Pneu mit folgenden Panikattacken

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Joakim
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Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Montag 20. Dezember 2010, 12:01

Hallo zusammen, ich bin gerade eben auf dieses Forum gestoßen und möchte auch meine Geschichte erzählen und euch einige Fragen stellen.

Ich bin mit den ganzen Fachbegriffen nicht so vertraut also entschuldigt schon im vorhinein :D

Ich hatte vor ca. 5 Jahren mein Pneu (20 Jahre), hatte über 3 Tage hinweg richtige schmerzen, beim aufstehen, bücken ecc. ging trotzdem weiter zur Arbeit weil ich mir dabei nichts dachte und mir einredete des wird schon wieder. Dann wurde es doch so schlimm dass ich mich zum Hausartzt schleppte. Der liebe Doc konnte mit meinen Schmerzen nichts anfangen und schickte mich gleich ins Krankenhaus um ein Röntgenbild und Blutprobe zu machen.
Kaum zu Hause angekommen, klingelte das Telefon, ich solle schnellst möglich in die erste Hilfe kommen. Mir wurde nicht mal gesagt was los sei.
Auf der 20 minütigen Fahrt dahin schoss einen alles durch den Kopf, was jetzt mit mir passieren wird.
Im KH angekommen wurde mir gleich gesagt ich hätte einen Pneu, bitte ausziehen wir verlegen einen Schlauch :D Um gottes willen, meine nerven waren am ende, ich hab bis dahin nie was von einen Pneu gehört und die wollen mir ein Schlauch verlegen??? Alles ging so schnell dass ich gar keine Fragen stellen konnte. Schnip Schnap war der schlauch auch schon drinn und ich verbrachte die restlichen 5 tage im Krankenhaus mit einer Blubbermaschine an meiner Seite die mein Bettnachbar verfluchte :lol:
Die ersten Tage waren schlimm trotz schmerzmittel. Ich konnte nur in einer position halbwegs schmerzfrei liegen.
Die 5 Tage vergingen und alles war wieder inordnung. Jetzt kam die verabschiedung von dem Artzt den ich noch ein paar Fragen stellte, ob das wieder passieren kann ecc. Er meinte das kann in ein halben Jahr in 20 Jahren oder auch überhaupt nicht mehr auftreten. Genau dieser Satz hat sich in meinen Kopf festgefressen. Zu meiner Person: ich war Raucher und sehr schlank. Rauchen habe ich gleich aufgegeben, was nicht schwer war weil ich einen sehr guten grund hatte.

So die Jahre vergingen, aber der Gedanke dass das jederzeit wieder passieren kann nicht. Ich hab anfangs sehr drauf geachtet ja nichts zu machen was eventuell schaden könnte, wie schwere sachen heben, auch Sport hab ich gemieden.

So dann kam der Tag als ich wieder leichte Schmerzen in der linken Lungenhälfte bekam. Mir wurde richtig schlecht, und dachte nur, ach du scheisse nicht schon wieder und nicht jetzt.
Gleich zum Doc und röntgenbild gemacht. War alles inordnung, der Artzt meinte nur die Stelle wo ich den Schnitt hab könnte manchmal schmerzen, vill. beim wechselden Wetter. Erstmal erleichtert.

Doch ein sehr sehr böser nebeneffekt von dieser ganzen Geschichte und den Schmerzen die manchmal spontan auftreten sind kleine Panikattacken die ich bekam. Mein Kopf sendet automatisch signale wenn nur die kleinsten schmerzen im Lungenbereich auftreten dass irgendwas nicht stimmt und versetzt mein Körper in Panik, dass ich keine Luft mehr bekomme, schwitzte wie verrückt und sich alles dreht. Kann 5min dauern aber auch 1 Stunde. Im klartext dadurch dass ich mir nur vorstelle wieder einen Pneu zu haben bekomm ich alle symptome. Und ich kann doch nicht wegen jeden kleinen aua ins krankenhaus fahren.

