(hoffentlich) ein einmaliges erlebnis

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legrandblond
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(hoffentlich) ein einmaliges erlebnis

Beitragvon legrandblond » Mittwoch 30. Juni 2010, 19:28

hallo!

wollte mich und meine leidensgeschichte auch mal kurz vorstellen.
bin 29, schlank/dünn, (war) raucher und würde mich als eher sportlichen menschen bezeichnen.

hab vor einigen wochen nach dem aufstehen bemerkt, dass ich nicht richtig tief luft holen kann, dann ist ein hustenreiz dazugekommen und das atmen fiel mir von minute zu minute immer schwerer. hab mich dann in gekrümmter haltung und schnaufend geduscht und bin zum arzt. dieser fand nichts, vermutete eine allergie und meinte, ich soll sicherheitshalber in ein krankenhaus zum lungenröntgen. also rauf aufs moped und mit dem bis zu diesem zeitpunkt noch nicht diagnostizierten pneumothorax ins krankenhaus zur ambulanz. starke schmerzen hatte ich nicht, aber es war sehr unangenehm, hab lungenmäßig quasi aus dem letzten loch gepfiffen :? . (rechter lungenflügel soweit ich weiß fast zur gänze zusammengefallen) vielleicht kennt ihr das ja. hab mich gefühlt, als hätte ich die kondition eines 90jährigen lungenkrebspatienten.

dort dauerte es von der ersten untersuchung bis zur "erstversorgung" (=drainage) ca. 3 stunden. untersuchung, 1 stunde auf den krankentransport warten, 20 sekunden und 50 meter fahrt im krankentransporter, lungenröntgen, 1 stunde auf krankentransport warten, 20 sekunden und 50 meter fahrt zur lungenabteilung, ... :evil:

auf der abteilung angekommen ging alles ganz schnell, ala "hallo, ich bin ihr arzt, sie haben nen spontanpneumothorax, wir werden ihnen eine drainage legen, bitte umziehen, wir bringen sie gleich runter in den op-raum, etc...). ich wusste nicht mal, was ne drainage, geschweige denn, ein pneumothorax ist.. (war mein erster "ernsthafter" krankenhausaufenthalt) 5 minuten später örtliche betäubung, drainage wurde gelegt, zurück aufs zimmer und an diesen sog angeschlossen. hab dann 6 tage in diesem kh verbracht (mit nem aktionsradius von 2 meter, da ich mich nicht vom sog "abstecken" durfte). die hoffnung, dass sich das problem von alleine löst, hat sich nicht bestätigt. daher wurde ich aufs akh wien überstellt, zwecks op.

samstag ne kurze fahrt mit dem rotkreuz-wagen innerhalb wiens von einem ins andere krankenhaus, am montag wurde ich auch schon operiert. op (entfernung der bläschen, ankleben mittels entzündung) verlief reibungslos (der tag davor war die hölle, aber das is ne andere geschichte), donnerstag konnte ich das krankenhaus verlassen. war insgesamt 11 od. 12 tage im kh. eine woche darauf musste ich zur nachuntersuchung (+ lungenröntgen), war alles in ordnung.

das ganze ist jetzt 3 oder 4 wochen her. schmerzen hatte ich (während des kh-aufenthalts) eigentlich nur am rücken durchs lange liegen.. jede nacht um 5 in der früh mit rückenschmerzen aufgewacht, hab dann den morgen immer sitzend verbracht. ach ja, das entfernen (= gewaltsames rausreissen :evil: ) der drainage war auch nicht ganz so spaßig. :evil: (o-ton arzt zur krankenschwester, die beim entfernen des schlauches half: "sie sollten hier anziehen, nicht hier!" [dem ganzen ging ein kurzer aufschrei meinerseits voraus :lol: ]) 2-3 tage nach der entlassung ist mir ein kleines (ca. 2 cm durchmesser) luftbläschen zwischen rücken und drainage-wunde durch "abtasten" aufgefallen, hat mich zuerst vor sorge in den wahnsinn getrieben, war aber nach 1-2 tagen wieder weg.

wie auch immer, mir gehts wieder gut, hab keine schmerzen (hatte ich selbst direkt nach der op nur minimal). das einzige, was mich an den vorfall erinnert, ist die kleine narbe und die "drainage-wunde".

rauche seit dem kh-aufenthalt nicht mehr. ich hoffe, das bleibt auch so. der vorfall hat mich daran erinnert, dass man die eigene gesundheit schätzen und das leben so gut wie möglich genießen sollte. kann womöglich schneller vorbei sein, als einem lieb ist :roll: .

muss zugeben, dass mir nach dem lesen einiger geschichten hier ganz anders geworden ist. hoffe, ich hatte glück im unglück und bleibe von weiteren derartigen erlebnissen verschont. :)

liebe grüße,
michael

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Bert
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Re: (hoffentlich) ein einmaliges erlebnis

Beitragvon Bert » Mittwoch 30. Juni 2010, 20:22

Hi Michael,

willkommen im Club

das hört man gern das es dir wieder gut geht, da wollen wir mal hoffen das es auch so bleibt :D

LG Bert :mrgreen:
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    das zu tun wofür es im Winter zu kalt war!

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Re: (hoffentlich) ein einmaliges erlebnis

Beitragvon alexander_k » Mittwoch 30. Juni 2010, 20:48

Hi Michael,

kann mich Bert nur anschliessen. :)

Freut mich zu lesen, dass es Dir wieder so schnell gut geht. Ich sag mal "toi toi toi" mit dem Rauchen und der Genesung.

Alles Gute weiterhin.



Liebe Grüsse
Alexander
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