husten meinte er nur "Kann ja sein dat Sie sich erkältet haben".
Also ohne Hilfe oder Diagnose nach Hause geschickt worden.

Mittwoch vor Heilig Abend bin ich dann mit starken Schmerzen in der Schulter/Brust links zum Hausarzt.
Der hörte mich ab und meinte "HWS/BWS oder so, da ist was verspannt oder eingeklemmt". Also wieder abgewimmelt worden.

Nun sitze ich hier in 2016 und so langsam hab ich keine Idee mehr.
Ich bekomme schlecht Luft, habe dieses Enge und Druckgefühl in der Brust und dazu den Husten und unregelmäßig den Benommenheitsschwindel. An mehr als schnell Einkaufen ist nicht zu denken.


Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

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eve
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon eve » Samstag 2. Januar 2016, 18:18

Hallo Gideon

Zuerst mal, willkommen im Club :)

Also, wenn ich da ein paar böse Sachen sagen darf:
1. können Pneus durch einfaches Abhören nicht unbedingt erkannt werden. Dazu braucht es mind. eine Röntgenaufnahme. Je nach Arzt zieht der eine Inspiration, der andere Exspiration vor. Hat man dir die Aufnahme gezeigt und dir gezeigt, wo die Lunge ist, wie sie aussieht und warum sie in Ordnung ist? Ich hatte mal etwas, wo die Aerzte die Aufnahmen verkehrt rum ansahen und mir aufgrund dessen sagen wollten, was los it. Meine war kopfüber aufgehängt, aber links und rechts kann schnell mal vertauscht werden.
2. 81% Lungenvolumen ist nicht normal.

Helfen kann ich dir nicht, aber ich würde dir dringend raten, so viel Krach beim Arzt zu machen, dass er dich richtig untersuchen lässt, bzw. richtig untersucht...es ist auf jeden Fall dringend, dass du mal einen guten Arzt siehst. Ich würde mich wahrscheinlich beim Notfall des Krankenhauses melden, wo du operiert wurdest oder dann zum Notfall eines Krankenhauses gehen, das eine gute Thoraxchirurgieabteilung hat.

Es muss nicht mal unbedingt ein Pneu sein, aber sollte sich evtl. ein Teil der Pleurodese gelöst haben, könnte das Resultat echt mühsam werden, wenn nicht jetzt etwas passiert. Wenn dann alles am falschen Ort verheilt ist, ist es ein bisschen spät, noch etwas machen zu wollen.
lg
eve

edit: was du selber machen kannst, sind Inhalationen mit z.B. Salzwasser. Wenn es evtl. kein Pneu, aber ein bisschen Flüssigkeit/Blut im Thorax gibt, produziert das auch diesen ekligen Husten, das Gefühl von Luftnot, usw.. Inhalieren hilft da. Weisst du wie richtig inhalieren?

Fina
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Fina » Samstag 2. Januar 2016, 22:48

Ich habe sehr ähnliche Symptome.
Schmerzen hinter dem Schulterblatt (Nervenschmerzen), Druckgefühl zwischen Brustansatz und Schlüsselbein, krampfartige Schmerzen in der Brust (Rippenfellschmerzen), niedrige Sättigung durch wenig Volumen, teilweise Sprechpausen durch zu wenig Luft usw.
Intercostalneuralgie mit Rippenfellschmerzen- atemabhängig bei Inspiration.
Zudem hilft mir Krankengymnastik, die mobilisieren die Rippen und ich kann viel besser atmen.
Mein Röntgenbild sieht gut aus.
Spontanpneumothorax behandelt mit Drainage 15 Tage Drainageliegedauer bei zu groß gewähltem Schlauch, deshalb immernoch Schmerzen (08/15)

Ich mache eine Schmerztherapie und je mehr Schmerzmittel, desto besser kann ich atmen!!! Mir wurde das so erklärt, dass diese Enge im Thorax eine Form von Schmerz ist. Das bestätigt sich, dass ich durch hochpotente Schmerzmittel wunderbar atmen kann! Bei mir helfen da nur Opiode, alles andere hilft rein gar nichts.

