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bunkerline
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Beitragvon bunkerline » Montag 31. Oktober 2011, 14:19

Hallo ihr lieben,

schön dass ich euch gefunden habe.

Ich bin 33, weiblich und hatte am 18.09.11 meinen ersten Spontan-Pneu. Meinen 2. erlitt ich am 2.10. und wurde daraufhin am 04.10. operiert. Jetzt nach einigen Wochen plagen mich immer noch Schmerzen in der Brust, die nicht zu ignorieren sind und dadurch grüble ich tag ein tag aus, wie ich das unter Kontrolle kriege und wie es weiter gehen soll, wie ich so arbeiten gehen soll. Ich schaue jetzt schon nach Sport-BH´s und überlege mir, wie der Schmerz am angenehmsten zu ertragen ist. Tabletten helfen nicht dagegen. Ich habe auch das Gefühl, dass mein Körper sich immer schneller an verschiedene Schmerzmittel gewöhnt.

Ich würde mich freuen, wenn ich hier Tips und Tricks erhalten würde.

Laser
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Re: Suche Unterstützung

Beitragvon Laser » Montag 31. Oktober 2011, 15:07

Hallo Bunkerline,

willkommen im Forum.
Ich schätze mal das du aufgrund der Schmerzen die Lunge hast untersuchen lassen, und das nach der OP mit der Lunge alles in Ordnung ist.
Schmerzen können auch von der Schonhaltung kommen die man in so einer Situation einnimmt, also Muskelverspannungen usw.
Man kann da schlecht Tipps geben, außer das man mit dem Arzt darüber sprechen sollte. Er kann da am ehesten was tun, hoffentlich.

Gute Besserung und Viele Grüße

bunkerline
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Re: Suche Unterstützung

Beitragvon bunkerline » Montag 31. Oktober 2011, 15:21

Vielen Dank für Deine Antwort,
den Schmerz durch Fehlhaltungen oder Verspannungen, den kann ich unterscheiden und mach dann entsprechende Übungen zum Lockern. Ich habe auch Schmerzen an den Narben, die völlig normal sind oder normal ist auch, dass die Rippen weh tun. Das ist alles ertragbar und damit kann ich auch leben. Ich hab eigentlich auch ne ziemlich hohe Schmerzgrenze, da ich schon einiges in meinem kurzen Leben ertragen musste.

Der Schmerz in der Brust ist allerdings schlecht auf eine Fehlhaltung zurückzuführen *g. Sie ist etwas geschwollen und der Schmerz ist innen. Kann durchaus sein, dass es ein Muskel oder innerer Nerv ist. Das kann wohl keiner so genau sagen.

Jedenfalls helfen keine Schmerzmittel und Arzt sagt, das brauch seine Zeit, nur bis dahin muss ich ja irgendwie damit leben können, ohne heulend den ganzen Tag auf dem Sofa zu verbringen und nichts zu tun.

Ich hoffe ich hab das jetzt etwas anschaulicher rüber gebracht :-)))

Laser
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Re: Suche Unterstützung

Beitragvon Laser » Montag 31. Oktober 2011, 15:38

Hallo bunkerline,

hier im Forum sind Leute die sich damit besser auskennen, ich denke die werden dir da ein bisschen weiterhelfen können.
Ich weiß aber nicht ob das so normal ist wenn die Brust etwas geschwollen ist. Ich kann mich zumindestens nicht erinnern hier im Forum etwas darüber gelesen zu haben.
Aber da werden sich bestimmt noch Leute melden.

Gruß

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eve
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Re: Suche Unterstützung

Beitragvon eve » Montag 31. Oktober 2011, 22:11

Hallo bunkerline

Wie Laser sagt, geschwollen ist nicht normal. Ich hatte mal bei eine Infektion nach einer Drainage und die fing auch mit "ein bisschen geschwollen" an. Es tat auch mehr weh als die anderen Male.

