Narben - Wo? KH-Aufenthalt, wie lang?

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Narben - Wo? KH-Aufenthalt, wie lang?

Beitragvon Annett » Mittwoch 21. Januar 2004, 00:09

Hallo,
ich (weibl., 26 J., 1,70m, 68 kg) hatte vor 2 Jahren meinen ersten Spontanpneu links mit dem vollen Programm. Schlauch rein (Auuahhh!), saug, saug, 3 Tage lang ans Bett gefesselt gewesen - Schieber läßt grüßen (wie eklig!), Schlauch raus, Entlassung. Wie gesagt, 2 Jahre ging das gut.
Vorigen Samstag wieder dieser stechende Schmerz auf der linken Seite im Rücken und Luftnot. Da mir das alles ziemlich bekannt vor kam, ahnte ich schon, was auf mich zukommen würde. Ich fuhr am Sonntag ins Krankenhaus und meine Befürchtungen bestätigten sich. Diesmal war es aber Gott sei Dank nur ein kleiner Pneu, welcher sich ohne Drainage regenerieren sollte. Ich verbrachte also 2 Tage im KH und bin heute, mit der Nachricht, dass eine OP unumgänglich wäre, entlassen worden.
Nun meine Fragen:
Wo genau werden die Geräte bei der OP eingeführt? (Hab was von 3 Schnitten gelesen)
Nehmen die eventuell die vorhandene Narbe von der Drainage nochmal?
Wie lang muss man normalerweise danach im KH bleiben?
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass an der operierten Seite wieder ein Pneu auftreten kann?

Danke euch schon mal für Eure Antworten...
Annett

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Beitragvon hobbydoc » Mittwoch 21. Januar 2004, 00:57

hallo annett,
die schnitte können oberhalb der brust oder seitlich, wo vermutlich dein erster schlauch lag, gemacht werden. ich kann nur empfehlen, vor der OP noch ein CT aber ohne kontrastmittel machen zu lassen. das kontrastmittel ist radioaktiv und wird auf wunsch nicht gegeben(ausser es ist super notwendig). bei mir wurden bei einer nachkontrolle mit CT blasen in der operierten lunge gefunden.wäre bei einem ct vor der op nicht passiert. die alten narben können nicht mehr aufgeschnitten werden. in der regel sind es drei schnitte. einen für die bülow-drainage, einen für die minni kamera und einen fürs minniscalpel. bei mir waren es insgesamt 12 tage, weil 4 tage vor der OP eine erste drainage gelegt wurde damit die lunge wieder aufsteht. ich hoffe das reicht erstmal, alles gute ... wink

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Beitragvon diet » Mittwoch 21. Januar 2004, 12:31

Hallo Annett,
bei mir ist nur ein Schnitt für die endoskopische OP ca.6cm seitlich der Brustwarzen. Dieser ist rund 2cm lang. Dann kommt noch die übliche Saugdrainage dazu. Dabei werden nicht irgendwelche alten Narben oder gar alte Löcher von einer vorherigen Drainage benutzt ( Infektionsgefahr).
Nach der OP einen Tag auf der Intensiv, dann wieder auf Station. Da bei mir der Heilungsprozess sehr gut verlief, wurde ich nach einer Woche entlassen. Mein Hausarzt durfte dann die Nachbehandlung weiterführen: Klammer entfernen und Wundbehandlung.
Wichtig ist auch, wie Hobbydoc schon schrieb, ein CT, um das Ausmass der Blasen zu erkennen. Bei mir wurden auf der noch ,,gesunden.. Lungenseite auch noch starke Blasen entdeckt. Also kann ich jeden tag mit einem Pneu :evil: auch auf dieser Seite rechnen.
Ca. 3 Wochen nach der OP bei mir bekam ich wieder einen Pneu auf dieser Seite. Ab ins Krankenhaus, Schlauch rein, dieses nervtötendes Blubbergerät anklemmen, wieder tagelanges Rückenliegen, ans Bett gefesselt weil Schlauch zu kurz, Einzelhaft, Ente und saugen was das Zeug hält. Dies wird ihnen nicht unbekannt sein. Bis jetzt habe ich Ruhe.
Ich wünsch Ihnen gute Besserung
:lol: Dieter