Dann hatte ich noch ein Epilepsiemittel bekommen, was bei Nervenschmerzen hilft, das schlug sofort an, allerdings hochgradige allergische Reaktion.

Es ist sehr wichtig ausreichend tief zu atmen, sonst ist die Gefahr der Lungenentzündung sehr groß!

Mach einen Termin bei einem Thoraxchirurg, frag ihn nach einer Schmerztherapie oder den Hausarzt. Wenn es nicht hilft, kann man es wieder absetzen. Aber wie gesagt, bei mir hat nach dem WHO Stufenschema Stufe 1 und Stufe zwei versagt. Im Krankenhaus habe ich Infusion bekommen, das einzige, was richtig gut half.
Ich hab fast identische Symptome. Und führ ein Schmerztagebuch!
Such dir ein Schmerztherapeut! Lass dich röntgen!

Gideon
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Montag 4. Januar 2016, 13:59

Moin Moin


Heute wieder zum Doc gedackelt, - abgehört, LuFu.
Hab vor seinen Augen und Ohren gehustet wie ein Asthmatiker im Raucherclub.
Er meint: er hört nix - LuFu ergab 4,86 Liter "in Ordnung".
Allerdings schwächle ich wohl beim Ausatmen ziemlich - dabei hab ich da gefühlt keine Beschwerden.

Arzt ist der Meinung es wäre ne Kopfsache.
Hab genickt und gesagt, der Kopf hustet mit, jaja. Aber der Thorax macht Probleme, wie wärs wenn wir mir ne Überweisung an die Chirurgen geben die mich operiert haben?
Nein, das wolle er nicht. Er könne ja nicht ohne Indikation das was mit der Lunge ist, an die Thoraxchirurgie verweisen. Ich möge mir einen Termin bei einem Orthopäden geben lassen und nochmal zu einem Lungenfacharzt. Und vielleicht zum Psychologen? Die Ärztin will mich immer zum Seelendoc schicken. Nun was solls. Überweisungen zum Lungendoc und Orthopäden hab ich in der Tasche. Mehr war nicht drin.
Röntgen will der Doc auch nicht da ich erst Anfang Dezember vom Lungendoc geröntgt wurde.
"So schnell kann da ja nix passiert sein", war die Aussage.

Die Ärzte wollen einen doch rundum verscheißern oder?

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eve
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon eve » Montag 4. Januar 2016, 14:29

Hallo

Was Fina wegen dem Schmerztagebuch sagt, ist gut und könnte helfen, deinem Arzt zu zeigen, dass da wirklich etwas ist.

Am einfachsten brauchst du dafür etwas wie z.B. Excel oder so. Wenn deine Beschwerden sich ändern, schreib Datum, Zeit, was du gemacht hast und wie sich die Beschwerden verändert haben auf. Wenn sie gleich geblieben sind, schreib einfach Datum und Art der Beschwerden und wie sie dich einschränken auf.

Also z.B.
2016-01-04, 11 Uhr: wollte Einkauf raufschleppen; starker Hustenanfall, Schmerzen: 8 (von einer Skala von 1-10, 1 tut beinahe nicht weh, 10 so starke Schmerzen hatte ich noch nie)

2016-01-04, 14 Uhr: hingelegt, weniger Husten, Schmerzen: besser, 3

2016-01-05: ruhiger Tag, kaum Husten, Schmerzen: 4

Mach das mal bis zu deinem Termin beim Pneumologen und bring es ihm mit oder schick es ihm als Mail.

Was dein Arzt da sagt, ist Blödsinn. Pneus werden nicht durch abhören diagnostiziert, sondern durch Röntgen. Pneus nach Pleurodesen sind zwar ungewöhnlich, aber können passieren. Und Pneus passieren plötzlich und halten sich nicht an einen Stundenplan.

