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Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Freitag 8. August 2003, 20:39
von Micha
Gastgeber meines Ersten und bisher einzigen Pneus daher keine Vergleichsmöglichkeit.

Klinik ist zur Zeit im Umbruch ,d.h. der Chefarzt hat gewechselt.
Der "neue" Chefarzt und der Stationsarzt auf der Thoraxchirurgie kommen aus Heidelberg.
Geplant ist ein Zentrum für Lungenkrankheiten (siehe Heidelberg nur größer und noch moderner) Es sollen 600000€ investiert werden.

Die Pflegekräfte sind nett, hilfsbereit und die Ärzteschaft scheint kompetent zu sein.

Trotz alledem - ist es zur Zeit niemanden anzuraten sich in die Hände dieser durchaus bemühten Ärzteschaft zu begeben.
Grund: durch den Chefarztwechsel sind viele kleine jedoch wichtige Abläufe nicht mehr eindeutig geregelt.
Z.B. wer wechselt die Verbände?
Früher war es so das diese Arbeit in der Klinik von der Ärzteschaft erledigt wurde. Die neuen "Heidelberger" kennen es aber nur so, das diese Arbeiten vom Pflegepersonal erledigt werden.
Das hat zur Folge das die Verbände garnicht gewechselt werden.

Allein dieser Misstand brachte mir einen Abzess ein,
welcher wiederrum zu einem Pleuraempyem führte.
Desweiteren entwickelte sich eine Wundrose an einem peripheren Zugang.

Daher

In der Zukunft sicherlich zu empfehlen,
z.Zt. nur mit Vorsicht.

Es wird übrigens sofort beim ersten Pneu operiert (VATS), was ich für sinnvoll halte.
Warum jedoch grundsätzlich bei der Aufnahme ins Krankenhaus eine Drainage gelegt wird ist für mich bei den damit verbundenen Schmerzen nicht nachvollziehbar.
(Aussage des Arztes: "um nicht der Gefahr eines Spannungs Pneumothorax ausgesetzt zu sein")

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Freitag 8. August 2003, 22:10
von Fire
D Die Aussage mit dem Spannungspneu finde ich etwas merkwürdig, da die Chance das aus einem idiopathischen Spontanpneu ein Spannungspneu wird statistisch bei 1-2 % liegt.

Normalerweise wird ein Pneu nur dann stationär behandelt wenn er so ausgedehnt ist, dass die Lunge teilweise oder komplett kollabiert ist. Dann ist eine Drainage zwingend notwendig um die Lunge schnell wieder aufzubauen, sprich die Luft zu entfernen. Und nur dann macht eine OP überhaupt Sinn. Denn wenn die Lunge nicht kollabiert brauch man keine Drainage und es liegt meines Erachtens keine Indikation für eine Operation vor da die evtl. nachfolgenden Pneus ebenfalls ohne legen der Drainage verlaufen können. Man dem Patienten also eine Menge Schmerzen ersparen kann und die Lunge in ihrem Ursprungszustand belassen kann. Dies hat klare Vorteile und sollte wenn möglich immer erstes Mittel der Wahl sein. Aus diesem Grund wird in der Regel erst nach dem zweiten Rezidiv in kurzer zeitlicher Folge operiert.

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Freitag 8. August 2003, 23:06
von Micha
@Fire
das sehe ich aus meinem heutigem Wissensstand genauso.
Leider war ich beim Eintritt des Pneumothorax wenig informiert oder besser gesagt ich habe nicht einmal gewußt das es soetwas gibt.

Zur Info: Der Pneumothorax bestand zur Zeit der Aufnahme in das Krankenhaus bereits 14 Tage.
In dieser Zeit wurden zwei Röntgenaufnahemen gemacht, welche eine breite apikale und basale Ablösung der rechten Lunge erkennen lassen.
Mein behandelnder Pulmologe, während dieser 14 Tagen ,war der Meinung, das sich der Pneu auch ohne Krankenhausaufenhalt bessern würde.
Jedoch stellte sich während der gesamten Zeit keine Besserung sondern eher eine Verstärkung der Schmerzen ein.

Meine Infoquelle zu dieser Zeit bestand in einer Schweizer-Webseite in der auch noch beschrieben wurde das sich solch ein Pneu inerhalb von ca 14 tagen von alleine zurückbilden kann. Fraglich erschien mir nur die Aussage das pro Tag 1,25% der Luft im Pleurazwischenraum resorbiert werden. Wie kommt man dann auf 14 Tage?
Jedenfalls bin ich nach 14 tagen, weil keine Besserung feststellbar war, ins Krankenhaus gegangen.
Mit den Kenntnissen und Erfahrungen die ich zwischenzeitlich gesammelt habe würde ich das Ganze aus heutiger Sicht anders handhaben.