Kannst du deine Schmerzen genauer beschreiben? Reine Nervenschmerzen brennen meistens. Ich empfand meine Entzündungsschmerzen damals eher als dumpf und irgendwie tief innendrin, da aber ein Grossteil der entzündeten Gegend sowieso taub war, kann ich nicht sagen, ob das normal war. Ich war damals in der Physio und sie hat diese Stelle mit Ultraschall behandelt, was sehr gut half. Nur meine Aerztin durfte davon nichts wissen :) Die fand Ultraschall auf entzündeten Stellen Blödsinn :D

Schmerzen sind individuell und wie man sie empfindet, sowieso. Aber das wirst du sicher auch wissen. Ich würde auf jeden Fall Atemübungen mit einem Spirometer machen. Das hilft u.a. gegen die Art Verspannung, der du mit normalen Uebungen nicht beikommst, trainiert deine Atmung und hilft so gegen die Flachatmung die man unbewusst bei starken Schmerzen in der Lungengegend annimmt. Sind deine Schmerzen atmungsabhängig? Dann hilft vielleicht Inhalieren.

Bei den Mitteln ist es so, dass z.B. wenn du Opiate bekommen solltest, aber Nervenschmerzen hast, die Opiate oft nur sehr bedingt und in grossen Dosen wirken. Da geht es dann auch schneller immer höher. Und vergiss nicht, wenn du irgendwann wieder runter kommst, wirst du durch den Entzug durch müssen, der zwar bei einem guten Arzt minimal ist, aber ganz ohne Entzugserscheinungen habe ich es auf jeden Fall noch nie geschafft. Für reine Nervenschmerzen gibt es andere Medikamente, die besser helfen können, und wo sich der Körper weniger daran gewöhnt. Aber das müsstest du mit deinem Arzt besprechen. Ich hatte hier z.B. ein Medikament, das reinem Lidocain sehr ähnlich war; das half bei meinen Nervenschmerzen besser als alle Opiate. Allerdings wird das Medikament nicht mehr hergestellt und seitdem sind wir am Ueberlegen, womit es ersetzt werden könnte.
lg
eve

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Re: Suche Unterstützung

Beitragvon alone » Montag 31. Oktober 2011, 23:11

Hallo bunkerline

Einige Tip sind ja schon angekommen.
Ich denke, da wird für dich auch schon das eine oder andere dabei sein...
Ich habe es mal mit einer Wärmflasche ausprobiert.
Leider kann ich nicht sagen, ob es sinnvoll ist, da es mir mal gut getan hat aber ein anderes mal nur eher verschlimmert hat.

Was mir gut getan hat, das war Die Atemübung und auch die Dehnübung die ich in der AHB gelernt hatte.

Nach mehr als 12 Wochen, nach der Op....
Weiter hat mir mit Schmerzmittel auch nicht wirklich geholfen.
Ich meine, es hat mir schon geholfen... anfangs.
Aber da ich (oder eher mein Körper) der Meinung war, die Normale Dosis reicht nicht mehr, und ich habe schon Opiate (als Tabletten und als Tropfen) genommen, meinte meine Frau, ich solle sie Langsam absetzten (Ausschleichend).
Die ersten Tage war es schlimm. Nicht so schlimm, das ich mir wieder welche nachgeschmissen habe, aber denoch so schlimm, das ich es mir gewünscht hätte.

Als ich dann wirklich runter war, was meine Hausärztin auch begrüßt hat, habe ich auch kaum noch schmerzen verspürt.
Und wenn ich dann mal schmerzen hatte, habe "ich meinen Körper" gefragt, sind das Schmerzen oder ist das nur "psyeudo".
Wenn, dann habe ich auch mal ne Schmerztab genommen, aber keine Opiate mehr.

So, nun zu dir:
Ich habe jetzt mal ne Frage:
Deine SP´s, ist das alles auf einer Seite? oder ist das bei dir auf Beiden Seiten?
Bist du nicht Krankgeschrieben oder bist du Selbstständig?
Weil du Schreibst, das du am Überlegen bist, wie du Arbeiten sollst.
Zwecks Sport BH, kann ich dir leider nicht weiterhelfen.
Meine Frage, brauchst du einen BH?

Ich hatte solche "Berührungsschmerzen" das ich mit Nacktem Oberkörper rum lief.
Wenn ich mir nun Vorstellen sollte, Ich hätte (zu den Zeitpunkt) noch was Beengtes am Oberkörper hätte .... na, ich weiß nicht.