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Beitragvon Annett » Mittwoch 21. Januar 2004, 13:42

Ich danke Euch für die Antworten. Ich will nur hoffen, dass die Narben nicht sichtbar im Dekollté-Bereich sind. Wäre wirklich schade bei einer Frau...
Ich lass mich mal überraschen, was da auf mich zukommt. Aber den Tip mit dem CT werd ich den Ärzten auf jeden Fall nahe legen. Es sei denn, die Ärzte aus der Lungenklinik können mit dem CT, welches ich vor 2 Tagen in der anderen Klinik machen ließ, etwas anfangen.
Wenn ich das so lese, dass viele von Euch schon mehrmals die grausame Prozedure mit der Drainage hinter sich haben, kann ich echt nur hoffen, dass es mit der OP getan ist! Ich will das niiiieee wieder erleben müssen, dass mir die Ärzte den Schlauch zwischen die Rippen rammeln. Grausame Schmerzen... Warum machen die da eigentlich keine Vollnarkose??

Viele Grüße von
Annett

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Beitragvon diet » Mittwoch 21. Januar 2004, 15:00

Hallo Annett,
da ich gerade gelesen habe, dass Sie aus der Nähe von Chemnitz kommen, wollte ich Ihnen noch mitteilen, dass ich im Küchwaldklinikum meine OP hatte. Bis auf die strenge Empfangsschwester ( war bestimmt noch aus Wehrmachtsbeständen) war ich sehr zu frieden. Alles Gute !!!!
Dieter

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Beitragvon Eric » Mittwoch 21. Januar 2004, 16:42

Ich nutze das mal, um Grüße aus dem nahegelegenen Plauen nach Chemnitz zu senden ... :D

Cath
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Beitragvon Cath » Freitag 23. Januar 2004, 13:30

Hallo Annett

Mach dir mal keine Sorgen bei einer Frau machen sie keine Schnitte in die Brust bzw. beim Dekollté-Bereich,jedenfalls in einer guten Klinik.
Wurde auch operiert mit drei Schnitten die unterhalb des Armes sind und auf den Rücken. Also die Brust und alles was die weiblichkeit ausmacht, wird in der Regel in Ruhe gelassen.

Mfg Cath

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Beitragvon Annett » Samstag 24. Januar 2004, 21:57

Hallo,
hier ist Rene, der Mann von Annett. Sie liegt gerade im Küchwald Krankenhaus und wird sich Ende nächste Woche noch mal melden.

Tschüßii

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Beitragvon Annett » Dienstag 27. Januar 2004, 15:14

Hallo Leute,
bin heute aus der Klinik entlassen worden. :D
Vorigen Donnterstag wurde ich operiert und da alles gut lief und ich ja noch blutjung :lol: bin, haben sie mich bereits 5 tage nach der OP entlassen (normal wäre das nicht, meinte der Arzt). Jedenfalls bin ich heilfroh, dass man in dem Krankenhaus wo ich war (Küchwald, Chemnitz) die Drainage nur 2 Tage drin läßt und nicht wie in anderen Kliniken, 4-5 Tage.
Womit ich jetzt allerdings Probleme habe, ist dieses doofe Taubheitsgefühl auf der linken (operierten) Seite. Ich hoffe, dass sich das mit der Zeit noch gibt und nicht ewig bleibt. Wie war denn das bei Euch nach der OP??
Und Dieter, du hast recht (ich sag einfach mal Du :wink: ) - es gab da so ne ziemlich rabiate Schwester auf Station K381, die ging mir schon etwas auf den Beutel, aber ansonsten waren alle ganz nett. Bei dieser Schwester tat die Trombosespritze immer besonders weh, fand ich!
So, jetzt hoffe ich dass die Narben gut verheilen und ich bald wieder ordentlich husten, niesen und schnäuzen kann. Das nervt nämlich...
Viele Grüße an alle...
Annett

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Beitragvon fleischi » Donnerstag 29. Januar 2004, 14:15

Hallo,
leider kann ich von meinem Mann sagen das er heute noch dieses Taubheitsgefühl hat,an der Stelle wo die Narbe ist aber es muß ja nicht immer so sein und außerdem ist es bei ihm auch nur 1 Stelle wo das aufgetreten ist .
Aber er hatte insgesamt 2 Op's und mehrere Narben so das ich sagen kann...Es ist nicht immer so das das Gefühl bleibt...
Also Kopf hoch...

