Hallo

Neu hier? Dann stell dich doch vor.
Schnurzz
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Hallo

Beitragvon Schnurzz » Donnerstag 12. Januar 2012, 23:04

Hallo,

dann stelle ich meine Wenigkeit auch mal vor ;)
ich bin 23 Jahre alt, weiblich, 1,75 cm und habe normal gewicht und gehöre auch zu der Gruppe der Spontanpneumothorax :( WAR auch Gelegenheitsraucher am Wochenende etc. aber das habe ich nun auch seit 2 Wochen erfolgreich aufgegeben.. und vermissen tue ich es bis jetzt noch nicht!

Ich stand am 27.12.2011 in der heimischen Küche am Herd und wollte ne Runde kochen, als ich stechende Schmerzen in der Schulter, Herzbereich und Atemnot bekam. Habe mich natürlich gleich reingesteigert und Panik bekommen - haben dann gleich den Hausarzt angerufen, weil ich auch erst an einen ausgerenkten Wirbel oder nen eingeklemmten Nerv gedacht habe. Der Hausarzt hat mich dann auch eingerenkt und die Lunge abgehört, da war aber noch kein verändertes Atemgeräusch zu hören.. und ich ging wieder nach Hause (mit den gleichen Schmerzen wie vorher) aber ich hatte schon öfter Wirbel draußen und wusste das es 1, 2 Tage dauert bis der Druck weg ist. Als ich dann Abends dann aber ein rasseln bei der Atmung verspürte, dachte ich mir, dass da doch was nicht so ganz in Ordnung ist. Also am nächsten Tag wieder hin.. Lungefunktionstest (Grottenschlecht) EKG etc. dann Überweisung ins Krankenhaus. Dort mit meinem Freund gewesen, danach einkaufen und wieder heim, dachte ja nicht an sowas.. bzw. habe davon ja auch noch nie was gehört gehabt.. als ich daheim ankam rief der Chefarzt der Radiologie an und meinte ich müsse sofort wieder ins KH kommen, da ich 3-4 cm Luft.. blabla.. da habe ich ihm schon nicht mehr zugehört, weil ich so geschockt war, dass ich was schlimmes haben könnte.. (war zuvor noch nie im KH) das ich fast zusammengeklappt wäre.. gut wieder in KH.. zack .. zum Oberarzt der Pneumologie und habe dann ne Drainage gesetzt bekommen.. die mir in der linken Seite gesetzt wurde.. totaler Horror..auch wieder fast zusammengeklappt, nur mit Mühe und Not der Ohnmacht ferngeblieben.. der Arzt war unfähig und der Supermega Lungenfacharzt war nicht da, da es ja über die Feiertage passiert ist.. gut, Schmerzmittel bekommen .. total schlapp.. nächsten Tag 29.12. wurde wieder geröngt... Luft weg, Drainage abgeklemmt.. darauf den Tag 30.12. wieder geröngt, Luft wieder da, Erklärung der Ärzte "Drainage wäre wohl in der Nacht verrutscht".. 2 mal Drainage verschoben bzw. Stück rausgezogen.. wieder 3 mal geröngt.. dieser Inkompetente Arzt hat mir dann natürlich die Drainge angenäht ohne mich örtlich zu betäuben.. Schmerzen..

Dann am 31.12. bin ich auf Intensiv gekommen, wohl nicht, weil es mir so schlecht ging, sondern weil ich dort einer bessere Überwachung haben sollte.. auch gut.. war eigtl. auch ganz nett, da man da das Gefühl hatte das auf einen dort gut aufgepasst wird.
Das ganze Wochenende darum gelegen bis am .. 02.01. endlich der Facharzt aus dem Urlaub wieder da war.. dieser hat dann einen Ultraschall gemacht und meinte, der Pneu könnte doch weg sein, also nochmal röngten.. Vorfreude und Hoffnung gehabt, die dann am Nachmittag wieder zerschossen wurde, als mir gesagt wurde, dass ich am Abend eine neue Drainage oben in der Brust gelegt bekomme.. aber mir war das alles unwichtig.. da ich mich endlich in richtigen kompetenten Händen gefühlt habe.. Der Abend kam und die Drainage auch.. der Eingriff ging schnell von statten und das Gefühl das diesmal alles richtig gelaufen ist stellte sich ein, als der Arzt mir sagte, dass ich jetzt Schulterschmerzen bekommen werden und meine Lunge sich entfaltet.. super.. ^^ Am 03.01. wurde die Drainage nach dem röntgen wieder abgeklemmt, da die Luft komplett weg war.. und am 04.01. nach der neuen Untersuchung per Ultraschall (Ultraschall wurde gewählt, da ich bis dato schon 8 mal geröngt wurde) wurde mir der Schlauch gezogen und ich konnte nach 8 Tagen endlich nach Hause..
Jetzt habe ich am 18.01. noch nen Nachuntersuchungstermin und dem Fiebere ich soooo entgegen.. denn es ist schon beruhigender, wenn ein Facharzt einem sagt, dass alles ok ist. Denn dann kann ich auch wieder mit voller Tatkraft meiner Arbeit nachgehen!!!

Ja, das war meine kleine Geschichte.. Ich hoffe sie war nicht zu lang..

Ich bin halt hier auf das Forum gestoßen.. und bin echt begeistert gewesen, dass es echt so viele Leute gibt die das gleiche durchgemacht haben, die einen weniger schlimm als die anderen.. vor allem weil ich noch nie von einem Pneumothorax gehört habe, ist es doch faszinierend wie viele Leute so etwas bekommen.. und man sich nicht so alleine fühlt, da ich noch keinen anderen kannte, der so etwas durchgemacht hat.

Die Angst wird hoffentlich vergehen, aber ich bin ja auch erst seit einer Woche draußen. Und das ständige in sich rein hören soll auch schnell vergehen, denn durch das Krankenhaus bin ich viel ruhiger und nachdenklicher geworden, das nervt! Was aber das wichtigste ist: Ich habe gelernt wie seeeehr ich doch meine Familie liebe !!!!


Liebe Grüße

Laser
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Re: Hallo

Beitragvon Laser » Donnerstag 12. Januar 2012, 23:53

Hallo Schnurzz,

erstmal wünsche ich dir Gute Besserung und das bei der Nachuntersuchungen alles passt.
Das ein Oberarzt unfähig ist eine Drainage zu legen wie du sagtest, nicht schön. Auf wenn soll man sich dann noch verlassen können.

Viele Grüße


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