Städtisches Klinikum Karlsruhe

Eure Erfahrungen mit den behandelnden Institutionen.
birgit.mayer
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Städtisches Klinikum Karlsruhe

Beitragvon birgit.mayer » Mittwoch 26. November 2003, 23:37

Nicht zu empfehlen. Die haben zwar eine Abteilung für Allgemeine und Thoraxchirurgie, aber ihr Wissen scheint nicht ganz auf dem neuesten Stand zu sein, die wußten nicht mal, daß es die Möglichkeit einer OP gibt. Bei mir haben sie beim zweiten Pneu eine endoskopische Brustkorbspiegelung ohne OP durchgeführt (da zwei CTs ohne Befund waren), die auch ohne Befund war, sodaß sie dann unverrichteterdinge ihre Geräte wieder aus dem Brustkorb entfernt haben und den Pneu einfach mit Bülau-Drainage behandelt haben. Als ich mit dem dritten Pneu (ein Jahr später) dort war, wurde er wieder mit Bülau-Drainage behandelt. Bei der Entlassung sagte mir dann der Oberarzt, nun, nach dem dritten Mal müßte ich mich wohl darauf einstellen, daß so ein Pneu immer wieder kommt, aber ich könnte ja dann jedesmal vorbeikommen und mir einen Schlauch legen lassen und damit müßte ich eben leben, und was anderes könnte man nicht machen.
Das war vor drei Jahren, es ist nicht auszuschließen, daß die inzwischen auch schon mal von der Möglichkeit einer OP gehört haben.
Ich selbst war dann, nach einigem Suchen nach Infos, unter anderem im Internet, zur OP in der Thoraxklinik Heidelberg.

cl20
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Re: Städtisches Klinikum Karlsruhe

Beitragvon cl20 » Sonntag 28. September 2008, 23:06

War diesen Sommer 2008 mit Spontanpneu links im Städtischen Klinikum Karlsruhe:
Dienstag rein, Mittwoch CT mit positivem Befund d.h. so ein Bulla auf beiden Lungenflügeln, Freitag OP. Diese war auf 8h morgens angesetzt also nix mehr essen und trinken und der ganze Kram, dann kam ein Unfall mit 5 Stunden OP dazwischen und ich wurde dann (zum Glück) noch um 18h abends operiert. 10 Stunden auf ne OP warten ohne was zu essen und kaum was zu trinken ist echt super kann ich nur sagen :/
Die Station dank Urlaubszeit unterbesetzt, ein Stationsarzt musste 2 Stationen übernehmen. Am Montag nach der OP kamen sie dann auf die Idee die Drainage vom Sog abzuklemmen, ging alles gut soweit. Tags darauf Röntgen und UUUPPSS die Lunge hat sich ja noch garnicht richtig ausgedehnt also: Sog wieder dran. Als sie mich dann nach dem Röntgen eine Woche später immer noch nicht gehen lassen wollten gab ich dem Arzt meine Unterschrift gegen seinen Rat nach Hause zu gehen. Hatte seitdem keinen Rückfall.
Insgesamt bin ich nicht besonders zufrieden was man aber nicht alles dem KH ankreiden kann. Die Betreung war insgesamt 'befriedigend' würde ich noch gerade so sagen. Vor allem die Zeit zwischen CT und OP hätte kürzer ausfallen können, zumal es sich um eine relativ kurze OP handelt. Der einzige der mal gesagt hat das muss hier jetzt zack zack gehen das war der Chefarzt der Thoraxchirurgie und der kam in 2 Wochen ein einziges mal zum mir aufs Zimmer. Auch das legen der Drainage ist in manchen Fällen wohl weniger schmerzhaft als es bei mir war. Hätte besser laufen können aber kommt halt auch drauf an, in welcher Verfassung man die Menschen vor Ort antrifft. Und das ist nicht unbedingt vom Klinikum abhängig.

Wer wirklich mit ner 6 zu benoten wäre, das war der Hausarzt in Karlsruhe, der mich beim ersten Besuch nicht mal richtig abgehört hat,  wahrscheinlich nebenher gelabert... Sowas muss echt nicht sein, dass ich Schmerzen in der Brust hatte und kaum Luft bekam war offensichtlich und das EKG ohne irgendwelche Auffälligkeiten. Zudem hatte ich noch nie Probleme mit dem Rücken, obwohl ich oft sehr lange am PC saß.

Wie auch immer, die Versorgung war nicht das High End aber man geht da leider auch nicht zum Spaß hin... wer also so eine OP machen lassen will um einem Pneu vorzubeugen muss nicht unbedingt nach Karlsruhe gehen  ;)


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