Fragen zu 2.Spontanen Pneu-Vorfall (Behandlung in England)

Hauptforum - Tausche Dich hier mit anderen aus.
kat
Newbie
Newbie
Beiträge: 2
Registriert: Montag 20. November 2006, 02:40

Fragen zu 2.Spontanen Pneu-Vorfall (Behandlung in England)

Beitragvon kat » Montag 20. November 2006, 02:59

Hallo Zusammen!

Ich lebe in London und mein Freund ist Engländer (31). Vor ca. 10 Wochen hatte er einen Spontanten Pneu (ausgelöst durch andauerenden Tabakkonsum und langjährige Bühnenpräsenz... vielleicht Bässe etc...). Er musste sehr viele Schmerzmittel nehmen und machte auch nur langsame Fortschritte in der Erholung. Ich bin ganz froh dieses Forum gefunden zu haben, denn es ist mit den ganzen englischen mediyzinischen Fachbegriffen etc auch nicht so einfach :).

Jedenfalls hatte er vergangenen Mittwoch wiederholt einen spontanen Pneu und musste zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Er hat seitdem ziemlich starke Schmerzen und kann sich kaum bewegen. Zudem hat er das Gefühl nicht wirklich durchatmen zu können und Lut an der Seite zu haben. Die Ärzte haben gesagt, dass sie ihn operieren würden, wenn es jetzt noch einmal passiert, da es für Ihn sonst keine Chance auf ein normales Leben geben würde.

Ich habe nun sehr grosse Angst, da es keine Fortschritte in der Heilung gibt und habe ebenfalls gelesen, dass, wenn die Luft dauerhaft nicht entfernt werden kann und immer wieder austritt, es zu einem schnellen Tod führen KANN....

Nun würde ich gerne wissen wie ernsthaft es is, wenn ein Pneu immer wieder auftritt und auch die Heilung so ewig andauert, denn ich habe das Gefühl es ist etwas nicht in Ordnung und man sollte vielleicht nicht noch bis zum Auftreten eines 3. Pneu warten um zu Operieren!! Ich bin sehr besorgt und meinem Freund geht es ebenfalls sehr schlecht. Vielleicht kann mich jemand einfach ein bischen mehr aufklären... auch wenn ich nicht wikrich helfen kann. Und in den Berichten die ich hier gelesen have, schienen sich die Betroffenen doch "relativ schnell" wieder erholt zu haben.

Kommendes Jahr steht eine kleine Welttournee aus und er ist sich sicher dass er Sie machen wird im Frühjahr ...  was ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen kann, denn der Stress und die Bässe, Bewegungen (er ist Gitarrist) können doch wieder zu einem Vorfall führen!!

Wie lange wird es dauern bis er sich (hoffentlich) regeneriert hat? Er hat def immer noch Luft in den Zwischenräumen, sagte er auch selber dass er es merkt. Morgen ist Röntgen beim Doc.

Vielen Dank für Aufklärung/Erfahrung etc!
Liebe Grüße aus dem kalten London

Kat  ;)

Fire
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 346
Registriert: Freitag 4. Juli 2003, 21:43
Kontaktdaten:

Re: Fragen zu 2.Spontanen Pneu-Vorfall (Behandlung in England)

Beitragvon Fire » Dienstag 21. November 2006, 16:56

Hi Kat,

es ist immer schwierig aus der Ferne ohne den Background zu kennen so etwas einschätzen zu können, erst recht für uns Medizin Laien, von daher im Zweifelsfall sollte man auf das hören was der behandelnde Arzt sagt.

Ich kann dich aber beruhigen es ist vollkommen normal das die Schmerzen anhalten solange noch Luft in der Pleura ist, die Schmerzen gehen erst dann zurück wenn die Lunge sich wieder entfaltet hat. Generell ist es nicht ungewöhnlich das man einen Pneu nur beobachtend, also ohne Drainage behandelt. Ein kleiner Pneu ist auch wenn er länger andauernd nicht tödlich. Lebensgefährlich wird nur ein Spannungspneumothorax, welcher meistens durch einen Unfall ausgelöst wird. Die Besonderheit bei dieser Art eines Pneus ist das es zu einer Ventilbildung kommt und somit mit jedem Atemzug mehr Luft in die Pleura entweicht und ein massiver Druck aufgebaut wird, der den Kreislauf zum erliegen bringt. Bei einem normalen Pneu fällt halt der Betroffene Lungenflügel zusammen, es tut weh aber das war es dann schon. Wobei man um möglichst wieder volles Volumen zu erhalten auch diesen Pneu unbedingt einem Doc vorstellen sollte.
Ob eine Op auch im Hinblick auf die geplante Tour sinnvoll ist solltet ihr mal mit dem behandelnden Arzt klären.

