Mantelpneumothorax - wie verhalten?

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d4rk
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Re: Mantelpneumothorax - wie verhalten?

Beitragvon d4rk » Samstag 27. Dezember 2014, 19:08

Mir ist zwar nicht klar wieso ich da ein Paar Tage in der Klinik dann sein muss aber ok danke für die Info.

Ich bin heute in die Notaufnahme gegangen und bin jetzt wieder zu Hause. Nur habe ich es ehrlich gesagt bereut hingegangen zu sein heh. Denn mir gings eigentlich sehr gut. Keine Atembeschwerden und kann mich ziemlich gut und fast schmerzfrei bewegen. Ich bin aber trotzdem hingegagen, da ich abends nicht so gut schlafen konnte und ich mir einfach sorgen gemacht habe.

Als ich ankam hat sich die Ärztin gewundert warum ich überhaupt hingehe ohne atemnot etc. Sie hat mein Problem einfach nicht verstanden - konnte sich aber auch keine Zeit nehmen; das Haus war voll.

Schließlich wurde Röntgen, EKG und Blutentnahme gemacht - alles sah anscheinend OK aus. Der Pneu ist zwar noch da aber sonst nichts auffälliges.

Kurz vor der Entlassung hat es dann angefangen - Husten, komisches Gefühl in der Lunge und natürlich etwas schmerzen. Das "komische" Gefühl kann man so beschreiben: Es fühlt sich so an als ob zu viel Luft in der Lunge wäre und es einfach nicht rauswill. Es drückt auch iwie auf den Magen hab ich so das Gefühl. Kennt ihr sowas?

Naja dies hab ich der Ärztin zwar gesagt aber da ich gesagt habe, dass ich das schonmal hatte, hat sie mich nachhause geschickt. Ich musste aber ein Taxi nehmen, da laufen seeeehr schwierig ist.

Naja nun sitze ich zu Hause und quäle mich so bisschen durch und hoffe das es sich legt.

Könnt ihr mir vlt irgendetwas dazu sagen?


Edit: Gerade gemerkt dass stärkeres husten sehr schmerzhaft ist.

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Re: Mantelpneumothorax - wie verhalten?

Beitragvon mockauer » Montag 29. Dezember 2014, 00:58

Also ich weiß ja nicht in welcher Gegend du wohnst, aber die Ärzte dort scheinen anscheinend nicht viel Ahnung von einem Pneumothorax zu haben. Ich würde an deiner Stelle das Krankenhaus wechseln. So wie du das beschreibst sollte man da nicht noch ein paar Tage warten. Du hast ja sicher gelesen was da alles noch passieren kann. Ich habe auch 6 Tage gebraucht ( der erste Arzt nach 3 Tagen war der Meinung ich hätte Herzprobleme ) bis ich beim richtigen Arzt war ,aber dann ging es sehr schnell. Vom Röntgenbild bis zur Lungendrenage ca. 1,5 Stunden und dann noch weitere 19 Tage im Krankenhaus ( aber das ist eine andere Geschichte ). ;)

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Re: Mantelpneumothorax - wie verhalten?

Beitragvon d4rk » Montag 29. Dezember 2014, 12:23

Ich glaube/hoffe eher nicht dass die wenig Ahnung haben in diesem Krankenhaus. Das ist ein ziemlich großes KH und es soll da für jede Krankheit einen Spezialisten geben. Da ist wirklich alles vertreten.

Naja heute war ich wieder dort da ich einen Termin hatte. Aber da die schon vor zwei Tagen einen Röntgen gemacht haben wurde da nichts gemacht. Mir wurde aber gesagt, dass es ein bisschen größer geworden ist aber das nichts bedeuten soll. So stehts aufm Arztbrief: Mantelpneumothorax rechts 2,3 cm nach apikal und 1,2 cm nach lateral messend.

Das Gefühl mit der komischen "Luft im Bauch" hat sich bei mir auch gelegt, aber es ist noch da.

