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Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 00:12
von 190elover
Hallo zusammen,

erst einmal "Hallo", ich habe mich in den letzten Tagen ziemlich viel bei euch belesen und muss heut einfach mal meine Sorgen loswerden.

Zu erst einmal zu mir:

1,85m gross, 70kg schwer, 21 Jahre jung und bis Einlieferung ins Kankenhaus starker Raucher (mind. 1 Schachtel pT) und dazu leider auch lange ehemaliger Bongraucher.

Letzten montag bin ich in die Ambulanz einer orthopädischen Klinik eingeliefert worden, da ich eigentlich einen eingeklemmten Nerv befürchtet habe. Röntgen und ja, der Schock "spontanpneumothorax"... wurde dann gleich per RTW in die Lungenfachklinik Großhansdorf (wohne in dem Ort praktischerweise) überführt und ehe ich mich versehen konnte, hatte ich auch schon die Drainage liegen. Am Donnerstag gab es dann einen Klemmversuch, zum Röntgen und Zack, Lunge wieder eingefallen. Für mich als extremer Angstpatient sehr schlimm. Wurde dann tagsdrauf direkt morgens operiert per VATS und mir wurde die Lungenspitze rechts und das Rippeninnenfell angeraut zwecks Verklebung. Arzt sagte, nach der OP,'l das alles soweit gut lief und wir Mittwoch den Schlauch ziehen und ich Donnerszag gehen darf.
Heute, Montag, war die erste Visite nach der OP und plötzlich hieß es, dass meine Drainagenflüssigkeit deutlich zu blutig ist und, dass die Lunge nicht ganz verklebt ist nisher (war dann nochmal beim Röntgen). Das hat mir natürlich gleich wjeder eine extreme Angst bereitet, sodass ich mittlerweile völlig die Hoffnung aufgeben habe.! Mir wurde dann ein Blutstiller gespritzt, (mittags gegen 10:30 und der Tank getauscht). Heut Abend sind wieder knapp 50-75ml drin, weiterhin tiefrot blutig.

Nun meine Frage, hatte das jemand hier schon mal? Wenn ja, was wurde unternommen oder hat man das normal laufen lassen und die Drainage regulär wie geplant gezogen ? Das wäre bei mi Mittwoch.
Wie ich es verstanden habe, soll morgen Abend über die Nacht denn erstmal gellemmt werden und Mittwoch Kontrollröntgen und dann evtl Schlauch raus.

Kann ich damit rechnen, dass alles nach Rahmenplan läuft oder soll ich mich schon auf Grund des Blutes in der Drainage darauf einetelln, diese Woche hier nicht rauszzkommen?? Dadurch, dass ich psychisch schon stark
Vorbelastet bin, weiß ich nicht;wie das nun weiter gehen soll :( komplett depressiv und angststôrung...


Was habt ihr so erlebt in der Hinsicht bzw fällt euch etwas dazu ein?

Atemübungen DHD Healthcouch2 laufen gut (bis 3500),'ehenso gehe ich auf ergometer und rauche natürlich nicht mehr!!

Über eineb raschen Antwort wäre ich sehr dankbar, da ich sonst mur schlechte Ungewissheitsmomente habe ...

Viele liebe Grüße
Marco


PS: sorry für Rechtschreibung, die Lormatazepam wirkt! ❤️

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 01:00
von Natsu
Hi Marco,
also sehr viel kann ich dazu nicht sagen und ob alles nun "nach Plan" läuft und die Drainage am Mittwoch gezogen wird werden die Ärzte natürlich individuell entscheiden. Die erste Info, die man bekommt hinsichtlich der Dauer ist meistens so der Optimalfall. Ich war z.B. auch ziemlich enttäuscht, als meine Drainage auch noch einen Tag länger dranbleiben musste, als mir vorher gesagt wurde. Andererseits hats mich aber insofern beruhigt, als dass ich wusste die schauen sich das genau an und gehen da nicht nur nach irgendeinem Muster vor. ;-)
Deine Ängste und Unsicherheit versteh ich gut, ich hab damit auch große Probleme.. jetzt schon fast das ganze Jahr über, mal mehr mal weniger. Ich glaub wirklich wichtig ist mit deinen Ärzten darüber zu reden und sie mit allen Fragen, die du hast zu löchern! Nur so kriegst du Klarheit und auch etwas mehr Sicherheit. Die blöden Ängste, dass irgendwas nicht passt oder wieder passieren könnte kann einem keiner so schnell nehmen, da kann dir hier jeder ein Lied von singen, aber alles was dich verunsichert und dir nicht klar ist usw. lass dich aufklären. Die Ärzte haben zwar nicht immer viel Zeit (oder geben es vor) aber wenn man hartnäckig ist kommt man meist auch an sein Ziel. Und v.a. wenn man ehrlich ist und sagt, dass man Angst hat gehen sie oft auch eher auf einen ein.
Hm ich kann nicht beurteilen, ob die Flüssigkeit wirklich Blut oder nur blutig ist, also etwas rot ist es meistens.. aber grundsätzlich an Wundflüssigkeit sind 50ml über den Tag verteilt nicht so viel, meinem Informationsstand nach.
Aber bittel nagel mich an dieser Aussage nicht fest, ich bin natürlich auch nur Laie und kein Arzt. ;-) Ich hab lediglich ziemlich viele Fragen gestellt und kann die Infos, die ich dadurch bekommen habe weitergeben, aber natürlich gilt, dass jeder Fall individuell ist und es immer besser ist den Arzt mit Fragen zu löchern.
Alles Gute!

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 09:25
von kiki
Guten Morgen,
Ich kann deine Sorgen gut verstehen!
Vor 2 Monaten hatte ich eine (2.) VATS (erste 2011) und danach hat es sehr stark geblutet. Ich hab über 2 Liter Blut verloren und in der Drainage war über Nacht fast 1l. Ich musste dann erneut operiert werden und selbst danach lief noch 100-150ml Flüssigkeit nach.
Mach dich also nicht verrückt, denn 50ml sind nicht viel. Welche Farbe hat es denn?

Du kommst sicher bald raus!
Alles gute!

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 09:36
von kiki
Ach so, du bist übrigens in einer der besten Kliniken für sowas! Vertrau den Ärzten!
Von schmerzen lese ich nichts, sei froh, dass das wenigstens gut läuft!

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 13:57
von 190elover
Hallo :)

Erst einmal vielen, vielen Dank für die raschen antworten.
Über Nacht sind leider wieder 150ml tiefrote Flüssigkeit abgelaufen über die Drainage. Daraufhin heut morgen der Schock, der doctor sagte, wenn die HB-Werte nicht gut sind, muss ich nochmal operiert werden um die Blutung zu stillen.
Nun ist zum Glück der Wert gut gewesen, das Röntgenbild auch "tiptop" und die OP bleibt mir erspart. Habe nochmal einen Blutgerinner gespritzt bekommen (oh Gott macht der einem übel) und nun warten wir auf das nächste Bild morgen aus dem Röntgen. Ich hoffe, dass das realistisch ist und keine Ajgenwischerei

Ich lasse mir jetzt wieder 2x täglich Tavor 1mg sowie 1x 20mg Citalopram geben, um nicht in diesem Gedankenkarussell zu stehen.

Was sagt ihr denn jetzt zum weiteren Verlauf? Realistisch diese Woche das KH zu verlassen? (Nur als Richtweisung, Ferndiagnose ist schwer ich weiß)

Die Klinik macht wirklich einen sehr guten Eindruck, leider widerspreche sich die Ärzte untereinander oft, aber wenn man sich auf einen verlässt ist man gut beraten. Kann Herrn Marek Pawelzik nur empfehlen!!! Sehr einfühlsam und Kompent.

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 14:45
von Natsu
Das klingt doch schonmal nicht so schlecht und definitiv danach, dass die Ärzte dort alles genau anschauen und bewerten. Ich denk mal, wenn die Lunge entfaltet ist und die Blutung bald aufhört könnte diese Woche noch realistisch sein, ist ja erst Dienstag. Aber ich könnte mir vorstellen, dass die Drainage dann eben noch nicht morgen entfernt wird.

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 20:16
von 190elover
Soo, in den letzten 24 Stunden waren es jetzt exakt 210ml dunkle Flüssigkeit (der Arzt sagte, es ist wohl nicht so viel Blut wie befürchtet; Blut färbt wohl stark sagt er).
Es ist wohl ein Bluterguss oben in der Lunge, der seit gestern allerdings etwas kleiner geworden ist.
Morgen ist der Schlauch den 5. vollen Tag drin. Ich würde nun langsam echt gerne ein "Zieltag" haben, auf den ich mich freuen kann, wo eventuell schon mal geklemmt werden kann, da ja ich ja nach dem Klemmen auch erst zwei Tage später gehen kann.
Realistisch, dass man den morgen Abend mal klemmt? Hab aber nach wie vor starke Angst, dass beim klemmen oder schlimmer noch beim Schlauchziehen wieder ein Pneu entsteht. Das ganze macht mich echt mürbe.

