Wie geht ihr damit um?

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Wie geht ihr damit um?

Beitragvon lenalie » Sonntag 8. März 2015, 23:05

Hallo ihr Lieben,


Ich habe bei meiner letzten Operation (insgesamt hatte ich in den letzen zwei Jahren vier Einfälle auf der linken Seite) die Lunge komplett verklebt bekommen. Seitdem habe ich immer wieder Beschwerden. Druckschmerz, stechender Schmerz, ziehen im Brustbereich (übrigens auch auf der rechten Seite) im Rücken die bis in beide Arme ausstrahlen. Außerdem höre ich immer wieder ein Blubbern oder "Knacken" in der Lunge (teilweise auch auf der nicht operierten Seite). Das verunsichert mich sehr, denn die letzte Operation ist bereits etwa 10 Monate her. Geht es euch ähnlich?

Neben den noch immer, unregelmäßig auftretenden Schmerzen belastet mich der Zustand sehr. Ich habe nun acht Monate nicht gearbeitet, weil ich nicht stabil genug war. Nun ist morgen mein erster Arbeitstag und seit zwei Tagen habe ich wieder alle oben beschriebenen Symptome. Ich musste (bestimmt geht es euch auch so) mein Leben stark verändern. Fast alle meine Freunde sind zB Raucher und halten sich auch in verrauchten Wohnungen, Bars, Diskotheken oä auf- das alles ist für mich nicht möglich, da ich sonst meistens wieder eine Schmerzattacke bekomme die mehrere Tage anhält. Wie seid ihr mit der Veränderung umgegangen? Teilweise fühle ich mich in der Stadt "isoliert" und habe sogar schon daran gedacht aufs Land zu ziehen, weil die Luft dort besser ist.

Ein anderes Problem für mich ist, dass mich mein alter Hausarzt im Prinzip nie ernst genommen hat- er hat nicht einen Pneu festgestellt (mittlerweile habe ich ihn natürlich gewechselt und auch der behandelnde Arzt in der Notaufnahme war keine besondere Hilfe. Erst beim röntgen wurden meine Pneus festgestellt. Jedenfalls gehe ich jetzt nicht mehr gerne wegen der Beschwerden zum Arzt- nicht nur wegen mangeldender Kompetenz, sondern vielmehr, weil ich Angst habe nicht ernst genommen zu werden.

Das war mein erster Post und gerne würde ich noch ein bisschen schreiben, aber ich denke es reicht erstmal. Ich würde mich wirklich über Antworten freuen. Ich bin froh, dass Forum gefunden zu haben, da ich bisher niemanden getroffen habe der ebensfalls betroffen ist. Es ist "schön" zu lesen, dass man nicht alleine ist.

Liebe Grüße,

Lenalie

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eve
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Re: Wie geht ihr damit um?

Beitragvon eve » Montag 9. März 2015, 05:36

Hallo Lena

lenalie hat geschrieben:...Druckschmerz, stechender Schmerz, ziehen im Brustbereich (übrigens auch auf der rechten Seite) im Rücken die bis in beide Arme ausstrahlen.


Diese Schmerzen tönen eher nach muskel- als nach pneubedingten Schmerzen. Muskelschmerzen können u.a. von Fehlhaltungen kommen, die man sich bei z.B. den Pneus antrainiert hatte.

Geh mal zu einem Arzt, der dich ernst nimmt und dir hilft, rauszufinden, woher genau die Schmerzen kommen. 10 Monate ist eine lange Zeit für so Schmerzen, lange genug, um den Grund rauszufinden und etwas dagegen zu machen, nur schon, weil eine Chronifizierung gar nicht gut wäre.

lg
eve

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Re: Wie geht ihr damit um?

Beitragvon lenalie » Montag 9. März 2015, 09:39

Danke Eve, das mit der falschen Haltung habe ich auch schon mal gehört. Welcher Arzt ist für sowas zuständig? Der Pulmologe oder ein Physiotherapeu?

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Re: Wie geht ihr damit um?

