Lungenkrank und Flugreisen

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Lungenkrank und Flugreisen

Beitragvon Jogi » Dienstag 4. September 2012, 21:20

Hier mal einige Infos zu Flugreisen.

Ist zwar auf COPDler zugeschnitten aber sicher informativ.
Lungenkrank und fliegen

Viele Lungenkranke stellen sich immer wieder die Frage, darf ich trotz der Erkrankung noch fliegen?

Auf dem Boden schon Luftnot und….
Das kann zu Problemen führen.
Die Lunge verfügt zwar über gute Reserven und ein leichter Sauerstoffsättigungsabfall wird oft gut weggesteckt, aber in vielen Fällen wird ein Arzt abraten.

Ein Patient mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, der einen Sauerstoffpartialdruck von nur ca.60 mmHg hat und das auf dem Boden der Erde, da kann der Wert dann im Flieger schon mal schnell auf unter 50 mmHg absinken ( kann!, nicht muss!) dann kann’s aber gefährlich werden.

Liegen zudem noch andere, den Kreislauf betreffende Erkrankungen vor (z.B. KHK [Koronare Herzerkrankung] oder zerebrale [das Gehirn betreffend] Durchblutungsstörungen) sollte man besondere Vorsicht walten lassen!
Um eine aussagekräftige Antwort auf Fliegen oder nicht zu erhalten, sollten entsprechende Untersuchungen durchgeführt werden.

Hier Anhaltswerte:
> in der Lunge wird Sauerstoff aufgenommen und von roten > Blutkörperchen zu den Zellen transportiert
> Atmung und Stoffwechsel sind eng verknüpft, auch eine Stoffwechselstörung kann den Sauerstoffgehalt des Blutes verändern

Wo messbar?
> in arteriellem Blut oder Kapillarblut
> Bedeutung des Nachweises, nur zusammen mit >Blutkohlendioxid, >Blut - pH und Blut-Basen aussagekräftig!
> Kontrolle von Atemregulation und Stoffwechsel

Referenz-/Normalwerte
Sauerstoffpartialdruck: 71 - 104 mmHg

Die Werte sind verändert bei
Atemwegs-, Herz-Kreislauf-, Stoffwechselerkrankungen

Das beeinflusst Ihre Werte
tiefes Atemholen
ungewohnter Aufenthalt in großen Höhen
(Quelle: Karsten Feller, Naturheilkunde)

Patienten oder besonders gefährdete Personen sollten das genau mit ihrem Lungefacharzt absprechen und Untersuchungen durchführen lassen, denn die Blutgasanalyse gibt genauen Aufschluss darüber.

Man sollte dieses Risiko in luftiger Höhe nicht unterschätzen, denn kommt es zu einem Abfall, dann reichen die „normalen“ Sauerstoffmasken im Flugzeug meist nicht aus, es muss dann ein geeignetes Sauerstoffgerät zur Verfügung stehen. Das bieten allerdings nicht viele Fluggesellschaften. Bitte vor geplanter Reise kundig machen!

Patienten mit Emphysem
Diesen ist eigentlich nur ganz vom Fliegen abzuraten, denn durch den Druck in der Höhe, kann es spontan zu einem Pneumothorax (dessen Ursachen sehr unterschiedlich sein können!) kommen.
Besondere Vorsicht auch bei chronischer Pneumonie und bekannter Hypoxie! Nie leichtfertig sagen, das geht schon, es ging ja auch noch im letzten Jahr!

Reine Asthmatiker dürfen, laut Lungenfachärzten, relativ unbesorgt fliegen.

Menschen, bei denen eine Schlaf – Apnoe vorliegt, vorsichtig - auch da kann es zu erheblichen Problemen kommen, wenn sie einschlafen. Der Sauerstoffgehalt kann dann enorm absinken, eine Info an das Bordpersonal kann helfen, einfach wecken lassen und schon kann man das Problem umgehen.

Ein weiteres Thema – Meteorismus - welches man oft nicht bedenkt.
Allein durch die Lungenerkrankung ist man schon nicht immer Flugtauglich, dazu kann dann aber bei vielen noch der Meteorismus (übermäßige Gasansammlung im Verdauungstrakt) hinzukommen. Durch die Höhe des Flugzeuges kann es zu einer Ausdehnung der Gase während des Fluges kommen, das Zwerchfell wird nach oben gedrückt und das kann zusätzliche Probleme bereiten.
Abhilfen könnten sein: Bewegung (meist schwierig im Flugzeug), Entblähende Medikamente.