Das ganze hat mein leben schon auf eine art und weise verändert.

Meine fragen an diejenigen die ähnliches erlebt haben:
1) Hängt es wirklich vom Wetterwechsel ab, und wie sehen da eure Beschwerden aus bzw. bei welchen Wetterwechsel.
2) Was wäre wenn ich tatsächlich einen rückfall habe und es nur am wetter festmache und es einfach ignoriere? werden die schmerzen dann richtig stark damit ich sagen kann ok jetzt isses soweit ab ins KH oder kann ich tage über nur "sehr" leichte schmerzen (drücken) haben und plötzlich fällt die ganze Lunge in sich zusammen und das wars dann mit mir?
3) wie sehr kann ich meine Lunge belasten mit Sport oder Arbeit nach einen Pneu der mittlerweile 5 Jahre her ist?
4) Wie schaut es mit fliegen aus? anfangs wurde mir davon abgeraten, aber nach 5 Jahren dürfte das doch kein Problem sein oder?

das sind mal 4 fragen die mir spontan einfallen. Übrigends heute ist wieder so ein tag wo der Brustkorb drückt, und das mich auch dazu bewegt hat mich hier anzumelden und das hier zu schreiben.

Bin über jeden Beitrag, tipps oder anmerkungen sehr dankbar.

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Bert
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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Bert » Montag 20. Dezember 2010, 12:30

Hallo Joakim,

willkommen in unserem erlesenen Club ;)

zu 1) ja der eine oder andere hat hier schon sowas wie Wetterfühligkeit - ich allerdings nicht

zu 2) nun mal keine Panik, so schnell stirbt sich das nun auch nicht ;) - ich denke mal wenn es wieder soweit sein sollte merkst du das schon und wenn du dir nicht sicher bist geh lieber einmal mehr als zu wenig zum Arzt und wenn es nur zur Beruhigung für dich ist
zu den Symptomen bzw. Beschwerden kann dir hier wahrscheinlich keiner einen 100%igen Tipp geben, da es sich bei fast jedem anders äussert

zu 3) also ich belaste mich nach meinem Pneu(ca. 1 1/2 Jahre her) wieder zu 100% - sollte bei dir dann auch möglich sein

zu 4) solange die Maschine Druckausgleich hat sollte es kein Problem sein

LG Bert :mrgreen:
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    Der Sommer ist die Jahreszeit in der es zu heiß ist
    das zu tun wofür es im Winter zu kalt war!

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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Montag 20. Dezember 2010, 12:44

vielen dank Bert für die schnelle antwort.

Han mich in der zwischenzeit hier im Forum ein bisschen eingelesen und doch sehr erstaunt dass ich mit diesen Problem nicht alleine bin.

Wie schon beschrieben, sind meine Nebenwirkungen von der ganzen geschichte die plötzlich eintetenden Panikattacken, die ich leider nicht steuern kann, aber auch damit versuche ich weiterzuleben wie zuvor. Trotzdem meide ich einige dinge.

Auch sehr schön zu sehen ist dass hier Leute antworten denen es mittlerweile gut geht geht und keine Beschwerden mehr haben. Normal meidet man solche Foren wenn einen nichts fehlt :D also schon mal daumen hoch dafür.

Bin für jeden weiteren Beitrag sehr dankbar auch wenn er noch so klein ist, denn geteiltes leid, halbes leid.

Wie schon gesagt gehts mir heute nicht gerade bestens auch der gedanke dass bald weihnachten ist und der Zeitpunkt eines rückfalls genau jetzt sehr unangebracht wäre, macht mich verrückt.

Hab auch gerade Urlaub, bin allein zuhause und hab grad wenig ablenken, deßhalb macht mein kopf die üblichen spielchen, was ist wenns jetzt soweit ist........

