Nervenreizung nach Drainage, zu großer Schlauch

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Fina
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Nervenreizung nach Drainage, zu großer Schlauch

Beitragvon Fina » Sonntag 13. September 2015, 13:54

Hallo,
ich hatte eine Thoraxdrainage CH24 von 5.-18.8.15 rechts liegen, bei Verschlechterung eines Spontanpneumothorax, der sich zum Mantelpneu ausdehnte. Das legen der Drainage war die Hölle, ich wollte sediert werden, was der Arzt ablehnte, anschließend war ich auf Intensiv einen Tag, weil ich Sauerstoffbedarf hatte, konnte wegen der Schmerzen kaum atmen.
Nach Drainageentfernung hatte ich immer noch starke Schmerzen, teilweise Atemnot und Luftbewegungen.
Keine Ablösung der Lunge, Röntgenbild gut.

Ich bin 31 Jahre alt, weiblich und schon immer Nichtraucher.

Unglücklicherweise musste ich am 24.8. wegen einer Eierstockzyste operiert werden. Die Bauchspiegelung verlief gut, ich wurde sehr vorsichtig beatmet mit arterieller Messung.
Durch das Gas im Bauch konnte ich noch viel schwieriger atmen. Röntgenbild war gut-genaueres sagte man mir nicht. Je nach Arzt bekam ich ein Medikament, was nicht ausreichte und mal eines, mit dem ich gut atmen konnte- was eine Erleichterung !!! Ansonsten war ich sehr erschöpft durch die angestrenge Atmung in Ruhe. SPo2 94% in Ruhe mit hohem Blutdruck 140(durch Schmerzen), habe sonst immer sehr niedrigen Blutdruck.

Nach Entlassung hatte ich immer noch hohen Schmerzmittelbedarf.
Teilweise Atemnot. Der Hausarzt vermutete eine Hyperventilation und wollte mit Beruhigungsmittel geben, was ich ablehnte. Der Brustkorb dehnt sich dabei nicht richtig, ich vermutete, dass Volumen fehlt.

Nachkontrolle im Krankenhaus, sagte man mir, ich soll mich nicht auf die Atmung konzentrieren und habe einfach eine längere Genesungsphase. Das Röntgenbild wäre gut. Lunge ausgedehnt.

Da ich auch Krankenschwester bin, habe ich mir ein Pulsoxy gekauft.
Tatsächlich hatte ich bei Atemnot Spo2 bis 84% (+kaltschweißig+HF erhöht) und geringe Belastungen Spo2 89-90% und auch öfter bei angestrengter Atmung in Ruhe Spo2 90-94%. Die Atemnot war durch Sauerstoffmangel und nicht durch eine Panikattake ausgelöst worden.


Der Hausarzt schickte mit zum Pneumologe.
Der Pneumologe machte Ultraschall, sah eine geringe Ablösung der Lunge. Das Röntgenbild, was man mir sagte, wäre alles gut, zeigte aber eine 5 mm Ablösung. Überweisung Thoraxchirurg. Er konnte die Schmerzen und die Einziehungen an dem Rippenbogen und unter dem Brustbein nicht erklären.

Ich ging nicht mehr ins Krankenhaus, wo ich zuvor war, da ich die Aussagen nicht proffessionell fand. Ich ging in die nächst größere Uni.

- Die Sättigung sollte weit über 94% liegen. Ich sagte dem Arzt, dass ich Schmerzen habe und ich nicht tief atmen kann, durch die Schmerzen. Geringe Schmerzen - höhere Spo2 Werte.
- Die geringe Ablösung der Lunge wären Reste des Erstereignisses, das muss nach 6 Wochen nach Drainageentferung weg sein, sonst OP.
- Im CT sah man, man hat mir einen zu großen Schlauch verpasst. Ich bin sehr schmal mit geringem Rippenabstand. An der einen Seite lag der Schlauch an, auf der anderen Seite waren 1-2mm Platz. Er hätte mir max. 16 CH gelegt oder eher nur die Luft abpunktiert mit CH12.
- Die Schmerzen kommen eindeutig vom Drainageschlauch.