Wie man sieht, gestalten sich manche Dinge nicht immer ganz so einfach, wie gewünscht.
Daher, wer eine der Erkrankungen hat, immer vorher mit dem Arzt abklären, ob eine Flugtauglichkeit besteht!!!

Allein schon aus dem Gedanken heraus, sicher zu fliegen und den Urlaub etc. ohne Angst genießen zu können.

...und mal der Hinweis, dies sind keine medizinischen Aussagen, diese sind dann auch als solche mit Quelle angegeben, bitte nur als Anregung zu sehen.
A.H.
© Lungennetzwerk

LG Bernd

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Zombie2
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Re: Lungenkrank und Flugreisen

Beitragvon Zombie2 » Dienstag 20. November 2012, 22:33

Patienten mit Emphysem
Diesen ist eigentlich nur ganz vom Fliegen abzuraten, denn durch den Druck in der Höhe, kann es spontan zu einem Pneumothorax (dessen Ursachen sehr unterschiedlich sein können!) kommen.
Besondere Vorsicht auch bei chronischer Pneumonie und bekannter Hypoxie! Nie leichtfertig sagen, das geht schon, es ging ja auch noch im letzten Jahr!

Nun dazu muss ich sagen, daß ich ohne diese Reisen mir schon längst das Leben genommen hätte.
Ich habe Lungenemphysemblasen, also schon 4 Pneus mit 3 OPs bin aber vor einer Flugreise zum Lungenarzt einen Check machen lassen. Ich war 3x in den Alpen auch bis auf 3600 Metern. Nach meinem 4. Pneu im Jan.2012 hatte ich den Willen noch einmal eine Alpentour zu machen. Alle Aktivitäten wie Reha und Gesundheitssport, Lungentraining habe ich auf dieses Ziel hin ausgerichtet. Es waren schöne 7 Tage im Juni 2012. Es ist mein Ziel 2013 7 Tage durch die Dolomiten zu reisen.Meine letzte Flugreise nach Malta werde ich wiederholen , da ich die Nachbarinsel Comino leider in der kürze der Zeit nicht mehr geschafft habe.
Der Druckausgleich in modernen Flugzeugen ist schon sehr gut. Tauchen mit Flaschen hingegen sollte ich auf anraten meines Arzts unterlassen. Das schnorcheln ist bei dem klarem Wasser und der guten Sicht alle mal sehr schön.Krankenhäuser sind auf malta auch vorhanden, selbst wenn beim ersten Pneu habe ich noch 14 Tage gearbeitet und geraucht eh ich das realisiert habe.also man fällt nicht tot um, blöd nur wenn die zweite Lunge auch schlapp macht. Lieber 50 Jahre gelebt, als 100 Jahre da gewesen. Ohne diese Ziele hätte ich mich schon mehrfach aufgegeben.

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Sira
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Re: Lungenkrank und Flugreisen

Beitragvon Sira » Dienstag 30. Juli 2013, 17:32

Ich leide leider unter einem Emphysem und, daher werde ich wohl nie eine Flugreise machen können! Aber es gibt ja zum Glück auch Fähren, auch damit kommt man doch schon weit in die Welt! :D

Sira

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Re: Lungenkrank und Flugreisen

Beitragvon tm-107 » Montag 14. Oktober 2013, 14:23

Hi,
mein Pneu ist jetzt 6 Monate her und nach 5 Monaten bin ich ins Flugzeug gestiegen. 2,5 Stunden Flug nach Mallorca ohne große Schwierigkeiten.
Auf dem Hinflug hatte ich kurzzeitig einen stechenden Schmerz im Brustkorb auf Pneuseite (keine Ahnung wie ich es beschreiben soll, habe ich bei Wetterumschwung auch immer wieder) und der Rückflug verlief problemlos.

Hoffe damit einigen etwas Mut gemacht zu haben ...
Mitteilungen am besten per PN schicken, ich schaue hier nur sehr unregelmäßig rein.

arven
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Re: Lungenkrank und Flugreisen

Beitragvon arven » Dienstag 19. November 2013, 23:05

Bin seit dem Pneu dreimal ohne irgendwelche Probleme geflogen.
Ein bisschen mulmig wird mir schon jedes Mal...

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Sosa
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Re: Lungenkrank und Flugreisen

Beitragvon Sosa » Montag 7. März 2016, 18:30

Ich werde in diesem Jahr das erste Mal seit Langem wieder in den Urlaub fliegen. Es wird aber auch nur ein Flug von 2 Stunden werden. Ich kann nur hoffen, dass es keine Probleme geben wird. Bisher sind meine Beschwerden zurückgegangen, das stimmt zuversichtlich.


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