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Dienstag 23. September 2003, 12:14
von Fire
Nochmal ein kleiner Nachtrag zum Thema Verband wechseln.

Solange der Verband sauber und nicht durchgeblutet ist wird er in der Regel nicht gewechselt. Das hängt damit zusammen, das es sich um einen Luft undurchlässigen Verband handelt, so das eine Kontamination eigentlich nicht zu befürchten ist.
Bei mir haben die allerhöchstens mal unter den Verband geschaut aber diesen nicht gewechselt, was auch wegen der Drainage etwas kompliziert gewesen wäre.

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Mittwoch 29. Oktober 2003, 17:51
von Andreas
Du Glücklicher, bei mir haben sie nach der OP den Verband jeden Tag komplett runter- und neu draufgemacht. Dann noch eine Anti-Schlauch-knick-Verbandsrolle druntergeschoben und dann alles festgepappt.

Nicht sehr angenehm.

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Mittwoch 29. Oktober 2003, 18:28
von Fire
Was für einen Verband haben die den gebaut?
Ich bin mir leider nicht sicher wie der Varband korrekt heisst der verwendet wird, aber ich meine es war etwas in die Richtung von Ziegel oder so. Na ja auf jeden Fall hat man danach ne halbe Packung Luekoplast am Körper, was verhindern soll das Luft eindringen kann und die Lungwe kollabiert. Wenn der Bereich vor der OP oder dem legen der Drainage korrekt desinfiziert wurde und das Verbandszeug steril ist sehe ich keinen Grund warum man den Verband täglich wechseln sollte. Entzündungsreaktionen können über Blutuntersuchung und Temperaturkontrolle überwacht werden. Die ersten Tage hat bei mir nie jemand unter den Verband geschaut. War ich auch recht dankbar für, da sowas doch recht unangenehm ist.

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Donnerstag 30. Oktober 2003, 11:48
von Andreas
So ungefähr hats bei mir auch ausgeschaut, bei mir haben Sie zusätzlich noch ne komplette Verbandsrolle neben den Schlauch gelegt und den dann so im Viertelkreis drübergepappt, angeblich damit er nicht abknickt. Und das jeden Tag, ich hätt sie erwürgen können.

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Freitag 31. Oktober 2003, 00:20
von Fire
hmm dann sehe ich bei normaler Temperatur und Laborbefunden eigentlich keinen Grund den Verband zu wechseln.

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Freitag 31. Oktober 2003, 09:35
von Andreas
Vielleicht wolltens auch nach ihrer verhunzten OP diesmal einfach alles 100% richtig machen. Nach Ihrem schlechten Gewissen und ein paar Unterlagen, die mir zufällig in die Hand gekommen sind hätt ich denen bestimmt ziemlich viel Ärger machen können.

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Freitag 31. Oktober 2003, 12:30
von Fire
Oder sie wollten dich ärgern*gg*

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Freitag 31. Oktober 2003, 13:49
von Andreas
kann auch sein, vorallem ist es sehr ermunternd, wenn man als nächstes zum Verbandwechseln dran ist und eine Schwester beim Vorgänger meint Oh, jetzt hab ich beim Verbandwechseln den Bauchkatheter (angenäht) rausgezogen.

Ich hab da schon mal angefangen mir selber das Zeug runterzuzupfen.

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Freitag 31. Oktober 2003, 17:30
von Fire
Also wenn du mich fragst scheinen die in dem Laden keine Ahnung zu haben oder sie erzählen den Patienten bewusst Müll.

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Montag 27. September 2004, 23:50
von chapy
...bei mir in Hamburg war auch einer auf der Station, der in Bremen schon einmal operiert worden war. Und es hatte nur drei Wochen gehalten. Die Geschichten von dem Kollegen waren nicht so berauschend und er hat auch doppelt so lange gelegen wie ich. Machen die immer vier Schnitte ?

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Mittwoch 6. Oktober 2004, 21:48
von Tomm
.. VIER Schnitte? Vielleicht haben die einmal falsch angesetzt. Das ist bei mir durch einen oberflächlichen Ritzer zu sehen ....

Aber mal im Ernst: normal kenne ich drei Schnitte. Die setzen dann höchstens noch einen an, wenn sie an bestimmt Regionen nicht mit der Aparatur ankommen; das kann dann aufgrund schlechter Planung oder erst operativ feststellbarer Verklebungen passieren.

Zentralkrankenhaus Bremen Ost (Klinik für Thoraxchirurgie)

Verfasst: Donnerstag 7. Oktober 2004, 00:40
von eve
"chapy" hat geschrieben:...Machen die immer vier Schnitte ?


Bist Du sicher, dass nicht einer davon noch von der Drainage war? Bei mir sah es auch aus, wie wenn 4 Schnitte gemacht worden wären, aber einer war von der der Drainage.

lg
eve