pneumothorax

Neu hier? Dann stell dich doch vor.
Michael Stein
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pneumothorax

Beitragvon Michael Stein » Freitag 28. März 2014, 11:58

Hallo zusammen
Daten: 190 cm groß
20 Jahre alt
Raucher(jetzt nicht mehr)
sehr schlank
Ich hatte vor 4 Wochen meinen ersten Pneumothorax und 2 Wochen nach dem ersten hatte
ich den zweiten .Beide hatte ich auf der rechten Seite.
Beim 2 mal wurde ich dann operiert.Es wurde die Lungespitze entfernt und das Rippenfell.
Der Arzt sagte das mehrere Löcher in der entfernten Lungenspitze waren.
Ich muss sagen das ich selten schmerzen habe aber wenn dann richtig.
Am Anfang war meine kompeltte rechte Brustkorbhälfte taub aber das hat sich
bis jetzt wieder gelegt.
Aber warum ich mich jetzt an das Forum hier wende, ist das ich eine scheiss Angst habe
das es nochmal passiert oder auf der linken Seite.
Sobald ich schmerzen oder ein komisches Gefühl in der Region wahrnehme bekomme ich tierisch angst
und steiger mich so doll rein das ich atemnot bekomme.
Manchmal will ich einfach nur ins Krankenhaus obwohl ich eigentlich weiss das es Kopfsache ist.
Ich denke viele kennen diese Angst aber was kann ich machen?Soll ich zu einen Psychologe?

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eve
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Re: pneumothorax

Beitragvon eve » Freitag 28. März 2014, 12:25

Hallo Michael

Wenn du so Angst hast, dass du Panikattacken (Atemnot, Herzrasen und so) bekommst, wäre evtl. ein Gespräch mit einem Psychologen gar nicht das Schlechteste. Der kann dir zeigen, wie damit umgehen.

Auf der anderen Seite geh lieber einmal zuviel als zuwenig ins Spital. Ein unbehandelter Pneu kann sich zu einem Spannungspneu entwickeln und der kann in 1/2 Std tödlich enden. Da ist ein Röntgenbild zuviel ein kleiner Preis.

Hast du Schmerzmittel zuhause, die du bei diesen Schmerzattackennehmen kannst? 2 Wochen nach der OP solltest du eigentlich noch welche haben. Wenn nicht, lass sie dir von deinem Hausarzt verschreiben.

Was momentan wahrscheinlich wenig hilft, ist, dass die Zeit auch hier alle Wunden heilt. Die Schmerzen werden weniger und die Panikattacken lassen nach. Wie gesagt, momentan wahrscheinlich ein kleiner Trost. Was aber sicher bei den Panikattacken jetzt schon hilft, ist Abwechslung. Irgendetwas anderes machen, an anderes als Pneus denken...das hilft viel!
lg
eve

Michael Stein
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Re: pneumothorax

Beitragvon Michael Stein » Freitag 28. März 2014, 21:14

Hey
ja ich habe viele viele schmerzmittel hier aber brauche sie nicht es seiden ich habe kopfschmerzen.
ich habe keine schmerzen mehr und wenn ich auf der rechten seite raufdrücke ist auch wieder das volle empfinden da.
also ich hatte wie gesagt 2 mal nen pneu und beim zweiten haben wir 3 tage gewartet nach dem wir es erfahren haben und in den drei tagen ist er von ca 1,5 cm auf 4,3 gewachen.
naja da ich halt manchmal sagen wir einbildungen habe das ich schmerzen habe weiss ich nicht ob es wirklich ist oder ob mein kopf wieder verrückt spielt.

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Re: pneumothorax

Beitragvon tm-107 » Montag 31. März 2014, 13:42

Klingt vielleicht komisch, aber mir hilft immer folgendes:

Ich setze (oder stelle) mich bei einer derartigen Panikattacke ganz ruhig hin und atme bewusst ein und aus (Brustatmung!). Dabei lege ich die Hände auf die Brust und kann so fühlen, ob sich beide Lungenhälften normal ausdehnen. Einfach ohne Panikattacke ein paar mal bewusst ausprobieren, dann hat man einen guten Vergleich. Bei meinem bisher einzigen Pneu hat sich auf der rechten Seite fast gar nichts mehr bewegt gehabt.

