Hallo, und eine kleinen Einblick. u.a. Tipp wg. Schmerzen

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PatreDon
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Hallo, und eine kleinen Einblick. u.a. Tipp wg. Schmerzen

Beitragvon PatreDon » Freitag 10. Januar 2014, 19:15

Hallo Leidensgenossen,

ich versuche mich, trotz sehr weit umfassender Geschichte und Hintergründe, kurz zu fassen, dennoch ist von einem kleinen Stück Lesearbeit auszugehen ;)

Ich bin der Sven, Jahrgang 1976, und war hier im Forum schon als Sven unterwegs.
Leider habe ich meine alte Mail Adresse nicht mehr, und somit konnte ich mir mein vergessen Password auch nicht zu kommen lassen. Somit habe ich mich neu angemeldet als PatreDon ;)

Ich habe bereits mehrere Pneu´s gehabt, rechts sowie auch links mehrfach.
Rechts wurden zum Schluss, die Lungenspitzen oben und unten entfernt, und der Rest wird durch ein paar Klammern gehalten.

Links, wurde mehrfach versucht eine, (ich glaube das nennt sich Pleurodese) durch zu führen.
Leider ohne Erfolg. Zum Schluss hat man sich dann für eine “Pleurektomie” entschieden.
Auf jedenfall wurden einige Segmente entfernt, da ich mit denn Fachbegriffen nicht so auskenne und nicht sicher bin wie diese geschrieben werde, schreibe ich diese in  “”.

Auf jedenfall habe ich nach dem letztem Eingriff ,links, eine recht große Narbe zurückbehalten, in etwa so wie auf meiner rechten Seite. Leider sind aber auf der linken Seite, kurz nach der OP, große, bis unerträgliche Schmerzen aufgetreten, die auch nicht weniger geworden sind.

Somit habe ich begonnen mir Hilfe zu suchen, auch in diesem Forum, diese habe ich auch teilweise bekommen. An dieser stelle möchte ich mich bei Herr Prof. Dr. Morr bedanken, der mir einige Tipps gegeben hat. Diese habe ich auch dankend angenommen, und habe mich in einer bzw. zwei der empfohlenen Klinken gemeldet.

Warum dieser Weg, nun ja, ich bin von meinem Hausarzt nur mit Medikamenten voll gestopft worden, die auch geholfen haben. Leider haben BTM aber nicht ungefährliche Nebenwirkungen !!! Der Doc, der mich seinerzeit Operiert hat, naja, von dem bekam ich sinnbildlich „klappst auf denn Po“, und meinte, die Medikamente ,,alle in denn Müll“ , und eher mal ein Glas Rotwein trinken”. Ich gebe für die, die das Forum regelmäßig lesen,gebe ich nur das Stichwort “”Weichei”, und ja, ich war auch in dieser Klinik! Und ich bin nicht nur drüber geflogen... :)

Naja, zwischendurch wurde ich in einer der empfohlenen Kliniken von Prof.Dr. Morr, was die Medikamente betraf, neu eingestellt. Nur leider war die Wirkung nur von kurzer Zeit, dennoch hier noch mal ein Danke, und auch ein Danke an die MHH.

Nun wie beschrieben, wurden meine Schmerzen immer schlimmer, nach dem ich meinen Hausarzt zum Xten mal gewechselt habe, und mir teilweise anhören musste, ich könne keine Schmerzen haben, vor allem nicht in diesem Bereich des Körpers….

Wobei mir auch da versichert worden ist, das z.B das Rippenfell durchaus Nerven hat, die Schmerzen verursachen können….

Nun denn, nach ca.1,5 Jahren nach der OP, wurden meine Schmerzen unerträglich,
und nach ewigen negativen Unterstellungen habe ich nur noch einen Ausweg gesehen,
der mich letztendlich in die Psychiatrie gebracht hat. Dort wurde ich erst mal wieder etwas aufgebaut, und ich konnte wieder etwas Mut fassen.

Nach dem ich dann nach fast 12 Wochen wieder Nachhause kam, und mich meine Familie mit offenen Armen empfang, habe ich dann wiedermal den Hausarzt gewechselt.

Diesmal bin ich wohl bei dem, bzw. der richtigen gelandet. Sie hat sich vorab meine Befunde schicken lassen, und teilte mir beim ersten Besuch gleich mit, das sie mit den Medikamenten auf Anschlag ist, und hat mich an einen Schmerztherapeuten verwiesen.....

Da war ich erst einmal baff...Schmerztherapeut, so was gibt es. Warum dann nicht gleich, nein erst fast 2 Jahre lang, von einem zum anderem Doc.

Nun gut, mein erster Termin bei meinem Schmerztherapeuten, dieser hat auch vorab alle Unterlagen bekommen, ein Schmerztagebuch, und einige andere Unterlagen bekam ich auch vorab, die ich zum ersten Termin mitbringen musste.

Dort habe ich dann gefühlt das ich in die richtige Richtung gehe, denn dort ist man auf mich eingegangen „Ohne auf die Uhr zu schauen“.
Ich habe dort nur ALLE erdenkliche Hilfe bekommen, in Form von Medikamenten, Therapien u.s.w.
Nach dem ich dann dort schon über ein Jahr in Behandlung war, gab es dann ein langes Gespräch, das ich nun zu den chronischen Schmerz-Patienten gehöre...

Nun gut, d.h. ich muss dauerhaft unter Schmerzen leiden...ABER...

