Ursache das Kiffen ?!

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andreaas
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Re: Ursache das Kiffen ?!

Beitragvon andreaas » Dienstag 14. September 2010, 09:35

Kann nur immer wieder sagen das ich nach 30Jahre intensiven Kiffen überzeugt bin, das dies eines
der Hauptauslöser für Spontanpneus ist.
Laßt das eure Phantasie mal schweifen, bezüglich der Einatmungstiefe, des dann folgenden Anhalten der Atmung wie es beim Kiffen üblich ist.

Das sich da irgendwann Bläschen bilden oder Risse oder auch eine zunehmende Bindegewebsschwäche (durch das ständige extreme Dehnen)aufbaut, ist doch mehr als naheliegend.
Aber wer viel Auto fährt hat natürlich auch ein größeres Risiko in einen Unfall zu geraten, als der der zu Hause sitzen bleibt.

Gruß
Andreas

NeedAName
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Re: Ursache das Kiffen ?!

Beitragvon NeedAName » Montag 20. September 2010, 17:48

Hi @all :)

Ich musste grad echt lachen als ich nach einer ursache für meinen SpontanPneumothorax gesucht habe und auf dieses forum gestoßen bin. erstmal vorweg, ist es echt eine hammergeile idee so ein forum zu öffnen und es dann auch noch wie die krankheit selbst zu benennen. vielen dank an den ersteller, dadurch konnte ich schnell infos finden! :D

so jetzt zu mir:
ich bin seit letzter woche mittwoch im KH wegen einem SPT. ich bin 24, 187cm groß, wiege ca. 69kg und rauche seit dem 13ten lenbensjahr zigaretten, seit ich 15 bin auch canabis in jeglicher form; beides mit mehreren, längeren pausen. so war es dann auch letzten montag. ich saß bei mir zu hause und rauchte noch eine bong (Wasserpfeife). nach dem inhalieren und wieder auspusten musste ich sofort husten, was mir vorher so noch nicht passiert war. also husten schon, aber der husten war nicht auf verschlucken oder die stärke des canabis zurückzuführen. es war eine art husten der sich anfühlte, als ob ich die grenze des einatmens überschritten hätte. das mag komisch klingen, aber ich versuche es genauso zu beschreiben wie es sich angefühlt hatte. naja ich bin dann ganz normal schlafen gegangen und konnte auch problemlos durchschlafen. am dienstagmorgen hatte ich dann starke schmerzen, im oberen teil der linken brust und ebenso auf der rückseite dieser. für mich fühlte sich das aber eher wie eine strake verspannung, vielleicht durch falsches liegen, oder einen eingeklemmten nerv an. ich war dann auch den ganzen dienstag unterwegs und hatte ein mittelstarkes schmerzmittel genommen, wodurch die schmerzen sehr schnell verschwanden. atemnot war nicht zu spüren, wodurch ich mich auch nicht davon abhalten lies, weiter zu kiffen. am dienstag abend dann hatte ich die ersten atembeschwerden, konnte aber immernoch tief ein und ausatmen. ich schlief dann ca gegen 2 uhr morgens ein und wachte um ca 6 uhr wieder auf, mit sehr starken schmerzen in brust und rückenbereich, sowie heftiger atemnot. ok ab ins KH dachte ich mir. dort angekommen wurde ich sofort geröngt und nach der eindeutigen diagnose auf die ITS gebracht, auf der ich dann auch sofort eine thoraxdrainage gelegt bekam. zum glück mit narkose :D. als ich dann wieder wach war kam der behandelnde arzt und befragte mich zur ursache bzw wie ich das bemerkt hatte. das es eindeutig am kiffen lag bzw am bongrauchen, war mir dort noch nicht klar und ich beschrieb alles genau wie hier, nur eben ohne das kiffen. als ich aber dann im anestesieprostokoll zu meinem drogenkosum und rauchgewohnheiten befragt wurde, wurde der arzt hellhörig. seine erste frage war: "Bong oder Joint?" ich antwortet mit "Bong" und somit war der fall für ihn klar. er hat mir dann auch erklärt warum und weshalb das für ihn die eindeutige ursache sei. junger mann, großgewachsen, sehr schlachsig bis dünn, keine lungenbeschwerden bis jetzt, keine beeinträchtigung des immunsystems, keine beschädigung lungennaher organze bzw des rippenfells. laborwerte 1-A etc. soweit alles in ordnung. da aber nicht ein teil des lungenflügels, sondern der komplette flügel kollabiert ist, meinte er dass die lunge einem extrem starken druck bzw unterdruck ausgesetzt war. schlagartig und auf einmal. sowas passiert eben nur bei dingen wie kontaktsport, unfällen bzw stürzen auf den brustkorb und eben bei bongs :idea: .
meine lunge sieht sehr gut aus und ich hatte noch nie beschwerden. bei mir ist es defintiv ein fall von canabiskonsum in verbindung mit bongrauchen. einem freund von mir ist exat das gleiche passiert. gleicher ablauf, gleiche ursache. so long^^