Nächste Woche habe ich einen neuen Termin bekommen.

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Re: Mantelpneumothorax - wie verhalten?

Beitragvon eve » Montag 29. Dezember 2014, 13:03

Pneus sind eher selten und da kann es schon mal vorkommen, dass Aerzte weniger Ahnung haben. Aber du solltest generell deinen Aerzten mehr vertrauen als irgendwelchen Leuten in einem Forum.

Mit dem gesagt, befremdet es mich schon ein bisschen, dass die dich im Wissen, dass dein Pneu gewachsen ist, nach Hause geschickt haben. Gewachsen = Loch hat sich nicht geschlossen = keine Heilung von alleine. Haben die das Gefühl, dass sich in der nächsten Woche ändern wird? Dass das Loch sich in der nächsten Woche von allein schliessen wird und du bis dann die Luft im Brustkorb wieder absorbiert hast?

Ich hab mal aus Neugier deine "Daten" bei einem Volumenkalkulator (ist zwar englisch, aber Zahlen sind ja international :) ), eingegeben. Gemäss der Info auf der Seite ist 25% eingefallen, der Punkt, an dem eine Drainage gelegt werden sollte. Bei dir sind es momentan 20%.
lg
eve

edit: noch als Info: apikal = oben, lateral = auf der Seite

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Re: Mantelpneumothorax - wie verhalten?

Beitragvon d4rk » Montag 29. Dezember 2014, 15:29

Danke für die Infos.

Wenn du nicht wärst würde es mir wahrscheinlich schlechter gehen :)

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Re: Mantelpneumothorax - wie verhalten?

Beitragvon mockauer » Montag 29. Dezember 2014, 19:27

Selbstverständlich solltest du dich nicht verückt machen über das geschreibsel hier im Forum . Mich hat nur verwundert das mann dich so ohne jede Behandlung mehrmals nach Hause geschickt hat. Wenn du Vertrauen in die Ärzte hast ,dann ist das doch gut so. Ich wünsch dir alles Gute und schreib ruhig hier im Forum wie es weiter gegangen ist.
Grüße und Rutsch trotzdem gut rein.

mockauer

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Re: Mantelpneumothorax - wie verhalten?

Beitragvon d4rk » Mittwoch 7. Januar 2015, 14:43

Soo.. hier bin ich wieder.

Als ich zur Kontrolle im Krankenhaus war wurde festgestellt, dass der Pneu größer geworden ist. Also habe ich eine kleine Drainage bekommen und hing da nun am Sog 3 Tage lang dran. Die ersten Tage waren ziemlich schmerzhaft aber der Chirurg hat gemeint, dass das ein gutes Zeichen wäre da die Lunge sich ausdehnt.

Nach dem öfters mal geröngt wurde haben Sie den Schlauch rausgezogen da der Pneu nurnoch 3 mm groß war/ist. In der Nacht vor der entlassung (also gestern) habe ich bisschen Atemnot bekommen und hatte außerdem wieder dieses komische blubbern an der Seite - welches ich auch öfters mal hatte. Sofort wieder zum Röntgen aber alles sieht gleich/gut aus.

Nun sitze ich zu Hause und bin ein wenig misstrauisch, dass das von selbst wieder heilt - wenn da immernoch eine kleine "Lücke" ist... zu Recht? Vorallem wurde ich circa 5 mal in 6 Tagen geröngt - hat das irgendwelche Nachwirkungen?

MfG

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Re: Mantelpneumothorax - wie verhalten?

Beitragvon eve » Mittwoch 7. Januar 2015, 15:08

Wenn es kein Loch mehr gibt, absorbiert der Körper langsam die noch bestehende Luft im Brustkorb. Ich wurde auch immer mit Restpneu wieder nach Hause geschickt und wenn du hier im Forum rumliest, kannst du sehen, dass es noch vielen so geht/ging.

