Unsicherheit nach SpontanPneumo

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pepa64
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Unsicherheit nach SpontanPneumo

Beitragvon pepa64 » Mittwoch 31. März 2004, 19:04

Hallo Leidensgenossen!

Ich hatte am 8.März meinen ersten spontan Pneumo. Nachdem mein Hausarzt das erst im 2.Anlauf erkannt hatte :cry: gings natürlich ins Krankenhaus. Dort Drainage, der Versuch des Abklemmens nach 3 Tagen schlug fehl. Also weitere 3 Tage 'saugen' und die Lunge hielt :lol: .
Es wurde auch ein CT gemacht, worauf keine Veränderungen der Bläschen zu sehen war.

Nachdem ich jetzt fast alle euere Beiträge gelesen habe, wird mein Problem nur noch größer:

Was kann ich tun, damit ich kein Rezidiv erleide :?:

Ich bin mit 1,80m und 80Kg 'normal' :oops: gewachsen. Es gibt keine Lungenerkrankungen, keine Erbkrankheiten, keine aktuellen Krankheiten, kein Niesen, kein Husten, bin NICHTRAUCHER, kein Sportler :roll: , etc.
also nichts was irgendwie erklären könnte, warum es zum Pneumo kam.

Wenn ich jetzt mit den Ärzten rede, wird mir erklärt, das ist keine Krankheit sondern schlichtweg nur Pech. Leider kann ich das so noch nicht akzeptieren und liege darum nachts wach um über das Problem nachzudenken.
Die nächste Unsicherheit entsteht. wenn einem die 'Halbgötter in Weiss' die Verhaltensregeln nach dem Pneumo nahelegen:

:!: Arzt_A: Leben Sie vollkommen normal, die nächsten 3 Monate nur nicht Tauchen (mit Flaschen) und nicht Fliegen.
:!: Arzt_B: Schonen Sie sich, heben Sie nichts schweres, bei Husten bitte sofort melden, damit wir das am Anfang etwas aggressiver behandeln können.
:!: Arzt_C: (Ich bekam jetzt tatsächlich einen grippialen Infekt) Das ist eigentlich überhaupt kein Problem, da Ihre Lunge wieder voll abgedichtet ist (seit dem entfernen der Drainage sind bereits 2 Wochen vergangen) trotzdem verschreibt er mir Antibotikum.

Vielleicht sind ein paar unter euch, die mir aus dieser Vielzahl von konträren Aussagen die richtigen Regeln nennen können :?:
Wann 'verblasst' die Erinnerung an den Vorfall :?:
Wann fängt man an, Sport zu treiben (gemäßigt!) :?:


Pepa64

Andreas
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Unsicherheit nach SpontanPneumo

Beitragvon Andreas » Donnerstag 1. April 2004, 14:36

Was man tun kann, damit man keinen Rezidiv erleidet

Nach meiner Erfahrung leider garnichts, dafür auch (zumindest bei mir) nichts, was einen Pneu fördern würde.
Das mit Tauchen und Fliegen sollte man evtl. vorsichtshalber trotzdem erstmal seinlassen.
Körperliche Aktivität, egal was, hatte bei mir überhaupt keine Auswirkungen.
Also nach meiner Erfahrung würd ich zu Arzt A tendieren.

Falls bei Dir ein Pneu nicht nochmal auftritt "verblasst" die Erinnerung relativ schnell.
Falls doch und - was unter Umständen passieren kann - auch öfter sollte etwas getan werden, damit sowas eben nicht mehr passiert.

Noch zu dem Antibiotikum Das muss nicht unbedingt mit der zusammengafallenen Lunge was zu tun haben. Bei einem Infekt wird Lungengewebe zerstört. Bei JEDER Lunge. Wenn man, um den Infekt kurz zu halten Antibiotikum nimmt sollte man das entweder "ganz" oder garnicht einnehmen. Nur ein bisschen Antibiotikum schadet mehr als es hilft.

Fire
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Unsicherheit nach SpontanPneumo

Beitragvon Fire » Donnerstag 1. April 2004, 21:56

:twisted: also bei einem grippalen Effekt gleich mit Antibiotikum drauf zu hauen bringt meiner Meinung nach absolut nichts, ausser das es die Resistenzen erhöht und irgendwann dazu führt das jeder Erreger gegen Antibiotika resistent ist.
Ein grippaler Infekt ist mit und ohne Antibiotika genauso schnell weg, von daher kann man da echt drauf verzichten. Generell gilt aber, eine einmal begonnene Therapie auf jeden Fall bis zum Ende durchzuziehen.

Aber Arzt A hat recht*gg*

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Unsicherheit nach SpontanPneumo

Beitragvon soulscape » Dienstag 13. April 2004, 19:25

meines wissens nach ist fliegen kein problem, die druckunterschiede beim fliegen sind sehr gering. beim tauchen ist das was anderes. es gibt wohl keine rationale erklaerung, warum man nicht fliegen sollte.
im allgemeinen gilt: du kannst nichts unternehmen, um einen lungenkollaps zu vermeiden oder um einen lungenkollaps auszuloesen :)
deswegen heisst es ja auch SPONTANpneumothorax.


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