Gibt es Gründe, warum dein Arzt/Aerztin meint/meinen könnte, dass sei nur Kopfsache? Wäre es möglich, dass du deinen Hausarzt wechselst?

Wie ging es denn beim LuFu; war einatmen und so problemlos?

Nein, im Normalfall wollen die Aerzte helfen; es ist eher ungewöhnlich, dass sich jemand so benimmt, wie du es hier beschreibst. Darum frage ich auch, ob du nicht zu einem anderen Arzt gehen könntest. Mir scheint, dein jetziger Arzt sei sehr voreingenommen, darum frage ich ja, ob mal etwas passierte, dass sein Verhalten erklären könnte.

Hast du wenigstens etwas gegen die Schmerzen bekommen?
lg
eve

Fina
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Fina » Montag 4. Januar 2016, 15:41

Hi!
Ich hab ebenfalls zeitweise Probleme beim ausatmen. DIe Ausatemphase ist verlängert. Normalerweise ist das Verhältnis Ein- Ausatmung 1:2 und bei mir teilweise 1:4 oder 1:5. Das kann man ganz einfach zählen.
Das führe auch daraufhin zurück, dass die Muskeln zu sehr verkrampft sind.

Ich halte es für sinnvoll, die Ärzte zu fragen, die dich operiert haben. Sie können am ehesten mit den Beschwerden etwas anfangen.
Der Pneumologe konnte mit meinen Beschwerden gar nichts anfangen und überwies mich wieder zum Thoraxchirurg.

Gideon
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Montag 4. Januar 2016, 17:41

Mein Doc ist immer der Meinung es wäre eine Kopfsache, wenn auf den ersten Blick nichts offensichtliches als Ursache festgesetzt werden kann -
das war schon früher bei chronischen Magenproblemen der Fall, die sich über die Jahre verschlimmert haben, und das ist beim Gesamtbild der Fall (früher stark übergewichtig, dann stark abgenommen und Muskelaufbau betrieben bis Pneus). Auch das stark übergewichtig sein, dann abnehmen und dann (wie der Doc sagt) "extremer Muskelaufbau" seien ne Kopfsache die "nicht normal" ist. Daher gebe ich nichts mehr auf die Aussage, "Kopfsache". Die Beschwerden sind physisch manifest - ich spüre sie, ich kann sie wenn es Krämpfe oder Schmerz(ähnlich) sind lokalisieren und benennen. Ich kann übervorsichtig werden, ja das mag sein. Aber wenn ich den ganzen Tag, 7 Tage die Woche mit einem komischen Spann und Zieh-Gefühl in der Brust und pochenden Schmerzen zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule herumlaufe, dann ist da auch physiologisch Irgendetwas.

Ich denke mir, dass ich durch mein regelmäßiges Erscheinen in der Praxis einfach zu teuer bin, alsdass sich eine Behandlung lohnen würde. In der Praxis steht auch ein dickes Schild "Lieber Patient, ich bekomme nur xyz Euro für eine Behandlung pro Quartal [...]".

Ich habe bisher einen Arztwechsel gescheut da die anderen niedergelassenen Allgemeinmediziner relativ schlechte Wartezeiten haben und ich das ganze Erklären und ggf. neue Anordnen von unangenehmen und unerträglichen Untersuchungen vermeiden möchte. - Ich habe beim Arztwechsel nach Umzug mehrere extrem unangenehme Untersuchungen über mich ergehen lassen müssen obwohl die Tests bereits zuvor von einem ehemaligen Doc durchgeführt wurden (Stichwort Manometrie, PH Langzeitmetrie).

Wie auch immer:
Ich weiß gar nicht ob ich die Beschwerden in der Brust als Schmerzen bezeichnen kann.
Wohingegen die Beschwerden im Rücken sich anfühlen als hätte man sich einen Nerv eingeklemmt - was definitiv schmerzhaft ist.