Ich versuche mir immer einzureden, sei keine memme anderen leuten gehts noch beschissener dann brauchst net wegen ein bisschen drücken im brustkorp rumweinen. Alles leichter gesagt als getan.

Was ich in den 5 Jahren sagen kann, ist dass es mir im Sommer immer bestens geht, wenn das wetter stabil ist. Doch zurzeit isses echt schlimm, ständig wechselt das wetter. Doch was ist wenn nicht das wetter daran schuld ist?? und das nur ne ausrede ist.

Also wie du schon sagtest, sollte ich ein erneuten Pneu haben, dann werde ich es sicher mit starken schmerzen spühren ohne dabei vill. zusammenzuklappen und überhaupt keine luft mehr zu bekommen.

So ich werd erstmal in der Küche verschwinden und was kochen lenkt mich vill. ab. :)

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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Renenm » Dienstag 21. Dezember 2010, 13:03

Hey,

ich hatte am Anfang auch unglaubliche Panikattacken (vorallem erster Morgen nach dem KH). Diese waren aber nach ca 3 Monaten fast weg. Es lag evtl. auch daran, das ich Tabletten dazu bekommen habe, die ich nur im Notfall nehmen durfte.

Das mit dem Wetter habe ich auch hinundwieder, jetzt die Tage etwas mehr, durch Warm, Kalt, Schnee, Regen usw. Laut Ärzte alles ok bei mir.

Was mir vor 3 Wochen auch Angst machte, war als ich einen Druck auf meinem Brustkorb hatte. Zum Arzt, Puls gemessen --> 120. EKG ---> da war dann alles normal, die Angst vor einem erneuten Pneu hatte meinen Puls in die Höhe geschossen. Er hat mich dann Untersucht, und meinte es sei alles ok. Hab ihn dann halt Erklärt was ich arbeite usw. darauf meinte er dann das es von meiner Wirbelsäule kommt. Werde dann von meiner Freundin da etwas massiert wenn wieder Druck da ist, dann geht es wieder weg. :o)

Also, wenn du komische Anzeichen hast, geh zum Arzt, er kann dir dann helfen, auch wenn es sich für dich dumm anhört. Denn dafür sind Ärzte da.

Hört sich jetzt vielleicht etwas Blöd an, aber du musst irgendwie darüber hinweg kommen, sonst wirst vermutlich dein restliches Leben damit verbringen Angst vor einem neuen Pneu zu haben, und dies ist mit sicherheit nicht in deinem Interesse.

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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Donnerstag 23. Dezember 2010, 14:52

Hallo zusammen, ich komme gerade von KH zurück, und ihr werdet es nicht glauben, bin noch am selben Tag als ich den Beitrag hier eröffnet habe in die Notaufnahme und hab die tage bis jetzt im KH verbracht.

In der Notaufnahme hab ich sehr schlimm dargestellt damit ich nicht lange warten musste da die ganze notaufnahme voller leute war, und zag ich wurde jeden vorgezogen. Gleich puls gemessen, und was ein geiler zufall, genau das selbe wie bei Renenm, puls komplett in der höhe und dann kam gleich ein helfter, der schrie naaaaa beruhigen sie sich mal :D naja war halt richtig nervös.

So dann gleich zum rönknen, wurde gleich ausgewertet und der arzt meinte es sei was zu sehn ich müsse die nacht im KH verbringen, gefühle waren irgendwie geteilt, einerseits froh dass sich mein verdacht bestätigt anderer seits wusste ich net wie schlimm es war.

Nächsten morgen gleich wieder zum rönknen, und ja das liebe luftblässchen war nur 9mm groß. Ärtzte meinten ich müsse noch ein tag bleiben damit sie kontrollieren können wie sichs entwickelt.

