von Fischkopp » Samstag 13. Juni 2009, 15:17
Hi Alle zusammen!
Hier wurde länger nichts geschrieben. Ich war bis vor kurzem überhaupt nicht im Bilde.
Nun mußte ich auf die schmerzhafte Tour Erfahrungen mit dem Spontanpneumothorax Problem machen.
Bin vor gut zwei Wochen in der Schweiz operiert worden und nun wieder Zuhause. Es war mein Erster und ich hoffe es bleibt auch so!
Habe viel hier im Forum gelesen und bin jetzt leider etwas pessimistischer geworden, aber Hoffnung stirbt zuletzt.
Zu mir: passe voll ins Profil, männlich, 31 Jahre alt, 184 cm groß, bis dato 76 Kg, drahtig gebaut, starker Raucher.
Passierte völlig, wie sollte es anders sein spontan, war in Bern in der Stadt unterwegs, gg. 10 Uhr ein plötzliches Stechen in der Brust, stark, wie ein Messer im Brustbein.
Habe sofort an Herz oder Speiseröhre gedacht, da noch keine starken Atembeschwerden auftraten. Ich Idiot habe sogar noch eine geraucht!!
Nun hatte ich am Morgen meinen Großvater zur Dialyse ins Inselspital in Bern gefahren, also dachte ich mir ok, zurück ins Spital nen Doc sprechen.
Dort sofort in die Notaufnahme, keine fünf Minuten später lag ich im OP, ich hatte SEHR viel Glück, wie ich nach diversen Beiträgen aus dem Forum nun weiß, extrem gutes Fachpersonal!
Also Standard Thoraxdrainage mit Unterdruck etc., nach 48 STunden war klar das Loch geht nicht von allein zu, also OP, endoskopisch, Apexresektion und Pleuabrasio (20stl des linken Lungenflüges ab und anrauhen der Rippenfellwand zum ankleben).
Über die Schmerzen muß ich mich nicht weiter auslassen, sie waren höllisch, aber durch die RICHTIGEN Mittel sehr erträglich bis komplett weg.
Das Ziehen der Drainageschläuche war nicht schön, aber die Freiheit danach war ein Traum.
Ich hatte wie bereits gesagt sehr vile Glück gleich im richtigen KH gelandet zu sein, auch wenn es im Ausland war, aber das Inselspital in Bern ist eine Uniklinik für Thoraxchirurgie und das Schweizer Gesundheitssystem ist nicht mit deutschem Standard zu vergleichen, die sind 1000-fach besser!
Die beschriebenen Ängste der anderen hier im Forum kann ich sehr gut verstehen, vor allem wenn einem das mehrfach passierte.
Man kann dieses "Problem" der Lunge nicht kontrollieren und es gibt keine Medikamente die vorbeugend helfen.
Ich habe sofort mit dem Rauchen aufgehört, was im KH nicht schwer war, sehr wohl aber "zuhause" in der gewohnten Umgebung!
Ich werde es aber NIE WIEDER drauf ankommen lassen, das Rauchen ist nicht förderlich und schädigt "UNS" Spontanpneumatiker nur noch zusätzlich. Habe mir erstmal einen Nicoretten Inhaler gekauft, also ohne Rauch und Zusatzstoffe, um diese Gewohnheitsmechanismen auszutricksen, so habe ich etwas in der Hand und muß mir nicht bei jedem Zug Panik machen.
Ich hoffe sehr das es eine einmalige Sache ist bzw, war!
Allen Beste Grüße!