Allerdings wäre eine Art von Auflistung wann die Beschwerden besonders auftreten sicherlich von Vorteil.


Die Ärzte die mich operiert haben bekomme ich nicht ohne Überweisung zu packen.
Das Krankenhaus verlangt Überweisung/Einweisung um mit den Ärzten überhaupt in Kontakt zu kommen.
Andernfalls wird man schon bei der Terminvergabe abgewimmelt.
Das heißt ich muss darauf hoffen, dass der Lungendoc der Meinung ist, ein Gespräch wäre sinnvoll.

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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Fina » Dienstag 5. Januar 2016, 11:48

Ich habe den Thoraxchirurg gewechselt, nachdem sie auch sagten, ich konzentriere mich zu sehr auf die Atmung.
Mein Hausarzt wollte anfangs mir Beruhigungsmittel verschreiben, wegen Atemnot, er dachte, ich hätte eine Panikattacke.
Ich habe mir dann für 25 Euro ein Sättigungsgerät für den Finger gekauft. Ich wollte mich selbst damit beruhigen, dass ich bei Atemnot ausreichend Sauerstoff bekomme. Normalwerte 95-100%, unter 90 % dauerhaft sollte der Wert aber nicht liegen.

Und dann: bei Atemnot hatte ich teilweise Werte 85-90%. Ich hatte keine Panikattacke- da hyperventiliert man meistens und die Sättigung ist 99-100%. Ich hatte tatsächlich Atemnot mit geringem Atemvolumen.
Oft hatte ich auch anfang 90% dauerhaft, gerade immer, wenn ich Schmerzmittel reduziert habe..

Daraufhin nahm mich der Hausarzt ernst. Ich habe einen anderen Thoraxchirurg aufgesucht.
Er sagte, in meinem jungen Alter dürfte die Sättigung deutlich über 94% liegen und eine 94% gibt ihm zu Bedenken.
Anhand der CT Bilder hat er dann gesehen, dass die Drainage bei mir zu groß gewählt wurde und die Liegedauer zu lang, ich hätte eigentlich operiert werden sollen.

Der Arzt hat gesagt, ich habe ähnliche Beschwerden, wie Leute nach einer OP. Das kann drei Monate und länger andauern.
Und ich soll eine Schmerztherapie machen. Mit ausreichend Medikamenten kann ich auch besser atmen, sprechen und sogar wieder meinem Kind was vorlesen. Dennoch ziehe ich beim atmen oft noch die Schultern hoch, muss mich viel anlehnen, abstützen, um besser atmen zu können.

Es ist sehr wichtig, ausreichend tief zu atmen.

Wenn du Atempausen beim sprechen machen musst, ist das keine Einbildung !!! Du kannst nicht ausreichend tief genug atmen.

Das du eine Intercostalneuralgie hast, liegt nahe. Das am Schulterblatt wird ein Nerv sein, der weh tut, ich habe das auch.
Und die Brust tut wieder weh und die ganze Seite auf der Haut. Da helfen mir lokale Betäubungsspritzen im Narbenbereich. Das macht mein Hausarzt.
Ich mache meine Schmerztherapie aufgrund sämtlicher schwerwiegender Allergien bei meinem Hausarzt.
Normalerweise bekommt man eine Überweisung zu einem Schmerztherapeut.

Und wenn man Schmerzen hat, hat man das Recht auf eine Schmerztherapie.

Wechsel deinen Hausarzt. Eine zweite Meinung und auch erneute Untersuchungen können nur positiv sein.
Nimm die Operationsbefunde mit (nicht unbedingt die Befunde, wo steht, du hättest nichts).
Mach dir eine Liste, wo du Schmerzen hast.
Sag ihm in welcher Stärke du Schmerzen hast auf einer Skala von 1-10, anhand dessen, kann er das besser einschätzen. Schreib es auf. Jeden Tag.
Finde heraus, ob die Schmerzen atemabhängig sind.
Bei mir ist es bei der Einatmung. Wenn ich die Luft anhalte, habe ich weniger Schmerzen- also ist es atemabhängig.
Frag nach Überweisung zum Thoraxchirurg. Rede auf keinen Fall was schön bei deinen Schmerzen !!



