Ursachen

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Tomm
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Ursachen

Beitragvon Tomm » Mittwoch 25. August 2004, 20:16

Explizit wird hier nirgendwo auf das Thema "schwaches Bindegewebe" hingewiesen, was mir aber häufig als hinreichende Randbedingung für einen Pneu genannt wurde. Oder ist dieser Umstand bereits implizit im Punkt "schlanke , hochgewachsene Statur" enthalten?

Soll heißen: wenn Lungenbläschen sich aufblähen, dann sei es ein Frage des Bindegewebes, ob sie dann auch tatsächlich platzen. In diesem Fall sei das zunehmende Alter dann gesundheitlich von Vorteil: die Dehnungsfähigkeit des Lungengewebes nehme ab ... ganz im Gegensatz zur faltigen Haut auf der Außenseite - aber: Schönheit kommt ja bekanntlich von INNEN.

Liebe Grüße
Tomm

Fire
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Ursachen

Beitragvon Fire » Donnerstag 26. August 2004, 15:47

Schwaches Bindegewebe ist eine mögliche Ursache, allerdings sollte man hier unterscheiden zwischen einer "harmlosen" Bindegewebsschwäche und ernsthaften Erkrankungen unter Beteiligung des Bindegewebes, wie z.B. dem Ehlers Danlos Syndrom und einigen anderen.

Tomm
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Ursachen

Beitragvon Tomm » Mittwoch 1. September 2004, 19:48

Danke für die Differenzierung! Die Bilder zum EDS in einigen Internetseiten sind ja erschreckend.

Eine neue "Ursache", die zu Lungenemphysemen und damit zu einem Pneu führen könne, sei bei einem von 20 Menschen möglicherweise der sogenannte "Alpha-1-Antitrypsin-Mangel" Auf den werde ich jetzt getestet.

Mehr dazu unter
http://www.m-ww.de/krankheiten/erbkrank ... ypsin.html

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Re: Ursachen

Beitragvon sabine1977 » Freitag 2. Februar 2007, 22:54

hallo erst mal. ich leide am marfan syndrom (krankhafte bindegewebsschwäche die zum tot führen kann) wenn ich das sp lese wird mir ganz schwumerig vor augen. ich muß feststellen das ich in 10 jahrn bestimmt schon 8-9 kleinere pneus hatte. nur ist keiner draufgekommen. ich dacht immer es wäre ein hexenschuss da ich auch mit wirbelsäule riesen probleme habe.

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eve
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Re: Ursachen

Beitragvon eve » Donnerstag 15. März 2007, 12:46

Hallo Sabine

Da hast du ja ein uralt-Thema wieder aufgefrischt :)

sabine1977 hat geschrieben:hallo erst mal. ich leide am marfan syndrom (krankhafte bindegewebsschwäche die zum tot führen kann) wenn ich das sp lese wird mir ganz schwumerig vor augen. ich muß feststellen das ich in 10 jahrn bestimmt schon 8-9 kleinere pneus hatte. nur ist keiner draufgekommen. ich dacht immer es wäre ein hexenschuss da ich auch mit wirbelsäule riesen probleme habe.

Selbstdiagnosen können, auch bei Pneus, gefährlich sein. Wann wurde deine Aorta das letztemal untersucht? Bei Marfans ist die Wahrscheinlichkeit, dass dort was nicht i.O. ist, viel grösser als die eines Pneus und die Symptome können durchaus ähnlich sein.

lg
eve

tehporp
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Re: Ursachen

Beitragvon tehporp » Mittwoch 11. August 2010, 00:04

soviel wie ich gehört habe, ist die wahrscheinlichkeit ein pneu zu bekommen von geburt an festgelegt.
d.h. es bilden sich kleine lungenbläschen (sozusagen geburtsfehler), die dann dur gewisse faktoren platzen können. diese bläschen kann man nicht in normalen röntgenbildern sehen, nur im ct. wenn man also weis, dass man welche hat, kann man die endoskopisch "wegtackern" lassen. danach hat man ruhe, da sie sich nicht wiederbilden

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Re: Ursachen

Beitragvon JP » Donnerstag 12. August 2010, 16:33

Hi

tehporp hat geschrieben:soviel wie ich gehört habe, ist die wahrscheinlichkeit ein pneu zu bekommen von geburt an festgelegt.
d.h. es bilden sich kleine lungenbläschen (sozusagen geburtsfehler), die dann dur gewisse faktoren platzen können. diese bläschen kann man nicht in normalen röntgenbildern sehen, nur im ct. wenn man also weis, dass man welche hat, kann man die endoskopisch "wegtackern" lassen. danach hat man ruhe, da sie sich nicht wiederbilden


meine Ärzte haben mir das etwas anderes erzählt.
Es soll bei mir im Prinzip an der Pubertät gelegen haben.
ich war schon immer relativ dünn, habe aber in der Pubertät während meines stärksten Wachstumschubs nicht mehr Nährstoffe zu mir genommen.
Dadurch sollen meine Lungen zu ausgedehnt worden sein, wodurch sich dann erst die bläschen entwickelt haben.
im CT konnte man keine Lungenbläschen nach meinem zweiten Pneu sehen, allerdings hatte ich danach dennoch 3 Stück - also scheinbar auch nicht hundert Prozentig...

Laser
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Re: Ursachen

Beitragvon Laser » Donnerstag 12. August 2010, 17:42

Hallo Leute,

ja es gibt darüber mehrere Theorien aber die genaue Antwort weiß leider noch keiner.
Mich würde das auch sehr interessieren.

Gruß

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Re: Ursachen

Beitragvon Cali » Donnerstag 12. August 2010, 20:42

Also ich hatte definitiv KEINE Lungenbläschen und habe dennoch einen Spannungspneu bekommen.

Bei mir wird eben dieses zu schnelle Wachstum in der Jugend als Grund gesehen.

Grüße

Cali
Der schnellste Pneupatient der Welt =)

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Re: Ursachen

Beitragvon JP » Freitag 13. August 2010, 12:33

Also ist das bei mir eine Mischung oder wie?
Ich habe das Foto der OP gesehen, wo man die bläschen sehen kann, es wurde aber ja dennoch der Grund das zu schnelle Wachsum in der Pubertät genannt.

Laser
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Re: Ursachen

Beitragvon Laser » Freitag 13. August 2010, 12:38

Hi JP,

so genau weiß man das nicht. Sind alles Vermutungen und Theorien. Ob diese Wachstumschübe wirklich Lungenblebs verursachen weiß keiner sicher. Es wird auch öfters eine Disproportionierung zwischen Lungen/ und Thoraxgröße genannt als möglicher Grund. Aber es wurde bis jetzt leider noch nichts wissenschaftlich bewiesen.

Gruß

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Re: Ursachen

Beitragvon Humbalda » Donnerstag 26. August 2010, 19:33

grad durch zufall auf noch was gestoßen

http://www.lam-info.de/index.php?id=14

muigufer
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Re: Ursachen

Beitragvon muigufer » Montag 25. Oktober 2010, 22:48

Hallo miteinander,

ich bin ganz neu hier in diesem Forum; und werde im Folgenden ein paar Sätze zum Thema verlieren.
-->bisherige Erfahrungen, Ursachenanalyse, vorbeugende Maßnahmen

