Und noch so ein undichter

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berndschen
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Und noch so ein undichter

Beitragvon berndschen » Dienstag 12. April 2011, 20:23

Hallo Ihr :D

Also, ich bin der Bernd 29 Jahre alt 1,89 groß und 89kg schwer. Habe mal stark geraucht ca. 25 bis 35 kippen am Tag (Maler u Lackierer) aber das ist dann auch schon 7 Jahre her und hab auch noch allergisches Anstrengungs-Asthma. Toll nicht? !
:D
Pneus hatte ich schon 3 immer auf der rechten Seite.

Der erste war am 09.01.09. Ich telefonierte nach dem Aufstehen mit meiner Frau und wollte gerade die Filtertüte in die Kaffeemaschine stecken, als mich plötzlich aus heiterem Himmel das Gefühl überkam als hätte mir jemand mit Anlauf ein Messer in den Rücken gerammt und dieses auch noch gedreht. Ich versuchte einzuatmen, doch das war mehr als schmerzhaft. Nach ein paar Minuten des merkwürdigen Gefühls, das irgendwas nicht stimmen kann, beschloß ich meiner Mutter im neben Haus mal so richtig Angst einzujagen. Ich schleppte mich rüber (ich denke das sah so aus wie ein angeschossener Zombie, welcher wirklich Probleme hat). Nun als ich drüben war beschloß meine Mutter mich direkt in KH zu fahren (was eine wirklich total bescheuerte Idee war, denn ein Notarzt wäre besser gewesen). Im Krankenhaus angekommen legte man mir eine Drainage nach der es mir (oh welch Wunder!) wirklich besser ging.
Ich verlies das KH nach genau 5 Tagen und alles war gut dachte ich. ;)

Der Zweite war am 17.07.09. Ich stand auf, so wie immer, wenn ich auf Arbeit ging, nur mit etwas mehr Luftnot als gewöhnlich. Ich nehme mein Asthmaspray (wie immer), doch es wurde nicht wirklich besser.
Ich fuhr ca. 45 km auf eine Baustelle so wie immer.
Als ich anfangen wollte Leisten zu lackieren, bemerkte ich beim nach vorne beugen ein Blubbern und Gluckern in meinem Brustkorb. Mir wurde schlagartig klar, das daß nicht normal ist. Mein Befinden änderte sich auch innerhalb weniger Minuten der Art das ich direkt meiner Bauleitung bescheid sagte, das sie einen Notarzt rufen müssen, da es mir wirklich beschissen ging.
Im KH angekommen legte man mir wieder eine Drainage, nur mit dem Unterschied das es eine seitliche Bülaudrainage war. Auch diesmal verlies ich das Krankenhaus nach ca. 5 Tagen. Ich bekam von allen Ärzten den Hinweiß, das ich mir einen anderen Beruf suchen soll, da Maler nicht wirklich eine vernünftige Alternative sei.
Witzig ist nur, das dann eine Art Berufsodyssee für mich begann, welche für mich wirklich frustrierend war, aber aus heutiger Sicht wirklich lächerlich ist, wenn ich mir so ein paar andere Stories ansehe, welche hier ein paar Leute von sich geben.
Ich ließ mich vom MDK untersuchen, der sagte ich solle mich nicht so anstellen. Jo sagte ich. Dann werd ich halt selbst was suchen ist ja auch besser als so ne dümmliche Umschulung.
Ich fand was und später fand ich was noch bessseres.