ich muss mich für den langen text entschuldigen, aber ich denke es ist wichtig präzise zu sein, um anderen zu helfen die angst zu nehmen, oder einfach eine möglichkeit zum vergleichen zu geben.
LG

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alexander_k
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Re: Ursache das Kiffen ?!

Beitragvon alexander_k » Donnerstag 23. September 2010, 11:34

Das passt alles voll zu meiner Story. Jaja die böse bong, so long ..... also Leute, finger weg !!!!!

Ich kenne (mir inkl.) 4 Leute in meinem Umfeld die einen Pneu hatten. 3 Davon passen in das Muster rein was hier beschrieben wird. Der andere wiederum hat noch nie in seinem Leben geraucht.

Und, dass keiner angibt das er Kifft wenn er ins Krankenhaus kommt ist normal. Von dem her stimmen diese Statistiken eh nicht wie hier schon gesagt wurde. Erst wenn man das 2-3 mal daran erkrankt ziehn man in erwähgung dem behandelnden Arzt vom Kiffen zu erzählen, wenn überhaupt.
Tipp- und Rechtschreibfehler sind absichtlich eingebaut und dienen der Belustigung des Lesers.

Faithful1985
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Re: Ursache das Kiffen ?!

Beitragvon Faithful1985 » Freitag 22. Oktober 2010, 15:38

Ich bin der Meinung, dass man nicht an Studien festhalten sollte.
Vielleicht kiffen einfach zu viele Leute, so dass man dem schnell die Schuld zuweist!

Wenn ein Großteil der "Pneu-Betroffenen" nachts mit Socken schlafen würde, wären dann die Socken Ursache für ein PneU??!! :lol:
Theoretisch?!

Trotzallem ist Bong rauchen einfach Mist und sicherlich schädlich...dem stimme ich zu!
Und jeder, der mit seinem Leben mehr anzufangen weiß als sich in nen Rauschzustand zu versetzen, ist sich dem auch im klaren!

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Re: Ursache das Kiffen ?!

Beitragvon Elvira » Sonntag 8. Juli 2012, 16:33

Hallo,

habe gerade die Diskussion übers Kiffen gelesen, auch die Auseinandersetzung, ob das hier so hingehört oder nicht, und ich finde auch, dass das hier sehr wohl hingehört. Weil nämlich, wenn ein Kiffer einen Pneumothorax hat, er sich schon überlegen muss, wie er das in Zukunft hinbekommen soll, ob er aufhören muss mit dem Kiffen, was er vielleicht gar nicht will, und wenn er nicht aufhören will, wie er das dann trotz kranker Lunge weiterpraktizieren will. Rauchen sollte er ja wohl nicht mehr, schon gar nicht dieses klebrige Zeug, aber bevor er weiterraucht, weil er einfach mit dem Kiffen nicht aufhören will (und da sollte man auch nicht so vorschnell sagen: ja, die süchtigen Kiffer, die das nicht lassen können; sagen Sie mal einem passionierten Weintrinker, er darf ab sofort keinen Schoppen mehr trinken in seinem Leben, oder einem trinkfesten Bierkonsument, er darf seine Maß jetzt nur noch von Weitem betrachten, die lachen da nur und schießen Sie auf den Mond!!!), muss er doch am besten ein Werkzeug in die Hand bekommen, wie er das in Zukunft hinkriegt, nämlich z.B. oral. Er muss eben den Kompromis machen, vom Haschisch-Raucher zum Haschisch-Esser zu werden. Da hilft kein erhobener Finger und keine Moral.

ostern12
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Re: Ursache das Kiffen ?!

