Lungenblebs und Lungenemphysem

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Laser
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Lungenblebs und Lungenemphysem

Beitragvon Laser » Samstag 14. August 2010, 15:54

Hallo Leute,

eine kurze Frage.

Können Lungenblebs (Lungenbläschen) und Lungenemphysem sich wieder entwickeln nachdem sie einmal bei einer OP schon entfernt wurden? Vielleicht hat jemand etwas davon gehört.

Vorallem wie lange dauert es bis sie wieder nachwachsen würden?

Gruß

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alexander_k
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Re: Lungenblebs und Lungenemphysem

Beitragvon alexander_k » Samstag 14. August 2010, 19:04

Hi Laser,

ich habe meinen Thoraxchirugen (Oberarzt) auch diese Frage gestellt. Als Antwort bekamm ich:

Es kommt drauf an. Unwahrscheinlich ist es nicht. Es kommt ganz auf die Person drauf an. Mein Körper passt halt voll in das Schema lt. Aussage vom Arzt. Es liegt auch am Gewebe der jeweilgen Person ob sich wider blullae bilden oder nicht.

Wenn man z. B. Raucher ist, ist die Wahrscheinlichkeit schon gegeben bzw. höher das die bullae sich wider bilden können. Eine Zeitspanne hat er mir nicht genannt. Habe auch nicht wirklich nach gefragt.

Der Vater meines besten freundes ist Chirug & Orthopäde, werd ihn morgen mal auf das Thema ansprechen. Würde mich nämlich auch brennend interessieren wie lange es dauern könnte.



Liebe Grüsse
Alexander
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Laser
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Re: Lungenblebs und Lungenemphysem

Beitragvon Laser » Samstag 14. August 2010, 21:23

Hallo alexander,

danke für die Antwort. Bei mir ist es auch so ich passe auch total in das Schema rein. Gehöre damit auch zu den "gefährdeten" Personen.

Wenn du die Gelegenheit hast dann kannst du gerne nachfragen mich würde das auch total interessieren.

Viele Grüße

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Nighwitch
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Re: Lungenblebs und Lungenemphysem

Beitragvon Nighwitch » Montag 16. August 2010, 16:05

tjaaa ich gehöre nicht ins schema, aber habe ein lungenemphysem auf beiden seiten

würde mich auch interessieren ob sich nach der op sowas wieder bilden kann

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eve
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Re: Lungenblebs und Lungenemphysem

Beitragvon eve » Montag 16. August 2010, 16:28

Ja, kann es.

Sicher solange, wie man die Risikofaktoren wie z.B. Rauchen, schlechte Umgebungsluft, körperliche Schwächen, usw. nicht beseitigt, können sich die Bläschen wieder bilden. Die vergrösserten Bläschen passieren ja immer dann, wenn die Wände zwischen den Gefässen (Alveolen?) in der Lunge platzen. Je mehr davon, desto grösser der entstehende Hohlraum (bullae, blebs). Gegen das Rauchen kann ja immerhin etwas gemacht werden, aber viele andere Faktoren können wir nicht beeinflussen.
lg
eve

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alexander_k
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Re: Lungenblebs und Lungenemphysem

Beitragvon alexander_k » Dienstag 17. August 2010, 11:54

Hallo,

Eve hat das schon ganz gut zusammen gefasst. Der Vater vom Kollegen hat es zwar bissi anderst erklärt aber am ende läuft es auf das Gleiche heraus.

Wie Eve schon sagte : "Ja, sie können sich neu bilden" je nach veranlagung ....

Zur Frage, wie lang es dauert bis die Bullae sich neu bilden. Da gib's keine pauschale Aussage. Äussere Einflüsse, Veranlagungen etc. spielen da wie immer auch eine Rolle.
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Re: Lungenblebs und Lungenemphysem

Beitragvon eve » Dienstag 17. August 2010, 14:00

Reine Neugier...wie hat er es erklärt?
lg
eve

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Re: Lungenblebs und Lungenemphysem

Beitragvon Meli » Mittwoch 13. Oktober 2010, 12:48

also, mir wurde auch erklärt, dass es sein könnte, das sich wieder bläschen bilden, deshalb wird bei mir jetzt auch gott sei dank ohne ende geforscht und gesucht, was meine lunge tatsächlich "kaputt" gemacht hat!
ich habe jetzt sogar einen gentest von der krankenkasse bezahlt bekommen, wo ich auf das marfansyndrom und ähnliche gendefekte getestet werde!
meine frage, die ich hätte, wäre, so wie es bei mir der fall ist, ich hatte ja nach meiner thoraskopie noch eine thorakotomie, wo das rippenfell abgezogen wurde, wodurch meine lunge jetzt richtig fesgeklebt ist und laut ärzten nicht mehr zusammen fallen kann!! doch was ist, wenn ich auf dieser seite wieder bläschen bekomme und diese dann sogar platzen, kann meine lunge dann zusammenfallen oder was macht sie dann, wenn sie ja rein theoretisch festgeklebt ist??