Das mit den Schmerzen finde ich eher komisch. Nicht, dass man dir etwas gesagt hat, aber welche (in meinen Augen) Ausreden Aerzte finden, um Schmerzen zu "rechtfertigen". Dabei kann überall nachgelesen werden, dass Schmerzen, gerade im Brustkorb, an der Pleura, zu Flachatmung u.a. führt. Seis drum, die Hauptsache ist, dass du wieder zuhause bist und es dir besser geht :)

Eine Garantie für Heilung und nie mehr auftreten hast du nicht, die Rückfallquote ist relativ hoch, und das ist auch einer der Gründe, warum sich viele Leute nach einem oder mehreren Pneus mit Sorgen und andauernder Selbstbeobachtung das Leben selber schwer machen. Jedes Zwicken, jeder falsche Atemzug wird plötzlich als neuer Pneu angesehen.

Gemäss der Medizin sind die heutigen Röntgenstrahlen beim Thoraxröntgen so schwach, dass sie weniger auf den Körper einwirken als ein Aufenthalt im Gebirge. Ob das stimmt, weiss ich auch nicht, aber ich hatte mit den Pneus sicher über 30 Röntgen, andere hatten noch viel mehr, und ich leuchte in der Nacht nicht :)

Ich würde dir raten, dich in nächster Zeit viel abzulenken, damit du nicht die ganze Zeit an deinen Pneu denken muss und nicht darauf fixiert bleibst :)

lg
eve

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Re: Mantelpneumothorax - wie verhalten?

Beitragvon d4rk » Donnerstag 8. Januar 2015, 21:57

Ich habe ein komisches leichtes stechen beim Einatmen welches stärker ist wenn ich tief einatme. Kann aber nicht wirklich sagen ob es von der Lunge kommt da der schmerzt an der Seite und ziemlich weit unten ist - wie bei Seitenstechen. Diesen Schmerz hatte ich auch bei meinem Pneu aber nur wenn ich lag.

Mein Kopf habe ich nicht ständig am Pneu also, dass es nur eine Einbildung aus Angst ist denke ich eher weniger :)

Könnte das einen Zusammenhang haben?

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Re: Mantelpneumothorax - wie verhalten?

Beitragvon Zombie3 » Samstag 17. Januar 2015, 00:50

Mein 6. Pneu, aber mein erster Mantelpneu

ich will nicht allzu weit ausholen, lest ggf. einfach was ihr unter Zombie2 bzw. nun Zombie3 findet.
Vor Weihnachten hatte ich Links Pneu Nr.5
Neujahr mit den bekannten Beschwerden diesmal Rechts in die Notaufnahme.
Röntgenbild, Befund kein Pneu, Narbenschmerzen, Schmerzmittel etc.(Gesundes neues Jahr, Juhu)
Auf Grund das es nicht besser wurde, zum Hausarzt bzw. auch Lungenarzt.
Röntgenbefund und Geräusche der Lunge brachten keine eindeutige Aussage.
Der gestrige CT Befund zeigte dann 2 Mantelpneus und bekannter weise viele Lungenemphysem Blasen.
Ich sollte sofort zum Lungenarzt bzw. zur Thorax Chirurgen meines Vertrauens.
Ich bin auch wieder nach Hause.
Es besteht wohl eine winzige, minimale, mikroskopisch kleine Chance, mir eine erneute Drainage zu ersparen und das die Mantelpneus sich alleine wieder verschließen bzw. die Luft entweicht.
In 14 Tagen wird ein Kontroll- / Vergleichs CT gemacht.
Sind die Mantelpneu kleiner oder weg, wäre das ein kleiner Hauptgewinn.
Sind sie gleich oder größer, heißt das wieder eine Drainage legen.
Leider sind die Mantelneus schwer zugänglich.
- Lunge ist zum Teil verklebt.
- ein Pneu vorn oben
- ein Pneu hinten unten
Ich habe einen Einweisungsschein in der Tasche falls die Beschwerden zunehmen.
So wie die Beschwerden aber derzeit liegen, schiebe ich es wohl nur vor mir her.
:(


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