Beitragvon ostern12 » Dienstag 25. Dezember 2012, 13:12

Hallo an Alle

ich hatte im april 2012 einen spontanpneumothorax links, drainage und anschließend eine chirurgische entfernung der bläschen auf der lungenspitze. röntgenbilder zeigten luftbläschen auch auf der rechten lungenspitze, infolge eines ephesyms, was immer das ist. wahrscheinlich eine schädigung. Hatte also wie empfohlen eine zweite op, mit entfernung der luftbläschen auf der rechten seite im november. alles lief gut. ärzte sagen, die wahrscheinlichkeit eines erneuten pneumothorax ist jetzt sehr gering
das rauchen habe ich sofort nach dem ersten pneumothorax aufgegeben.ist mir überhaupt nicht schwer gefallen.

nun was zum kiffen. ich habe etwa 30 jahre gekifft. als jugendlicher bongs, ab 35 jahren nur noch joints, die auch nur noch mehrmals pro woche. dazu zigaretten. ich bin 190cm, schmal und leicht. lt ärzten damit der ideale kandidat für pneumothorax. ich gehe davon aus, dass mein sorgloses kiffen mit eine ursache der erkrankung ist.

ostern12

oompfhysem
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Re: Ursache das Kiffen ?!

Beitragvon oompfhysem » Mittwoch 1. Januar 2014, 21:36

hi zusammen .. und frohes neues :mrgreen:

bin neu hier und wollte mal meine Erfahrung mitteilen, dieses Thema beschäftigt mich schon sehr lange, daher wird auch mein Beitrag etwas lang werden. Habe gesehn das der thread schon sehr alt ist aber doch oft gelesen wird, wir kiffer bleiben diesbezüglich ja lieber im Hintergrund ;)

bin Mitte 40, habe mit ca 16 Jahren angefangen Zigaretten zu rauchen, zuerst ein paar Pakete die Woche, dann als ich im Berufsleben war ab 20 schon eher ein Paket pro tag. Marlboro Lights. mit 18 hatte ich angefangen zu kiffen, war allerding eher Wochenendes.

Anfang der 90er Jahre hatte ich meine ersten spontanpneu, nach ner Woche Drainage war ich wieder draußen, und damals wurde mir nicht viel dazu gesagt außer das ich das typische Profil dazu hab: männlich, dünn, groß, Raucher ... mit dem kiffen hatte damals weder der Arzt noch ich das in Verbindung gebracht.

Habe weiterhin Kippen und beim kiffen hauptsächlich Hash geraucht, vorzugsweise Afghanen, und da ich das hash meist in der Unterwelt gekauft habe (Holland war nicht gleich nebenan und selbst Hasch anbauen geht nicht wirklich) würde ich mal annehmen das ich da ne ganze menge nichtpflanzlicher Stoffe mitgeraucht habe, da Hasch ja meist um das Gewinnpotenzial zu maximieren gepanscht wird. Wie unglaublich schlecht die Qualität von dem Zeugs war das ich fast 15 Jahre lang geraucht hatte wurde mir erst später richtig bewusst als ich in Holland und der Schweiz gewohnt hab wo man an puren Hasch rankommt. Gras war irgendwie nie mein Ding, vor allem in den letzten 10 Jahren wo das gras so extrem stark hochgezüchtet wird das es mir viel zu stark ist.

Habe außer ein paar Jahre in meinen zwanzigern nie wirklich extrem geraucht, also keine bongs, eimer, chillums oder purpfeifen, dafür aber sehr regelmäßig, also täglich mehrere 'kleine' joints. bin Musiker, daher wurde das kiffen irgendwann mal einfach gewohnheitssache und ständig bekifft sein (nur ein bissi, nicht wirklich weggedröhnt) war auch nicht wirklich hinderlich beim täglichen Leben.

Kippen habe ich eigentlich immer schon gehasst und seid 20 Jahren mehrmals pro Jahr versucht damit aufzuhören (wie man ja weis ist das aufhören sehr einfach, nicht wieder anfangen ist das Problem). Irgendwann so vor 10 Jahren habe ich dann fast ganz aufgehört kippen zu rauchen und 'nur' noch spliffs geraucht, immer noch täglich so 1-5 kleine spliffs nicht wirklich fette joints. Als um die Jahrtausendwende endlich mal publik wurde was für extrem giftige Substanzen in 'normalen' kippen sind habe ich dann auch aufgehört mit Marlboros zu drehen und bin auf Tabak ohne Zusätze umgestiegen und hab joints nicht mehr ohne Filter sondern mit kippenfiltern gedreht. Dadurch wurde auch meine Sucht viel einfacher zu bändigen, mehrere Stunden zu fliegen ohne zu rauchen war auf einmal kein Problem mehr und von einem tag auf den anderen ein paar Wochen nicht mehr zu kiffen/rauchen auch nicht (wenn ich in Ländern gereist bin wo darauf extreme Strafen stehn zB). Durch das mühsame selbstdrehen hab ich auch weniger geraucht, vorher hatte ich doch oft noch mal ne Kippe zwischengeschoben, vor allem wenn ich mit Leuten zusammen war die geraucht haben das Kiffen aber nicht möglich war (in Restaurants, Bars, bei Feten, etc).