Beitragvon eve » Montag 9. März 2015, 10:23

Ein Physiotherapeut erarbeitet die Uebungen mit dir, aber wahrscheinlich muss ein "richtiger" Arzt eine Zuweisung o. Ä. schreiben. Ich würde da zu einem Hausarzt gehen. Pulmologen kennen ausser Lungen nicht so viel :)

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Re: Wie geht ihr damit um?

Beitragvon Sternchen » Donnerstag 23. April 2015, 08:23

Hallo :)

Diese Schmerzen hatte ich auch, mein Arzt hat mir Atemtherapie und manuelle Therapie für den Rücken verschrieben, war jetzt ca. 18 mal insgesamt dort und mir geht es schon viel besser.
Kann ich nur empfehlen :)

Ja das mit dem Rauchen ist so eine Sache ..
Ich hatte nach meinem ersten Pneu wieder geraucht und nach dem jetzigen im Januar nach der Operation habe ich sofort aufgehört.
Mein Partner hat Rücksicht genommen und ist vor die Haustür gegangen, mittlerweile ist er auch zum Nichtraucher geworden :D
Da meine Freunde Raucher sind, musste ich Ihnen natürlich sagen, dass ich nicht mehr kommen kann wenn sie nicht 10-20 min bevor ich komme lüften und dann bitte auch nicht rauchen wenn ich da bin, das hat bis jetzt sich super funktioniert, jeder hat Rücksicht genommen :)


Und das mit Problem mit den Ärzten kenne ich auch ... Die eine Ärztin meinte ich bin verspannt :evil:
beim Röntgen sagte man es ist alles ok .. Paar Tage später der anruf !
Wenn ich jetzt das Gefühl habe das wieder was ist lass ich mich Röntgen und ich möchte das Röntgenbild sehen, da man meinen ersten Pneu auch schon übersehen hat !
Dazu habe ich auch noch das Krankenhaus gewechselt fahre lieber 20 Minuten weiter, da weiß ich das ich im guten Händen bin !

Und wie geht es dir jetzt ?


Viele liebe Grüße

mike81
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Re: Wie geht ihr damit um?

Beitragvon mike81 » Samstag 14. Mai 2016, 13:34

hallo,

hab grade lenalie`s beitrag geles und einiges davon kommt mir sehr bekannt vor
meine letzte op is jz fast genau 3jahre her(hatte 2ops rechts)
die erste op war 2003, da wurde mir gesagt das es höcht unwarscheindlich ist wieder auf der selben seite nen pneu zu haben...nachdem ich aus dem kh entlassen wurde, hatte ich noch ca 6wochen die üblichen schmerzen
und dann wars eigentlich 10jahre lang gut(3-4mal im jahr komisches stechen usw)
doch nachdem ich 2013 wieder rechts operiert wurde, wurds übel...seit der op habe ich fast täglich unterschiedliche schmerzen(meistens rechts ziehen, stechen usw. aber oft auch links) auch an die taubheit der rechten brust hab ich mich schon gewöhnt(dazu wurde mir nach der op gesagt: das kann 1jahr dauer bis es weg geht, kann aber auch sein das es bleibt...es ist geblieben)
es war auch schon ein paar mal in den letzten 3 jahren so das ich mir fast sicher war das es wieder soweit ist, und ich ins kh gefahren bin, doch dort nach röntgen usw nicht gefunden wurde und mir zu meinen beschwerden niemand etwas sagen konnte
das durchgehende "es kann gleich wieder soweit sein" gefühl macht mich echt total fertig
wäre für tips von leuten denen es ähnlich geht sehr dankbar

Natsu
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Re: Wie geht ihr damit um?