Nächste morgen wieder zum rönknen, jooo das liebe bläschen ist mittlerweile auf 1,5 cm angewachsen. Hm toll dacht ich. Als der arzt kam gleich alle fragen gestellt, wie warum sie mir nicht den schlauch legen oder operieren, der meinte erst ab einer größe von 3cm könnte man den schlauch reinstecken sonst würde man die lunge zerstören und dann blabla des ist nicht schlimm beim ersten mal bin ich auch net gestorben meinte er.
Trotz allem noch übernacht bleiben, ein CT wurde noch am selben Tag angefertig und ich konnte wieder die ganze nacht net schlafen weil ich null plan hatte wies jetzt weitergeht.

So heute kam die Schwester und fragte mich ob ich nachhause gehen möchte oder noch hierbleiben. PFFFFF was ne frage, zu weihnachten im KH ohne mich, jetzt bin ich hier.

So ich schreib euch hier den Auszug vom KH nieder.

Durchgeführte Untersuchungen_
RX Thorax bei Aufnahme: Kleiner Pneu links (maximale Tiefe apikal in Exspiration knapp 9mm) bei sonst unaufälliger Darstellung der Thoraxorgane.
RX Thorax-Kontrolle, keine nennenswerte Befundänderung im Vergleich uur Voruntersuchung. Insbesondere Fortbestand des bekannten kleinen Pneu links.
CT-Thorax: ca. 1,5cm großer PNX. Fibrotische Verkalkung der Pleura apikal. Reaktive LK aortopulmonal. (kann mir das wer erklären????)

Verlauf:
der Pat. wir mit der Diagnose eines Rezidiv-PNX li stationär aufgenommen.
Bei den mehrfach durchgeführten Kontrollen nahm der PNX an Größe zu, pendelte sich dann aber auf ca. 1-1,5cm ein. Da der Pat. beschwerdefrei ist, wird und die Anlage einer Bülaudrainage nicht erforderlich ist, wird der Patient nach Hause entlassen.

Visite muss ich am 27.12. nochmal machen und am 4.1.2011 zu einen anderen KH die darauf speziallisierter sind.

ich habe eine CD mitbekommen die ich den anderen KH geben muss, wo die ganzen CT bilder drauf sind.
Ich stell mal 2 hier rein vill. erkennt da wer was.
Bild
Bild

hab noch zig mehr fotos, ist das das luftbläschen????

Die ärzte sagen einen einfach nicht viel darum hoffe ich hier auf Hilfe.
Ist 1,5cm wirklich nicht groß???? kann sich sowas auch von alleine zurückbilden??? oder ist es nur eine frage der zeit bis das größer wird??? was wenn die blase platzt????
Und wichtigste frage, sollte ich mich für eine OP entscheiden damit ich den scheiss mal los bin oder abwarten????

Irgendwie kann ich durch diese ganze Aktion nicht wirklich in Weihnachtsstimmung kommen weil ich nichts ganzen und nichts halbes habe, trotzdem spür ich die schmerzen und die blase.

Kommt immer die Frage hoch warum muss mir sowas passieren, lieber hätt ich den arm mehrfach gebrochen als ein Pneu zu haben. :cry:

Laser
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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Laser » Donnerstag 23. Dezember 2010, 15:29

Hallo Joakim,

wir sind nicht dazu befugt solche Bilder auszuwerten. Sowas müssen die Radiologen bzw. die Ärzte machen. Als Laie kann man da sowieso kaum was erkennen. Solche Bilder sind ziemlich schwer zu bewerten und müssen/dürfen nur von Ärzten bewertet werden. Als Laie kann man da viele falsche Informationen geben weil man da vieles reininterpretieren kann, wenn man dazu nicht geschult ist. Es gibt manchmal sogar Situation wo auch die Ärzte verschiedene Sachen in solchen Bilder sehen. Deshalb dürfen die Bilder nur von Ärzten ausgewertet werden.

Ich weiß das die Ärzte immer wenig erzählen du musst aber versuchen jede gelegenheit zu nutzen und immer Fragen stellen. Versuche bei jeder Visite bzw. Kontrolle die Fragen zu stellen die dich bedrücken.