Der dritte war am 04.04.11 Ich stand wie immer also 5 Uhr auf. Um 5:15 nahm ich mein Asthmaspray direkt danach war es wirklich merkwürdig. Ich hatte Luftnot, die wirklich nicht besser wurde.
Diesmal schockte ich wieder meine Mutter, die diesmal den Notarzt rief, der sehr schnell da war und mich direkt in KH brachte. Um 6 Uhr war ich im KH. 1 stunde später wurde mir die Bülau - Drainage gelegt was ich mal etwas ausführlicher erzählen muss da es wirklich zum kotzen war und ist.
Der Arzt hatte weder eine Haube auf noch hat er einen Mundschutz getragen :? . In dem Raum, indem das durchgeführt wurde, waren 2 andere Patienten, welche nur durch einfache Vorhänge getrennt waren :? .
Der Hammer allerdings ist, das was der Arzt gebracht hat. Er setzte mir eine Örtliche Betäubung welche 2 Minuten „wirkte“ (es schlug nicht wirklich an) war als er plötzlich sagte "fühlt sich das Scharf oder Stumpf an?" Ich merkte alles was der da machte. Wirklich Alles und ja das Skalpell fühlte sich so was von stumpf an, das ich ihm das sagte und mir dachte was will der denn jetzt noch alles wissen.
Im 2. KH bekam ich vorher eine Art Dämmermittel. Es war total cool, weil mir irgendwie alles egal war und ich auch damals wirklich nichts merkte, außer das Eindringen durch das Rippenfell.
Der 3. Arzt hier sagte mir, während er so weiter schnitt und ich alles merkte und schmerzen hatte, was er da machte das er der Meinung ist das diese Mittel meine Atmung einschränken würde -->völlig absurd.
Also machte dieser völlig bekloppte Arzt weiter :twisted: . Ich hab rum gestöhnt und gebrüllt vor Schmerzen. Er sagte dann währenddessen, das er ja durch die alte Narbe ging und das daß alles ziemlich fest gewachsen sei. Dieser Arsch riß mit seinem Finger (und das MERKTE ich wie er das tat) diese Gewebe bei Seite und hatte auch noch Probleme durch das Rippenfell zu kommen. Ich hatte nur eine örtlich Betäubung bekommen, die nicht wirklich wirkte und keine schmerzlindernden Mittel.
Ich hatte solche Schmerzen welche ich selbst meinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde und dieses Gefühl, wie dieser Depp mit seinem Finger in mir rum wurschtelt (was saumäßig weh getan hat) wünsche ich auch niemanden.
Am 11.04. ist mir die Drainage gezogen worden und eine OP werde ich für meine Teil erst beim 4 mal machen lassen, aber dann in der HSK Wiesbaden.

Liebe Grüße und ein Pneu freies Leben :) :)

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Klaus
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Re: Und noch so ein undichter

Beitragvon Klaus » Mittwoch 13. April 2011, 07:20

Hallo Berndschen,

das hört sich ja wirklich horrormässig an!
Dann erst mal gute Besserung!!!

Wenn Du Dich operieren lassen willst / mußt, dann kann ich Dir das JoHo (Josefs Hospital) in Wiesbaden empfehlen. Dort wurde ich 2009 im Abstand von 8 Wochen an beiden Lungenflügeln operiert (Resektion der oberen Lungenspitzen mit Bullae). Die Betreuung, Beratung und OP waren wirklich gut und ich fühlte mich recht gut aufgehoben sofern man das von einem Krankenhaus mit der üblichen Personalknappheit eben sagen kann. Die Not-Drainage beim ersten Mal war als solche auszuhalten (wirksame örtliche Betäubung) - ich war danach aber kurz weggetreten und hatte einige Minuten hyperventiliert (sicherlich durch die ganze Aufregung).
Alles in allem wußte man dort worum es ging und machte Röntgenaufnahmen und CT zur Kontrolle.

Heute geht es mir wieder gut. Ich habe keine Beschwerden außer einigen konditionellen Schwächen und vermehrtes Schwitzen.

Alles gute,
Klaus

berndschen
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Re: Und noch so ein undichter

Beitragvon berndschen » Mittwoch 13. April 2011, 20:49

Danke dir Klaus

Ich werde mich mal schlau machen welcher Arzt das dort macht und wie lange ich nach der OP nicht arbeiten kann.
Ich würde das erstmal nur auf der rechten Seite machen lassen.

Alles Gute auch an dich

LG
Bernd


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