der pneu der pneu und meine fragen :)

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tazka
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der pneu der pneu und meine fragen :)

Beitragvon tazka » Freitag 9. April 2004, 21:37

hallo leute...

hier is nun auch ma kurz meine geschichte...hoffentlich langweile ich niemanden :)

ich habe vor einigen wochen extreme rückenschmerzen bekommen und bin dann auch etwa 3 tage später zu meinem hausarzt gegangen (ich dachte ich hätte mir nen nerv oder so eingeklemmt) der hat dann nen lungenfunktionstest gemacht, die sauerstoffsättigung gemessen und mich zum lungen röntgen geschickt.

da hat sich jetzt gezeigt das ich einen ca. 10 cm grossen pneu auf der linken seite habe...also ab ins kkh.

jetzt gings wie bei einigen anderen hier erst richtig los...natürlich hatte ich keine ahnung was da auf mich zu kam und ich ließ die ganze prozedur über mich ergehen...nach 12 tagen drainage, etlichen röntgenaufnahmen, ct und "androhung" einer op wo sie mir einen teil der lungenspitzen abnehmen wollten + nix bringende punktierung hatte ich immer noch einen etwa 2 cm grossen restpneu...

"das muss sich jetzt von selbst heilen" sagte der arzt, der wie ich jetzt weis wohl nich besonders viel ahnung hatte...also nach ein paar tagen zurück ins kkh zur nachsorge untersuchung...und siehe da...der pneu hat sich vergrössert...

da ich nich schon wieder zu diesen stümpern wollte hab ich mir die röntgen- und ctbilder geben lassen und bin zu n paar experten gegangen (hab mich zwischenzeitlich ma n bisschen informiert) da ging alles schnell und unkompliziert...die drainage wurde nicht wie vorher zwischen der 5ten und 6ten rippe sondern sehr viel komfortabler zwischen meinem nacken und der linken schulter angebracht.
vorteil: ich konnte mich beim schlafen einigermaßen bewegen.
außerdem war der schlauch nur halb so dick, das einführen ging schneller und ich bekam einen akkudrainagesauger *freu* ;)

nach einer woche und gerade mal 3 röntgenaufnahmen war die sache erledigt und ich bin jetzt wieder zuhause.

der arzt im letzten kkh hat mir erzählt, dass bei einem rückfall operiert werden muss...allerdings nicht an der lunge (wie in kkh 1) sondern es wird das lungenfell entfernt und dann erneut eine drainage gelegt was eine einfallende und blutende lungenhälfte zur folge hat und als resultat die lunge mit dem brustfell zusammenwächst
soll heissen: es gibt danach keinen pleuraspalt mehr in dem luftbläßchen entstehen können.

nun zu meiner frage...hab ich den letzten arzt richtig verstanden? und is das wirklich ein großer unterschied zwischen variante 1 und 2?

danke für eure unterstützung
und bleibt gesund

mfg
tazka

Eric
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Beitragvon Eric » Samstag 10. April 2004, 01:40

Zuvor ein paar Fragen:

Bist du eine Frau?
Wie alt bist du?

Zu deinen Problemen:

Zwischen der ersten und der zweiten OP liegen wirklich Welten, doch eine Garantie für keinen Rezidiv kann dir kein Arzt mit Gewissheit geben. Die Chance liegt immer noch bei knapp 5% ... ein theoretischer erneuter Zusammenfall ist daher möglich.

Gruß,
Eric!

Fire
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Beitragvon Fire » Samstag 10. April 2004, 05:33

Wie operiert wird sollte davon abhängen wie deine Lunge ausschaut. Soll heissen, wenn während der OP weitere Blasen entdeckt werden ist es sinnvoll diese auch gleich zu entfernen, generell die Lungenspitze zu entfernen finde ich persönlich nicht sinnvoll. In dem KKH wo meine OP durchgeführt wurde, ist es üblich das Lungenfell mit der Lunge zu verkleben und wenn weitere Blasen während der OP gefunden werden diese gleich zu entfernen.