Das gesamte Rippenfell und der Nerv ist stark gereizt, das löst auch Schluckauf aus (mehrfach am Tag) und auch die Einziehungen. Der Arzt sagte, dass diese schlimmen Schmerzen normal wären, da das Rippenfell mit vielen Nervenfasern durchzogen ist.
Nach 6 Wochen muss sich der Nerv beruhigt haben. Wenn nicht, würde man ihn anspritzen, wenn der Nerv dadurch Ruhe gibt, ist 100% klar, dass der Nerv das Problem ist. Wenn gar nichts hilft, müsse man ihn irgendwann taub machen, was keine schöne Sache ist, da lebenslang.

Ich habe Schmerzen "innen" und "außen" Wundschmerzen der Drainage. Die Brust tut weh, der gesamte Rippenbereich inkl. Rücken, rechts einseitig. Dauerschmerz mit Schmerzattaken, stechend, brennend. Brustkorb dehnt sich nicht richtig, kann schwer in den Bauch atmen, das Volumen fehlt. Großer Widerstand beim atmen.
Medikamente reduzieren klappt nicht, bekomme sehr starke Schmerzen, die Schmerzen sind dann sehr lang andauernd, dass ich von der Schmerzspitze dann schwer runter komme :cry:

Zusätzlich habe ich noch Unterbauchschmerzen. Hier stellte man noch freie Flüssigkeit fest, Nachwirkungen der OP, die auch schon längst hätte resorbiert sein müsste, "längere Genesungsphase".
Das letzte Blutbild war gut. Die Brust wurde geschallt beim Frauenarzt, keine Hämatome, Schmerzen durch Nerven.

Ich mache warme Umschläge mit Apfelessig und habe Johanniskrautöl bestellt.

Habt ihr noch Tipps? Hat hier jemand auch so schlimme Nervenschmerzen durch die Drainage?

LG Fina

mina103
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Re: Nervenreizung nach Drainage, zu großer Schlauch

Beitragvon mina103 » Montag 21. September 2015, 04:20

Huhu,

Ich hatte bisher drei Pneus und eine Pleurektomie, seitdem hab ich Ruhe. Mein erster Pneu war allerdings ähnlich schmerzhaft wie deiner. Die Ärzte mussten damals zwei Tage nach der ersten Drainage eine weitere legen weil die erst nicht richtig positioniert war. Die zweite wurde allerdings auch erst mal nicht richtig gelegt, da stieß das Schlauchende vorne am Brustbein an, da der Arzt erst nachdem meine Mutter und ich einen Tag lang Terror machten die Platzierung der Drainage kontrollierte und anschließend korrigierte hatte ich noch Monate später Schmerzen durch die dabei gereizten Nerven. Bei der Pleurektomie wurden dann Nerven verletzt oder durchtrennt. Da hatte ich ebenfalls noch Monatelang zum Teil so starke Schmerzen das einatmen zumindest für ein paar Sekunden nicht mehr möglich war. Das fühlte sich an als ob mir jemand ein Messer zwischen die Rippen gehauen hätte.

Nerven heilen leider sehr langsam, mehr als extrem starke Schmerzmittel verschreiben konnten die Ärzte damals auch nicht tun. Noch heute ist ein Teil meiner rechten Brust taub weil die Nerven noch immer nicht komplett abgeheilt sind und die OP liegt jetzt fast 4 Jahre zurück. Aber zumindest die Schmerzen sind weg. Es besteht also Hoffnung auf Besserung für dich, es kann aber dauern bis diese eintritt. Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen das mir die Ärzte bei der Aufklärung für die Pleurektomie gesagt haben das es auch Fälle geben soll in denen die Schmerzen an einem Verletzten Nerv ein Leben lang bestehen bleiben. Da es bei dir aber "nur" ein gereizter Nerv ist gehe ich mal nicht davon aus das dich das Treffen könnte. ;)

Zu den generellen Schmerzen durch die Drainage, also an der Wunde selber und eigentlich dem ganzen Oberkörper kann ich dir sagen die brauchen auch ne ganze Weile bis die weg sind, das du das jetzt alles. Ich merkst ist normal, ich hatte bei allen Pneus locker 8 Wochen lang Schmerzen im Oberkörper je nachdem wie ich mich bewegt hab. Da einiges davon auch durch Verspannungen entstehen kann weil man ja durch den Schmerz und die Drainage alles falsch belastet hat kann Wärme z.B. Durch Fangopackungen oder Heizkissen oder was eben zur Hand ist helfen. Das hat bei mir zumindest den Schmerz reduziert.

