Hallo zusammen

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megahassi
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Hallo zusammen

Beitragvon megahassi » Dienstag 11. Dezember 2012, 17:13

Hallo Leute,

hätte ja nie gedacht, dass es so ein Forum gibt. Ich bin ganz durch Zufall hergekommen weil ich mich nach evtl. Spätfolgen eines Pneumothorax erkunden wollte und gerade aus psychischer Sicht geht es vielen hier genau wie mir.

Ich hatte vor einigen Jahren einen Spontanpneumothorax durch einen heftigen "Brechanfall" auf Grund einer Lebensmittelvergiftung bekommen. Da der Pneu erst als Rückenmuskelentzündung diagnostiziert wurde bin ich damit recht lange rumgelaufen, erst nachdem ich täglich Nasenbluten hatte und ein häftiges Knistern beim Einatmen sowie starken Zitterattacken in der Nacht hatte, bin ich nochmal zum Arzt.

Der Notarzt nach dem Röntgen: "Ich will Sie ja nicht beunruhigen, aber Ihre Lunge ist geplatzt, und das wird in Ihrem Stadium als tödlich diagnostiziert."

Dann hab ich gleich vor Ort die erste Drainage verpasst bekommen. Nach einer Woche wurde ich wieder entlassen und hatte das selbe am nächsten Tag wieder, weswegen ich wieder eine Drainage bekommen habe und operiert werden musste (Stichwort: Lunge verkleben)

Glücklicher Weise ist das jetzt schon eine ganze Weile her und ich bin wieder gesund... dachte ich...

Seit einigen Monaten leide ich aber des öfteren an Panikattacken, Herzrasen, Tinitus und Atembeschwerden, weswegen ich schon bei mehreren Ärzten war. ich war dieses Jahr sogar im Krankenhaus weil ich lebensgefährlich Unterzuckert war. Diagnose: "Psychisch - kann man nix machen"

Tja und jetzt hoffe ich hier etwas Hilfe zu finden um meine "Psyche" irgendwie wieder auf die Beine zubekommen.

Kai83
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Re: Hallo zusammen

Beitragvon Kai83 » Dienstag 11. Dezember 2012, 19:47

Moin zusammen, moin megahassi,

freut mich einen (bzw. mehrere) Leidensgenossen gefunden zu haben.
Mir geht es ähnlich wie dir.
Hatte vor 7 Jahren 5 mal einen Spontanpneu und bin beidseitig operiert worden.
Verkleben der Lunge plus Lungenspitzenentfernung. Bei der letzten OP wurden außerdem bullöse Veränderungen in der Lunge festgestellt.
Nun hatte ich 7 Jahre Ruhe, merke aber in letzter Zeit verstärkt, dass ich schlechter LUft bekomme und auch hin und wieder "Panik" bekomme. Habe das immer auf Kreislaufprobleme (wenig Schlaf, viel Stress) geschoben.
Habe deswegen meinen Lungenfacharzt kontaktiert. Er meinte er sei in einer Woche im Urlaub und bei akuter Atemnot solle ich einen Internisten aufsuchen und die Lunge röntgen lassen. Eine pneumologische UNtersuchung hielte er für ratsam, aber das ginge erst Ende Januar aufgrund eines vollen Terminplanes. Naja...
Gleichzeitig ware ich bei meiner Hausärztin und schilderte ihr mein Leid. Sie riet dazu ein großes Blutbild zu machen. Das Ergebnis bekomme ich morgen.
Ferner habe ich einen Alpha-1-Proteinase-Inhibitor-Mangel abprüfen lassen. Bin gespannt, was da morgen rauskommt.

Hat einer von euch ähnliche Spätfolgen?
Oder vielleicht sogar einen solchen Mangel bestätigt?
Wisst ihr ob ein Zusammenhang zur Chronisch obstruktiven Lungenerkrankung besteht? Hat das einer von euch mal diagnostizieren lassen? Hat es einer von euch?

Ich bin 29 Jahre und plane gerade meine Zukunft (Hausbau, Familiengründung) und kriege ehrlich gesagt eisaklte Schauer, wenn ich lesen,was so allles zum COPD und dem Alpha-1-Proteinase-Inhibitor-Mangel zu finden ist....

Und noch eine Frage: habt sich jemand mal mit dem Thema Lebenserwartung auseinandergesetzt?

Wäre über jede Meinung/Rat/Antwort dankbar!

Alles Gute!

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Zombie2
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Re: Hallo zusammen

Beitragvon Zombie2 » Dienstag 11. Dezember 2012, 21:37

die Hoffnung stirbt zuletzt,
könnte man sagen, wenn man all diese Schicksale liest. Nur eines ist zu Beachten, man sollte es nicht verallgemeinern und sich Sachkundung fundierte Diagnosen beim Facharzt holen. Die physische persönliche Belastung ist enorm groß, vorallem wenn man mehrere Ereignisse dieser Art durchlebt und überstanden hat.
Bei mir waren es bislang 5. Die Panikattacken die bis zur Atemnot und Bewustlosigkeit führten habe ich bislang , denke ich, im Griff. Los werde ich sie nicht. Und wenn ich dachte ich habe Sie im Griff, dann hatte ich den nächsten Pneu schon 2 -3 Tage locker verdrängt. Die einstechenden Schmerzen, sind .. normal``. Gleiche Ereignisse, wie Durchschüsse, haben mir mehrere Patienten zu Rehas bestätigt.

megahassi
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Re: Hallo zusammen

Beitragvon megahassi » Donnerstag 13. Dezember 2012, 12:35

danke für euer Feedback :)

dass ich ab und zu Atemprobleme haben oder schmerzen in Brustkorb/Rücken ist garnicht so stören. Ich hatte als Kind auch einen Bänderriss, der mir heute noch beim Joggen ziemlich zu schaffen macht - so ist das eben wenn man sich mal was schweres zugezogen hat, kann man nix machen.

Was mich allerdings extrem stört, ist meine scheinbar sehr angeschlagene Psyche, ich leide ständig unter Panikattacken und Herzrasen - teilweise so krass dass mir schwindlig oder schwarz vor Augen wird. Viele hier im Forum haben ja ein ähnliches Trauma auf Grund ihrer Vorgeschichte.

Konnte das bereits jemand der Betroffenen in den Griff bekommen? Oder weiß jemand was da helfen könnte?

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eve
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Re: Hallo zusammen

Beitragvon eve » Freitag 14. Dezember 2012, 14:04

Hallo

Bei Panikattacken, Herzrasen und was da alles dazugehört würde ich mir überlegen, ob nicht eine Therapie helfen könnte. Es gibt einige Leute hier im Forum, denen eine Therapie geholfen hat.

Je länger so ein Schock zurückliegt, desto weniger schlimm ist er... mind. bei Pneus. Obwohl abgedroschen, bewahrheitet sich der Spruch "die Zeit heilt alle Wunden" hier. Bis es soweit ist, kann es allerdings ein Weilchen gehen und bis dahin hilft Ablenkung. Je mehr man sich in die Situation hineinsteigert, desto schlimmer wird sie und desto mehr Mühe hat man, wieder rauszufinden. Bei einem Gespräch mit einem/r Therapeuten/in lernt man u.a. Mechanismen, wie mit der Situation umzugehen ist und wie man am Besten damit klarkommt.

@Kai83 wie war das Untersuchungsergebnis?
lg
eve


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