wieder einmal eine kleine Beurteilung einer Klinik, die ich aufsuchen durfte.
Nachdem ich mit unser lokalen Klinik sehr unzufrieden war habe ich mich schon vorher etwas erkundigt und bin dann in das Klinikum Bremen Ost gegangen, bzw wurde gefahren.
Aufnahme:
Die Anfahrt ist leicht verständlich und relativ gut ausgeschildert. Bei der Aufnahme fand ich es etwas unangebracht, mich bis zu meinem Zimmer laufen zu lassen, trotz (in einem anderen Krankenhaus) diagnostizierten Mantelpneus.
Dort angekommen kam ich mir sehr gut aufgenommen vor, man kannte das Problem, hat zur Sicherheit(es vergingen durch Anfahrt Stunden zwischen der Feststellung und der Ankunft) noch einmal geröngt.
Befund blieb bestehen und es wurden relativ klar die zwei typischen Optionen erklärt. Zwei Bett Zimmer, wo diesmal der Nachbar wenigstens keine ansteckenden Sachen hatte
Optionen/OP:
Am ersten Tag war es unklar ob man abwarten würde ob es Luft resorbiert werden würde oder Operiert werden müsste und man wollte nochmal am nächsten Morgen röntgen. Es wurde dennoch alles gut vorbereitet, OP termin gesetzt und soweiter.
Am nächsten morgen hat der Chefarzt wohl alle spekulationen über den haufen geworfen und mich als erstes in den OP geschickt, richtige Entscheidung.
Dies schien mir etwas unseriös, aber auch nur, da es die anderen Ärzte aus dem Konzept gebracht hat.
Die Pfleger haben gut geholfen, waren immer Nett.
Gute übergabe beim OP selbst, allerdings sollte der Narkose-Arzt das Zugang legen nochmal üben, oder den grauen erst nach erster medikation legen.
OP hat länger gedauert als geplant (eine halbe Stunde geplant, ein einhalb benötigt) angeblich, weil bei der ersten OP gepfuscht wurde. *es wurden wohl !Zehn! auch damals vorhandene Blebs nicht entfernt(da keine Thoraxskopie gemacht wurde)*
Sehr gute, dauerhafte versorgung durch Schmerzmittel - und diesmal: Keine Kotzerei nach der Narkose.
Reha:
Am OP-Tag sehr viel geschlafen und ich errinnere mich nicht mehr so gut
zweiten Tag ging es mir super, scheinbar sehr gute Drainage verwendet, ich hatte das gefühl, als wenn sie dünner und elastischer war, kaum bemerkt. Ungünstigerweise bin ich wohl in der Cafeteria einem anderen Patienten zu nahe gekommen und habe mich mit dem Norovirus infiziert - böse Geschichte mit ner Drainage drinne -.-
Dies hat mich ziehmlich geschlaucht, hatte aber schnell ein einzelzimmer und wurde gut "isoliert".
Atemtherapien durfte ich kaum geniessen, da Wochenende war und alle zuständigen Wochenende hatten.
Die Ausrüstung war allerdings erheblich besser als bei meinem letzten Krankenhaus. Inhalationsmaschinen, die mit leichten druck Schleimlöser und Wundheilende Mittel verabreichten.
Als die Drainage gezogen wurde, habe ich kaum etwas davon gemerkt, super professionell, immer schön mit Ansage usw..
Entlassung ging auch sehr zügig und gut, alle Unterlagen bereit, extra Röntgen-Bild und OP-Bilder bereit gelegt, kurze Aufklärungen und das wars.
Fazit:
- Für die Aufnahme brauchte ich dennoch viel Atem
- Immer sehr nette Mitarbeiter *größtes Lob an dieser Stelle - sogar die Ärzte*
- Ärzte müssen immernoch lernen Zugänge zu legen
- gute OP, die alten Narben verwendet
- Krankenhausessen ist für G-Patienten nie der Hit
- Werde ich für die nächsten Pneu wieder hinfahren!
LG JP