Ob du eine OP brauchst oder nicht können wir auch nicht bewerten das musst du mit den Ärzten zusammen entscheiden. Wenn du mit dem Befunden zu dem anderen Krankenhaus gehst werden sie dich denke ich dazu beraten vielleicht wollen sie dich auch nochmal kontrollieren. Versuche da deine Fragen zu stellen.

Versuche ein bisschen dich zu entspannen und die Weihnachtszeit zu genießen. Ich weiß das es nicht so einfach ist.

Viele Grüße

Joakim
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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Donnerstag 23. Dezember 2010, 16:35

danke für die antwort, dann werde ich die nächsten visiten einfach mal abwarten.
Wenns euch recht ist, oder jemanden weiter interessiert, werde ich hier wieder berichten wenns was neues gibt.

Schon mal an alle pneus hier frohe weihnachten :D

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eve
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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon eve » Donnerstag 23. Dezember 2010, 17:04

Hallo Joakim

Wie Laser sagt, sind wir hier keine Radiologen....das einzige, was z.B. ich sehe, ist, dass du eine Lunge hast :) Die feinen Verästelungen, etc. sind auf dem Röntgenbild beidseits schön zu sehen. Da einen Pneu zu erkennen, braucht mehr als mein/unser Laienwissen :)

1.5 cm Pneu ist ein kleiner Pneu. Gerade klein genug, um trotz eines Restpneus dieser Grösse nach einer Pleurodese entlassen zu werden.

Mir kommt es etwas vor, als ob deine Angst etwas überhand nimmt. Von daher kann ich mich nur Laser anschliessen: Ablenkung, Ablenkung, Ablenkung...auch wenn es in so einer Situation schwierig fällt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Pneu in den nächsten 2 Wochen ganz zurückbildet ist sehr gross. Wenn du starke Schmerzen hast, was gut möglich ist, da die Schmerzen unabhängig von Pneugrösse, usw. sind, lass dir vom Arzt Mittel verschreiben, damit du nicht zusätzlich noch ein Schmerzgedächtnis entwickelst. Allerdings, die Blase selber kannst du nicht merken, da die in der Lunge drin ist und in der Lunge selber keine Schmerznerven sind.

Fibrotische Verkalkung der Pleura: hab das mal nachgeschaut und gesehen, dass da so viele Sachen dazugehören, dass du dies am besten mal mit einem Pulmologen besprichst. Das kann von leben in der Stadt und dem dazugehörenden Feinstaub über eine alte, verheilte Lungenentzündung bis zu allem möglichen und unmöglichen gehen. Da kann wirklich nur ein Pulmologe richtig Auskunft geben.

Am Allerwichtigsten ist jetzt wirklich, dass du dich deswegen nicht verrückt machst...ich weiss, einfacher gesagt als getan, aber probier es trotzdem.
lg
eve

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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Donnerstag 23. Dezember 2010, 18:01

vielen dank eve auch für deinen beitrag, mir hilft das vielmehr dass ich das von leuten höre die selbst davon betroffen sind/waren als von ärzten die es so kleinreden als hätte ich ne kleine schnittwunde am finger.

Und dass sich das in 2 wochen zurückbilden kann erleichtert mich auch, wie schon oben geschrieben kann ich manche ängste nicht unterdrücken die kommen von alleine.

Schmerzmittel hab ich schon hier, die schmerzen sind auch nicht heftig, sie sind aber so stark damit sie mich immer daran erinnern.

Wie du sagst ich kann die blase gar nicht spüren, aber wenn ich ganz tief einatme und dann beim ausatmen kommt es mir echt so vor als würd ich sie spüren, naja vill. einbildung. Ach was weis ich, ich bin in dieser ganzen geschichte leider sehr unerfahren auch wenn ich schon vor 5 jahren einen Pneu hatte.