Das ist zwar keine wirkliche Garantie (DEFINITIV NICHT !!!) dafür dass alles in Ordnung ist, aber alles was größer als ein Mantelpneu ist kann man damit wohl schon relativ gut "erfühlen". Und viel wichtiger ist mir das etwas beruhigende Gefühl dabei.
Mitteilungen am besten per PN schicken, ich schaue hier nur sehr unregelmäßig rein.

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Re: pneumothorax

Beitragvon Laser » Montag 31. März 2014, 22:17

Natürlich sollte man genau in sich "horchen", aber es ist trotzdem wichtig meiner Meinung nach zu sagen das man immer zu Arzt gehen sollte wenn es einem nicht gut geht.

Michael Stein
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Re: pneumothorax

Beitragvon Michael Stein » Montag 31. März 2014, 22:37

okay.eine frag geht mir nicht auf den kopf....was passiert wenn jemand immer und immer wieder ein pneu hat und die lunge einfach nicht oben bleibt?

summer
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Re: pneumothorax

Beitragvon summer » Dienstag 1. April 2014, 11:57

Hallo,
hab auch keine Ahnung, wie oft man operieren kann. Ich hatte bisher 4 rechts und einen links. rechts wurde die ersten beiden Male mit Drainagen gearbeitet und das 3. und 4. Mal operiert. Wobei bei der ersten OP die Lungenspitze und das Rippenfell raus kam und beim 2.Mal zusätzlich mit Talkum verklebt wurde. Hoffe und bete, dass es jetzt hält und meine linke Seite auch hält. Hatte links ja erst einen und ohne OP.
Mache eigentlich wieder alles, joggen, Fitnesstudio usw. Soll nur nicht mehr schwer heben.
Mit den Panikattacken gehe ich unterschiedlich um. Manchmal hilft Ablenkung, manchmal fahre ich kurz entschlossen zum Röntgen. Ist alles ok bin ich wieder für eine Zeitlang beruhigt :mrgreen:
Da mein Oberkörper fast wie eine Gießkanne aussieht durch die OP´s und Drainagen usw. habe ich durch die Verwachsungen öfters Schmerzen, gegen die ich dann diverse Schmerzmittel nehme.
Finde toll, dass du nach 2 Wochen schon ohne Schmerzmittel auskommst.
Kleiner Trost, nach meiner ersten OP (wurde wie deine durchgeführt) hatte ich 13 Jahre Ruhe :D

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Re: pneumothorax

Beitragvon Michael Stein » Mittwoch 2. April 2014, 23:47

hi
da haste ja auch nen langen leidensweg gehabt.
naja mir hat das gereicht und muss ich nicht nochmal haben.
na dann hoffen wir mal das es hält.

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Re: pneumothorax

Beitragvon Michael Stein » Donnerstag 8. Mai 2014, 02:45

Hallo
Mein pneu ist nun ca 2 monate her
und da ich regelmäßig zum arzt muss wurde
mir zur kontrolle blut abgenommen
und dabei wurde festgestellt das meine leberwerte
erhöht sind .....danach war ich zum ultraschall
und es wurde eine fettleber festgestellt
für die zahlreiche ursachen zutreffen können
und ich möchte wissen ob das an den vielen schmerzmittel
liegt und ob wer auch sowas hatte oder hat.

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Re: pneumothorax

Beitragvon eve » Donnerstag 8. Mai 2014, 09:36

Wenn du hohe Dosen eines Medikamentes genommen hast, das schädlich auf die Leber wirken kann, z.B. Dafalgan oder wie das heisst, wo du lebst, dann ja. Sowas kann die Leber schon schädigen. Solltest du viel Alkohol trinken, wäre das aber eher die Ursache. Alkohol wirkt auf die Länge sehr leberschädigend.

Allerdings gibt es auch Leute, die Leberprobleme hatten, ohne dass sie je gross Alkohol getrunken oder Medikamente genommen haben.

Opiate schaden meines Wissens der Leber nicht.

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Re: pneumothorax

Beitragvon summer » Donnerstag 8. Mai 2014, 18:47

Sicherlich schaden viele Schmerzmittel der Leber. Aber ob sich nach 2 Monaten schon eine Fettleber entwickeln kann, halte ich für unwahrscheinlich.
Mein Arzt sagte, dass Ibu und Diclo schon auf die Leber gehen, aber es gibt auch viele Schmerzmittel, die nicht über die Leber/NIeren verstoffwechselt werden.
Ich nehme aus versch. Gründen schon lange Ibu, Diclo, Novalgin abwechselnd. Aber meine lLeberwerte sind super und der Ultraschall ist auch ok. Allerdings trinke ich auch gar keinen Alkohol, ernähre mich gesund, mache Sport und rauche seit 16 Jahren nicht mehr.
Ich denke, mit einer gesunden Lebensweise kann man viel erreichen. Leider kann man damit aber einem Pneu nicht vorbeugen :roll:

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Re: pneumothorax

Beitragvon Charmeur85 » Freitag 9. Mai 2014, 17:55

Denke die Problematik der Angst, der zermürbenden Gedanken und Pankl haben die meisten sicherlich .