Es gibt wirklich gute Medikamente, die bei Nervenschmerzen helfen. Meistens bekommt man Schmerzmittel+ entweder niedrig dosiertes Antidepressivum- nicht weil man depressiv ist, sondern, weil es auf die Nervenfasern beruhigend wirkt und auf das Schmerzgedächtnis, dass sich kein chronischer Schmerz entwickelt oder ein Epilepsiemittel. Aber immer in Zusammenhang mit Schmerzmittel.

Gideon
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Dienstag 5. Januar 2016, 19:24

Intercostalneuralgie - noch nie von gehört. Musste erstmal Google befragen was das ist :D

Ich werde mir also mal einen guten Orthopäden suchen und von Kopf bis Ende-Wirbelsäule durchchecken lassen.
Einen leichten Schiefstand der Hüfte habe ich, durch das lange Sitzen vor dem Computer, das weiß ich.
Aber das hatte nie Einfluss auf mich, da ich die etwas niedrigere linke Schulter schon als Kind hatte :D

Wäre durchaus lustig, wenn sich da irgendetwas an der HWS/BWS blockiert hätte und mich so quält.
Da sieht man mal wie wichtig eine gesunde Haltung sein kann


Danke für die Tipps!

Gideon
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Donnerstag 7. Januar 2016, 20:18

So, Termin beim Orthopäden in 1 Monat, - Lungendoc will zurückrufen... das heißt es wird lange dauern bis ich drankomme.

Gestern war ein richtig schlechter Tag - viel Blechhusten und Schmerzen in Brust und Rücken.
War froh als ich dann Abends endlich eingeschlafen war.

Heute ging es was die Schmerzen anging, dafür hatte ich nahezu permanent einen Hustenreiz der blechern und bellend vor sich hin dümpelte. Dabei aber keine Atemnot wie bei meinem letzten großen Pneu. Wenn das Husten sich morgen immer noch so hält wie heute verlange ich vom Hausarzt ne Röntgenaufnahme. - Wenn sich da ein Pneu verschleppt, ... ne das muss ich nich haben.
Übrigens die Schmerzen sind heute weniger direkt in der Brust als mehr im Körperinnern- um genau zu sein fühlt es sich genauso unangenehm an wie als der Schlauch der Drainage sich am Rippenfell festgesaugt hatte.

Gideon
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Mittwoch 13. Januar 2016, 00:48

Phew, mir gehts gerade etwas daneben, daher schreibe ich mal hier um mich etwas abzulenken bis ich müde genug bin um in die Federn zu rutschen.

Irgendetwas stimmt mit der Atmung nicht. Dazu ein verspanntes Zerren, Ziehen, Zurren und Drücken überall im Brustkorb, - sowohl Rippen als auch an den Schulterblättern, als auch im Körperinneren.
Dazu das Gefühl von akuter Verspannung hier und dort. Schubweise Benommenheitsschwindel und hier und da mal ein Pochen im Rücken.
Ach und das Knacken beim Einatmen in den Rippen nicht zu vergessen.
Dazu hab ich eine verschleimte, zusitzende Nase und das macht es nicht gerade einfacher.
Da bekomme ich bei jedem Atemzug der schwieriger ist und bei jedem Schub des Schwindels einen Panikanfall und muss aufstehen und herumlaufen damit ich mich etwas fange und die Atmung sich wieder halbwegs normalisiert.