Einfach beten dass das seifenblässchen sich verzieht... ;)

achja und ich hab gedacht beim zweiten bild der kleiner schwarze sei die blase

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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Montag 27. Dezember 2010, 11:25

Hallo zusammen, gibt gute nachrichten, komme gerade von der Visite, und mein Pneu oder die Schicht ist nur mehr 2,5mm dick/groß *luftsprung mach

am 4.1. mach ich dann eine Kontrolle bei einen KKH das darauf spezialisiert ist, ich werde mich dann wieder melden wenns was neues gibt.
Heute mal den schönen Tag genießen :D

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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Dienstag 4. Januar 2011, 23:06

hier bin ich wieder und hab wieder neuigkeiten und auch fragen an euch.

Hatte heute eine Visite wenn man das so nennen kann in einen KH das auf Thorax spezialisiert ist.

Ich kam dort an mit meinen ganzen Befunden und der CD wo meine ganzen CT Bilder drauf waren, der Herr hat sich das angesehn, mich aber nicht untersucht, hab mittlerweile keine beschwerden mehr.
Er sagte gleich, ach das operieren wir. Hmmm sagte ich, ist das denn von nöten wenn ich jetzt keine schmerzen mehr habe. Er: Ja sie hatten schonmal vor 4 Jahren einen Pneu, und vor kurzen wieder anzeichen dafür, nach jeden Pneu erhöt sich die prozenzahl dass ein weiterer folgt. Darum ist eine OP von nöten, und senkt das Risiko auf einen Rückfall auf 5%. Nagut dann bin ich ja fast gezwungen einzuwilligen.

Jetzt bekomm ich demnächst einen Anruf und werde dann operiert, wurde bis jetzt aber weder von den Risiken noch über den Ablauf informiert.
Darum würd ich mir gerne Infos von euch holen, die schon so eine OP hinter sich haben.

Wie lange wird man ungefähr damit im KH liegen?
Sind die ersten tage nach der OP wirklich so schmerzhaft?
Können die mich wirklich operieren obwohl ich keinerlei schmerzen verspüre?
Wie lang wird es dauern bis ich den körper wieder belasten kann?
Wird da der ganze Brustkorb geöffnet und wie groß wird die Narbe sein die sie hinterlassen?

hab noch zig andere fragen... ich hasse einfach ärzte die einen keine auskunft geben und nur das formular ausfüllen als wenn sie im Supermarkt einkaufen gehen.

Ich hab irgendwie schiss davor da ich noch nie eine OP hatte....

Malikah
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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Malikah » Mittwoch 5. Januar 2011, 00:58

Hallo Joakim,

hab erst vor kurzem meine zweite OP über mich ergehen lassen müssen und kann dich vielleicht ein wenig beruhigen.

Wie lange wird man ungefähr damit im KH liegen?

In dem Krankenhaus wo ich lag sind es nach einer OP 1 Woche die man da bleiben muss. Danach wird man nach Hause gejagd ;) Gut wäre es aber, wenn du dann jemand hast der sich um dich kümmert, da du noch sehr eingeschränkt sein wirst. Schwer heben sollte man zb lassen.

Sind die ersten tage nach der OP wirklich so schmerzhaft?

Es kommt drauf an was für ein Krankenhaus du erwichst. Ich bekam so viele Schmerztabletten wie ich wollte so das ich mich mit Schmerzen nicht so gross rumplagen musste. Sprech das vorher vielleicht mal an und frag wie die Klinkik da drauf eingestellt ist. Aus manchen Erfahrungsberichten weiss ich, dass nicht jede Klinik freigibig mit solchen Sachen ist.

Können die mich wirklich operieren obwohl ich keinerlei schmerzen verspüre?

Sagen wir es mal so. Ohne deine Einwilligung nicht. Aber teilweise wird es empfohlen. War auch vor meiner Op schon ne Woche mit Drainage im Krankenhaus bevor sie mit einer OP angekommen sind.

