Spontanpneumothorax in der Wueste

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outbackPneu
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Spontanpneumothorax in der Wueste

Beitragvon outbackPneu » Donnerstag 3. Oktober 2013, 00:18

Hallo zusammen,

ich moechte auch meine Geschichte erzaehlen und euch ein paar Fragen stellen, wenn es ok ist?
Also zunaechst mal: ich bin weiblich, 32 Jahre alt und habe wie ihr alle ein paar Pneumothorax (P) gehabt. Ich lebe in Australien und hatte meinen ersten P unguenstigerweise im Urlaub mitten in der Wueste. Wir waren unterwegs vom Uluru (Ayers Rock) nach Alice Springs und hatten geplant, tief in die Wueste zu fahren und dort ein paar tolle Outbackstrecken mitzunehmen. Abends kamen wir an einem Campingplatz and und ich stieg aus dem Auto aus und dachte fuer einen Moment jemand hat mich angeschossen. Meine rechte Seite oberhalb der Brust tat hoellisch weh. Ich kann nicht mal sagen, ob ich kurzatmig war, denn der Schmerz hat mich kurzatmig werden lassen. Ich blieb ruhig, denn ich dachte mir, Panik bringt jetzt auch nix. Der naechste Arzt ist rund 400km weg und die naechsten Menschen auch nicht viel weniger. Also hab ich mich erstmal hingelegt im Auto und mich entspannt. Es wurde dann Gott sei Dank nicht schlimm, der Schmerz pendelte sich ein. Am naechsten Tag mussten wir weiter und die Schotterstrasse tat hoellisch weh, das kann ich euch sagen! Wir haben 2 Tage gebraucht, bis wir endlich in der kleinen Outbackstadt Alice Springs ankamen und ich ins Krankenhaus konnte. Dort wurde ich mit einem P diagnostiziert, aber nicht gross genug fuer Intervention. Ich haette 2 Tage spaeter nach Hause fliegen sollen, aber der Arzt sagte ich darf natuerlich wegen dem Druck mindestens 4 Wochen nicht fliegen. Also verbrachte ich herrliche 49 Stunden nonstop im Bus zurueck nach Sydney. AAAHHH!
Das war im November 2012. Seitdem hatte ich drei weitere P's (also in Summe 4 in 10 Monaten), wobei aber nur der erste und der letzte "relativ gross" waren, die anderen beiden waren nach 1 Woche wieder gut. Ich bin die letzten beiden Male nicht mal mehr zum Arzt gegangen, die koennen mir eh nicht helfen... die sagen nur "wenn's zu schlimm ist, schneiden wir dich gerne auf und machen's wieder ganz!"
Ich hab aber Hoellenangst vor der Folgeerscheinungen... ich weiss nicht, ob ich ein Fall fuer eine OP bin oder nicht??? In punkto Haeufigkeit sicherlich, denn 4 pro Jahr is zu viel. Aber sie sind ja nicht mal schwer genug als dass sie einer Drainage beduerfen. Ausserdem ist es immer wieder dieselbe Stelle... ich weiss also nicht, ob ich einfach nur viele Blaeschen an derselben Stelle habe, die gerne mal platzen, oder ob mein Narbengewebe einfach nur so schwach ist, dass dieselbe Stelle immer wieder aufgeht.
Wie war das bei euch??? Gibt es jemanden, der nur mit SChmerzmitteln heimgeschickt wurde und dann irgendwann doch die OP gemacht hat? War's das wert?
Und noch eine Frage zu den Symptomen: habt ihr auch immer so ein Blubbergefuehl, wenn ihr euch bueckt? So in etwa wie wenn man eine 3/4 volle Flasche umdreht und die Blasen nach oben steigen? Ich hab das, wenn meine Lunge zusammengefallen ist... fuehlt sich soooo eklig an!!!

Danke fuer's Lesen meiner Story und fuer eure Kommentare!
Andrea

Laser
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Re: Spontanpneumothorax in der Wueste

Beitragvon Laser » Donnerstag 3. Oktober 2013, 14:58

Hallo Andrea,

erstmal willkommen im Forum, viele Grüße nach Australien.

Ob eine OP für dich Sinn macht oder nicht musst wohl du zusammen mit den Ärzten entscheiden. Die Bläschen sind, soweit ich weiß, am besten im CT zu sehen. Ich weiß jetzt nicht ob du schon ein CT gemacht hast.
Ich denke das bei einen Pneu sich die Luft im Brustkorb auch bewegt, vorallem auch durch den Atem, so kann eventuell auch dieses Gefühl entstehen wenn sich die Luft bewegt.

Viele Grüße

joker007
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Re: Spontanpneumothorax in der Wueste

Beitragvon joker007 » Montag 7. Oktober 2013, 11:41

Hallo Andrea,
mein Rat an dich, lass dich Operieren! Dann hast du Ruhe, das ist meine Erfahrung.
Hab keine Angst vor der OP. In der Regel wird es Minimal-invasiv durchgeführt. ( Video-assistierte Thorakoskopie (VATS) )
Niemand schneidet dich auf!

Ich hatte letztes Jahr einen Pneu, wurde mit einer Drainage behandelt und meine Lunge ist beim ersten Kontroll Röntgen wieder zusammengefallen. Die Ärzte haben ohne zu zögern operiert. Ich hatte nätürlich auch Angst. Aber im nachhinhein bin so froh das ich operiert wurde. Ich habe keine Angst mehr vom fliegen etc.

Und mein Tipp an alle anderen auch an dich falls du Raucherin bist.
Hört sofort mit dem rauchen auf!
Meine Meinung nach ist das die Ursache wieso das Gewebe so schwach ist!

LG

tm-107
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Re: Spontanpneumothorax in der Wueste

Beitragvon tm-107 » Montag 14. Oktober 2013, 13:20

joker007 hat geschrieben:Und mein Tipp an alle anderen auch an dich falls du Raucherin bist.
Hört sofort mit dem rauchen auf!
Meine Meinung nach ist das die Ursache wieso das Gewebe so schwach ist!


Mein erster und bisher einziger Pneu war am 26.03.13.
Nichtraucher bin ich ... welch Zufall ... seit dem 26.03.2013.
Mitteilungen am besten per PN schicken, ich schaue hier nur sehr unregelmäßig rein.

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eve
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Re: Spontanpneumothorax in der Wueste

Beitragvon eve » Donnerstag 7. November 2013, 19:08

Erst jetzt gesehen...zuerst mal, willkommen Andrea in diesem Club, bei dem niemand sein möchte :)

Ja, ich hatte mehrere Pneus, bei einigen war ich in ärztlicher Behandlung, bei anderen nicht, bevor ich mich zur Operation entschied. Würde ich anderen Leuten empfehlen es gleich zu machen oder sofort operieren oder vielleicht noch länger warten? Das Problem ist doch, dass wir unsere Zukunft nicht kennen und dementsprechend auch nicht wissen, ob wir zu den Patienten gehören, bei denen alles supergut verläuft oder doch eher zu denen, bei denen es Probleme gibt. Niemand, auch kein Arzt, kann das beantworten. Wenn ich so zurückdenke, kann ich die Frage, ob die Operation damals richtig war, nicht mal heute beantworten.

Ich glaube, Laser sagt das richtig. Rede mit den Aerzten und entscheide zusammen mit ihnen. Schau, dass da auch ein nicht Chirurg dabei ist, damit nicht nur Aerzte da sind, die operieren wollen.
lg
eve


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