Falls du eine kompetente Zweitmeinung haben möchtest kann ich dir die Lungenfachklinik in Essen empfehlen falls das für dich in zumutbarer Entfernung liegt. Ich bin damals extra von Aachen da hin gefahren für eine Zweitmeinung und nur sechs Wochen später dann auch für die Pleurektomie auf meinen Wunsch dorthin verlegt worden. Ich war in zwei Kliniken und bei drei Lungenfachärzten hier im Umkreis mit meinen Pneus, nirgendwo hab ich mich so gut aufgehoben und behandelt gefühlt wie in der Lungenfachklinik in Essen.

War das denn dein erster Pneu?

LG Mina

Fina
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Re: Nervenreizung nach Drainage, zu großer Schlauch

Beitragvon Fina » Montag 21. September 2015, 21:35

Hallo Mina,
vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Beitrag.
Ja das war mein erster Pneu.
Ich habe bereits eine Zweitmeinung eingeholt, hast du vielleicht oben überlesen, ich ging in die Uni und nicht in das Krankenhaus, was mich zuvor behandelte.

Mein Atemmuster hat sich verändert. "Schaukelatmung", der Thorax geht nach innen und der Bauch raus, fühlt sich wie Luft einziehen an.
Die Einziehungen sind weg.
Aufrecht sitzen oder stehen kann ich schwer tief atmen, schwer in den Bauch atmen, das Volumen ist zu gering, das äußert sich dann in geringer Luftnot,dann hebe ich den Thorax mit den Schultern bewusst an, bekomme ich viel und gut Luft. Öfter Spo2 92-94% und nach Belastung auch mal unter 90% kurzfristig.
Man gewöhnt sich an die wenige Luft.

Ich glaube mein Zwerchfell arbeitet nicht richtig, seit der Bauchspiegelung (24.8., Daten oben genauer)
- ich habe oft Schluckauf, täglich bis mehrfach täglich ausgelöst durch Essen oder aufstehen
- die Bauchpresse funktioniert schlecht, kann kaum Druck aufbauen
- das Atemmuster

Unterbauchschmerzen auch noch häufig, da hatte ich ja am 8. noch freie Flüssigkeit vom FA bestätigt bekommen im US. Das sollte eigentlich schon besser werden. Muss ich wohl noch einmal ein Termin machen..


Es ist gerade so, dass ich Schmerzmittel reduzieren kann. Mein Hausarzt Termin heute hat ergeben:
- Warten bis Schmerzmittel "draussen" sind, ob meine Bauchpresse dann besser ist (Muskeln)
- warten bis Schmerzmittel "draussen" sind, gucken ob Atmung besser ist (Muskeln, Atemantrieb)
= keine Besserung, Versuch mit anderem Medikament extra für Nerven.

Thoraxchirurg Uni 2.10. erneut Röntgen, wenn Lunge dann noch abgelöst, OP. (Drainageentfernung 18.8. und Rö 3.9. zeigte 5 mm Ablösung)

Also: Die Schmerzen werden weniger und ich habe deutlich Schmerzmittel reduziert. Ich habe keine Dauerschmerzen mehr sondern nur noch Schmerzatacken, die max. 10 Minuten dauern. Hautbrennen und leichte Schmerzen bekomme ich mit Johanniskrautöl weg. Wärmekissen nutze ich oft, hilft aber nicht direkt, manchmal verschlimmert Wärme die Beschwerden "Hautbrennen".
Schmerzen weniger, aber Atmung nicht besser. Ich bin kaum belastbar. :cry: und noch einmal drei Wochen krank geschrieben.

LG Fina

Fina
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Re: Nervenreizung nach Drainage, zu großer Schlauch

Beitragvon Fina » Samstag 3. Oktober 2015, 12:52

Lungenröntgen von Freitag
keine Ablösung mehr.

Schlecht tief atmen komme von der Pleurareizung durch das zusammen gefallen sein und Drainage und könne 3 Monate und länger dauern.

Soll zum Pneumologe, ob ich eine Gasaustauschstörung habe.
Die Lunge war vor Diagnosestellung mind 1 Woche schon eingefallen (ich merkte da schon das gluckern) und während Drainage noch mind. 10 Tage nicht voll entfaltet.