Wie lang wird es dauern bis ich den körper wieder belasten kann?

Genaue Zeit kann dir keiner da keiner sagen. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Musst du beruflich körperlich Arbeiten. Arbeitest du an dir oder lässt du dich hängen. Bei meiner ersten OP hab ich mir ca 2 Monate Zeit gelassen. Mal schauen wie ich es diesmal schaffe. Hoffe das ich durch eine Wiedereingliederung vielleicht was früher Arbeiten gehen kann.

Wird da der ganze Brustkorb geöffnet und wie groß wird die Narbe sein die sie hinterlassen?

Auch eine Sache die dir keiner genau beantworten kann. Gibt da verschiedene Möglichkeiten. Einmal das Verfahren wo ein grosser Schnitt gemacht wird, dann wieder gibts Möglichkeiten wo nur kleine Schnitte nötig sind. Ich kam bei meiner letzten OP zb mit 4 kleinen Schnitten incl. Drainagen-Wunde weg.

Hoffe ich konnte dir ein wenig bei deinen Fragen helfen. Da ich nicht so oft hier im Forum mitlese kann ich es nur aus meiner Erfahrung aus berichten. :)

Wünsche dir jedenfalls alles gute für die OP und deine Genesung

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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon Joakim » Mittwoch 5. Januar 2011, 10:31

Vielen Dank Malikah,
deine Antworten helfen mir doch sehr. Hab ich das richtig rausgelesen dass nach einer OP "immer" eine Drainage gelegt wird? Heißt das ich bin bei meinen Krankenhausaufenthalt wieder an eine Blubbermaschine gebunden?
Bei meiner ersten Drainage, hat mich das am meisten fertig gemacht dass ich durch diese Maschine mich nicht bewegen konnte und nicht aufstehen. Nicht aufs WC zu können hat mich fertig gemacht, immer wurde mir die Schüssel vors bett geschoben und konnte neben meinen Bettnachbarn mein geschäft vollrichten :mrgreen:
Hab hier auch gelesen dass manche mit der Blubbermaschine rumspaziert sind, wenn ich zurückdenke meine war dann doch schon bisl groß hätt ich alleine ja nie geschafft.

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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon eve » Mittwoch 5. Januar 2011, 11:29

Zuerst mal, was immer der Arzt sagte, eine Pleurodese ist immer noch eine sog. Wahloperation und du kannst dich frei dafür oder dagegen entscheiden. Ausserdem wollen Chirurgen schneller mal operieren als "normale" Mediziner.
Mit dem gesagt, ist es so, dass nach dem 2. Spontanpneu beinahe immer zur Operation geraten wird, da die Rückfallquote nach dem 2. Pneu doch auf so ca. 80% steigt.

Der Verlauf einer Pleurodese ist im Normalfall so, dass du entweder am OP Tag oder am Tag davor ins Spital eintrittst. Wenn du gerade keinen Pneu hast, werden oft noch Lungenfunktionstests, etc. durchgeführt. Die Operation selber geht im Normalfall so ca. 1 - 1.5 Std, danach kommst du, je nach Spital, auf die Intensivstation oder in den Aufwachraum, wo du bleibst, bis alle zufrieden sind. Danach auf die Bettenstation, wo du ca. 5-10 Tage bleibst, bis du nach Hause entlassen wirst. Du wirst nach der Pleurodese 1 oder 2 Drainagen haben.

Die Schmerzbehandlung sollte so sein, dass du im Normalfall keine bis nur wenige Schmerzen haben solltest. Das ist wichtig, da jeder Schmerz im Brustkorbbereich zu flacherer Atmung führt und da gerade nach einer Pleurodese das Lungenvolumen auf weniger als die Hälfte von vorher schrumpfen kann (eine körperliche Reaktion auf den Eingriff) ist es wichtig, dieses Volumen nicht durch noch flachere Atmung weiter einzuschränken.

In einem guten Spital wird schon am 1. Tag nach der Pleurodese mit der Physiotherapie angefangen werden, wo du mit Hilfe eines Spirometers lernst, wieder richtig und tief zu atmen. Auch da ist es wichtig, dass du keine Schmerzen hast, da du sonst die Uebungen nicht machen kannst.

Nach so ca. 5-7 Tagen wird die Drainage abgeklemmt und geschaut, ob die Lunge hält. Wenn ja, werden alle Drainagen gezogen, wobei es dabei wieder zu einem Mantelpneu kommen kann, der aber in den meisten Fällen so klein ist, dass man dich trotzdem nach Hause lässt.

Je nach Arzt bekommst du für einige Tage/Wochen schmerstillende Mittel verordnet. Nach so 2-3 Wochen gibt es noch eine Nachuntersuchung und dann ist es abgeschlossen.

Je nach Spital kannst du mit den Drainagen rumlaufen. Dazu bekommst du eine tragbares Kästlein oder auch eine Pressluftflasche, die du dann mit dir rumführst. Das Kästlein ist batteriegetrieben und erlaubt dir, von Steckdose zu Steckdose zu spazieren, ist aber schön klein; die Flasche erlaubt Spaziergänge von einigen Stunden, muss aber auf einem Rollwagen wie ein Baby mitgeführt werden. Da ich immer nach Operationen einen riesigen Bewegungsdrang bekomme, leerte ich bei der 2. Pleurodese deren gesamten Pressluftvorrat und die Leute dort reagierten ziemlich ungehalten darauf :D

Bevor ich allerdings überhaupt in eine Operation einwilligen würde, müsste ich mich beim Arzt wohl fühlen. Dazu gehört bei mir, dass er mich richtig und vollständig über alle Risiken und Nebenwirkungen aufklärt und mir Abläufe und Vorgänge erklärt. Wenn er das nicht macht, würde ich mir einen anderen Arzt suchen.
lg
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Re: Pneu mit folgenden Panikattacken

Beitragvon eve » Mittwoch 5. Januar 2011, 12:00

Joakim hat geschrieben:Sind die ersten tage nach der OP wirklich so schmerzhaft?

Eigentlich sollte sich gerade bei Lungenoperationen inzwischen rumgesprochen habrn, dass das Volumen sehr runtergeht und je mehr Schmerzen man hat, desto weniger gut atmet man. Je schlechter/flacher man atmet, desto eher gibt es Komplikationen. Es ist also wichtig, dass die Klinik die Schmerzen gut behandelt.
Joakim hat geschrieben:Können die mich wirklich operieren obwohl ich keinerlei schmerzen verspüre?

Als Vorsorgeoperation, damit es (hofrentlich) keine weiteren Pneus gibt, ja.
Joakim hat geschrieben:Wie lang wird es dauern bis ich den körper wieder belasten kann?

Das kommt auf die Heilungsfähigkeiten deines Körpers und die Meinung deines Arztes drauf an. Rein statistisch gesehen solltest du nach so 4-6- evtl. 8 Wochen wieder beinahe alles machen kônnen...
Joakim hat geschrieben:Wird da der ganze Brustkorb geöffnet und wie groß wird die Narbe sein die sie hinterlassen?

Es wird ziemlich sicher 3 Löcher geben. Eines für die Kamera, 2 für die Instrumente (und danach für die Drainage(n)). Da bleiben kaum Narben zurück.
Joakim hat geschrieben:Ich hab irgendwie schiss davor da ich noch nie eine OP hatte....

Da bist du nicht alleine...ich werde vor so Operationen immer ganz extrem nervös und bekomme Panik. Eigentlich ziehe ich da die Notfalloperation, bzw. Pneu bekommen, Pleurodese machen, vor. Da kann ich mich wenigstens nicht mit so Zeugs wochenlang kaputtmachen.
lg
eve


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