Soviel von mir...

gruß,
alone
Heute ist das Morgen, worüber wir uns Gestern Sorgen gemacht haben

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Re: Suche Unterstützung

Beitragvon Indie » Donnerstag 3. November 2011, 14:25

Hallo,

das mit den Entzugserscheinungen nach Opiaten hatte ich auch... Schwitzen, Frieren, Unruhe, Schlaflosigkeit... Hölle... aber nach 2 Tagen wars wieder gut. Auch die Schmerzen wurden danach nicht schlimmer...

Ich habe nach jetzt ziemlich genau einem Jahr nach der 2. OP auch immernoch manchmal starke Schmerzen in der rechten Brust. Wie, als ob man mit einem Messer immer wieder kurz hintereinander hinein sticht.
Ich hatte am Anfang nach der OP bestimmt 4 Wochen keinen BH an. Sondern BH-Hemdchen. (Ich bin 34 und kannte das vorher auch nur von meiner Mutter....) Das ging ganz gut. Aber blos nix mit Spitze! Fand ich schmerzhaft. Auch meine Brust fand ich dicker als die andere. Mein Frauenarzt verneinte das aber. War wohl eher subjektiv.

Auch meine Narben und auch die tauben Stellen (mittlerweile sind sie fast weg) habe ich irgendwann nicht mehr geschohnt, sondern sie mit einem rauen Waschlappen beim duschen bearbeitet. Später dann mit einer Bürste. Klar, tut am Anfang weh, aber bei mir wurde es schnell besser.

Weiterhin gute Besserung!

kiki
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Re: Suche Unterstützung

Beitragvon kiki » Donnerstag 3. November 2011, 14:55

Hallo,

auch hier kann ich nur wärmstens Osteopathie empfehlen. Neben einer Schmerzlinderung schafft es ein guter Osteopathe auch, dir zu erklären, woher die Schmerzen rühren!
Ich selbst brauchte schon im KH nach ein paar Tagen keine Schmerzmittel mehr, da es auszuhalten war. Opiathe habe ich auch direkt nach der OP nicht vertragen und nur gekübelt. Gegen Muskelschmerzen bekam ich Imbun und ansonsten bei Bedarf Novalgintropfen.
Einen BH konnte ich ewig nicht tragen... arbeiten hätte ich nach 4 Wochen wieder gekonnt (bin aber in Elternzeit).

LG

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Re: Suche Unterstützung

Beitragvon Cawet » Donnerstag 1. Dezember 2011, 15:28

Hallo,
ich kann das mit den Schmerzen recht gut nachvollziehen. Habe 6 Wochen nach meiner OP auch immernoch Schmerzen. Zum größten Teil an den Rippen (strahlt bis in den Bauch), aber auch in der Brust. Nehme seit dem WE keine Schmerzmittel mehr, die haben eh irgendwie nicht mehr geholfen. Mit der Lunge ist alles tutti, mein Arzt sagt, das gehört alles noch zum normalen Heilungsprozess und sei bis zu einem viertel Jahr post OP völlig normal - na Prost Mahlzeit! Er könne auch nicht 100%ig ausschließen, dass nicht ein bischen was immer bleibt:-(. Bin gespannt, will in 2 Wochen wieder arbeiten gehen, bin gespannt wie das so wird. Muss zwar nicht körperlich arbeiten, aber die Schmerzen an den Rippen sind leider beim abgeknickten Sitzen am Schlimmsten.
Kennt ihr eigentlich das Mißtrauen der Unwissenden? Mitlerweile geht es mir endlos auf den Zwirn, dass viele Leute meinen ich würde mich wohlmöglich anstellen wg. der Schmerzen. Manchmal wünsche ich mir nen Gips oder so, dann würde keiner was sagen. Aber so, keiner kennt´s, keiner sieht was und ich stöhn ja auch nicht dauernd allen die Ohren voll. Aber diese schlauen Hobby-Mediziner in meinem Umfeld gehen mir echt auf den Zwirn, denen wünsch ich nur mal eine Woche so wie wir sie haben.
LG Cawet


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