Evtl. darf ich jetzt schon eine Lungenfunktionsprüfung machen.
Spo2 Werte Oft noch niedrig 90-94% und nach geringer Belastung weiterhin sehr erschöpft.
Ziehe immernoch oft die Schultern hoch um tiefer zu atmen, das Volumen fehlt einfach und Schmerzen sind noch da , aber aushaltbar, nehme aber noch Medikamente.

Fina
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Re: Nervenreizung nach Drainage, zu großer Schlauch

Beitragvon Fina » Dienstag 15. März 2016, 14:40

Thoraxchirurg. Zwei stehen vor mir und sagen, sie sind ratlos.

1. Kann eine Drainage immer einen Nervenschaden machen, weil immer Druck auf die Nerven ausgeübt wird. Ich bin mittlerweile großflächig taub im Brust- und Rückenbereich. Und habe eine Intercostal- Neuralgie= Nervenschmerzen und Nervenschaden

2. Eine Drainage macht immer Verwachsungen am Rippenfell, das kann man selten per Bildgebung sichtbar machen. Ich frage, ob man durch eine OP die Verwachsungen entfernen kann für eine bessere Lungenfunktion- das ist nicht möglich.
Ich habe Verwachsungen, welche die Lunge daran hindern sich richtig zu dehnen, das hat der Pneumologe auch im Ultraschall gesehen, sagt der Chirurg, der den Befund vom Pneumologe vor sich liegen hat.
Das könnte man evtl. mit Training verbessern.

Es sieht jetzt leider so aus, Schmerztherapie weiter
Diagnosen
chr. Schmerzsyndrom und Pleura-verklebung
Antrag auf Reha, dort feststellen in wie weit Erwerbsminderung besteht
Nach Reha Anträge auf Schwerbehinderung und Erwerbsminderung.

7 Monate nach Pneu ist atmen oft auch in Ruhe immer noch sehr anstrengend, ich habe oft Atemnot oder bin kurzatmig und habe Nervenschmerzern oder Schmerzen beim Einatmen. Krankengynastik hilft bedingt, kann das Rippenfell aber nicht dehnen durch starke , anhaltende Schmerzen. Nehme täglich Schmerzmittel, um überhaupt halbwegs atmen zu können.

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Re: Nervenreizung nach Drainage, zu großer Schlauch

Beitragvon Zombie3 » Samstag 16. Juli 2016, 16:08

Hallo Fina
Ich weiß von was du redest.
Ich liege gerade mit meinem 8.Pneu Krankenhaus.
Heißt ich hatte schon 8 Drainage also ,von Oben im Schulterbereich,, von der Seite, von Links und von Rechts.
Div. OP's und Behandlungen.
Anfangs habe ich auch sehr unter den Schmerzen gelitten.
Ich habe mehrere Schmerztherapien gehabt und war dem Aberglauben unterlegen das es irgendwann mal wieder so wird wie vorher.
Fakt ist, es gibt ein Leben vor dem Pneu und es gibt ein Leben nach dem Pneu.
Ich habe nach dem 2. Pneu jedes mal eine AHB beantragt , was der Aktivierung der Lunge und den Heilungsprozess
Enorm beschleunigt hat. Der Hausarzt verschreibt 6x Physiotherapie, das hat man in der Reha jeden Tag, 4 Wochen lang. Anschließend muss man allerdings eigenständig weiter dran bleiben.
Heißt regelmäßig Sport treiben, um die Dehnung des Gewebes zu fördern und der Vernarbung entgegen zu wirken.
Ich nehme heute keine Schmerzmittel mehr.
Es gibt wenige Tage wo dies erforderlich ist

Kopf hoch und durch.
Ich wünsche Dir alles Gute
Zombie3
Vorher auch schon als Zombie2 im Forum

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Re: Nervenreizung nach Drainage, zu großer Schlauch