Benutzeravatar
Nighwitch
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 347
Registriert: Montag 20. November 2006, 15:34
Wohnort: rheinland-pfalz

Re: Fragen zu 2.Spontanen Pneu-Vorfall (Behandlung in England)

Beitragvon Nighwitch » Dienstag 21. November 2006, 19:02

hmmm

also es scheint wirklich ungewöhnlich zu sein einen spontanpneu ohne schlauch zu behandeln wenn ich das hier so lese

ich hatte meinen pneu vermute am 11.11 mit hölischen schmerzen und atemnot bis blaue lippen
ich dachte allerdings das es  ein astma anfall war und wunderte mich wiso die notfallpumpe nit wirkte.
endeckt wurde der pneu do. morgen beim lungenfacharzt durch röntgen- gleich einweisung in klinik
und da war ich 2 tage zur beobachtung mit sauerszoffbehandlung( soll der lunge helfen sich aufzubauen)
er war rückfällig bin also entlassen worden.
muss jetzt spätestens nächste woche wieder röntgen lassen - hoffe der is weg
wenn ich das hier so lese bin ich froh das ich diesmal an der drainage vorbeigekommen bin- da krieg ich richtig angst

es war mein erster  pneu

wie sieht das eigentlich aus mit trompete spielen??
und sind die schmerzen jetzt im rücken normal- kann das vom verheilen sein?
angst habe ich auf jeden fall noch einen zu bekommen
vorallem weil ich *schäm* raucherin bin und eben auch astmatikerin bin :)
don`t worry-be happy/ nicht aufregen-nur wundern :)

kommt doch mal auf meine website:
http://www.pattys-hand-glasgravur.de:D

Benutzeravatar
eve
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 1021
Registriert: Dienstag 1. Juli 2003, 00:00

Re: Fragen zu 2.Spontanen Pneu-Vorfall (Behandlung in England)

Beitragvon eve » Mittwoch 22. November 2006, 04:26

also es scheint wirklich ungewöhnlich zu sein einen spontanpneu ohne schlauch zu behandeln wenn ich das hier so lese


Das kommt ganz auf die Grösse an. Kleine Mantelpneus (weiss jemand, was die Definition von "klein" ist?) werden oft einfach beobachtet, aber ohne Drainagen zu legen.

Halte Dir die Daumen!

lg
eve

Benutzeravatar
rico
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 57
Registriert: Donnerstag 1. Januar 1970, 02:00
Kontaktdaten:

Re: Fragen zu 2.Spontanen Pneu-Vorfall (Behandlung in England)

Beitragvon rico » Mittwoch 22. November 2006, 07:00

Ich war letzte Woche beim Pneumologen wegen des verdachts auf nen Rezidiv.
Habe ihm von meinen hin und wieder auftretetnden Schmerzen unter dem Schulterblatt berichtet worauf hin Er mir sagte das ein "Kleiner Spitzenpneu" ,welcher diese Schmerzen verursachen könnte, ohnehin nicht behandelt werden würde und von alleine weg geht.
Mein erster(und bisher einziger) Pneu war nicht wirklich gross, die sprachen damals von nem Mantelpneu, aber ich hatte die mega Schmerzen und heftigste Atemnot.
Auf dem Röntgenbild fehlten "nur" ca. 2 cm zu den Rippen hin.
Greetz,
Rico
;)

Benutzeravatar
Nighwitch
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 347
Registriert: Montag 20. November 2006, 15:34
Wohnort: rheinland-pfalz

Re: Fragen zu 2.Spontanen Pneu-Vorfall (Behandlung in England)

Beitragvon Nighwitch » Mittwoch 22. November 2006, 11:05

ich habe mein röntgenbild ja gesehn und da fehlte einiges-
ich will nicht wissen wie meine lunge samstag ausah :)
gestern abend hatte ich wieder schmerzen beim atmen als ich im bett lag war zwar nicht so unangehm wie am 11. aber doch ziemlich unangenehm.
heute ist es nur noch ganz leicht

am freitag morgen muss ich zum röntgen- hoffe das alles wider ok ist :)
don`t worry-be happy/ nicht aufregen-nur wundern :)

kommt doch mal auf meine website:
http://www.pattys-hand-glasgravur.de:D

enzi
Newbie
Newbie
Beiträge: 5
Registriert: Donnerstag 2. November 2006, 10:34
Kontaktdaten:

