EB - Spontanpneu ohne ersichtlichen Auslöser

Das Forum für Deine persönlichen Erfahrungsberichte.
Zimri-lim
Newbie
Newbie
Beiträge: 1
Registriert: Samstag 12. November 2011, 13:48

EB - Spontanpneu ohne ersichtlichen Auslöser

Beitragvon Zimri-lim » Samstag 12. November 2011, 14:33

Hallo liebe Pneuianer

So, nachdem ich mich hier mal durch die Erfahrungsberichte gelesen habe und dies ziemlich nützlich fand, möchte ich auch noch meinen Senf dazu geben.

Zu mir:
Männlich, 24, 1.85 m, 67 Kg, unsportlich, war Raucher und Kiffer.

Ablauf:
Ich wollte am Samstag 8.10.2011, so gegen 23 Uhr, ausgehen. Beim treffen der letzten Vorbereitungen vor dem Aufbrechen bekam ich nen stechen in der Brust (links) ohne erkennbaren Grund. Es fühlte sich wie "Herzstechen" an und dies war mir auch nicht unbekannt(hatte das zuvor schon über mehrere Tage).
Hab ich mich dann trotzdem auf den Weg in die Stadt (Bern) gemacht. Als ich am Ziel ankamm war der Schmerz richtig heftig un hat sich auch auf den Rücken ausgedehnt. Als ich dann auch noch Atemnot beim gehen bekam, dachte ich mir: Jetzt wirds kritisch. Bin dan ins nahe gelegene Spital spaziert (natürlich ziemlich langsam) und hab mich da eingeliefert.
Nach einer Weile wurde ich geröntgt und dann ging die Post ab:
Ambulanz kam und fuhr mich ins nahegelegene Universitätsspital Bern (Inselspital).
Dort angekommen kam ich gleich auf die Schlachtbak und eine Thoraxdrainage (01 Uhr 30) wurde gelegt. Das Einführen des Schlauches fühlte sich richtig uanangenehm (solche Schmerzen hatte ich noch nie) an, das Resultat war jedoch super: Zwei dreimal Husten und der Schmerz verschwand allmählich.
Am nächsten Morgen kam der Arzt und stellte mir Fragen. Als ich Ihn informierte das ich schon öfters längeranhaltende Schmerzen in der Brust hatte wurde am 10.10.11 ich in die Röhre (CT) gesteckt.
Sie stellten Fest das meine Lunge auf beiden Seiten schon vernarbtes Gewebe aufweist.
Als folge wurde ich dann Opereiert, am 12.10.2011 bekam ich ne thoraskopische Apexresektion und Pleurabrasio links. Halt das Rippenfell mit dem Lungenfell verklebt und glaubich auch n Stück unbrauchbares Gewebe entfernt.
Nach der Operation gabs n'Morphiumkateter in die Wirbelsäule (überhaupt nicht Schmerzhaft und super effektiv).
Nach 5 weiteren Tagen mit Schlauch in der Brust und Atemphysiotherapie durfte ich die Klinik verlassen.

Weiterer Verlauf:
Am ersten Tag nach Verlassen des Spitals taten nur die Wunden weh.
Am zweiten Tag musste ich niesen, wollte dies jedoch unterdrücken und hab innerlich genossen. Folgich Tat es unglaublich Weh und ich hatte für 3 Tage wieder fiese Schmerzen in der Brust.
Nach dem die Schmerzen verstrichen sind gings eingentlich schnell wieder gut und ich konnte die Schmerzmittel bald absezen.
Heute, 1 Monat nach der Operation, gehts mir wirklich schon prima. Sehr selten Schmerzenund keine tauben Regionen(obwohl nach Op vorhanden), nur wenn die OP-Wunde über die Rippen flutscht tuts n' bisschen weh.
Mit dem Rauchen versuche ich immernoch aufzuhören. Wenns ganz schlimm wird paffe (keine Inhalation) ich ne Pfeife. Gekifft habe ich auch schon seitdem (Ich schreibe dies um im Falle eines 2.Penumothorax davon abzuraten), fühlt sich aber nicht sonderlich angenehm an.
Weiter versuche ich nun etwas Gewicht zuzulegen, da es ja oft grosse dünne Männer trifft, um mein Gewebe fetter werden zulassen. Habe dabei auch Erfolg weil ich nicht mehr rauche. ;-)

Meine Tipps:
- OP machen lassen
- Atemphysiotherapie (kann man auch selbst machen, 5 mal am Tag 10 mal tief ein und ausatmen)
- Rauchen bleiben lassen


Liebe Grüsse

P.S. Falls ich nochmals einen Pneu habe werde ich diesen Post erweitern.

Zurück zu „Erfahrungsberichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast