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Ursachentheorie IV

Verfasst: Dienstag 5. August 2003, 20:13
von steppi
für milbo...

Hallo!

Du sagtest, du bist Anhänger der Ernährungstheorie.
Ich glaube, dass Ernährungsfehler über viele Jahre auch wiederum nur einen Teil der möglichen Ursachen für eine Gewebeproblematik der Lunge ausmachen.

Ich bin davon überzeugt, dass auch die anderen großen Bereiche einen wesentlichen Beitrag leisten, so zB

der psychosoziale Bereich
der Regenerationsbereich (Schlaf)
der Bewegungsbereich.

Meines Erachtens ist die psychosoziale Säule der Gesundheit sehr sehr dominant. Ich glaube jeder von uns kann diesbezüglich viele Beispiele nennen.

In Bezug auf die Lunge lassen sich da sehr viele Gedanken spinnen.
Wenn dieser Bereich über viele Jahre defizitär ist (lange Zeit auf irgend einer Ebene unglücklich sein), glaube ich sehr wohl, dass früher oder später die Struktur (evtl. auch das Lungengewebe als vielleicht schwache Stelle) zu reagieren beginnt.

Generell basiert mein Grundgedanke auf der Theorie mit dem Fass. :!:

Man stelle sich die Konstitution eines Menschen als Fass vor.
In diesem Fass ist eine Flüssigkeit - die Risikofaktoren (Stress, Rauchen, Fehlernährung, zuviel od. zuwenig Bewegung usw.)

Ist der Flüssigkeitsspiegel so, dass nichts drüberrinnt, so geht es diesem Menschen gut, er hat keine Schmerzen od. Probleme.
Rinnt die Flüssigkeit schon über den Rand raus, so leidet die Gesundheit darunter (Schmerz, Zellentartung usw.)

Nun gibt es Menschen, die eine sehr großes Fass haben. Sie können sich auch viel Flüssigkeit (Risikofaktoren) leisten.

Es gibt aber auch viele Menschen, deren Fass (körperliche Konstitution, genetische Voraussetzungen) von Geburt an eher klein ist.
Sie bekommen also schon beim Vorhandensein weniger Risikofaktoren Probleme.

Es geht also darum, seine Flüssigkeit so zu regulieren, dass nichts drüberrinnt.

Es kann also schon sehr wenig darüber entscheiden, ob was drüberrinnt oder nicht, im Extremfall ein kleiner Tropfen.

Jeder kleinste Risikofaktor bildet Flüssigkeit für das Fass.

Also kann auch jede kleine Änderung des Gesundheitsverhaltens im pos. Sinne zu einer wesentlichen Verbesserung des Ges.heitszustandes führen.

Im Extremfall wiederum also darüber entscheiden, ob ich einen Pneu bekomme oder nicht, ob mein Lungengewebe hält oder nicht.


Wenn ich viele Jahre mit meiner Substanz herumprasse, kann es irgendwann eben sein, dass das Fass voll ist und überläuft :!:

Ich glaube, dass die Typen (Leptosome), die Pneus bekommen, eher ein kleines Fass haben, sich dessen aber nicht immer bewußt sind, sich also auf den verschiedensten Ebenen überfordern.

Das kann also auf jeder Ebene passieren (Psyche, Ernährung, Regeneration, Bewegung)

Also macht es absolut Sinn, sich in Bezug auf Pneus, auch über die Ernährung Gedanken zu machen, über psychische Faktoren (wie glücklich bin ich eigentlich..., treibe ich zuviel oder zuwenig Sport, erhole ich mich ausreichend...)
:!: :!: :!:

Bis zum nächsten Mal

Ursachentheorie IV

Verfasst: Dienstag 5. August 2003, 23:49
von alex
Wenn du so kommst, mit wievielen Ursachentheorien willst du dann noch kommen?
Man kann viel Vermuten woher ein Pneu kommt, aber sicher sein kann man sich bei nichts.
Ich muss mich jetzt 3 Monate schonen, nach den 3 Monaten will ich ein "normales" Leben weiterführen und nicht andauenrd im Hinterkopf haben, dass ich jenachdem was ich mach wieder einen Pneu kriegen kann und dann mal lieber was vorsichtiger bin...

Ursachentheorie IV

Verfasst: Mittwoch 6. August 2003, 15:02
von Anonymous
:(
hallo alex!

Das klingt ziemlich frustriert und wahrscheinlich hast du derzeit auch allen Grund dazu.
Ich hatte auch Zeiten, wo ich am Boden zerstört war.
Machte dann auch einige Einheiten Psychotherapie, die mir auch wirklich geholfen haben über diese schwierige Zeit hinweg zu kommen.

Es ist auch legitim, sich nicht den Kopf über alle nur erdenklichen Ursachen zu zerbrechen.
Ich schreibe für jene, die sich dafür interessieren.
Alle anderen müssen meine Zeilen ja nicht lesen.

Vielleicht liege ich auch völlig falsch. Auch das ist möglich.

Aber genauso wie es legitim ist, sich nicht den Kopf zu zerbrechen, so ist es auch jedes Menschen Recht, seine Meinung zu sagen.

Auch glaube ich, dass wir nicht grundlos, sinnlos und umsonst mit unserer Lungenproblematik kämpfen.

Alles hat seinen Sinn, auch wenn es oft sehr schwer fällt, einen darin zu sehen.

Vor allem die Tiefpunkte machen uns das Leben oft zur Hölle, habe ich auch schon alles erlebt.

Doch glaube mir, du wirst diese Tiefs überwinden und vielmehr noch, du wirst reifer und gestärkt und auch selbstbewußter daraus hervorgehen.


Halte durch! :wink:

Werd dich mental unterstützen!

Bis dann!

Ursachentheorie IV

Verfasst: Mittwoch 6. August 2003, 16:44
von Fire
Sich darüber gedanken zu machen, wo mögliche Ursachen liegen ist eigentlich vollkommen in Ordnung, wenn dies jedoch zu absolut nicht belegbaren und vollkommen realitätsfremden Vermutungen führt sollte man es doch lieber sein lassen.

Die einzige Möglichkeit realistisch zu möglichen Ursachen zu gelangen wäre eine Befragung Betroffener, die bedeutend umfangreicher sein müsste als die auf www.pneumothorax.org.
Alles andere schürt nur vollkommen überflüssige Ängste und kann nicht im Sinn der Betroffenen sein.

Eine Betrachtung der Ursachen eines idiopathischen Spontanpneumothorax ( den meinst du doch wohl? ) nur nach esoterischen oder naturheilkundlichen Aspekten verbunden mit ein bissel Geschwafel über den Sinn in allem ist da wie gesagt nicht besonders hilfreich.
Die Kritik an den Krankenhausmedizinern ist nicht ganz unberechtigt, da diese generell nicht besonders Erklärungsfreundlich sind. Hier kann ich dir nur raten einen niedergelassenen Pulmologen aufzusuchen, da dieser dich bedeutend umfangreicher informieren kann und wird. Zu deinen bisher verbreiteten Theorien fällt mir nur eins ein :roll: . Diese sind mit nichts belegt und so breit gestreut das die einzige Möglichkeit keine dieser Theorien zu erfüllen wohl der Suizid ist.

Ursachentheorie IV

Verfasst: Donnerstag 7. August 2003, 00:30
von alex
"Anonymous" hat geschrieben::(
hallo alex!

Das klingt ziemlich frustriert und wahrscheinlich hast du derzeit auch allen Grund dazu.
Ich hatte auch Zeiten, wo ich am Boden zerstört war.
Machte dann auch einige Einheiten Psychotherapie, die mir auch wirklich geholfen haben über diese schwierige Zeit hinweg zu kommen.

Es ist auch legitim, sich nicht den Kopf über alle nur erdenklichen Ursachen zu zerbrechen.
Ich schreibe für jene, die sich dafür interessieren.
Alle anderen müssen meine Zeilen ja nicht lesen.

Vielleicht liege ich auch völlig falsch. Auch das ist möglich.

Aber genauso wie es legitim ist, sich nicht den Kopf zu zerbrechen, so ist es auch jedes Menschen Recht, seine Meinung zu sagen.

Auch glaube ich, dass wir nicht grundlos, sinnlos und umsonst mit unserer Lungenproblematik kämpfen.

Alles hat seinen Sinn, auch wenn es oft sehr schwer fällt, einen darin zu sehen.

Vor allem die Tiefpunkte machen uns das Leben oft zur Hölle, habe ich auch schon alles erlebt.

Doch glaube mir, du wirst diese Tiefs überwinden und vielmehr noch, du wirst reifer und gestärkt und auch selbstbewußter daraus hervorgehen.


Halte durch! :wink:

Werd dich mental unterstützen!

Bis dann!

Wie ich im Krankenhaus lag und verschiedene Komplikationen auftraten schien es so als ob es kein Ende nehmen würde, da war ich schon schlecht drauf, aber ich war nicht am Boden zerstört. Ich hab nach vorne geschaut und jetzt führe ich ein normales Leben weiter auch manchmal mit der Angst das jederzeit wieder ein Pneu kommen könnte, aber deshalb mach ich mich nicht verrückt so dass ich mich in psychologische Behandlung geben müsste.
In einer Sache muss ich dir Recht geben, nämlich dass ich reifer geworden bin. Ich bin 17 und da kann ich ja nicht von einer Reife sprechen, aber dadurch hab ich doch schon was Lebenserfahrung gesammelt die andere in meinen Alter noch nicht haben.