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Beitragvon diet » Freitag 30. Januar 2004, 15:04

Hallo Annett,
willkommen im Kreis der Pneuoperierten. Ist dein Bauch auch so schön bunt ? Ich hatte jedenfalls ganz schöne farbige Stellen am Bauch (Trombosespritzen). Da wurde die Nadel bis Anschlag reingejagt. Meine Schwester, die ich meinte, hielt sich fast nur im Wachturm (Glaskasten, Empfang) auf.
Mit der Taubheit an der operierten Seite wirst du wohl noch länger leben müssen. Meine OP war ja am 18.07. 2003 und bis heute hat sich nichts verändert oder gebessert. Ich habe auch Schmerzen (Brennen u. Stechen) an einer Rippe welche sich von den anderen Rippen abhebt. Bei meinem wiederholten Pneu drei Wochen nach der OP wurde ich wieder im HBK Zwickau mit der üblichen Prozedur behandelt ( 5.Loch). Da sagte mir ein Arzt auf meine Frage wegen der Rippe:,,Da hat vielleicht die Rippe bei der OP nen Schlag wegbekommen,,. Da war ich sprachlos.
Naja, da kann man nur das Beste draus machen. Ich wünsch dir gute Besserung und --- Kopf hoch ! :lol:
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Beitragvon Fire » Freitag 30. Januar 2004, 23:29

Das mit den Rippen kenne ich, die Erklärung ist eigentlich auch recht einfach, bei einer nicht minimal invasiven OP werden die Rippen zur Seite geschoben, damit genügend Sicht und Platz zum operieren bleibt.
Dabei kommt es häufiger vor, daß einzelne Rippen nicht wieder die ursprüngliche Position einnehmen.

Wenn es als störend empfunden wird oder Komplikationen verursacht kann dies operativ gelöst werden. Bei Interesse empfehle ich den Besuch beim örtlichen Schlachter, ähh ne das war doch der Chirurg.

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Beitragvon diet » Samstag 31. Januar 2004, 12:02

Hallo Fire,
bei mir wurde ja endoskopisch (?) operiert. Der Schnitt ist nur ca. 3 cm lang. Da sollten doch die Rippen und deren Umfeld bei der OP etwas geschont werden. Aber, wie du schon schreibst, kann es ja trotzdem für den Eingriff etwas zu eng gewesen sein. Äusserlich fällt das mit der Rippe nicht gross auf. Mich nervt nur dieser Schmerz dort! Ich habe das Gefühl es hängt eine Eisenplatte an dieser Rippe. Beim Husten oder Niesen drücke ich mit der Hand auf diese Stelle, um den Schmerz erträglicher zu machen.
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Beitragvon Fire » Samstag 31. Januar 2004, 15:32

Bei einer endoskopischen Op ist sowas recht selten. Wenn das ganze regelmäßig Schmerzen verursacht würde ich einfach mal einen Arzt aufsuchen und das ganze abklären lassen, evtl. ist auch nur ein Nerv durch die Rippe eingeklemmt.

Zu den netten Spritzen, lasst euch die einfach ins Bein spritzen, wirkt genauso und ist weniger störend.

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Beitragvon Annett » Sonntag 1. Februar 2004, 21:44

@Dieter
Also ganz so bunt ist mein Bauch nicht. Sind meine Arme von den Kanülen bunter :lol:

Was mir allerdings jetzt, 1,5 Wochen nach der OP mächtig zu schaffen macht, ist dieser scheckliche "Muskelkater". Ich fühl mich, als hätte ich 2 Tage lang sit up´s gemacht :roll: . Und diese Schmerzen werden immer mehr. Dachte eigentlich, ich hätte den Höhepunkt schon längst erreicht, aber jeden Morgen tun meine Bauchmuskeln und der linke Oberarm mehr weh.

War das bei dir (euch) auch so?? Wie lang hat das angehalten?

LG
Annett


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