Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

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pilus
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Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon pilus » Mittwoch 19. August 2009, 12:09

Hallo,

Ich wurde am 17.7.2009 an einem Spontanpneu operiert. Es ist soweit alles ganz gut verlaufen kann mich bisher nicht wirklich beklagen. Ich habe teilweise noch Schmerzen im Lungen/Brust Bereich, was aber nach der Op ja höchstwahrscheinlich ganz normal ist. Nur habe ich Angst, dass es durch falsche Bewegungen oder dergleichen wieder aufreißt...Wie ist das denn? Erstickt man eigentlich, falls eine Lungenhälfte kollabiert? Die andere Lungenseite müsste das doch auffangen können oder? Wenn dem so ist, kann ich nämlich deutlich Angstfreier leben (:

Des Weiteren: Falls hier ein Kraftsportler unter den Usern ist, würde mich mal interessieren, wann ich wieder mit meinem geliebten Sport (Gewichte stemmen ;) ) anfangen kann.

Vielen Dank im Voraus.

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Nighwitch
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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon Nighwitch » Mittwoch 19. August 2009, 12:19

wenn eine lungenseite komplett kollabiert erstickt man nicht aber es ist eben sehr unangenehm wegen schmerzen und atemnot.
du hattest doch einen pneu und bist operiert und bist nicht erstickt*gg

gefährlich wird es nur wenn aus dem pneu ein spannungspneu wird, dann hat man ca. ne halbe std zeit soweit ich weiss.
weil beim spannungspneu werden die organe wie herz etc zur seite verschoben und das ist lebensgefährlich

aber beim normalen pneu ist es nicht so tragisch :)

und reissen dürfte die op seite nicht ;)

pilus
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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon pilus » Mittwoch 19. August 2009, 12:39

Ja sicher hatte ich einen Pneu...da aber früh erkannt, war meine Lunge ja nicht annähernd komplett kollabiert. Wovor ich mich fürchte, ist ein schwacher Pneu der ungemekrt zu einem Kollaps führt. Aber wenn man nicht direkt GAR KEINE Luft mehr kriegt sondern noch um Hilfe rufen kann, wäre das ok.

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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon eve » Mittwoch 19. August 2009, 13:25

Hallo pilus
Wenn ein Lungenflügel kollabiert, hast du evtl. noch etwas Atemnot zu den "normalen" Pneubeschwerden (die ganz verschieden sein können). Als ich das erstemal in ein Krankenhaus ging, hatte ich einen völlig kollabierten Lungenflügel und ausser etwas Atemnot kaum Beschwerden.

Wie Nightwitch sagt, sind es die Spannungspneus, die das Ganze so gefährlich machen. Dabei entsteht ein Ventileffekt, so dass Luft aus dem Loch in der Lunge zwar raus, aber nicht mehr reinkann. Diese Luft braucht dann natürlich bei jedem Atemzug mehr Platz, so dass am Schluss Herz, etc. auf die Seite geschoben werden. In so einem Fall fällst du gem. Aerzteauskunft nach ca.20 Min ins Koma und stirbst nach so ca. 1/2 Std.

Ich konnte bei mir von meinen Beschwerden nie auf die Grösse eines Pneus schliessen. Bei meinem letzten Pneu hatte ich sehr starke Schmerzen, obwohl er eigentlich gar nicht soooo gross war...
lg
eve

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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon pilus » Mittwoch 19. August 2009, 14:38

Achja, der gute alte Spannungspneu...jaja...alles schon nicht so toll.

Das größte Problem ist nach einem Vorfall aber eigentlich, dass man bei jedem kleinen Ziepen oder Gluckern, was ja auch vom Magen/Darm , der ja auch in Nähe der Rippen/Lunge liegt (welches einen vor dem Pneu gar nicht interessiert hätte) aufschreckt und denkt: "Oh nein, da ist es wieder"...Nur jeden Tag röntgen ist ja auch nicht drin... :roll: Deswegen hab ich mich jetzt entschieden mich heute oder morgen röntgen zu lassen und dann wenn alles ok sein sollte, wieder so zu leben wie früher. Ich glaube, dass das das beste ist...Man kann sich doch nicht ab jetzt Zeit seines Lebens vor dem Mist fürchten und total eingeschränkt leben, oder??

Und nochmal..kann mir wer was zum Kraftsport sagen? Ich will endlich wieder ans Eisen!!! :D

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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon eve » Mittwoch 19. August 2009, 15:15

pilus hat geschrieben:Und nochmal..kann mir wer was zum Kraftsport sagen? Ich will endlich wieder ans Eisen!!! :D

lol....das scheint je nach Arzt, den du fragst, verschieden zu sein...wenn du dich im Forum ein bisschen umschaust, siehst du alles zwischen so ca. 6 Wochen nach Op bis 1 Jahr oder noch länger aussetzen. Meiner fand, bei Kraft-/Kampfsport aufpassen und, speziell Kampfsport evtl. ganz aufhören. Soweit ich mich erinnere, ging es da speziell um Schläge auf den Brustkorb (Kampfsport) und das Luft anhalten mit entsprechendem Druck auf die Lunge (Krafttraining).
lg
eve

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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon Nighwitch » Mittwoch 19. August 2009, 16:01

also mein rechter lungenflügel war komplett zusammen gefallen, und ich habe starke schmerzen(dachte nerv eingeklemmt) und nach paar min extreme atemnot gehabt(dachte aber käme vom astma), also um hilfe rufen kannst du auch wenn ein lungenflügel komplett kollabiert :)

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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon pilus » Mittwoch 19. August 2009, 16:13

Hm, ja ist schon merkwürdig, dass da immer jeder was anderes sagt :? Aber eins sagten alle einheitlich: "Wir operieren vorallem bei jungen Menschen, um dem Betroffenen volle Belastbarkeit wiederzugeben. Es wäre ja witzlos, wenn man sich danach ewig schonen müsste.