Beitragvon Natsu » Montag 16. Mai 2016, 11:11

Hm ich glaube wirklich was hilfreiches kann ich hier auch nicht beitragen, aber die anderen offensichtlich auch nicht... :? Wieso hast du 2 OP's gehabt? Kam der Pneu nach so langer Zeit dann echt wieder? Und bist du Raucher? Nur aus Interesse..
Aber eins hab ich aus dem Forum hier gelernt, es geht allen ähnlich..
Das wichtigste ist glaub ich Vertrauen. Drauf vertrauen, dass die Ärzte alles richtig gemacht haben und dass der Körper jetzt wieder ok ist (abgesehen von dem was man ihm durch die OPs antun musste) und einem das nicht nochmal passiert. Und im Fall der Fälle, dass man es wohl deutlich spüren würde, wenn es wieder da wär. Das hat mir meine Hausärztin eben gesagt, dass ich nicht bei jedem kleinen Stechen oder seltsamen Gefühl abdrehen soll sondern bei einem richtigen neuen Pneu es merken würde. Fällt mir auch oft schwer aber wenn ich mich ermahne gehts halbwegs momentan.
Ich nehm allerdings momentan auch noch regelmäßig Beruhigungssachen für die Nerven, vielleicht wär das auch etwas für Akutfälle für dich? Also ich nehm so ein Baldrian-Hopfen-Passionsblumen-Präparat das hilft momentan ganz gut nicht sofort am Rad zu drehn und etwas ruhiger zu bleiben.
Ansonsten wenn dich das wirklich in deinem Leben sehr beeinträchtigt würd ich über professionelle Hilfe nachdenken..
Das sind jetzt halt nur meine Tipps und Herangehensweisen. :) LG
The saddest thing I've ever seen are smokers outside the hospital doors.

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Re: Wie geht ihr damit um?

Beitragvon mike81 » Mittwoch 18. Mai 2016, 10:30

ja, hatte nach 10 jahren den 2ten pneu rechts
bin gelegenheitsraucher(unter der woche 1-3 am tag, am wochenende beim ausgehn 5-10)

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Re: Wie geht ihr damit um?

Beitragvon marvinlone » Donnerstag 11. August 2016, 19:35

hey... also ich hatte jetzt auch 2 pneus innerhalb 20 tagen... ich kann dir nur raten dich nicht zu isolieren (daheim bleiben , im internet nach pneus zu googlen usw..) geh raus an die frische luft. gehe jeden tag 1std langsam spazieren. mach leichte dehn übungen.. lass dich villeich leicht am rücken von dein partner? massieren
lenk dich aufjedenfall ab. aber häng BLOßNICHT in foren etc rum.. man ließt meistens nur schlimmes was man alles haben KÖNNTE und macht sich unnötig panik.. mir hilft es spazieren zu gehen.. und die frische luft zu genießen.. sobald ich zuhause angekomme (eltern raucher) gehts mir wieder fast schonwieder schlecht :/
alles gute wünsch ich dir :)

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Re: Wie geht ihr damit um?

Beitragvon Fina » Sonntag 14. August 2016, 11:30

ALso bei mir hat die erste Behandlung durch die Drainage, die etwas groß war und zwei Wochen lag, schlimme Intercostalneuralgie verursacht. Durch Thoraxdrainagen kommt das sehr häufig vor, wurde mir gesagt. Das sind ziehende- brennende Schmerzen und die Haut tut weh und Missempfindungen. Es hieß es wird besser, es blieb, seit ein Jahr in Schmerztherapeutischer Behandlung mit Opiaten.
Jett liege ich mit Rezidiv im KH und bin auf gleicher Seite operiert, dank Schmerzkathete sind die Schmerzen einigerma?en OK.

Gegen Nervenschmerzen helfen auch bestimmte Epilepsiemittel. Könnte eine Option sein für dich, ich bin allergisch.
Seit meinem ersten Pneu bin ich arbeitsunfähig, chronische stark Schmerzen, Atemanstrengung- Atemnot- jetzt noch ein Lungenemphysem, Berufsunfähig, erfolglose Reha, Aufforderung zur Erwerbsminderungs- Rente. Ist beantragt.

Lass dir eine Überweisung in eine Schmerztherapie geben, die müssen soweit gelindert werden, dass du Lebensqualität hast !!!

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Re: Wie geht ihr damit um?

Beitragvon leona2102 » Montag 13. März 2017, 03:10

lenalie hat geschrieben:Danke Eve, das mit der falschen Haltung cdg Airport transfer habe ich auch schon mal gehört. Welcher Arzt ist für sowas zuständig? Der Pulmologe oder ein Physiotherapeu?

Hallo,
Ich denke, das ist wahrscheinlich die pulmonologist!
Aber ich bin kein Arzt, also muss ich es nicht versuchen!


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