Vor 10 Jahren wurde dann wegen verdacht auf eine andere Krankheit ein CT gemacht und dabei kam raus das ich extrem große Bullae, also Emphysemblasen habe. Die Ärzte sagten mir damals das Sie sich das in keinster Weise erklären konnten, so eine zerfetzte Lunge sieht man wohl eher bei 70ig jährigen Kettenrauchern und auch da eher selten so extrem. Hatte auch damals schon mit offenen Karten gespielt und mich zum kiffen bekannt aber für die Ärzte lief das eigentlich immer undifferenziert unter 'rauchen'. Natürlich wurde mir extrem krass ans herz gelegt mit dem 'rauchen' aufzuhören, woran ich mich komischerweise nicht gehalten habe. Dachte irgendwie das mit dem Tabak ohne Zusatzstoffe, filter-joints und purem hash ohne reingemischten Dreck das Risiko minimiert ist. Habe mich seitdem wie gesagt aufs Spliffrauchen 'beschränkt' aber immer regelmäßiger was mir immer schon suspekt vorkam. Irgendwann wurde es dann immer klarer das ich nicht wirklich Kiffsüchtig war sondern einfach nur Nikotinsüchtig, dauernd bekifft sein ging mir immer mehr auf den Senkel aber trotzdem drehte ich mir schon vormittags zum Kaffee einen 'micro-spliff' ... der tat super gut aber kurz danach war ich schon wieder genervt bekifft zu sein, aber ne stunde später doch schon wieder am 'kiffrauchen'. Wenn ich im Fernsehen, Kino oder abends in ner Bar jemanden genüsslich rauchen sah hatte ich sofort den Finger am Abzug und hab mir nen spliff gedreht, meistens 10min später wieder genervt weil ich bekifft war. Wenn Freunde bei mir Graßbongs gekifft haben konnte ich ohne Probleme den ganzen Abend zusehn ohne zu kiffen.

Vor 5 Jahren hab ich mir bei einem Unfall ein paar rippen gebrochen und dabei wieder einen Pneu gehabt. Nach ner Woche Drainage wieder nach hause. Auch bei dem Krankenhausaufenthalt wurde mir nochmal der dramatische zustand meiner Lunge ans herz gelegt, habe dann sogar ein paar monate gar nix geraucht, dann ab und zu am Wochenende mal am spliff gezogen ... dann langsam wieder in die kippensucht und regelmäßiges 'kiffrauchen' gedriftet. Der thoraxchirurg der mir damals die Drainage gelegt hatte war endlich mal jemand der mit mir Tacheles übers kiffen geredet hat, er kannte sich damit einigermaßen aus und gab zu auch selbst öfters gekifft zu haben. Er meinte wenn ich schon unbedingt kiffe sollte ich wenigstens Graß und kein Hasch und vor allem nicht mit Tabak rauchen, was ich dann auch seitdem gemacht hab. Da ich aber graß wirklich nicht mag (weder vom Geschmack her noch von der Wirkung und der Gestank in der Wohnung ekelt mich an) hab ich dann doch vor 2 Jahren langsam wieder mit Hasch angefangen, wenn auch in homöopathischen Dosierungen und von absolut reiner Qualität (je älter man wird desto besser die connections). Je besser das Hash/Graß, desto weniger reicht auch, habe so wenig reingetan das andere Kiffer immer sehr belustigt waren.

Dann vor ein paar Wochen ohne wirklichen Grund (saß am Schreibtisch) ein spontanpneu, diesmal richtig heftig, nah am Spannungspneu vorbei (die gefährlichste variante). Drainage wurde gelegt und OP angesagt. Als dann das CT begutachtet wurde haben die Ärzte jedoch sofort wieder von der OP abstand genommen da meine Lunge so zerfetzt ist (ca 60% blasen Volumen) das es extrem schwer und riskant zu operieren ist. Solange es mir noch gut geht und meine Lebensqualität ok ist (habe eigentlich außer bei sportlicher Belastung keine Luftnot, nur keine super Kondition aber Fahrradfahren, Treppensteigen etc. ist alles kein Problem) ist OP keine Option da die Chirurgen nicht vorhersagen können ob ich dadurch nicht vom regen in die Traufe komme.

Nach ner Woche Drainage war ich wieder draußen, leider allerding 3 Tage später wieder in einem anderen Krankenhaus da schon wieder ein Pneu. Selbes Szenario mit anderen Ärzten, OP angesetzt, dann nach CT wieder abgesetzt da zu kompliziert und riskant.

Jetzt bin ich seid 8 Tagen wieder draußen und es sieht so aus als ob es diesmal noch hält, hab allerdings doch große Probleme das ganze psychologisch wegzustecken. Habe mehrmals am Tag das Gefühl schon wieder einen pneu zu haben, bis jetzt allerdings nur Einbildung. Sobald es mich am Nippel juckt würd ich am liebsten sofort zum Röntgen fahren. Daher schreib ich hier auch grad Romane (sorry dafür) und dadurch ist die Paranoia die ich hatte als ich mich hier registriert habe endlich wieder gesunken.

Das alles eigentlich nur mal zur Einleitung, keine Ahnung ob das für irgendjemanden Sinn macht. Daher also nach dieser extrem langen selbsttherapievonderseeleschreibaktion hier also noch mein Senf zu der eigentlichen Fragestellung: Ursache von Pneumothorax das Kiffen ?

Dazu würde ich persönlich Nein antworten, glaube nicht das kiffen an sich Pneumothorax auslöst. Was allerdings ohne Zweifel vom Rauchen und Kiffen kommt sind Emphyseme .. und da Emphyseme die Ursache von sekundären Spontanpneus sind ist Rauchen, also auch kiffen also doch irgendwie die Ursache. Ohne Frage jedoch ist bei mir das ich durch das kiffen von meiner Nikotinsucht nie losgekommen bin, hätte ich pur geraucht oder vaporisiert wär meine Lunge vielleicht noch in besserem Zustand. Könnte mir gut vorstellen das kiff + Tabak sich irgendwie potenziert. Und nehme auch an das es bei mir persönlich irgendeinen medizinischen/physiologischen/erblichen Grund gibt das es so heftig ausfällt. Ich kenne Leute die ende 60 sind und in Ihrem Leben weitaus krasseren Cannabiskonsum gehabt haben die fast gar kein Emphysem haben.

In meinem Fall glaube ich ohne viel Zweifel das meine Lunge nicht so aussehen würde wie ein oller Schwamm wenn ich nicht 15 Jahre lang dreckigen Straßenhash mit Marlboros ohne Filter gekifft hätte. Allerdings hätte ich auch wohl kaum so lange gekifft und nach den pneus nicht wieder angefangen wenn ich nicht hochgradig Nikotinsüchtig gewesen wäre, schon gar nicht seid ich weis wie meine Lunge aussieht (hatte ja damals meine CT-Scan Bilder gesehen). Das ich danach wieder angefangen hab lag ohne Zweifel am Nikotin, nicht am Kiff. Finde es immer wieder erstaunlich wenn ich auf der pneumostation mit dem schlauch in der seite liege zu beobachten wie Raucher denen vor 2 wochen die halbe Lunge rausoperiert wurde und auf Chemo sind noch heimlich am Fenster oder vor dem Krankenhaus rauchen. Bei meinem letzten Krankenhausaufenthalt waren davon mehrere, einer davon schon im Endstadion mit Rollstuhl und Suaerstoff der weiter geraucht hat.

Versteht mich nicht falsch, ich will hier in keinster Weise irgendwie Schuld von mir schieben, letzten Endes hab ich meinen Zustand nur meiner eigenen 'Dummheit' zu verdanken. Ob es wirklich Dummheit war und warum Leute überhaupt kiffen/rauchen/trinken ist zwar glaub ich auch ne interessante Diskussion, aber trotzdem will ich das in meinem Fall mal so stehen lassen.