Hoffe mal nicht, dass das so wild ist...

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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon eve » Mittwoch 19. August 2009, 16:50

Das Einzige, das du ziemlich sicher nicht mehr machen darfst, ist flaschentauchen..beim Rest würde ich mich an die Aerzte und den gesunden Menschenverstand halten ;)

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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon Nighwitch » Mittwoch 19. August 2009, 16:54

also bei mir steht die op noch aus , was nach nem nächsten pneu sein wird

ich lebe mittlerweile fast ganz normal, das einzige was ich nicht mehr mache darf ist flaschetauchen (habe ich auch noch nie) und trompete spielen(pneu kam wärend des auftritts) ansonsten mache ich alles wieder nur eben vorsichtiger

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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon pilus » Donnerstag 20. August 2009, 08:13

Ja, so ist es ja auch richtig....Wir Betroffenen dürfen uns von dem Quark nicht unter kriegen lassen :) Es ist passiert und gut. Ich und viele andere hier mit Sicherheit auch sind noch viel zu jung, um schon in Kummer und Sorgen zu leben :)

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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon Nighwitch » Donnerstag 20. August 2009, 11:57

mein pneu ist jetzt auch fast 3 jahre her, und ich habe die ersten 2 jahre immer mit angst gelebt, immer zum doc beim ersten zipperlein etc, aber das wurde mir irgendwann zu blöd also wenn einer kommt dann kommt er( laut ärzte bei mir mit sicherheit irgendwann!) tja und solange versuche ich normal zu leben :)

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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon Lenchen » Mittwoch 26. August 2009, 18:14

Juhuuu Leidensgenossen,

also, bei nem Spannungspneu stirbt man dann auch nicht sooo schnell. Is ja wieder von Mensch zu Mensch verschieden. Ich hatte damals schon ca seit 2 Std nen Spannungspneu, die Ärzte meinten aber, ich hätte noch gut 2h weiter leben können damit(gefühlt war das anders). Jedenfalls waren Luft- und Speiseröhre sowie Herz schon zur anderen Seite verschoben und trotzdem kein Tod innerhalb ner halben std. Soviel dazu und keine Panik! Sind allerdings beide Lungenflügel komplett kollabiert, wirds eng.
Zum Sport, mein letzter Pneu liegt ca 4 Jahre zurück, ich hatte insgesamt 8, einmal offene OP, 3 minimal invasive, 2 Op`s links und 2 rechts,hab ein Jahr gebraucht, um wieder "normal" zu werden.
Jetzt laufe ich 3-4mal die Woche, mache Krafttraining und Boxen. also, dran bleiben, es wird wieder!!!
Liebe Grüße, Lena

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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon simon » Montag 7. September 2009, 10:51

Lenchen hat geschrieben:
.....also, bei nem Spannungspneu stirbt man dann auch nicht sooo schnell. Is ja wieder von Mensch zu Mensch verschieden. Ich hatte damals schon ca seit 2 Std nen Spannungspneu, die Ärzte meinten aber, ich hätte noch gut 2h weiter leben können....

Liebe Grüße, Lena


Hallo Lena,

wie Du schon sagst, es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Bewusstlosigkeit kann zum Beispiel bei einem Spannungspneu schon nach fünf Minuten auftreten, liegt halt daran wie gross das Loch in der Lunge ist.
Deswegen wann immer man das Gefühl eines Pneu´s hat -> ab zum Arzt, Krankenhaus. Zumindest ganz schnell wenn die Lipppen auch noch blau werden und/oder sich eine "Beule" in der Brust bildet.

Gruss,
Christian

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Re: Fragen zu Verhalten bzw. Alltag nach der OP

Beitragvon Wildcaddy » Sonntag 25. September 2016, 12:14

Nighwitch hat geschrieben:mein pneu ist jetzt auch fast 3 jahre her, und ich habe die ersten 2 jahre immer mit angst gelebt, immer zum doc beim ersten zipperlein etc, aber das wurde mir irgendwann zu blöd also wenn einer kommt dann kommt er( laut ärzte bei mir mit sicherheit irgendwann!) tja und solange versuche ich normal zu leben :)


Halli hallo,
Ich bin seit 5 Tagen aus dem Krankenhaus raus hatte zwei mal eine Drainage in der Lunge wegen eines spontanpneu :( (nach dem ersten ziehen musste kurz danach ein neuer gelegt werden weil die Lunge wieder zusammengefallen ist)
Ich weiß eigentlich gar nicht so schlimm für mich aber das schlimmste :( ich hatte noch nie eine "op"
Jetzt wurde mir gesagt das ich Bläschen auf der Lunge habe und die operativ mit paar kleinen schnitten entfernt werden müssen betroffen sind beider lungenflügel hat da jemand Erfahrung mit?

Wäre schön wenn man mir etwas die Angst nehmen könnte.

Liebe grüße wildcaddy :)


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