Auf einer Schmerzskalar von 1 -10 bin ich dort mit einer 12 begonnen, und ich bin zu diesem Zeitpunk des Gespräches, was nun auch schon eine Weile her ist, auf einer 6-7.
Schmerz Spitzen sind seltener geworden, die dann eine 8 oder 9 wahren.
Derweilen falle ich immer noch zeitweise in Litagie, und bin fernab vom Leben.

Nun dann, irgendwann war ich dann wieder bei meinem Schmerztherapeuten, und er erzählte mir von einer neuen Technik, um Schmerzen zu reduzieren bzw. zu unterdrücken, es handelt sich hier um eine Abwandlung eines SCS Systems (Neurostimulation) bzw. in meinem Fall um ein DRG System.

Da sind meine Hoffnung erneut gestiegen, um evtl. mein altes Leben wieder zu bekommen, obwohl ich mich schon damit abgefunden hatte, das ich bis ans Ende meiner Tage so bleibe. Also die 2 mal Wöchentlichen Spritzen, und die Hohe Medikation, die von Fentanyl, über Morphium nach Temgesic, und diversen anderen Sachen wie Lyrica u.s.w. Geht, bzw. ging !

Nun gut, ich zu der Klinik hin, und hatte mein erstes Gespräch beim DOC dort. Er schaute natürlich vorher auch alle Berichte durch, bzw. auch von dort habe ich Seitenweise Fragen bekommen, die ich vor ab beantworten musste.

Ich bekam meinen zweiten Termin, und es wurden Vorbereitungen getroffen, um das DRG System bei mir zu testen, ob dieses auch zum erzieltem Erfolg kommen würde...

Nach einer Kurzen OP, war es dann verbracht, ich konnte es kaum glauben, meine Schmerzskala war bei 3 bis 3,5 Wahnsinn, ich konnte es kaum glauben, was man mit „Strom“ alles machen kann.
Ich behielt das Vorab-System ca. 8 Tage, dann war die Testphase vorbei...leider....
ABER, der Erfolg war da, und nach zwei Wochen bekam ich den Folgetermin, für den Festeinbau.

Auch diese OP war Schmerzfrei, und war auch Fix vorbei....
Am Anfang war der Generator mit Batterie etwas Gewöhnungsbedürftig am/im Körper, die Bedienung, als ob man mit einer Fernbedienung leiser oder lauter macht, um die Stärke zu regeln.

Auf dann, ...nach 2 Wochen die Nachuntersuchung, und dann alles 6 Monate mal zum Check.
Seit dem habe ich ein ganzes Stück Lebensqualität wieder bekommen, mein Umfeld bemerkt das zunehmend auch, das es mir besser geht. Zwei Medikamente konnten abgesetzt werden, Morphium brauche ich nur noch selten bis gar nicht. Das selten mag aber daran liegen, das ich nun versuche wieder viele Sachen zu machen die sonnst nicht gingen, und manchmal sollte man es einfach etwas langsamer angehen lassen.

Mir persönlich geht auf jeden Fall besser, auch wenn ich weithin Medikamente nehmen muss, und auch mit diversen Einschränkungen leben muss, habe ich einen Teil meines Lebens wieder bekommen, und bin kein „Zombie“ mehr.....

Warum mein langer Text, nun, ich habe hier im Forum von vielen gelesen die in einer ähnlichen Situation sind, und ich denke, das evtl. dem ein oder andrem auch Helfen kann. Ich möchte auch Menschen Helfen, die in einer ähnlichen Situation leben.Wer mehr wissen möchte, einfach via Mail melden:

sven.loessl ""-AT-"" gmail.com. das ""-AT-"" bitte durch das @ Ersätzen.

An dieser Stelle, nochmal ein Dankeschön
an:
Prof. Dr. Morr,
Schmerz und Palliativzentrum Leer
Dr. G. Jähnichen und Pain Nurse / Medizintechnickerin A.Lazaar

Hier die Info bzw. Adressen für die Leute die aus dem Norddeutschen Bereich kommen:


Schmerz und Palliativzentrum Leer
http://www.schmerzzentrum-leer.de/
Magdalene Roth-Brons
Spezielle Schmerztherapie
Palliativmedizin
Fachärztin für Anästhesie
Akupunktur
TCM (Trad. Chinesische Medizin)
Dr. med. Christoph Roth
Spezielle Schmerztherapie
Palliativmedizin
Facharzt für Allgemeinmedizin
Facharzt für Innere Medizin
Akupunktur
Manuelle Medizin
Qi Gong / Uni Oldenburg

 


Klinikum Delmenhorst SCS/DRG System u.a. „Schmerztherapie von Kopf bis Fuß“
http://www.klinikum-delmenhorst.de/Klin ... horst.html
Schmerzmedizin Delmenhorst
Dr. Gunnar Jähnichen
Facharzt für Anästhesiologie, Spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin
Schmerzmedizin
am Klinikum Delmenhorst
Wildeshauser Str. 92
27753 Delmenhorst
Termine nur nach Vereinbarung
Telefon 04221 99-4049
Telefon 04221 99-4203
Telefax 04221 99-4039

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Re: Hallo, und eine kleinen Einblick. u.a. Tipp wg. Schmerze

Beitragvon eve » Freitag 10. Januar 2014, 19:47

Hallo (zurück) Sven

danke für deinen Bericht. Ich glaube, bei uns haben Schmerztherapeuten irgendwie, beinahe wie Psychiater, einen eher schlechten Ruf. Aber ich kann dir nur zustimmen. Ich weiss nicht, wo ich heute ohne meinen Schmerzarzt wäre.

lg
eve


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