Lg

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 20:47
von kiki
Bei über 200ml Blut in 24h: nein!
Ich hatte ja die nach-OP wegen blutverlust und Bluterguss in der Lunge. HB nur noch bei 5,6.
Mir wurde gesagt, mehr als 150ml Flüssigkeit darf nich in die Drainage laufen in 24h, damit man klemmen kann. Bei mir wurde die Drainage übrigens 10 Tage nach der mach OP erst geklemmt.

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 21:04
von 190elover
Nur Blut war es wie gesagt nicht..
Also meine Hb werte waren ja in Ordnung also kann ich solch eine op ausschließen oder? Das macht gerade alles mehr Angst als Hoffnung :|

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 21:11
von kiki
Es geht um Flüssigkeit, die in die Drainage läuft.
Aktuell sagten die Ärzte doch, dass es ganz gut ausschaut. Es bleibt dir nix anderes übrig, als abwarten!!! Das ist ein Geduldsspiel, das kennen hier fast alle!
Der HB wert allein ist nicht ausschlaggebend.

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 23:49
von 190elover
kiki hat geschrieben:Es geht um Flüssigkeit, die in die Drainage läuft.
Aktuell sagten die Ärzte doch, dass es ganz gut ausschaut. Es bleibt dir nix anderes übrig, als abwarten!!! Das ist ein Geduldsspiel, das kennen hier fast alle!
Der HB wert allein ist nicht ausschlaggebend.


Uff.. :/ Denke leider nur noch pessimistisch!
Danke dir auf jeden Fall für die Auskunft. :)

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Mittwoch 16. November 2016, 00:03
von kiki
Vor was hast du genau Angst?
Es geht nur darum, dass die Drainage Evt 1-2 Tage länger liegt... es bringt auch nichts zu früh zu ziehen.
Denk positiv: du liest dich, als hättest du wenig schmerzen. Das ist doch schon mal gut.
Kopf hoch, wir sind alle aus dem kkh raus gekommen. Du wirst das auch!

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Mittwoch 16. November 2016, 00:08
von Natsu
Ja also übereilt werden die die Drainage wohl nicht entfernen, da würd ich auch vorschlagen zu versuchen sich etwas zu gedulden und froh zu sein, dass sie nichts übereilt tun.
Also 210ml in 25h ist nicht besonders viel Flüssigkeit, aber wie kiki sagt, das ist wohl noch zu viel dafür, dass sie die Drainage entfernen würden. Aber es wird ja weniger, also ist die Zeit sicher auch absehbar. Und ich denk wenn du in akuter Gefahr schweben würdest noch eine OP haben zu müssen würde man dir das doch sicher mitteilen, allein dadurch dass man die Patienten in absehbaren Fällen ja gerne dann nüchtern lässt. Aber wenn du das immernoch so befürchtest frag definitiv nochmal nach um dir Sicherheit zu verschaffen!
Und mach dir nicht zu viele Sorgen, du bist da ja aktuell in guten Händen und es hört sich alles nach Besserung an. Also jetzt aufzugeben wäre sicher der falsche Zeitpunkt. (Falls es jemals einen richtigen gäbe..)

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Mittwoch 16. November 2016, 15:51
von 190elover
Moin Moin,

gestern hatte ich erneut einen Blutstiller gespritzt bekommen und heute Morgen waren in der drainsge nur 20ml Flüssigkeit vorhanden (ca 15 Stunden), auch etwas heller als vorher..
Heute morgen dann die schöne Nachricht, der Schlauch darf raus! Mir wurde nun der Schlauch gezogen und ich bleibe nun zur Beobachtung bis morgen noch da.

Ich hoffe dann auf ein gutes Röntgenbild morgen und darauf, dass ich nun erstmal gesund bleibe.

Lg
Marco

Re: Angst nach Pneu-OP

Verfasst: Mittwoch 16. November 2016, 16:30
von Natsu
Super, das freut mich für dich! Dann lief ja doch noch alles ziemlich nach Plan.
Ja das hoffen wir alle... ;-)