Ich selbst bin davon auch immer wieder betroffen, mal etwas mehr , mal weniger.

Ich hab aber in dem Zusammenhang etwas spannendes gelesen und mir hilft das recht gut.

Nennt sich die 15 Sekunden Methode. Sobald dich die Angst und die Panik packt , setzt du dich der Situation bewusst und vollkommen aus. Nicht versuchen abzulenken, sondern denken, gut ich hab eine Panik Attacke.

Du provozierst dein Gehirn ein wenig und baust druck auf. Beginne im innerlichen zu zählen, bei eins begonnen. Zähle immer weiter und sag dir im Kopf vor, das die Angst sich jetzt vollausbauen darf. " ja komm, jetzt schwitze ich, jetzt bekomme ich schlechter Luft , gut so, komm richtig Angst bekommen, mehr.... Dabei zählst du immer weiter. Bis du bis 15 gezählt hast, soll sich die Panik Attacke aufbauen, du spornst dich richtig dazu an.

Lacht nicht, oder haltet mich für bekloppt, aber ich merke meist schon wenn ich bei 8 bin, das die Panik Attacke verschwindet.
Durch das provozieren wird es für die ersten paar Sekunden akut schlimmer, aber dann passiert das volle Gegenteil und die Attacke verschwindet.

Ich zähle noch so dreimal im Monat :) mit der Methode hab ich das echt gut im Griff.

Vielleicht mal ausprobieren oder kopf schütteln und lachen :)

Alles gute weiterhin

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Re: pneumothorax

Beitragvon summer » Samstag 10. Mai 2014, 08:44

Danke für den Tip. Werde ich beim nächsten Mal probieren.
Hatte gestern Abend wieder eine und sah mich vor meinem geistigen Auge wieder ins Krankenhaus fahren :shock: Hatte am 23.6.13 meinen 5. und hoffentlich letzten Pneu und es jährt sich nun.
Weiß dann nicht, ob ich vor Panik Atemnot habe - oder durch die Atemnot Panick bekomme.
Bin für jeden guten Ratschlag dankbar.
:)

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Re: pneumothorax

Beitragvon Arnix » Dienstag 22. Juli 2014, 09:30

Hi,
Ich hatte 8 mal schon nen Pneu und ich lebe noch!
Iwann gewöhnt sich der Körper dran!

Ich hatte meine letzte OP kurz vor Neujahr. Jetzt nach ca. 8 Monaten gehts mir wieder gut.
Ich hab hin und wieder ein stechen auf der Seite grad wenn es am abend so kalt wird aber sonst
Geht's wieder.
In meine letzte op wurde mir Talkum mit rein getan! Habe nie zuvor solche schmerzen gehabt, ob sich das gelohnt hat ist eine andere sache das kann ich momentan nicht beantworten.

Ich hatte am Anfang auch sehr viel Angst. Ich war dann in Rehaklinik und wurde da dann auch noch mal aufgeklärt und mein Glück war das ein Arzt das auch mal hatte und so mich komplett runter gebracht hat.
Ich war in Schwarzwald auf Reha! Empfehlenswert.

summer
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Re: pneumothorax

Beitragvon summer » Dienstag 22. Juli 2014, 19:59

Ja, die Panik wird weniger. Die Talkum-OP ist echt schmerzhafter als die andere Methode. Hoffe, dass sie auch wirksamer ist. Hab sie vor nem Jahr nach dem 4.Pneu und 1. erfolgloser OP rechts bekommen. Links hatte ich erst einen. Nur mit Drainage behandelt.
Aber - fast auf den Tag 1 Jahr nach meiner Entlassung der letzten OP - hab ich einen Wettkampf mitgelaufen und konnte mich im vorderen Mittelfeld behaupten. :D Berg runter schmerzte zwar die operierte Lunge ziemlich, hat aber gehalten und ich bin stolz wie Oskar :lol:


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