als letztes wollt ich doch noch mal kurz erwähnen das es zu dem Thema kiffen und gesundheitliche folgen meines Wissens keinerlei brauchbare Studien und schon gar nicht Langzeitstudien mit genügend Teilnehmern gibt. der NZZ Artikel hört sich ja schon logisch an ist jedoch wirklich nichts mehr als eine Vermutung auf die auch jeder Kiffer selber kommen könnte. Wer sich mal medizinische Studien genauer anschaut wird schnell feststellen das seriöse Studien über Jahrzehnte mit tausenden von Teilnehmern gehen. Die Pflanzenpartikeltheorie ist ja auch sehr 'logisch' , in meinem Fall aber glaube ich nicht die Ursache da ich seid 15 Jahren mit filtern kiffe, glaube nicht das da Pflanzenteilchen durchkommen. Die zwei dutzend Ärzte/Pneumologen die ich im laufe meiner Krankheit kennengelernt habe haben um es mal gelinde zu sagen keinen Schimmer was kiffen überhaupt ist, wie und was gekifft wird und inwiefern das Auswirkungen hat oder wie man einem Kiffer dabei hilft aufzuhören, bzw wie man sich von der damit verbundenen nikotinsucht befreit. Auch finde ich es immer noch erschreckend wie wenig von Ärzten nikotinsucht überhaupt erwähnt wird bzw daraufhin informiert wird. Rauchen, und da meine ich jetzt Zigaretten, ist wirklich eine ganz extrem schlimme SUCHT und ich kann es nicht verstehn das hier in Deutschland sogar noch Werbung die offensichtlich teenager anspricht überall rumhängt. Ich habe ohne Zweifel in meinem Leben so viel gekifft weil ich Nikotinsüchtig war.

Ich bin nicht wirklich interessiert an der legalisierungsdebatte (obwohl das für einige Krankheiten als begleitendes Schmerzmittel sicher gut wäre) und finde die Tendenz in den letzten Jahre zu immer heftigerem Graß mit immer jüngeren kiffern schon etwas beängstigend, ich bin jedoch glaube ich Realist und versuche mich nicht von emotionalen, politischen oder philosophischen Theorien zu sehr beeinflussen zu lassen. Egal ob irgendwann mal legalisiert wird oder nicht, was ich mir wirklich wünschen würde ist das endlich mal mit dieser Geheimniskrämerei und Pauschalurteilen aufgehört wird, einfach nur im Interesse der Jugendlichen und Kinder. Hatte auch hier in Deutschland immer wenn ich mit Ärzten das Kiffen erwähne immer das deutslische Gefühl das schnell das Thema gewechselt wird und keiner wirklich informiert ist. Erst vor zwei Wochen hatte ich es mit einem Chefarzt zu tun der noch nicht mal den Unterschied zwischen Graß und Hasch kannte als ich es ihm erklärt habe aber dann sofort genau wusste das ‚Cannabis’ der Grund für meine Erkrankung war. Ich hab jetzt schon so viele Theorien gehört was die Ursache für meine extremen Emphyseme ist das ich schon fast gänzlich das vertrauen in die Pneumologie verloren habe. Scheint wirklich eines der großen medizinischen Mysterien des 21en Jahrhunderts zu sein ...

Es gibt Millionen von jugendlichen und Erwachsenen die Kiffen, ob regelmäßig oder nur manchmal. Da fände ich es eigentlich normal das sich die Ärzteschaft mal etwas genauer mit dem Thema befasst und nicht nur mit Theorien aus dem Bauch raus rumwirft so wie ich das erlebt habe. Sicherlich ist es für die Gehirnbildung und sozialisierung von jugendlichen nicht sehr vorteilhaft high-grade haze mit 30% THC zu rauchen, vor allem aber sollten den jugendlichen aber auch mal die Gesundheitlichen Folgen des rauchens an sich etwas drastischer mitgeteilt bekommen. Ich würde Kindern auch eher zum Condom als zur sexuellen Abstinenz raten, warum also nicht mal bekantmachen das pur kiffen sicherer ist weil es nicht zur Nikotinsucht führt ? und endlich mal eine seriöse Langzeitstudie ansetzen damit irgendwann vieleicht auch mal die wirklichen gesundheitlichen Auswirkungen bekannt werden.

Einstiegsdroge Cannabis: auf jeden Fall !!! Führt in den meisten Fällen zur lebensgefährlichen droge Nikotin, eher selten zum Heroin :lol:

meinerseits ist mir hoffentlich das rauchen und kiffen ein für alle mal ausgetrieben worden .. das Mittel dazu in diesem Fall ist einfach nur die nakte Angst mich unter das Messer von inkompetenten ärzten begeben zu müssen, was ich in den letzten 4 Wochen diesbezüglich erlebt habe könnte jetzt nochmal ein paar Seiten füllen :roll:


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