meine Geschichte

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mockauer
Jungspund
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meine Geschichte

Beitragvon mockauer » Mittwoch 1. Oktober 2014, 22:13

Hallo an alle, hier nun meine Vorstellung. Begonnen hatte das alles an dem Wochenende vor Ostern 2014 . Beim Gassi gehen mit meinem Hund hatte ich plötzlich ein leichtes Drücken im Brustbereich. Am Abend auf dem Sofa hatte ich aber keine Beschwerden. Am Sonntag das selbe Spiel. Also dachte ich mir das ich am Montag nach der Arbeit ( Typisch deutsch ) zu meiner Hausärztin gehe um das abklären zu lassen. Nun hatte ich am Montag noch einen Termin im Labor bei meiner Diabetes - Ärztin. Dort musste ich so lange warten, das es für die Hausärztin zu spät war. Also habe ich das in der Diabetes -Praxis erklärt. Dort war aber nur noch der Herz-Arzt anwesend ( Gemeinschaftspraxis ) . Der hatte noch ein EKG gemacht und noch mehr Blut abgenommen.Er konnte aber nichts finden. Hätte er mal ein Stetoskop genommen. Wenn es schlimmer wird sollte ich mich in der Notaufnahme vorstellen. So weit so „ gut „ Da meine Hausärztin aber nur Montags Nachmittag offen hat ,hatte ich ein Problem. Wie gesagt ich hatte keine Schmerzen nur so ein leichtes unwohl sein im Brustbereich. Also immer schön weiter auf Arbeit. Am Grün- Donnerstag hatte ich einen Termin in der Diabetes Praxis zur Auswertung der Blutwerte. Dort hatte meine Zucker-Ärztin nun endlich mal ein Stetoskop benutzt . Sie sagte das es zwar nicht ihr Fachgebiet ist aber auf der rechten Lungenseite höre sie garnichts. Sie tippte auf den Beginn einer Lungenentzündung. Sie wollte mich eine Woche krank schreiben . Was ich rigeros abgelehnt habe. Dann sollte ich doch wenigstens zum Röntgen gehen und am Dienstag nach Ostern mit dem Befund noch mal bei ihr vorbei kommen.Inzwischen war es schon gegen 17.50 Uhr. Ich habe kurz überlegt ob ich nicht besser noch vor den Feiertagen röntgen gehe. Also zur meiner Radiologie , war nur 5 Autominuten entfernt. Dort angekommen fand ich ein großes Schild das die Praxis am Grün-Donnerstag nur bis 16 Uhr offen ist. Und nun ? Es ist jetzt 18 Uhr .Ich nahm mein Smartphone und habe per Internet die nähste Radiologie gesucht und angerufen ob ich noch kommen kann. Ja, wen ich es bis 18.30 Uhr schaffe. Also ich Gas gegeben und 18.25 Uhr eingetroffen. Man hatte schon auf mich gewartet , ich war der letzte Patient heute. Also Brustbereich geröngt. Noch ca. 10 min und dann war nichts mehr wie es sein sollte für die kommenten 19 Tage. Diagnose Lungenkollaps, rechter Lungenflügel eingefallen. Umgehend ins Krankenhaus in der Notaufnahme melden. Langsam bekam ich Hunger aber ich dachte so, die halbe Stunde im KH schaffst du auch noch und dann kannst du endlich nach Hause, wo schon mein Hund auf mich wartete. Weit gefehlt. Gegen 19 Uhr eingetroffen in der Notaufnahme , sehr voll dort. Ich dachte so das mit der halben Stunde wirst du nicht ganz schaffen. Aber welch Wunder , keine 10 min war ich dran. Und jetzt gingen die Probleme erst los. Mann sagte mir das man eine Drainage legen müsste und das ich mich ein paar Tage mit dem KH anfreunden sollte. Problem 1 : mein Hund, Ich wusste das meine zukünftige Schwiegertochter Zeit hatte und in der Nähe der Wohnung ist.Aber ich hatte keine Tel.Nr.von ihr.Also habe ich meiner Tochter eine Whats App geschickt , sie sollte ihr Bescheid sagen. Das Problem war erst mal gelöst. Problem 2: meine Frau, arbeitete in einem Industrie-Gebiet wo ab 19 Uhr kein ÖPNV mehr fährt so das ich sie jeden Tag mit dem Auto abgeholt habe. Ich hatte im Wartebereich einer guten Freundin eine Whats App gesendet das ich das vieleicht nicht schaffe sie abzuholen. Ob sie das mal übernehmen könne . Ich würde mich aber noch mal melden. Dann ging alles sehr schnell bzw. ich konnte in dem OP saal keine Nachrichten mehr versenden,kein Netz. Der Pfleger ( Praktikant ? ) wollte mir helfen und rannte mit meinem Handy durch den Saal, keine Chance. Nachdem der Schlauch gelegt war wurde ich in den Aufwachraum geschoben und dort funktionierte das Handy wieder , so das ich noch rechtzeitig Bescheid geben konnte. Es war jetzt so gegen 20.30 Uhr und meine Frau hat 21 Uhr schluss. Dann fiel mir ein das ich ja noch ein Problem Habe, ich bie Schlaf - Apnoe Patient d.h. ich brauche mein Belüftungsgerät zum schlafen. Also machte sich meine Frau noch mal auf den Weg zum KH um mir das Gerät und andere kleine Dinge zu bringen. Jetzt war es schon 22.30 Uhr. Nun passierte nichs mehr, es war ja Ostern. Am Dienstag nach Ostern wurden einige Untersuchungen gemacht und geröngt. Man schickte mich dann am Mittwoch noch zum CT. Die Schmerzen waren erträglich, hatte ja auch meine Schmerztropfen am Platz und habe ja auch jede Menge Pillen bekommen. Eigentlich wollte man am Donnerstag den Schlauch ziehen, hatte aber beim CT festgestellt das es nicht so verlaufen ist wie man sich das vorgestellt hat. Also OP . Mir wurde langsam etwas mulmig. Problem war die Terminfindung für die OP. Nach einigem Hin und Her wurde gesagt das man die OP am Samstag vormittag machen könne aber nur wenn der OP - Saal nicht für Notfälle gebraucht wird. Inzwischen habe ich auch ernsthaft darüber nachgedacht das Rauchen aufzugeben. Also Freitag Abend die letzte Kippe und Samstag früh die OP. Alles gut überstanden( war meine erste ernsthafte OP in meinem Leben ) passe übrigens überhaupt nicht ins Schema 45 Jahre alt, etwas übergewichtig und normal groß175 cm.Das WE war schlimm, konnte das Bett nicht verlassen. Nach einigen Tagen ging es aber wieder und dann wurde der Schlauch gezogen und am 05.05.2014 durfte ich nach 19 Tagen das KH verlassen. Hatte zwischendurch auch meine ganz persönliche Krise und habe mich wie ein Schlosshund beim Arzt ausgeheult . War dann noch bis Mitte Juni krank geschrieben. Arbeiten und Rad fahren geht alles wieder ohne Probleme. Aber zwischendurch habe ich noch ganz schöne Schmerzen ,ein Stechen als ob man mit einem Messer in der Wunde puhlt. Aber ich bin seit 158 Tagen ,also seit der OP rauchfrei . So das wars erst mal von mir. Ich weiß das ist ganz schön viel auf einmal aber ich musste das mal aufschreiben. Meine Angst ist nur das es jederzeit wieder passieren kann und das macht mich manchmal ganz schö fertig.

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Re: meine Geschichte

Beitragvon Laser » Donnerstag 2. Oktober 2014, 18:38

Hallo mockauer,

willkommen im Forum.
Diese Angst können wir sehr gut verstehen, das kennt jeder hier. Aber man kann nicht viel machen außer hoffen das es nicht wieder passiert. Und die zweite Sache, die hast du aber schon erfolgreich gemeistert, nicht mehr rauchen.

Viele Grüße


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