Re: Fragen zu 2.Spontanen Pneu-Vorfall (Behandlung in England)

Beitragvon enzi » Freitag 24. November 2006, 20:34

Hi Kat :-)

Was ich an Deinem Beitrag interessant finde ist die Aussage, dass der Pneu durch andauernden Tabakkonsum und langjährige Bühnenpräsenz (Bässe..) ausgelöst worden sein soll? Hat diese Diagnose der behandelnde Arzt gestellt? Meine Ärzte sagten mir, dass ein Spontanpneumothorax einfach aus heiterem Himmel kommt, ohne ersichtlichen Grund! Ebenfalls bekommen nach Statistik hauptsächlich junge, schlanke, gesunde Menschen (auch Nichtraucher!) zwischen 20 und 40 einen Spontanpneumothorax.
Also ich persönlich bin der Meinung dass die Ärzte froh sein können, dass es Raucher gibt; wem oder was könnten Sie sonst die Schuld an einer Krankheit zuweisen.. (ist jetzt etwas ironisch gemeint, natürlich ist das beste nicht zu rauchen!).

Bei einer OP (entfernung der Lungenblasen und verkleben - vernarben des Lungenflügels mit Zwerchfell sodass die Lunge nicht mehr kollabieren kann) sinkt das Risiko eines erneuten Spontanpneumothorax auf 5%. Das habe ich bei mir machen lassen. Die Genesungszeit ist jedoch unterschiedlich und fliegen sollte man danach auch nicht sofort! Die OP selbst sollte wenn alles gut verläuft ein kleiner Eingriff sein und nach einer Woche Krankenhaus wird man wieder entlassen.

Mit dem Fliegen ist es so eine Sache. Ich habe auch noch das Risiko, dass sich mein linker Lungenflügel noch kollabieren kann da ich auch auf dieser diese Lungenblasen habe. Aber soll ich deswegen mein Leben lang nicht mehr fliegen? Ausserdem bin ich mit meinem letzten Spontanpneumothorax (total kollabierte rechten Lunge!) 2 Stunden geflogen und habe es auch überlebt ;-); musste jedoch danach in Notfall.

Wenn ein Spontanpneumothorax kommt, dann kommt er eben. Er kann aber genauso im Sitzen oder beim Schlafen kommen :-) . Einfach nicht beeinflussen lassen und weiterleben.

Liebes Grüssle,
enzi
;-)

kat
Newbie
Newbie
Beiträge: 2
Registriert: Montag 20. November 2006, 02:40

Re: Fragen zu 2.Spontanen Pneu-Vorfall (Behandlung in England)

Beitragvon kat » Freitag 1. Dezember 2006, 15:05

hi enzi,

also ich habe mich geirrt. es war kein spontaner der erste, sondern ein anderer... ich muesste jetzt nachschauen denn ich habe den englischen fachbegriff schon wieder vergessen. jedenfalls war es noch ernster wie der spontane und er schwebte in lebensgefahr. der zweite war spontan! ebenfalls sagen die aerzte dass sich der eine lungenfluegel wo nie wieder erholen wird vollkommen.
manchmal hat mein freund schmerzen und meint, er spuere dass er wieder einen bekaeme und heute nacht war er sich sicher einen spontanen pneu gehabt zu haben... (hat wohl gestern seinen neffen a la "flugzeug-spielen" durch die luft gejubelt!!!) ich meine, da muss man auch selber bischen auf sich aufpassen und sowas halt vermeiden, sonst kann es nie richtig verheilen... naja, mal schauen was der doc naechste woche sagt.

also eigentlich muesste es ihm wesentlich besser gehen, da es im august oder september passiert ist... ich hoffe er erholt sich!

auch dir alles gute!
LG

Benutzeravatar
Nighwitch
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 347
Registriert: Montag 20. November 2006, 15:34
Wohnort: rheinland-pfalz

Re: Fragen zu 2.Spontanen Pneu-Vorfall (Behandlung in England)

Beitragvon Nighwitch » Freitag 1. Dezember 2006, 17:14

ich denke du meinst den spannungspneumothorax :)
de rist lebensgefählich
don`t worry-be happy/ nicht aufregen-nur wundern :)

kommt doch mal auf meine website:
http://www.pattys-hand-glasgravur.de:D


Zurück zu „Das Pneumothorax-Forum“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast