Mein Spontan-Pneumothorax

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gangville
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Re: Mein Spontan-Pneumothorax

Beitragvon gangville » Samstag 15. Oktober 2011, 13:09

Laser hat geschrieben:Hallo gangville,

ich kenne niemanden bei dem nach 3 Monaten die Lungeblasen von selbst zurück gegangen sind.

Du musst dich nicht unbedingt operieren lassen, kann dich keiner dazu zwingen.
Aber je nachdem wie groß die Lungenbläschen sind, kann es jederzeit passieren das die platzen und du wieder ein Pneumothorax bekommst.
Je größer die Blasen sind desto wahrscheinlich ist es das die platzen.
Aber man weiß halt nicht wann die platzen, es kann in 3 Tagen passieren, in 2 Wochen, in 5 Monaten oder wenn die Blasen klein sind vielleicht auch nur in 5 Jahren oder 10 Jahren. Kann man schwer sagen.

Gruß


danke für die informationen.
ihr habt mir sehr weitergeholfen ;)

Laser
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Re: Mein Spontan-Pneumothorax

Beitragvon Laser » Samstag 15. Oktober 2011, 13:24

Immer wieder gerne.
Aber wie gesagt das sind hier alle nur kleine Informationen oder subjektive Erfahrung die man schreibt. Deshalb jede Behandlung und jeden Behandlungsschritt immer mit dem Arzt absprechen.

Viele Grüße

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eve
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Re: Mein Spontan-Pneumothorax

Beitragvon eve » Samstag 15. Oktober 2011, 14:08

Die Lunge heilt nicht; was kaputt ist, ist kaputt. D.h. wenn Bläschen da sind, sind sie da und bleiben auch. Allerdings ist nicht gesagt, dass Bläschen unbedingt zu einem Pneu führen müssen. Es gibt genug Raucher mit Emphysem, die in ihrem Leben nie einen Pneu bekommen.

Die Pleura, die "Haut" um die Lunge, ist klebrig. Wenn die Lunge bei einem Pneu zusammenfällt, verklebt diese Haut und schliesst dadurch das Löchlein wieder. So kann sich danach die Lunge wieder entfalten. Aber das Bläschen ist und bleibt; das geht nicht weg. Ich nehme an (ist aber gar kein Wissen :) ), dass diese verklebte Stelle nicht mehr so gut hält wie es original gewesen war und darum die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls so hoch ist. Aber wie gesagt, das ist eine Annahme.
lg
eve

joker112233
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Re: Mein Spontan-Pneumothorax

Beitragvon joker112233 » Donnerstag 3. November 2011, 23:00

Sascha21 hat geschrieben:Moin moin,
ich wollt euch auch mal kurz an meiner "Geschichte" Teilhaben lassen. ;)
Ich bin der Sascha, 21 Jahre jung und hatte vor kurzem einen Spontanen Pneumothorax. :o

Angefangen hat es, als ich morgens "normal" auf dem Stuhl saß und plötzlich ein starkes ziehen über meine
linke Brust spührte und das atmen mir ,in diesem Moment, schwer fiel. Nach dem der Schmerz nach gelassen hatte, konnte ich normal weiter atmen. Ich dachte, ich hätte mir einen Nerv eingeklemmt und ging
vorerst nicht zum Arzt. 2 Tage später, wurden die Beschwerden auf meiner linken Brust bzw unter meiner Rippe, schlimmer und wenn ich mich bügte, fühlte es sich so an, als würde etwas mit nach vorne fallen also ging ich dann doch mal zu meinem Hausarzt, dieser war im Urlaub und ich ging zu seiner Vertretung (Selbe Praxis - Gemeinschaftspraxis). Ich schilderte der Ärztin meine Beschwerden, sie hörte mich ab und kam zu der Diagnose, ich hätte einen eingeklemmten bzw entzündeten Nerv und verschrieb mir Tabletten.

3 Tage später konnte ich dann kaum 3 Sätze sprechen, ohne schwer Luftholen zu müssen und bin dann in die Notaufnahme. Dort wurde mir Blutabgenommen, EKG gemacht und dann sollte ich zum Röntgen, als man mich Röntge hörte ich nur ein "Ohhh..." ich dachte mir sofort "Na super, mach mir halt noch mehr schiss"
Die Ärztin sagte mir, ich solle kurz warten sie wäre gleich wieder da...
Ich riskierte einen Blick auf das Röntgenbild und hab natürlich nichts erkannt ;P Dachte mir aber, irgendwas sei mit meinem Herz nicht inordnung und wurde immer Nervöser. Die Frau, die mich geröngt hatte, kam mit 2 weiteren Ärtzinen nach kurzer Zeit wieder...die hatten nichts besseres zutun als ein "Ohja.." von sich zu geben als sie mein Röntgenbild sahen.