Beitragvon Zombie3 » Samstag 16. Juli 2016, 16:44

PS:
Im Krankenhaus mit den Mitarbeitern vom Sozialmedizinischem Dienst reden und AHB (Anschlussheilbehandlung) beantragen.
In der Reha werden neben Infoveranstaltungen, persönliche Beratungen mit Sozialmitarbeitern angeboten.
Auf den Internetseiten von Stadt und Verwaltung gibt es die Formulare für Antrag auf Prüfung zum Grad der Behinderung.(Amt für Familie und Soziales)
Beim Rententräger den Antrag auf Rente bzw. Rente wegen Teilweiser Erwerbsminderung stellen.
Dort wird entschieden in welchem Umfang. Maßgeblich ist auch der Reha Entlassungsbericht.
Ich habe damals zur Schwerbehinderung 30 % gehabt, nach weiteren Pneus einen Verschlimmerungsantrag gestellt. Heißt Grad der Binderung 40. Dann auch einen Antrag auf Gleichstellung mit Schwerbehinden Menschen.
Über das Berufsförderungswerk und das Integrationspolitik eine Umsetzung am Arbeitsplatz durchgeführt.

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Re: Nervenreizung nach Drainage, zu großer Schlauch

Beitragvon Fina » Sonntag 17. Juli 2016, 17:45

Hallo !
Vielen Dank für eure Antworten,
mittlerweile habe ich eine Reha hinter mir, Psychosomatik wegen "Schmerzsyndrom" sollte aber schmerztherapeutische Ausrichtung mit sein, trotz Intercostalneuralgie usw.

Dort wurden die Schmerzen total fehl-interpretiert. Lungendiagnostik, 64% Lungenfunktion, mit Sauestoffdiffusionsstörung und Sauerstoffabfall unter Belastung nachgewiesen.
Schmerzen wurden abgetan "denken Sie nicht an die Schmerzen "
"das wird ja nicht so schlimm sein "
"Sie haben eine innerliche Sperre und können deshalb nicht tief atmen "
"Sie lösen die Atemprobleme selbst aus, indem Sie sich zu viel selbst beobachten"
Physiotherapie habe ich 5 mal innerhalb 5 Wochen erhalten- trotz mehrfach nachfrage, dass ich dies öfter brauche. Zu Hause war die Therapie mit 2 x WÖ gesichert .
Ich hab mich mehrfach beschwert, da ich ja eh so schlecht dort atmen konnte, hab aber nicht mehr wie 5 x innerhalb 5 Wochen bekommen, "ich hätte schon mehr als die anderen Patienten bekommen", bekam stattdessen Rotlichtbehandlung für den Rücken, wo ich leider auch nicht besser atmen konnte.
Zudem konnte die Physiotherapie mir auch kaum helfen, nur Rippenraum ausstreichen, aber die Rippen mobilisieren, was mir enorm hilft beim atmen, wussten diese nicht, wie man das macht.
Oder sie haben das Rippenfell zu sehr mobilisiert, was noch mehr Schmerzen auslöste.
Das löste auch starke Schmerzen im RE Arm aus, so dass ich 5 WOchen lang meinen re Arm extremst geschont habe, so dass die Schulterbweglichkeit dann schon eingeschränkt war
(das ist wieder besser geworden durch ausreichend Schmerzmittel)
Die Ärzte kannten sich nicht mit Schmerzmittel aus, obwohl ich vor Reha Beginn dort angerufen habe, ob Sie überhaupt Schmerzpatienten behandeln.
Mein Arzt hat auch nochmal nachgeschaut, aber Sie wären für Schmerzpatienten auch zugelassen.
Ich war die einzigste Schmerzpatientin dort !! Alle anderen Depression, Burn out usw.
Habe mir ein Austausch sehr gewünscht mit anderen Schmerzpatienten.
In dem gleichen Haus war auch eine Reha für Lungenkranke, dort wurden die Untersuchungen gemacht, aber es wurde alles auf Psyche geschoben.
Schmerzen wurden auch nicht behandelt, bzw. Schmerzmittel wurde nicht angepasst, sie "trauten" sich nicht, obwohl ich letztes Jahr weitaus höhere Dosierungen bekam!!
Mir wurde deshalb mangelnde Mitarbeit mehrfach im Bericht vorgeworfen :evil:
Ich hatte stärkste Schmerzen, die dort nicht behandelt wurden, die ich aushalten musste.
Meine Akutmedikamente musste ich sehr viel häufiger nehmen, so dass eine Gewöhnung statt fand.
Ich war dort auch jede WOche mind. 1-2 x beim Arzt vorstellig, der immer sagte, er könne mir nicht helfen, da die Psyche ja eine größere Rolle spielt.
Die Reha löste auch eine Depression aus. Anhand der Tests hatte ich Eingang Wert 9 minimalste Depression und Ausgangswert 19, mittelschwere Depression.

