dringende Fragen zu Spontanpneumothorax!!!

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prody
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dringende Fragen zu Spontanpneumothorax!!!

Beitragvon prody » Freitag 19. September 2003, 11:47

Hallo,

bei meiner Frau wurde vor einer Woche 15.08.03 ein Spontanpneu festgestellt, links war nur noch ein Tennisball großer dunkler Fleck zusehen, im Krankenhaus bekam sie eine Dränage gelegt und zu Anfang hatte es den Anschein es würde alles normal verlaufen.

Die Ärzte sagten nichts über den Verlauf und es worden täglich Röntgenbilder angefertigt die weder meine Frau noch ich zu sehen bekamen.
Alles sah so aus als würde alles gut verlaufen, gestern Donnerstag (18.08.03) jedoch kam ich ins Krankenhaus und meine Frau sagte mir mit Tränen in den Augen das sie verlegt wird, warum und wieso wurde ihr nicht mitgeteilt.

Ich wollte natürlich näheres wissen, aber der zuständige Arzt war nicht da, von einer Krankenschwester erfuhr ich dann, dass sich seid der Einlieferung nichts getan hat, die linke Lunge war noch genau so zusammengefallen wie am Montag, im Weiteren erfuhr ich das, dass Krankenhaus keine Geräte wie z.B. (CT) um einen Rückfall vorzeitig zu erkennen oder im Notfall operieren zu können.

Nun meine Frage, wäre es in diesem Fall nicht ratsam gewesen, wenn das Krankenhaus das legen der Dränage übernommen hätte und sie anschließend sofort in eine Lungenklinik gebracht wurden wäre?

Ich hoffe es kann jemand was dazu sagen!

viele Grüße erst mal,

Jens

Fire
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Beitragvon Fire » Freitag 19. September 2003, 19:34

Normalerweise ist eine Drainage ausreichend um einen Spontanpneu zu behandeln, da sich die Öffnung in der Regel nach 1-3 Tagen von alleine schliesst.
Eine Verlegung mit Drainage wird eigentlich recht selten gemacht, da es zu einer weiteren Schädigung der Lunge durch die Drainage beim Transport kommen kann, wobei das Risiko einer weiteren Schädigung jedoch sehr gering ist.

Wenn es seit mehr als einer Woche nicht besser geworden ist, halte ich eine Verlegung in eine Fachklinik für ratsam. Die Aussage der Ärzte das sie nicht operieren können halte ich für äußerst positiv, wenn auch nicht für ganz der Wahrheit entsprechend. Jede Klinik mit einem OP kann eine solche Operation durchführen zumindestens konventionell, also als großen Eingriff. Es sieht daher so aus, als OP die Ärzte einer Klinik mit mehr Erfahrung und der Möglichkeit der minimal invasiven OP den Vorrang geben, was ich für selten und lobenswert halte.

Du solltest dich aber nicht verrückt machen, das Problem ist mit einer OP recht gut in den Griff zu bekommen. Wenn nach einer Woche die Lunge immer noch nicht wieder voll entfaltet ist kann das zum einen bedeuten das Sie erneut zusammengebrochen ist ( was nicht ungewöhnlich ist ) oder zum anderen das die geplatzte Blase so groß war, das das entstandene Loch sich nicht von alleine schliesst. Das wird dann mit einer OP gemacht und die Sache ist wieder ok. Die Op reduziert das Risiko eines Rezidivs, so daß es dann hoffentlich bei einem Vorfall bleibt.

So long

Fire

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Beitragvon prody » Freitag 19. September 2003, 20:13

Hallo Fire,

erst mal danke für deine Antwort, Du hast recht mit dem Transport und der Dränage, habe um 14 Uhr mit Ihr telefoniert, sie ist heute Vormittag nach Lostau bei Magdeburg in eine Lungenklinik verlegt wurden, sie sagte mir am Telefon das sie wahnsinnige schmerzen hatte während der fahrt, da es so holperte und der Fahrer sehr schnell gefahren ist.

Eben gerade habe ich noch mal mit ihr telefoniert und sie konnte kaum sprechen, ihr musste eine neue Dränage gelegt werden da die alte falsch platziert wurde und kein Ergebnis gebracht hätte, war irgendwie zu hoch und zu nah an der Speiseröhre, jedenfalls so wäre nichts passiert.

Ich bin froh das sie jetzt bei Ärzten ist die verstehen was sie machen, morgen fahre ich sie besuchen, ich hoffe es geht ihr dann schon besser.

Gruß, Jens

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Beitragvon Fire » Freitag 19. September 2003, 20:43

Ok, dann nehme ich über das andere KKH alles zurück. Eine Drainage sollte eigentlich jeder Arzt legen können. Das hört sich so an, als ob die Drainage so lag, dass Sie keine Luft saugen konnte und die Lunge sich somit nicht entfalten kann. Ihr solltet dies auf jeden Fall der zuständigen KV als schweren Kunstfehler melden.

Mit richtig liegender Drainage wird das Problem bald behoben sein. Sollte deine Frau weiterhin Schmerzen haben frag die Ärzte mal nach einem Schmerzkatheter, der wirkt Wunder. *gg*

Anonymous

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Beitragvon Anonymous » Freitag 19. September 2003, 22:20

Hi, Fire

Sollte es notwendig sein werde ich das mit dem Schmerzkatheter ansprechen.

Mit dem melden des Kunstfehlers, meinst Du mit KV die Krankenhaus Verwaltung oder die Kranken Versicherung?
Ich hatte eigentlich vor am Montag dem Verantwortlichem Arzt es persönlich zu sagen, schon aus dem Grunde, weil er ein sehr arroganter Mensch ist und die von der jetzigen Lungenklinik sehr sauer darüber sind was er angestellt hat.

Meist ist es ja so das kein Arzt einem anderen ein Auge auskratzt aber in diesem Fall scheint es anders zu sein, finde ich auch gut so.

Danke u. Gruß, Jens

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Beitragvon Fire » Montag 22. September 2003, 14:38

ich meinte jetzt eher die Kassenärtzliche Vereinigung, alternativ den med. dienst der Krankenkasse

Andreas
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Beitragvon Andreas » Mittwoch 22. Oktober 2003, 11:30

Ich frag mich wie man eine Drainage legen kann die nicht saugt.

Der Schlauch hat ja eigentlich fast die ganze Länge, die er innen liegt Löcher drin, damit er saugen kann.

Fire
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Beitragvon Fire » Mittwoch 22. Oktober 2003, 17:46

Ok dann mal ein paar Worte zum legen einer Drainage und zu den div. Drainagesystemen:

Eine Drainage sollte unter Röntgen- oder Ultraschallkontrolle gelegt werden, damit sichergestellt ist das die Drainage so plaziert wurde, dass sie die komplette Luft absaugen kann. Eine einfache Druckkontrolle nach dem legen der Drainage ist das mindeste was getan werden sollte. sobald die Drainage keine Luft mehr zieht ist eine Röntgenkontrolle notwendig um zu prüfen ob keine Luft mehr vorhanden ist oder ob die Drainage nur verrutscht ist, bzw. keine Luft mehr saugen kann.

Es gibt in .de eine Vielzahl an Drainage Systemen, die ältesten arbeiten noch mit Wasserschlössern um ein eintreten von Luft zu verhindern.
Generell macht es keinen Unterschied ob ein altes Drainagegerät verwendet wird oder ein neues, zumindestens aus med. Sicht.
Auch bei den Drainageschläuchen selber gibt es Unterschiede. Die eigentlichen Thoraxdrainagen verfügen über mehrere Löcher im Schlauch um optimal Luft aufnehmen zu können. Standard Drainagen habe z.T. nur ein Loch, was eigentlich keinen Unterschied macht solange die Drainage korrekt gelegt und die Lage regelmässig kontrolliert wird.

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Beitragvon daywalker » Mittwoch 10. Dezember 2003, 00:06

Mir ist bei meinem 2ten Pneu auch die erste Drainage schlecht gelegt worden (jetzt ein paar Tage her), die Ärzte haben mir erklärt, daß er zwischen den Lungenlappen liegt und somit nicht richtig saugen kann (auch mit mehrern Löchern), was aber angeblich nicht vorhersehbar war, weil der behandelte Arzt ja nicht wissen kann, wie die Lunge im "ausgeklappten" Zustand liegen wird - er hat ja kein "Vorher-Nachher" Bild,... was an sich ganz plausibel klingt

Liebe Grüße aus Wien
Ronnie

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Beitragvon Regenbogen » Mittwoch 10. März 2004, 10:11

Hallo,
bin zum ersten Mal in einem Forum und habe keine Erfahrung im Handling. Hoffe es klappt trotzdem. Ich habe gerade einige Beiträge gelesen und den Eindruck bekommen, es gibt viele Menschen, denen es ähnlich geht. Bei meinem Sohn (19) wurde vor 1,5 Jahren ein Spontanpneuothorax festgestellt. Er hat die Sache mit der Drainage auch schon hinter sich gebracht und auf Grund der großen Schmerzen die er ertragen musste, eine Abneigung gegen diese Form der Hilfe entwickelt. Leider ist das Thema aktuell wieder akut. Kann jemand Informationen geben, ob es Alternativen dazu gibt bzw. was wir tun können, um die Situation zu verbessern? Wie sieht es aus, wenn er keinerlei Operationen vornehmen lassen will? Kann dies im späteren Alter Nachteile haben oder gar lebensbedrohlich sein? Wie kann ihm die Angst genommen werden? Welche Ärzte oder welches Krankenhaus ist nicht nur spezialisiert auf diese Krankheit sondern auch zu empfehlen? Gibt es im Raum Karlsruhe, Ludwigshafen Selbsthilfegruppen?
Wir hoffen, Hilfe oder Tipps zu bekommen über dieses Forum.

Regenbogen
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Beitragvon Regenbogen » Mittwoch 10. März 2004, 10:12

Hallo,
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Beitragvon Regenbogen » Mittwoch 10. März 2004, 10:12

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Beitragvon Regenbogen » Mittwoch 10. März 2004, 10:14

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Beitragvon Fire » Mittwoch 10. März 2004, 22:37

Sorry aber die Drainage ist leider die einzige wirkungsvolle Behandlungsmethode bei einem Pneu. (zumindestens wenn die lunge kollabiert ist).

Es gibt allerdings Methoden das legen der Drainage für den Patienten schmerzfrei zugestalten.

Bei Fragen meld dich einfach über einen der Messenger bei mir


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