Lungen Op!

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sasse77
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Lungen Op!

Beitragvon sasse77 » Freitag 18. August 2017, 07:38

Hallo!

Ich hätte da mal eine frage zur einer Lungen op, meine Mutter wurde am 07.08.2017 der linke Oberlappen von der Lunge entfernt, Lungenkrebs. Die Op hat sie laut Ärzte gut überstanden, nun liegt Sie aber seid 11 Tagen auf der Intensiv und hat nun einen Luftröhrenschnitt bekommen, über die sie Beatmet wird, die werte sind gut also die Blutwerte sowie der Sauerstoffgehalt im Blut (aussage der Ärzte).
Ist das normal das man solange auf der Intensiv liegen bleibt?
Die Ärzte sagen, das dies nur eine Kopfsache bei ihr wäre mit der Atmung! Ist das möglich?

Nun meine dringende Frage, hat jemand auch solche Probleme gehabt, und was kann man tun damit dies besser wird, verliere langsam das vertrauen in diese Klinik!

Für hilfreiche Antworten, wäre ich sehr dankbar.

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eve
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Re: Lungen Op!

Beitragvon eve » Freitag 18. August 2017, 08:47

Hallo sasse77

Das tut mir leid für deine Mutter.
Warum wird sie denn beatmet, wenn alle Werte gut sind? Atmet sie gar nicht von selber oder hört sie einfach ab und zu mal auf zu atmen?
Im Normalfall bleibt man solange auf der Intensivstation, bis man selbständig atmen kann und alle Werte so sind, dass man nicht andauernd überwacht werden muss. Aber das ist bei mehr oder weniger gesunden Menschen, die eine Operation hatten, so; bei Kranken kann es auch anders sein.

Wenn du die Erlaubnis hast, dass man dir alles erzählen darf, kannst du eine Sitzung mit den Aerzten verlangen, wo man die genau sagt, was die Situation ist und warum sie noch auf der IPS liegt.

Gibt es noch andere Bezugspersonen für dein Mutter? Würden die dich bei sowas unterstützen? Es ist immer besser, wenn sich nicht nur 1 Person gegen Aerzte/Spital stellt.

Was ganz sicher nicht gut wäre, wäre einfach mal zu sagen, sie liegt zulange auf der IPS, sie sollte jetzt raus, ohne die Gründe genau zu kennen. Ob jemand anders in derselben Situation 2 Tage oder 2 Monate auf der IPS war, spielt hier keine Rolle. Es geht um deine Mutter und nicht um jemand anderes.

Wir haben in unserer Familie in einer ähnlichen Situation folgendes gemacht:
Separat mit den Aerzten geredet und gesehen, dass dabei nichts rauskam.
Dann eine grosse Besprechung mit allen Aerzten und allen betroffenen Familienmitgliedern organisiert und dort haben wir dann alle Fragen und unsere Vorwürfe an die Aerzte aufgebracht.
In dieser Besprechung haben wir dann auch mit den Aerzten eine Art Kompromisslösung erarbeitet und durchgesetzt.

lg
eve

sasse77
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Re: Lungen Op!

Beitragvon sasse77 » Freitag 18. August 2017, 20:44

Nein Sie hat nur Leider mich noch, war heute mittag bei ihr im KH! Sie hat geschlafen, bekam wieder eine Lungenspieglung gemacht! Der Arzt sagte das es Wochen oder Monate dauern könnte bis sie ohne die Maschine Atmen könnte! Und sie halt eine schlechte Prognose hätte, die Schwester meinte noch was ich eigentlich erwarten würde, sie versuchten ja alles, und sie würde sowieso daran Sterben! Ich war fix und fertig, das ist eine unglaubliche schlechte Klinik, vom Personal. Wenn wir das früher gewußt hätten , dann hätten wir die op nicht lassen machen!
Habe der Schwester auch gesagt das ich von der Klinik enttäuscht'bin.Habe mir schon überlegt sie verlegen zu lassen, aber denke das ist nicht so einfach?
Vielleicht sollte ich mich so langsam mit dem Gedanken anfreunden, das sie nicht mehr nach Hause kommt, obwohl dies unmöglich ist daran zu denken.
Das sie solche Probleme hat mit der Atemmechanik, sagt der Arzt konnte keiner ahnen.

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eve
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Re: Lungen Op!

Beitragvon eve » Freitag 18. August 2017, 21:12

sasse77 hat geschrieben:...die Schwester meinte noch was ich eigentlich erwarten würde, sie versuchten ja alles, und sie würde sowieso daran Sterben! ...


Hat diese Pflegerin auch schon mal was davon gehört, dass auch schwerkranke Menschen sich wieder erholen können?

Was ich für mich schon mal gemacht habe, war, einen Brief (bzw. ein email) an die Klinikleitung (mit Kopie an Abteilungsleiter, leitender Arzt) zu schreiben, in dem ich alles aufzählte, was falsch gelaufen war und wie unzufrieden ich mit der Behandlung war.

Evtl. würde sich da auch eine Zeitung dafür interessieren.

Ich würde sie darauf aufmerksam machen, dass sie für das Wohl ihrer Patienten haften und dass das, was da läuft, deiner Mutter sicher nicht gut tut und evtl. auch Konsequenzen haben könnte. Ich würde auch sagen, dass du dir überlegst, sie verlegen zu lassen, da du das Gefühl hast, sie werde schlecht behandelt.

Dann mal sehen, wie die Reaktion ist.

Was du ausserdem machen kannst, ist, das Ganze mal mit einen Pulmologen/Onkologen zu besprechen.

Wichtig ist, hartnäckig bleiben und den Leuten zeigen, dass sie nicht alles machen können...unter Umständen wäre dir ja schon geholfen, wenn die Aerzte dir genau erklären könnten, was eigentlich los ist, wenn sie schon nicht wissen, warum diese Situation entstanden ist.
lg
eve

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Re: Lungen Op!

Beitragvon Natsu » Samstag 19. August 2017, 11:15

Dass deine Mutter und du in diese Situation gekommen seid tut mir sehr leid.

Ich kann den Beiträgen von eve auch nichts hinzufügen.

Ich kann nur zustimmen, dass hartnäckig bleiben sehr wichtig ist. Und immer nach ordentlichen Informationen verlangen. Das ist nun wirklich dein Recht zu wissen was los ist und warum es so ist und wie es weitergehen kann/soll. Und ja, Zeitungen interessieren sich für solche Dinge, und die Klinik interessiert es unter Umständen noch viel mehr, dass du an die Zeitung gehen würdest.

Ich drücke die Daumen und wünsche viel Kraft!
The saddest thing I've ever seen are smokers outside the hospital doors.


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