Es gibt Expertenstandarts zum Thema chr. Schmerzen, die dort keine Anwendung fanden. Schmerzen müssen eigentlich immer behandelt werden, egal welche Ursache vorliegt.

Mein Hausarzt sagt auch ganz klar= die Schmerzen sind körperlich bedingt und auch erklärbar !!! Die Psyche löst nicht die Schmerzen aus.
Erst zu Hause konnte mein Hausarzt meinen Zustand verbessern, indem er mir die Zweifel nahm, die durch die Reha entstanden sind. Cortison- Stoßtherapie wurde eingeleitet und ich nehme jetzt 6 mg mehr als vor Reha- Beginn.
Eine Psychotherapie lehne ich ab, auch aufgrund der schlechten Reha- Erfahrung !!
Es wurde dort einfach nur gesagt, ich würde das einfach so ausschmücken und größer erscheinen lassen, als es wäre, dass ich aber einfach nur differezierter und genauer beobachte und besser formulieren kann, wie jemand der nicht die Fachkenntnisse hat- darüber hätte man doch froh sein sollen, dass ich meine Probleme und Schmerzen genauer erklären kann, alles wurde ins negative gezogen.
Auch das objektiv geschriebene Schmerztagebuch.
Nur durch die Objektivität kann ich mich von den Schmerzen und Atemprobleme soweit abgrenzen, dass diese mich nicht "beherschen". Habe im Großen und Ganzen einen guten Umgang gefunden (z.b. auch Zahnbürsten im EG)

Die Reha verschlimmerte meinen Zustand erheblich. Ein Schmerztherapeut war im Ort, da hätte ich ein Konsil haben können, dann befand er sich aber im Urlaub und als er wieder da war, hat die Reha mir keinen Termin organisiert, das hätte ich privat machen müssen, dazu war ich aber nicht in der Lage. "Das hätte ja nichts mit Ihnen zu tun", ich wäre ja schon "austherapiert".
Eine schriftliche BEschwerde bei der RV habe ich eingereicht.
Und auch Antwort erhalten, sie thematisieren das mit der Klinikleitung, warum meine Schmerzen dort nicht richtig behandelt wurden. Das finde ich auch richtig so.

Ich bin immer noch mehr eingeschränkt vom atmen her als vor der Reha, diese ist jetzt schon über 4 Wochen her!

Für ein Schwerbehindertenausweis fehlt mir immernoch eine genaue Diagnose.
Ich habe die Intercostalneuralgie als Diagnose , sowie das Schmerzsyndrom.
Vermutet werden aber noch Verwachsungen, deshalb auch das geringe Lungenvolumen (seit Drainage! nicht erst später entstanden) das schränkt mich noch mehr ein, als die Schmerzen. Aber das bestätigt mir niemand.
Die Ärzte sagen immer, das wäre schmerzbedingt. Das Atemproblem ist nicht schmerzbedingt.
Durch angepasste Morphindosierung und 5 WOchen Stoß- Therapie mit Cortison bin ich nahezu schmerzfrei. Kann trotzdem nicht besser atmen!
Ich kann nur wenig Volumen atmen. Atmung 90% über den Bauch. Muskelkater am Bauch durch Atmung. Verlängerte Ausatemphase. Einziehungen unter dem Rippenbogen = Zwerchfell. Wenn ich schlecht atme, werde ich nachts häufig wach, schrecke auf, vermutlich durch zu flache Atmung= dann auch Schläfrigkeit am Tag. Unabhängig von der Morphindosierung.
Reden strengt mich an, teilweise Luftschnappen.
Belastungen wie Kochen geht immer nur mit Pause. Max. 30 Min. stehen = Atemanstrengung, ich schwitze und dann ist die Sauerstoffsättigung auch unter 95%, weil scheinbar meine Atemmuskulatur die Kraft nicht mehr aufwenden kann zu atmen. Erschöpft ist, weil die re Lunge sich kaum dehnt und ich muss so viel Kraft aufwenden zum atmen ..

Atemübungen verschlimmern immer. Seit Beginn an, wenn ich tiefer atme oder in den Brustkorb, die nächsten zwei, drei Atemzüge werden schon schwieriger, weil ich mehr Kraft aufwenden muss und dann wenn ich wieder "normal" atmen muss, ist es extremst schwer, weil das Engegefühl stark zunimmt, sogar bis zum Spo2 Abfall 84%. Ich habe monatelang mehrfach am Tag Übungen gemacht, und ich führe sie auch richtig aus (bin darin ja auch geschult), aber ohne Besserung.

Ich vermute Narbe reibt am Rippenfell oder Verwachsungen, wo immer wieder ein Entzünungsprozess entsteht. Cortison hat richtig Ruheschmerzen genommen!!

Deshalb fahre ich nochmal in eine Lungenfachklinik.
Diffusionsstörung ist ja jetzt nachgewiesen und Sauerstoffabfall unter Belastung und Lungenfunktion 50-64%.

Ausserdem glucker ich öfter hinter der Rippe, es könne auch eine kleine Fistel sein, das ist so klein, das sieht man nicht auf dem RÖ. Ich spüre es aber sehr deutlich. Da auch ein CT gemacht werden soll, wird man das dann feststellen können. Das löst aber nicht mein Atemproblem aus, das denke ich nicht.

Erwerbsminderung beantrage ich morgen. Beratungstermin bei der RV.
Dann Schwerbehindertenantrag nach Krankenhausaufenthalt.

Ich hab nicht "nur das Pech" nach dem Pneu, zusätzlich darf ich mich überhaupt nicht RÖ , habe aber schon mind. 45 Aufnahmen+ CT hinter mir, weil ich ein seltenes Syndrom habe, mit erhöhtem Krebsrisiko bei Durchschnittalter von 25 Jahren.
Deshalb möchte ich auch in die Lungenklinik.
Ich möchte eine Verbesserung- mehr Lebensqualität, auch klären, ob eine Sauerstoffgabe Atemanstrengung mindern kann, ich finde es extremst belastend, wenn die Atmung in Ruhe schon anstrengend ist, ich zwar "noch" um 93% sättige , aber unter welchen Umständen ?
Habe mir auch schon ganz oft eine Beatmung gewünscht, weil atmen so anstrengend war.
Das muss ich leider immer wieder aushalten. Mein Arzt weiß nicht, wie er mir helfen kann.
Ich habe oft das Gefühl, die Atemmuskeln sind erschöpft. Kann auch schlecht tagelang die Arme hoch halten zum atmen.
An schlechten Tagen habe ich tagelang Atemnot und auch in Ruhe derart Atemanstrengung, dass mir Reden schwer fällt.
An guten Tagen ist in Ruhe die Atmung OK- so lang ich angelehnt sitze. In Bewegung über 30 Min. fängt schon an, dass atmen wieder anstrengender ist. Dann auch Kaltschweißigkeit und wenn ich dann Sauerstoff messe, oft um 90-95% (vorher 98%). Wenn ich dann keine Pause mache, bekomme ich auch Atemnot.
Habe sehr selten und wenn, dann nur minimal Atembewegungen am Thorax.
LI auch wesentlich mehr Atembewegungen als RE, egal in welcher Lage, auch wenn ich in li Seitenlage liege, wo normalerweise die re Seite besser belüftet wäre- dort habe ich wenig bis keine Bewegung, ich atme li gegen die Matraze.

Mehrere Rippenfell dehnungen bei KG versucht, das hat öfter schon so starke Schmerzen verursacht inkl. Atemnot, dass Akutmedikament kaum geholfen hat. Schmerzen nicht nur stärker = sondern nicht mehr aushaltbar.

Ich hab 1. Nervenschmerzen Lageabhängig) und 2. Rippenfellschmerzen( Atemabhängig, bei Einatmung), was ich klar unterscheiden kann und 3. Atemanstrengung mit Atemnot

Fina
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Re: Nervenreizung nach Drainage, zu großer Schlauch

Beitragvon Fina » Samstag 30. Juli 2016, 11:51

Stationäe Abklärung=
stark erniedrigtes Volumen
Sauerstoffabfall unter Belastung
fraglich erschöpfe Atempumpe
mittel-schwere Lungenüberblähung=

Ich habe ein Lungenemphysem.
Soll jetzt ein Ausdauertraining machen, d.h. mich bewegen und zusätzlich Schmerzmittel (was auch die Atemnot nimmt) versuchen.
Problem ist die zunehmende Kraftanstrengung zum atmen.


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