Vor 2 Jahren traf es mich - ganz unerwartet. Ich saß in meinem Bandraum, hatte die PA-Anlage bis oben aufgerissen und probte (als Sänger+Gitarrist einer Metalband) für Gesangsaufnahmen. Mit Kippe in der Hand und extremen Gesangsproben verausgabte ich mich bis an meine Grenzen, auf einmal passierte es - ein stechender Schmerz in der Brust, so stark dass ich mich hinlegen musste und mich die ersten Minuten kaum bewegen konnte. Was war passiert? Als aller Erstes dachte ich, ich hätte einen Herzinfarkt oder ähnliches - und das in jungen Jahren; hab mich ja auch nie geschont und ein relativ extensives Leben bis dato geführt. Da ich zu diesem Zeitpunkt 27 Jahre war, verwunderte mich dieser Vorfall trotzdem ein wenig.
Naja, was soll´s nach einer halben Stunde ging es dann wieder "einigermaßen". Ich rappelte mich auf fuhr nach Hause, es war schon spät und ich ging schlafen - in der Hoffnung dass die Nachtruhe eine schnelle Genesung mit sich bringt.
Wäre ja auch zu schön gewesen. Am nächsten Morgen die gleichen stechenden Schmerzen, ein tiefes Durchatmen unmöglich oder nur mit noch stärkeren Schmerzen verbunden...egal, so stand ich auf, machte mich fertig und ging zur Arbeit. Nach dem Feierabend ging es sofort wieder ins Bett um sich "zu kurieren" - wovon auch immer?!? Dieses Spielchen ging so 2 Wochen - Tag für Tag - bis meine Mutter mich zum Arzt geschickt hat. Mit dem richtigen Riecher und der richtigen Prognose schickte mich der Hausarzt ohne große Umwege ins Krankenhaus (bin selbstverständlich mit dem eigenen Auto ins 30 km entfernte KH gefahren). Dort wurde ich sofort auf die Intensivstation verlegt und unmittelbar behandelt. Nach bestätigter Diagnose durch Röntgen wurde mir bei vollem Bewusstsein zwischen 4ter und 5ter Rippe eine dicke Nadel mit angrenzendem Schlauch in die Seite gejagt! Anschließend kam ich an die Unterdruckmaschine und wurde sozusagen 24 h "ausgesaugt". Die Lunge entfaltete sich wieder und 2 Tage später war ich wieder zu Hause + 2 Wochen Krankschreibung.

2 Monate später

Es schien, als wäre alles zufriedenstellend verheilt; die Beschwerden waren im großen und ganzen, bis auf temporär auftretende Wundschmerzen verflogen und verheilt. Ich war mir sicher, dass ich diese Krankheit überstanden hätte. So beschloss ich meine Band-Aktivitäten wieder aufzunehmen...ich hatte seit dem Vorkommnis ja genügend Zeit verstreichen lassen und meinem Körper viel Regeneration zugestanden. So beraf ich seit langem ENDLICH wieder eine Band-Probe ein.
Alles war wie immer und ich war froh wieder spielen und singen zu dürfen. Beim 5 song passierte es dann erneut. Die gleichen Schmerzen in der Brust wie beim 1. Mal. Ich hörte sofort auf zu Spielen, schmiss die Gitarre in die Ecke und bat meine Bandkollegen die Probe zu beenden da mir sofort klar war, dass ich mich wieder ins Krankenhaus begeben müsste.
Dort angekommen und ganz allein im Krankenbett auf der Intensivstation verzweifelte ich. Sollte ich jetzt meinen Lebensinhalt - die Musik - wegen dieser SCHEIß-Krankheit für immer aufgeben müssen?!?
Da ich Wiederholungstäter war, wurde vom Ärzteteam beschlossen mich diesmal richtig zu operieren. Dies begrüßte ich, da ich in meiner 1.Behandlung des 1. Pneus nun wirklich keine dauerhaften Heilungsaussichten sah. So kam es zur Operation: Vollnarkose, Herausschneiden geplatzter Lungenbläschen, Zusammennähen. Nach dem Aufwachen aus der Narkose ging es mir dreckig!!! Die Schmerzen: unerträglich; aber man gewöhnt sich an so vieles. Ich blickte hinab und an mir hinauf, sah wieder diesen Saugschlauch. Dieses Mal aber noch dicker - bestimmt 3cm im Durchmesser. Die Maschine blubberte vor sich hin. Ich konnte mich nicht bewegen, der Schlauch steckte ja so tief in mir und jede Bewegung verursachte unerträgliche Qualen. War ich durch diese Umstände nicht schon genug gestraft?! Nein. Auf mein IS-Zimmer wurden 2 totkranke Rentner verlegt, die die ganze Nacht entweder ununterbrochen schnarchten oder vor Schmerzen monoton vor sich hin röchelten. Was hätte ich nicht alles für eine Dosis Methadon gegeben ;-) - (natürlich für mich)
Ich war überfroh, als eines Tages des Chefarzt kam und sich anschickte mir endlich diesen verdammten Saugschlauch zu entfernen. Es ging ganz schnell! Ohne Verabreichung jeglicher Schmerzmittel wurde mir dieser lästige Schlauch in einem heftigen Ruck aus dem Leibe gerissen. Das ist auf jeden Fall ein Erlebnis, welches sich für immer ins Hirn einbrennt und einen unter Umständen im Nachhinein auch etwas schmerzpevers werden lässt.
Die Tage vergingen, ich erholte mich. Die Krankschreibung wurde dieses Mal auf 6 Wochen ausgedehnt. Es war eine sehr schöne, ruhige Zeit der inneren Einkehr und Ruhe. Ich habe die wunderschönen Fasseten der Natur bei ausgedehnten Waldspaziergängen endlich richtig kennenlernen dürfen. (Was im Leben verpasst man nur alles, wenn man den ganzen Tag im Büro oder sonst wo auf Arbeit verschwendet?!)
Alles erschien mir als eine Art Wiedergeburt.

Ursachen des Pneus:

Ich habe mich im Nachhinein intensiv mit dieser Krankheit beschäftigt, um sie nie wieder erleben zu müssen. Was waren meine persönlichen und wohl ausschlaggebenden Ursachen für diese Krankheit?
Als 1. und wichtigsten Grund dafür sehe ich das RAUCHEN. Ich habe sehr viel geraucht und auch nach dem 1. Pneu nicht damit aufgehört. Ich habe nach dem 2. Pneu-Vorfall das Rauchen komplett aufgegeben! Sehr sehr viele Studien machen das Rauchen als Ursache (indirekt) aus. Und ich sehe es genauso, dass dies bei mir die Hauptursache für den ganzen Mist war.
Als unmittelbaren Auslöser (2. Grund) mache ich die unmittelbaren Umstände vor Eintreten des Pneus verantwortlich: Extrem laute Musik begleitet von starken ,wummernden Bässen und dazu die gleichzeitig gesangliche Anstrengung.

Vorbeugene Maßnahmen:

Kann ich sicherlich genauso wenig 100%ig spezifizieren wie jeder andere hier, da es sich ja immerhin um einen Spontanpneumothorax handelt. Jedoch bin ich der festen Überzeugung, dass ein sofortiger Rauchstopp von Nöten ist! ich lebe jetzt 2 Jahre ohne weitere Vorkommnisse und hoffe auch, dass es so bleibt. (Die meisten Studien belegen einen signifikanten Zusammenhang vom Auftreten eines Pneus zum Rauchen!!!!!!! Dies sollte wirklich von jedem Betroffenen auch genauso erkannt werden!!!)
Ich stand mittlerweile wieder auf der Bühne und habe gesungen (natürlich mit einer riesen Angst im Hinterkopf). Ich habe hier natürlich auch immer darauf geachtet, dass der Bass mich nicht zu sehr belastet. Die Woofer sollten (bei Musikern, die gleiche Erlebnisse hatte) im Besonderen (wenn mehr als einer vorhanden) so aufgestellt werden, dass sie nicht symetrisch (z.B. im gleichschenkligen 3-Eck) auf lebende Individuen ausgerichtet sind. Stellt sie nicht paralell nebeneinander auf, sondern so, dass die niederfrequenten Schallwellen sich nicht überlagern können, da es sonst zu einer Potenzierung der Schallenergie kommt, die die sensiblen Lungenwände zum Schwingen bringen und mögliche Microrisse verursachen können. Am besten die Richtung eines Subwoofers um 90° zum anderen wählen oder gleich etwas weniger Power drauf geben!

Ich danke für eure Aufmerksamkeit.
Wenn einer von euch vllcht auch noch den ein o anderen Tipp für einen Musiker mit Pneu-Vorbelastung hat, würde ich mich sehr feuen, ihn zu erfahren!
lg muigu


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