Ein echter Krux dieser Kram - Panikschübe resultierend aus den Beschwerden und Beschwerden resultierend aus den Panikschüben. Zum Beispiel ist mir bis gerade nicht aufgefallen dass eine meiner Rippen auf der operierten Seite in Stück hervorsteht im Vergleich zur anderen Brusthälfte. War das schon immer so? Mein Gedächtnis mag mir nicht antworten. Ich komme mir vor wie einer der Paranoia-Junkies in einem der Scary Movie/Final Destination Teile =D

Donnerstag gehts zum Orthopäden und wehe der macht wieder nur Igelleistungssalat mit Elektromuskelstimulationsmaulwürfen.

Bob
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Bob » Mittwoch 13. Januar 2016, 11:50

Das Gefühl mit der vorstehenden Rippe hatte ich auch. Hab aber auf alten strandfotos gesehen dass das schon immer etwas so war. Und meine Physiotherapeutin meinte dass durch gereizte nerven eine schwellung dazu gekommen ist die den optischen Eindruck verstärkt. Muss also nix schlimmes sein.

Mir hat es im den schlechten momenten geholfen möglichst viel an der frischen Luft spazieren zu gehen. Am besten mit guter Musik auf den ohren. Lenkt ab und die lunge wird gut Belüftet da sie was zu tun hat.

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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Mittwoch 13. Januar 2016, 13:55

Ich habe leider keine Fotos auf denen man diese Stelle sieht, von daher befrage ich einfach mal den Orthopäden morgen - der ist zum Glück auch Sportmediziner/Chirurg und wird sich daher etwas auskennen ;D

Vorhin zum Doc gedackelt, da mir sehr schwindelig war und ich schlecht Luft bekam.
Dort abgehört worden. Meine Forderung nach Röntgen wurde abgelehnt. :roll:
Dass man über das Abhören kaum was entdecken kann war dem Doc egal.
Mir wurde dann Hyperventilation angedichtet, und der blecherne und belllende Husten den würd ich mir angegoogelt haben. Gut, dacht ich mir. Hab dann von der Praxis aus direkt den Pneumologen angerufen und einen "Schnelltermin" für nächste Woche bekommen.
Hilft mir zwar jetzt nicht aber was solls.

Noch lebe ich.

Gideon
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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Donnerstag 14. Januar 2016, 10:31

So zurück vom Orthopäden.
Rumgedrückt hat er gut - beim ersten Durchlauf hats an die 10 Mal in der Wirbelsäule und Umgebung geknackt.
Er meinte, dass da ordentlich Blockaden vorhanden sind und er gar nicht alle lösen kann und will da er damit mehr Schaden als Nutzen anrichten könnte - Krankengymnastik soll ich machen.
Und er hat laut überlegt, (ich möge doch bitte den Lungendoc darauf ansprechen), ob die 27er Drainage nicht zu groß war.

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Re: Husten & Atembeschwerden nach OP

Beitragvon Gideon » Mittwoch 20. Januar 2016, 14:09

So den Lungendoc hab ich nun auch hinter mir -

Abgehorcht, Geröntgt, LuFu, Bluttest, Allergologie - sieht alles soweit gut aus. Außer das bekannte Problem: "Atmen Se doch mal richtig aus",
-"Mach ich doch",
"Ne machen Se nich, da MUSS ne Spitze sein sonst ATMEN SIE NICH RICHTICH",
-"Wenn Sie meinen" (danach war ich 1 1/2 Stunden am Husten).

Der Doc hat mir Ventolair Dosieraerosol verschrieben - solls mehrere Wochen lang inhalieren, Morgens und Abends - der Lungendoc vermutet hinter dem Husten gereizte/überreizte Bronchien.

Die Benommenheit/den Schwindel konnte der Arzt gar nicht zu ordnen und würde mir daher raten die HWS nochmal intensiv untersuchen zu lassen.

im Übrigen erklärte er mir, dass wenn die Pleurodese sich lösen würde, ich stärkere Schmerzen und nicht nur undefinierbares Ziehen und Drücken hätte.


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