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Re: Lungenblebs und Lungenemphysem

Beitragvon eve » Mittwoch 13. Oktober 2010, 13:50

Hallo Meli

Kimmt ganz drauf an, wie gut die Lunge hält. Es gibt Fälle, wo einfach kleine Teil der Lunge zusammenfallen, aber auch solche, bei denen sich der betroffene Teil oder die ganze Lunge wieder losreisst, was, so wie ich infomiert bin, ziemlich schmerzhaft sein kann.

Das ist ja alles nicht einfach zu einer Einheit zusammengeschmolzen, sondern zusammen-/aneinandergewachsen und kann auch wieder losreissen.
lg
eve

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Re: Lungenblebs und Lungenemphysem

Beitragvon Meli » Mittwoch 13. Oktober 2010, 16:51

das hört sich aber nicht so fein an! :-(
hast du vl auch eine ahnung was man in so einem fall dann machen würde? ich mein, rippenfell nochmal abziehen geht ja net! ;-)

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eve
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Re: Lungenblebs und Lungenemphysem

Beitragvon eve » Mittwoch 13. Oktober 2010, 17:59

Na ja, es geht ja bei all den Pleurabrasios/Pleurodesen "nur" darum, eine starke Entzündung sowohl auf der Thoraxseite wie auch auf der Lungenoberfläche hervorzurufen, damit die 2 entzündeten Teile danach zusammenwachsen. Sollte sich also die Lunge wieder lösen, kann man wieder so eine Entzündung provozieren und darauf hoffen, das es diesmal funktioniert.

Dabei gibt es ja mehrere Arten...z.B. die Pleurabrasio, wo mit einem Stück Gaze auf der Lunge und am Rippenfell rumgerieben wird, bis es aufgeht und blutet. Dann Teile des Rippenfells oder das ganze Rippenfell abnehmen/-ziehen, was einen ähnlichen Effekt mit einer stärkeren Entzündung gibt oder schlussendlich die chemische "Keule", wo ein körperfremder Stoff wie z.B. Talkpuder reingestäubt wird. Diese Entzündung ist sehr agressiv und das Puder wird danach über Monate wieder aus dem Körper gearbeitet. Soweit ich weiss, kann min. die chemische Pleurodese wiederholt werden, bis die Lunge so vernarbt ist, dass nichts mehr geht.

Die Reihenfolge ist im Normalfall:
Pleurabrasio: die wird dann gebraucht, wenn der Chirurg denkt, das könnte evtl. so funktionieren; es ist die am wenigsten brutale Methode. Ist oft auch bei jüngeren Leuten die 1. Pleurodesenart.
"normale" Pleurodese: wird am meisten gebraucht und hält soweit ich weiss, ganz gut.
chemische Pleurodese: die wird eigentlich dann gebraucht, wenn entweder die Lunge schon vernarbt ist, der Patient älter oder man weiss, die Selbstheilungskräfte des Körpers sind im Eimer. Dafür gibt es dann auch verschiedene, mehr oder weniger agressive Puder, die gebraucht werden.

Da ja jedesmal auch alle bullae rausgenommen werden, wird wohl irgendwann nicht mehr allzuviel von der Lunge übrig sein, was einen wohl zum Transplantationskandidaten "befördert".

Allerdings, wenn man die Rückfallquoten ansieht und rechnet, ist die Wahrscheinlichkeit, im Lotto zu gewinnen bald höher als die, 3 oder mehr Pleurodesen auf derselben Seite haben zu müssen.

lg
eve

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Re: Lungenblebs und Lungenemphysem

Beitragvon Meli » Donnerstag 14. Oktober 2010, 13:21

puh, das hört sich echt böse an! :-(
naja, bei mir haben die chirurgen schon nach der ersten op gesagt, die wahrscheinlichkeit, das meine lunge wieder zusammenfällt ist so groß wie die wahrscheinlichkeit, das ich im lotto gewinne und siehe da 10 tage später war es soweit! :-(
ich habe seither auch öfters lotto gespielt, weil ich mir dachte, vl geht die wahrscheinlichkeit auch in die richtung, aber leider war noch kein 6er dabei! ;-)
Naja, hoffen wir mal, dass da keiner von uns durchmuss, sondern dass unsre lunge jetzt alle so halten!!


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