Dann klärte man mich auf, und erklärte mir das Röntenbild.
Man sagte mir, mein linkerlungenflügel sei schon kaum nur noch zu erkennen und ich bin wirklich
in letzter Sekunden gekommen. Ich musste sofort dableiben, nichts mehr Essen, Trinken oder Rauchen...
Da ich aber vor dem gang in die Notaufnahme schön Mittag gegessen hatte, gab es keine Vollnakose und man konnte auch nicht mehr warten, ich kam sofort in den OP. Ein weiterer Schock für mich, denn ich hatte vorher noch nie eine OP und generell wenig mit Ärzten zutun gehabt.

Hab dann was tolles gespritzt bekommen und fühlte mich Angetrunken und hab auch teilweise alles mitbekommen. Zumindetsns das schlimmste...das legen bzw einführen der Dranaige.
Der Schmerz war so doll, dass ich mich mit meinem ganzen Körper bewegte...und dann ist Ende ^^
Ab da weiß ich nur noch, dass eine Ärztin sagt "Soo, und das wars schon"

Das war am 01.07.11
Nachts konnte ich kaum schlafen, wenn ich mal eingeschlafen war, bin ich durch das geräusch des Geräts wieder aufgewacht...zudem waren die Schmerzen auch nicht ohne...Gott sei dank gab es Schmerzmittel, die es ein wenig linderten.
Am 04.07.11 hab ich dann einen "Lungenträiner" bekommen.
Ein Schlau an dem man inhalieren muss damit die Lunge sich ganz entfalten kann und Trainiert wird.

Am 06.07.11 wurde dann die Dranaige-Pumpe ausgeschaltet und die Schmerzen waren sofort weg.
Am 07.07.11 musste ich dann zum erneuten Röntgen (Ein CT wurde auch mal gemacht, weiß aber nicht mehr genau wann das war) wo leider festgestellt wurde, dass der Lungenflügel wieder etwas zusammen gefallen ist. Also wurde die Dranaige-Pumpe wieder angeschaltet, und sofort begrüßten mich auch die Schmerzen wieder.
Am 08.07.11 wurde die Pumpe dann ein weiteres mal abgeschaltet, am 09.07 neues, positives, Röntgen und der Schlauch wurde gezogen (0 Schmerzen, fühlt sich nur Eklig an) und am 10.07.11 durfte ich dann auch nach Hause gehen.

Nun haben wir den 22.08 und ich hab wieder/immer noch, "schmerzen" an der unteren linken Rippe bzw fühlt es sich halt wieder so an, als wäre was eingeklemmt. Atmenot hab ich allerdings keine.
Zusätzlich verspühre ich öfters mal ein ziehen über die Linke Brust und hab jetzt natürlich Angst, vor einem weiteren Pneumothorax zu stehen. Eine Überweisung an einen Lungenarzt hab ich mir heute geben lassen...

Noch mal ins KH hab ich wirklich keine Lust, die Nächte sind wirklich schrecklich ..wenn man vor schmerzen nicht schlafen kann :X

Das Rauchen hab ich nach diesem Vorfall sofort eingestellt.



das du Schmerzen hattest wegen der Dranaige-Pumpe ?
bei mir wurden im lauf der Jahre ich glaube 4 oder 5 mal eine Dranaige gesetzt (ohne große Betäubung)
leicht Schmerzen hatte ich nur beim Schnitt und beim unangenehmen rein schieben des Schlauchs ,
ich muß aber sagen bei mir ist ja alles schon über 10 Jahre her .

Schlüssellochchirurgie kannte mein KH noch nicht
deshalb habe ich auch 2 nette Narben links wie rechts von 15cm und die Narben von den Dranaigen (aber macht mir nix :P )

Schmerzen kenne ich nur von meiner ersten OP bei meiner 2 OP (mit OP meine ich nicht Dranaigen sondern die Sache mit dem Rippenfell an kleben)

bei mir kann ich mir erinnern das ich nach meinem 1 Spontanen Pneumothorax. im Anschluss
mehrere Rippenfellentzündungen hatte (das ist natürlich etwas Schmerzhaft )


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