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Beitragvon diet » Samstag 10. April 2004, 11:24

Hallo Tazka,
Ich wurde 2003 auch auf diese Art opperiert. Dabei wurde aber trotzdem die kranke Lungenspitze entfernt und die weitere OP entspricht dann etwa deiner Beschreibung. Es wurde also nicht die Lunge mit dem Rippenfell verklebt. Durch das künstliche Beschädigen des Rippenfelles an der Lungen-OP-stelle wachsen beide ,,Organe,, dort zusammen. Dadurch hat die Lunge einen festen Halt und kann nicht mehr kollapieren. So ungefär wurde mir die OP von den Chirurgen erklärt.
Trotzdem hatte ich ca. 3 Wochen nach dieser OP wieder einen Pneu mit allen Drum und Drann; also Schlauch rein, Blubbergerät usw.
Bis auf die taube Seite, ewige Schmerzen und Luftnot hatte ich keinen Pneu wieder; denke ich jedenfalls.
Welche Variante nun besser ist, kann ich nicht beurteilen, da jeder Körper anders reagiert. Fakt ist, dass Du um eine OP nicht herumkommen wirst.
Die OP ist nicht schlimm oder gar schmerzhaft. Nach gut einer Woche ist im KH alles erledigt. Also Kopf hoch und durch !!! :lol:
Dieter

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Beitragvon Franky » Montag 12. April 2004, 10:21

Hallo Tazka,

ziemlich ähnlich war es bei meinem ersten Pneu...Rückenschmerzen, Seitenstechen, strahlte in den Arm und Hals aus. Bin 3 Tage unwissend damit rumgelaufen.

Die OP beim zweiten Pneu hat aber erst Besserung gebracht.

Zu deiner Frage:

Die Variante 1 wie Du sie beschreibst zieht nur durch das Vakuum der Drainage die Lunge wieder auf. Nach ca. 5 Tagen wird die Drainage abgeklemmt und man schaut nach, ob die Lunge ohne fremde Hilfe "stehen bleibt". Wenn ja, zieht man die Drainage nach einem weiteren Tag "Überwachung", weil beim Ziehen wiederum ein Pneu entstanden sein kann, wird man entlassen. Dass Du mit einem Restpneu entlassen wurdest ist ungewöhnlich....

Die Variante 2 ist völlig anders, weil man hier aktiv das Problem angeht. Macht man allerdings immer erst nach erfolgloser Variante 1.
Bei der Brustkorbspiegelung schaut man sich Deine Lunge mittels endoskopischer Optik an und sucht nach Bläschen und anderen Veränderungen, die für den Pneu verantwortlich sind. Sind Bläschen da, sind sie in der Regel an der Lungenspitze und man entfernt sie. sind keine da, um so besser. Der zweite Schritt ist das Entfernen eines kleinen Stückes des Lungenfells. Der dritte Schritt ist die Pleurodese (Verklebung). Die wird durch das Anrauhen des Rippenfells & Lungenfells erreicht. Daurch entseht ein entzündlicher Prozess, der die beiden Blätter miteineander vernarben lässt und eine festere Verbindung schafft. Oder man benutzt einen "Klebstoff". Das Ziel ist das gleiche: Fixierung des Pleuraspaltes.

Danach wird ebenfalls mittels Saugdrainage über mehrere Tage die Lunge wieder stabilisiert, weil die Vernarbung / Verklebung Zeit benötigt und nicht sofort stattfindet. Die weitere Prozedur ist dann wie bei Variante 1.
Das Ganze nennt sich:
videoassistierte Brustkorbspiegelung mit evtl. Lungenspitzenentfernung und teilweiser Entfernung der Pleura und anschliessender Verklebung.
Also: ein grosser Unterschied zwischen Variante 1 &2.

Ich hoffe, uns bleibt eine weitere "Pneuattacke" erspart und wünsche Dir alles Gute.

Franky

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Beitragvon Fire » Montag 12. April 2004, 15:02

Hi Tazka,

ich hatte Variante 1 der OP eher als Entfernung der Lungenspitze verstanden und nicht als Standard Drainagen Behandlung. Kannst ja nochmal posten was der Arzt genau vor hatte.
Zu der Entlassung mit Restpneu, das ist an sich nicht besonders ungewöhnlich (es sei denn der Spalt ist 2 cm gross). Bei mir gab es nach allen drei Pneus jeweils einen Spalt von 0,2 - 0,5 cm, der anscheinend schon immer da war, da er auch heute noch auf allen Röntgenbildern auftaucht. Und daher bin ich mit diesem Spalt halt auch entlassen worden. Der Arzt meinte schon beim ersten Pneu das der Spalt schon immer dagewesen sein kann, ansonsten würde der Körper die Luft in den nächsten Tagen absorbieren.
Um zum Beispiel solche Spalten zu erkennen sind die regelmässigen Röntgenkontrollen unablässlich, da nur so zu sehen ist ob die Lunge sich weiter ausbreitet und ob solch ein Spalt über mehrere Tage gleich bleibt.


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